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Numerus Clausus, Zulassungsbeschränkungen

An Schweizer Hochschulen sind die Studienplätze in einigen Studienrichtungen begrenzt. In diesem Fall kommen - unabhängig von  Zulassungsbeschränkungen bzw. Numerus-clausus-Verfahren zum Einsatz.

Fachhochschulen FH

Auch wenn die formalen Zulassungsbedingungen erfüllt sind, werden für verschiedene Studienrichtungen mit einer beschränkten Anzahl Studienplätze Numerus-clausus-Verfahren durchgeführt.

Unabhängig davon sind Eignungsabklärungen die Regel für fast alle Studiengänge in den künstlerischen und sozialen Studiengängen und für Studien in Richtung Gesundheit und Sport.

Detaillierte Informationen zu den Aufnahmeverfahren finden sich auf den Websites der einzelnen Fachhochschulen.

Pädagogische Hochschulen PH

Je nach Anzahl der Anmeldungen und den jeweiligen Aufnahmekapazitäten, insbesondere auch hinsichtlich der zur Verfügung stehenden Praktikumsplätze, können auch bei den Pädagogischen Hochschulen Zulassungsbeschränkungen nötig werden. Die Selektionskriterien werden durch die PH festgelegt, bei denen auch die entsprechenden Informationen zu finden sind.

Universitäre Hochschulen UH

An der Mehrzahl der Schweizer Universitäten unterliegen die medizinischen Studiengänge (Human-, Zahn-, Veterinärmedizin und Chiropraktik) sowie Sport- und Bewegungswissenschaften einer Zulassungsbeschränkung (Numerus clausus/Eignungstest), die bei Kapazitätsengpässen zum Tragen kommt.

Medizin

Die Aufnahmekapazitäten für das Medizinstudium werden jährlich gesamtschweizerisch neu festgelegt. Der Numerus clausus wird aktiv, sobald die Zahl der Anmeldungen 120% der verfügbaren Studienplätze übersteigt.

Führt der Andrang zu Kapazitätsengpässen, die sich nicht mittels Umleitungen vor Studienbeginn beheben lassen, wird an den Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich, an der ETH Zürich sowie der Università della Svizzera italiana nach der Anmeldung zum Studium ein selektiver Eignungstest (EMS) durchgeführt.

In Neuenburg sind alle Studienanwärter/innen ohne Test zugelassen. Allerdings kann dort nur das 1. Studienjahr absolviert werden. Erfolgreiche Studierende setzen ihr Studium anschliessend in Genf oder in Lausanne fort. An diesen beiden Hochschulen werden alle Studieninteressierten ohne Test aufgenommen. Die Selektion erfolgt hier durch Prüfungen am Ende des ersten und zweiten Studienjahres.

Anmeldefrist für alle medizinischen Studiengänge an allen Schweizer Hochschulen ist der 15. Februar, die elektronische Anmeldung erfolgt über swissuniversities.

Zentrum für Testentwicklung und Diagnostik

Das Zulassungsverfahren mittels Eignungstest wird von der Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen swissuniversities in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Testentwicklung und Diagnostik (ZTD) am Departement für Psychologie der Universität Freiburg vorbereitet. Das ZTD ist Informationsstelle für spezifische Fragen betreffend Eignungstest.

Sport- und Bewegungswissenschaften

An der Universität Basel wird die Aufnahmekapazität für Studienanfänger/innen im Bachelor-Studiengang jährlich festgelegt. Wird diese Kapazität aufgrund der eingereichten Anmeldungen überschritten, müssen alle Bewerberinnen und Bewerber eine sportpraktische Aufnahmeprüfung absolvieren.

An der Universität Bern werden, falls die Anmeldezahl die vorhandenen Kapazitäten übersteigt, die Bewerber/innen für das Fach Sportwissenschaft im Major oder Minor (60 ECTS) zu einer Eignungsprüfung aufgeboten. Der Eignungstest besteht aus einem sportpraktischen sowie einem kognitiven Teil und dauert 2 Tage.

Alle Studienanwärter/innen, die das Fach Sport- und Bewegungswissenschaften an der Universität Freiburg belegen wollen, müssen einen Test der körperlichen und motorischen Fähigkeiten absolvieren sowie ein Arztzeugnis zu ihrem Gesundheitszustand einreichen.
Ebenso führen die Universitäten Genf, Lausanne und Neuchâtel einen Eignungstest durch. Auskünfte erteilen die zuständigen Institute.

Anmeldefrist für die sportwissenschaftlichen Studiengänge der Universitäten Basel und Bern ist der 15. Februar, für die Universität Freiburg der 30. April.

Übersetzen und Dolmetschen

Die Faculté de traduction et d’interprétation (FTI) in Genf praktiziert ein Zulassungsverfahren, das auf den drei gewählten Sprachen basiert. Es testet die Beherrschung der Muttersprache und die Kompetenzen in den beiden anderen Sprachen. Die Prüfung findet im April statt. Das Anmeldedossier zur Zulassungsprüfung muss Anfang Januar bei der FTI eintreffen (genaues Datum bitte abklären). Der Zulassungsantrag muss vor dem 30. April eingereicht werden.

Alternativen bereithalten

Wer bei Nichtbestehen des Zulassungstests ein anderes Studienfach wählen möchte, kann sich bei der Mehrzahl der Universitäten für fast alle Studiengänge bis Ende August verspätet immatrikulieren bzw. anmelden. Eine fristgerechte Voranmeldung bis 30. April verlangen hingegen die Universitäten St. Gallen, Zürich und Lausanne sowie die Eidgenössisch Technischen Hochschulen Zürich und Lausanne.

Für die Studiengänge Sportwissenschaften (an allen anbietenden Universitäten, siehe weiter unten) und die Studiengänge Biomedizinische Wissenschaften, Heilpädagogik sowie Logopädie an der Uni Freiburg sind ebenfalls fristgerechte Voranmeldungen – und damit Doppelanmeldungen – bis 15. Februar bzw. 30. April nötig.



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