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Bildungslandschaft Schweiz

Bildungswege und Abschlüsse im Überblick

Das Schweizer Bildungssystem bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten für die berufliche Laufbahn. Im Schema werden die üblichen Bildungswege zu den verschiedenen Berufs-, Studien- und Weiterbildungsabschlüssen aufgezeigt. Es gibt darüber hinaus viele weitere Bildungswege, über die in den einzelnen Kapiteln im Detail informiert wird.

Fachausbildungen /
Kurse

Praktika /
Sprachaustausch

Höhere Fachschulen HF

Höhere Berufsbildung

Fachhochschulen FH

Pädagogische Hochschulen PH

Universitäre Hochschulen UH

Hochschulen

Praxis / Vorbereitungskurse / Passerelle

Lehrbetriebe
Lehrwerkstätten,
Lehre in Vollzeitschulen,
Handelsmittelschule

Berufliche Grundbildung (Lehre)

Gymnasiale Maturitätsschulen

Allgemeinbildende Schulen

Brückenangebote und Zwischenlösungen

Obligatorische Schulzeit

Weiterbildung: Lehrgänge / Kurse

Beschreibung: Verschiedene Institutionen (private und öffentliche Schulen, Unternehmen, Verbände) bieten Lehrgänge oder Weiterbildungskurse an. Können nach der obligatorischen Schulzeit oder einer Ausbildung der Sekundarstufe II oder Tertiärstufe absolviert werden.

Mögliche Weiterbildungen nach einem Titel der Tertiärstufe: Nachdiplomausbildungen HF, Certificate, Diploma oder Master of Advanced Studies (CAS/DAS/MAS).

Ziele: technische oder allgemeinbildende Kenntnisse in der gewünschten Berufsbranche erweitern und Perspektiven verbessern.

Nachdiplomausbildungen HF

Beschreibung: Höhere Fachschulen HF bieten Nachdiplomausbildungen HF an. Praxisorientiert, ermöglichen Spezialisierungen, Vertiefung eigener Kenntnisse in einem Aktivitätsbereich, Erweiterung der Führungskompetenzen. In die Nachdiplomausbildungen HF sind manchmal Nachdiplomkurse HF integriert.

Dauer: In der Regel 1 – 2 Jahre berufsbegleitend

Zulassung: allgemein Diplom der Tertiärstufe (Diplom HF usw.). Andere Aufnahmebedingungen möglich.

Perspektiven: Arbeitsmarkt

Certificate of Advanced Studies CAS

Beschreibung: Certificate of Advanced Studies (CAS) ist eine Nachdiplomausbildung der Hochschulen. Entspricht mindestens 10 ECTS-Kreditpunkten (European Credit Transfer System). Soll spezielle Kenntnisse zu einem Thema oder einem besonderen Bereich erweitern oder in solche Kenntnisse einführen.

Dauer: In der Regel einige Monate bis 2 Jahre berufsbegleitend

Zulassung: In der Regel ein Diplom einer Hochschule (Bachelor oder Master) und Berufserfahrung. Andere Aufnahmebedingungen möglich.

Perspektiven: Arbeitsmarkt. CAS können Teil einer längeren Ausbildung sein, die zu einem Diploma of Advanced Studies oder einem Master of Advanced Studies führt.

Diploma of Advanced Studies DAS

Beschreibung: Diploma of Advanced Studies (DAS) ist eine Nachdiplomausbildung der Hochschulen. Entspricht mindestens 30 ECTS-Krediten (European Credit Transfer System). Soll Fachkenntnisse zu einem speziellen Thema oder Bereich vertiefen.

Dauer: In der Regel 1 - 2 Jahre berufsbegleitend

Zulassung: In der Regel ein Diplom einer Hochschule (Bachelor oder Master) und Berufserfahrung. Andere Aufnahmebedingungen möglich.

Perspektiven: Arbeitsmarkt. DAS können Teil einer längeren Ausbildung sein, die zu einem Master of Advanced Studies führt.

Master of Advanced Studies MAS

Beschreibung: Master of Advanced Studies (MAS) ist eine Nachdiplomausbildung der Hochschulen. Entspricht mindestens 60 ECTS-Krediten (European Credit Transfer System). Soll die Fachkenntnisse zu einem speziellen Thema oder Bereich vertiefen oder ein beziehungsweise mehrere neue Berufsfeldern erschliessen.

