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Studienrichtung Geschichte

Die Geschichtswissenschaft untersucht Ereignisse, Prozesse und Strukturen in der Vergangenheit und schafft Bezüge zu Gegenwart und Zukunft.

Fachgebiet

Geschichte, Bundesbrief
Geschichte,  © Wikimedia

Geschichte als Wissenschaft versucht über verschiedene Zeiträume und geographische Schauplätze hinweg das menschliche Tun in der Vergangenheit zu rekonstruieren. So wird beispielsweise das Denken, Fühlen und Handeln einer einzelnen Person oder Gruppe oder das komplexe Zusammenspiel kultureller, politischer und wirtschaftlicher Gesellschaftsstrukturen betrachtet. Dabei geht es weniger darum, das vorhandene Wissen über die Vergangenheit nur zu bewahren und zu verbreiten, sondern vor allem darum, es zu mehren. Es geht um die kritische Diskussion von unterschiedlichen Perspektiven auf vergangene Ereignisse. Ziel ist es, zu Erkenntnissen über frühere Zeiten zu führen, aber auch Entwicklungsverläufe aufzuzeigen, Schlüsse auf das Hier und Jetzt zuzulassen oder gar Prognosen für die Zukunft zu ermöglichen.

Geschichte, Bundesbrief

Geschichte,  © Wikimedia

Zeitlich gliedert sich Geschichte in verschiedene Epochen:

  • Antike/Alte Geschichte: Epoche der griechischen und römischen Kultur von ca. 1600 v.Chr. bis ca. 600 n.Chr.
  • Mittelalter: Zeitraum zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert).
  • Frühe Neuzeit: Von der Entdeckung Amerikas (1492) bis zur Französischen Revolution 1789
  • Neuere Geschichte: 1789 bis zum Ersten Weltkrieg und zur russischen Revolution 1917/18.
  • Neuste Geschichte/Zeitgeschichte: Epoche ab Ende des Ersten Weltkriegs 1918 bis heute, Zeitgeschichte definiert sich dabei durch die Existenz noch lebender Zeitzeugen.

Auch eine thematische Gliederung des Fachgebiets ist möglich, u.a. in Sozial-, Religions-, Wirtschafts-, Rechts-, Umwelt- oder Geschlechtergeschichte.

Historische Fragestellungen finden sich zudem in vielen anderen Studienrichtungen wie Altertumswissenschaften (4000 v.Chr. bis zum Ende der Antike), Ur- und Frühgeschichte (Geschichte vor der Entstehung schriftlicher Zeugnisse), aber auch in Studienrichtungen der Sprach- und Kulturwissenschaften.

Studium

Geschichte kann nur an den universitären Hochschulen, nicht jedoch an Fachhochschulen studiert werden. In der Regel wird es mit mindestens einem weiteren Fach kombiniert. Geschichte kann sowohl als Major (Hauptfach) wie auch als Minor (Nebenfach) oder gleichgewichtet (Uni Basel) studiert werden. Die Auswahl an Fächerkombinationen ist an allen Universitäten gross, jedoch nicht überall dieselbe. An der Uni Bern ist auch ein Monofachstudium möglich.

Das Grundstudium in Allgemeiner Geschichte umfasst meist alle Epochen, später können inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden. Teilweise werden einzelne Epochen oder Regionen auch als eigenständiges Studienfach angeboten (z.B. Alte Geschichte, Osteuropäische Geschichte, Zeitgeschichte). Ein Vergleich der Hochschulen lohnt sich.

Innerhalb der Module (Themenbereiche) gibt es wenige Pflichtveranstaltungen, vor allem zu Beginn des Studiums und vieles kann selbst ausgesucht werden. Leistungsnachweise werden häufig über das Schreiben von Seminararbeiten oder Referate erbracht. Wer Geschichte studiert, ist intensiv mit Quellenarbeit und dem Lesen von (auch komplexeren) Texten beschäftigt.

K. H.,  Geschichte im 7. Semester an der Universität Bern UNIBE

«Ich bin begeistert von der freien Kurswahl.»