Dauer: In der Regel 2 - 4 Jahre berufsbegleitend

Zulassung: In der Regel ein Diplom einer Hochschule (Bachelor oder Master) und Berufserfahrung. Andere Aufnahmebedingungen möglich.

Perspektiven: Arbeitsmarkt

Verschiedene Diplome und Kursbestätigungen

Beschreibung: Verschiedene Institutionen (private und öffentliche Schulen, Unternehmen usw.) bieten in verschiedenen Bereichen Kurse und Ausbildungen an. Können nach der obligatorischen Schulzeit oder einer Ausbildung der Sekundarstufe II oder Tertiärstufe zur beruflichen Fortbildung absolviert werden. Ziele: Berufsperspektiven verbessern, Kompetenzen in der gewünschten Berufsbranche erweitern oder Kenntnisse in einem Bereich erwerben, dem das persönliche Interesse gilt. Es werden verschiedene Diplome erteilt (Diplom einer Schule, eines Verbandes, Kursbestätigung usw.).

Dauer: variabel, hängt von den Ausbildungen ab

Zulassung: variabel, hängt von den Ausbildungen ab

Perspektiven: variabel, hängt von den Ausbildungen ab. In der Regel Arbeitsmarkt.

Fachausbildungen / Kurse

Beschreibung: Verschiedene Institutionen (private und öffentliche Schulen, Unternehmen usw.) bieten in verschiedenen Bereichen Kurse und Ausbildungen an. Können nach der obligatorischen Schulzeit oder einer Ausbildung der Sekundarstufe II oder Tertiärstufe zur beruflichen Fortbildung absolviert werden.

Ziele: Berufsperspektiven verbessern, Kompetenzen in der gewünschten Berufsbranche erweitern oder Kenntnisse in einem Bereich erwerben, dem das persönliche Interesse gilt. Es werden verschiedene Diplome erteilt (Diplom einer Schule, eines Verbandes, Kursbestätigung usw.).

Praktika / Sprachaustausch

Beschreibung: Praktika sind zu verschiedenen Zeitpunkten vor, während oder nach einer Ausbildung möglich. Als Vorbereitung für die Berufswahl oder eine Ausbildung, zur Praxiserlangung während einer Ausbildung oder als Berufseinstieg während und/oder nach einer Ausbildung.

Sprachaufenthalte in der Schweiz oder im Ausland eignen sich bestens, um eine Fremdsprache zu lernen. Verschiedene Arten von Sprachaufenthalten für unterschiedliche Ziel- und Altergruppen.

Dauer: variabel, hängt von den Praktika und vom Austausch ab

Zulassung: variabel, hängt von den Praktika und vom Austausch ab

Perspektiven: variabel, hängt von den Praktika und vom Austausch ab

Höhere Berufsbildung

Beschreibung: Die höhere Berufsbildung gehört zur Tertiärstufe B. Vermittelt erforderliche Kenntnisse und Kompetenzen, um ein Unternehmen zu leiten beziehungsweise Leitungsfunktionen oder berufliche Tätigkeiten mit hoher Verantwortung zu übernehmen. Insbesondere mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis öffnet sie Perspektiven zur beruflichen Entwicklung. Umfasst die eidgenössischen Berufsprüfungen BP und höhere Fachprüfung HFP sowie die Bildungsgänge an den höheren Fachschulen HF, die ein Diplom HF erteilen. Kombiniert theoretischen Unterricht mit Berufspraxis.

Höhere Fachprüfung HFP

Beschreibung: Das nach einer erfolgreichen höheren Fachprüfung erlangte Diplom gehört zur höheren Berufsbildung. Die Vorbereitungskurse für diese Prüfung vermitteln theoretische und praktische Kenntnisse sowie höhere Qualifikationen. Vorbereitung auf Unternehmensführung oder Stelle mit hoher Verantwortung. Ebenfalls Expertinnen, Experten in einem Berufsbereich. Vorbereitungskurse an verschiedenen privaten und öffentlichen Ausbildungsstätten beziehungsweise Berufsverbänden.

Dauer: In der Regel 1 - 3 Jahre berufsbegleitend

Zulassung: In der Regel eine Berufsprüfung und Berufserfahrung in der Branche. Andere Aufnahmebedingungen sind möglich.