Mehr dazu

Anforderungen

Wer sich für ein Geschichtsstudium interessiert, sollte in jedem Fall Freude am Lesen von Büchern und wissenschaftlichen Texten, Interesse an der Auseinandersetzung mit historischen Quellen und Motivation zum Schreiben eigener (Forschungs-)Arbeiten mitbringen. Auch Selbstdisziplin, Selbstorganisation und Eigenverantwortung, Selbstmotivation, Durchhaltevermögen sowie Neugier und selbstständiges Arbeiten beim Verfolgen eigener Fragestellungen sind wichtig.
Die Bereitschaft, aktiv etwas aus dem eigenen Studium zu machen, zahlt sich beim Übergang vom Studium in den Beruf aus; ebenso das selbstständige Organisieren von Praktika.

Latein und Griechisch

Latein ist für die Zulassung zum Bachelorstudium Geschichte an den meisten Universitäten keine Voraussetzung. An einigen Universitäten wird Latein im Laufe des Bachelorstudiums oder spätestens für die Zulassung zum Masterstudium obligatorisch. Es werden Sprachkurse und/oder Ergänzungsprüfungen angeboten. Wer Alte Geschichte studieren möchte, muss auf Masterebene zudem Griechischkenntnisse vorweisen. Weitere Informationen dazu finden sich auf den Websites der Hochschulen sowie unter: Zulassung Universitäre Hochschulen UH > Zusätzliche Anforderungen.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden Sie unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Forschungsthemen

Historische Forschung verknüpft die Gegenwart mit der Vergangenheit und widmet sich einer grossen Vielzahl an Forschungsfragen zu allen Epochen. Dabei hat jede Hochschule eigene Forschungsschwerpunkte, wobei auch universitätsübergreifend und national geforscht wird, teilweise in Kooperation mit externen Partnerinstitutionen.

Die Fragestellungen können sehr offen oder eher eng formuliert sein: z.B. „Geschichte Afrikas“, „Doing House and Family. Material Culture, Social Space, and Knowledge in Transition (1700-1850“ oder „Herrschaftsstrukturen und Herrschaftspraxis in den antiken Staaten”.

Studiengänge

Universitäre Fernstudien Schweiz

Interdisziplinäre Studiengänge

Eidgenössische Technische Hochschule Zürich ETHZ

Universität Basel UNIBAS

Universität Bern UNIBE

Universität Luzern UNILU

Tätigkeitsfelder

Historikerin, Historiker ist kein definierter Beruf und es bedarf mehr Recherchearbeit auf der Suche nach möglichen Tätigkeitsfeldern und Berufsfunktionen. Die Tätigkeitsfelder sind aufgrund der durch das Studium erworbenen allgemeinen Fähigkeiten und Fertigkeiten jedoch breit gefächert. Je ein Fünftel der Aboslventinnen und Absolventen arbeitet in Unterricht und Bildung oder verbleibt an der Hochschule (Forschung und Lehre). Weitere mögliche Tätigkeitsfelder sind Archivwesen, Museen, Bibliotheken, Medien und Verlag, Kommunikation und PR, öffentliche Verwaltung und Non-Profit-Organisationen. Auch die Privatwirtschaft und freiberufliche Tätigkeiten (Selbstständigkeit) sind möglich.

Zu empfehlen im Hinblick auf den Berufseinstieg sind zielgerichtete Praktika und qualifizierte Nebenjobs bereits während des Studiums.  Diese dienen zum Sammeln erster Berufserfahrung sowie zum Knüpfen von Kontakten. Hilfreich ist auch Zusatzwissen aus anderen Fachbereichen wie Sprachen oder Betriebswirtschaft.

  • Geschichte: Berufsmöglichkeiten
    Informationen zu den Arbeitsmöglichkeiten, den verschiedenen Laufbahnen, zum Arbeitsmarkt und zu den einzelnen Berufstätigkeiten mit Porträts

Weiterbildung

Weiterbildungen lohnen sich dann, wenn sie gezielt eingesetzt werden. Im Idealfall werden sie berufsbegleitend – im dazu passenden Arbeitsgebiet – absolviert. Mögliche Weiterbildungen sind:

Weitere

Erwachsenenbildung, Entwicklungszusammenarbeit, Interkulturelle Kommunikation, Ethik usw. Auch Weiterbildungen in fachfremden Gebieten (Sozialwissenschaften/ Sozialwissenschaftliche Methoden, Informatik, Wirtschaft  und Management, PR und Marketing usw.) können in Frage kommen.



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