Perspektiven: Arbeitsmarkt

Diplom HF

Beschreibung: Die höheren Fachschulen HF erteilen Diplome HF, welche die erforderlichen umfassenden Berufskompetenzen und theoretischen Fachkenntnisse vermitteln, um in verschiedenen Bereichen Stellen mit einer hohen Verantwortung zu übernehmen.

Dauer: 2 - 3 Jahre in Vollzeit; berufsbegleitend oder in Teilzeit dauern die Studien länger

Zulassung: In der Regel ein Eidg. Fähigkeitszeugnis EFZ des betreffenden Bereichs. Für gewisse Ausbildungen andere Aufnahmebedingungen möglich: andere Titel (Fachmittelschulausweis, Fachmaturität, Gymnasiale Maturität, Berufsmaturität) sind zugelassen und Berufserfahrung ist erforderlich.

Perspektiven: Arbeitsmarkt, Studiengänge Nachdiplomausbildungen HF

Berufsprüfung BP

Beschreibung: Der nach einer erfolgreichen Berufsprüfung erlangte Fachausweis gehört zur höheren Berufsbildung. Die Vorbereitungskurse auf diese Prüfung vermitteln theoretische und praktische Kenntnisse sowie höhere Qualifikationen. Ausbildung von Fachleuten respektive Vorbereitung auf Stellen mit hoher Verantwortung. Vorbereitungskurse an verschiedenen privaten und öffentlichen Bildungsstätten beziehungsweise Berufsverbänden.

Dauer: In der Regel 1 - 3 Jahre berufsbegleitend

Zulassung: In der Regel ein Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis und Berufserfahrung in der Branche. Andere Aufnahmebedingungen möglich.

Perspektiven: Arbeitsmarkt, höhere Fachprüfung (HFP)

Höhere Fachschulen HF

Beschreibung: Die höheren Fachschulen (HF) bieten Lehrgänge, die zu einem Diplom HF der Tertiärstufe führen, und Nachdiplomausbildungen HF an. Lehrgänge mit Abschluss Diplom HF sind eine umfassendere und allgemeinere Berufsbildung als Berufsprüfungen BP und höhere Fachprüfungen HFP. Vermitteln die erforderlichen theoretischen Kenntnisse und praktischen Kompetenzen, um im betreffenden Berufsbereich technische Verantwortungen oder Leitungsfunktionen zu übernehmen. Die praxisorientierten Nachdiplomausbildungen HF ermöglichen Spezialisierungen, Vertiefung beruflicher und Erweiterung von Führungskompetenzen.

Hochschulen

Beschreibung: Die Hochschulen gehören zur Tertiärstufe A. Drei Arten von Hochschulen: Fachhochschulen FH, Pädagogische Hochschulen PH und Universitäre Hochschulen UH. Zu den UH gehören die kantonalen Universitäten und die Eidgenössischen Technischen Hochschulen ETH. Die UH betreiben Grundlagenforschung, auf der auch ihr Unterricht beruht. FH und PH praktischer ausgerichtet, spezialisieren sich auf angewandte Forschung. Alle 3 Hochschulen bieten Studiengänge an, die zu Bachelor oder Master sowie weiteren Titeln führen. Sie bieten auch Weiterbildungen an.

Doktorat (PhD)

Beschreibung: Das Doktorat ist dritte Stufe und drittes Diplom an einer Universitären Hochschule UH nach einem Master UH. Nur an Universitären Hochschulen möglich. Verfassen einer wissenschaftlichen Forschungsarbeit, der Dissertation.

Dauer: In der Regel 3 - 5 Jahre.

Zulassung: Zulassung zum Doktorat liegt in der autonomen Verantwortung der Universitären Hochschulen UH. Erfolgt immer sur dossier aufgrund individueller Qualifikationen. Es besteht kein automatisches Anrecht auf Zulassung zum Doktorat.

Perspektiven: Arbeitsmarkt, Certificate of Advanced Studies, Diploma of Advanced Studies, Master of Advanced Studies

Master FH

Beschreibung: Der Master FH ist zweite Stufe und zweites Studiendiplom nach dem Bachelor FH an einer Fachhochschule FH. Hauptsächlich praxisorientiert und auf die angewandte Forschung ausgerichtet. Erwerb von Zusatz- und Fachkenntnissen im gewählten Fach. Master FH bescheinigt höhere Kompetenzen. Master-Studium umfasst 90 – 120 ECTS-Kredite (European Credit Transfer System).

Dauer: In der Regel 3 oder 4 Semester Vollzeit; länger wenn berufsbegleitend oder Teilzeit.

Zulassung: In der Regel Bachelor FH. Je nach Hochschule und Studienbereich zusätzliche Aufnahmeverfahren und/oder Eignungstests. Andere Aufnahmebedingungen möglich.

Perspektiven: Arbeitsmarkt, Certificate of Advanced Studies, Diploma of Advanced Studies, Master of Advanced Studies

Master PH

Beschreibung: Pädagogische Hochschulen PH erteilen Master PH für das Unterrichten eines oder mehrerer Fächer an einer Schule der Sekundarstufe I oder in anderen Bereichen der Pädagogik. Master-Studium umfasst 90 – 120 ECTS-Kredite (European Credit Transfer System).

Dauer: In der Regel 2 - 4 Semester Vollzeit; länger wenn berufsbegleitend oder Teilzeit.

Zulassung: unterschiedlich, abhängig von Ausbildungsinstituten und angestrebtem Lehrgang.

Berufsmöglichkeiten: Arbeitsmarkt, Certificate of Advanced Studies, Diploma of Advanced Studies, Master of Advanced Studies

Master UH

Beschreibung: Der Master UH ist zweite Stufe und zweites Diplom nach dem Bachelor UH an einer Universitären Hochschule UH. Master-Studium umfasst 90 – 120 ECTS-Kredite (European Credit Transfer System); Ausnahme: Humanmedizin und Chiropraktik (180 ECTS). Master ermöglicht Spezialisierung in einem ganz bestimmten akademischen Bereich.

Dauer: In der Regel 3 oder 4 Semester in Vollzeit (6 Semester in der Humanmedizin und Chiropraktik); länger wenn Teilzeit.

Zulassung:

  • Konsekutiver Master: in der Regel ein Bachelor UH im gleichen Bereich. Zusätzliche Aufnahmebedingungen möglich.
  • Interdisziplinärer Master: in der Regel anerkannter Bachelor, zusätzliche Aufnahmebedingungen möglich.
  • Spezialisierter Master: in der Regel nicht nur Bachelor UH, sondern zusätzliche Aufnahmebedingungen und/ oder Aufnahmeverfahren.

Perspektiven: Arbeitsmarkt, Certificate of Advanced Studies, Diploma of Advanced Studies, Master of Advanced

Bachelor FH

Beschreibung: Der Bachelor FH ist der erste Abschluss an einer Fachhochschule FH.. Allgemeine wissenschaftliche Fachausbildung mit Praxisorientierung. Ein Bachelor-Studium umfasst 180 ECTS-Kredite (European Credit Transfer System). Bachelor FH in der Regel ausreichend zur Ausübung einer beruflichen Tätigkeit.

Dauer: 6 Semester Vollzeit; länger wenn berufsbegleitend oder Teilzeit.

Zulassung: Eidg. Fähigkeitszeugnis EFZ, entsprechend dem gewählten Studienbereich plus Berufsmaturität; Fachmittelschulausweis mit Fachmaturität oder EFZ, das dem Studienbereich entspricht. Andere Aufnahmebedingungen möglich.

Perspektiven: Arbeitsmarkt, Master FH, Certificate of Advanced Studies, Diploma of Advanced Studies, Master of Advanced Studies

Bachelor PH

Beschreibung: Pädagogische Hochschulen PH und andere Ausbildungsstätten für Lehrpersonen (Universität in gewissen Kantonen) bieten Bachelors im Lehrbereich oder in anderen Bereichen der Pädagogik an. Bachelor-Studium umfasst 180 ECTS-Kredite (European Credit Transfer System).

Dauer: In der Regel 6 Semester Vollzeit; länger wenn Teilzeit.

Zulassung: Je nach Studiengang unterschiedlich. In der Regel Gymnasiale Maturität oder Berufsmaturität mit Passerelle. Andere Aufnahmebedingungen möglich.

Perspektiven: Arbeitsmarkt, Master PH, Certificate of Advanced Studies, Diploma of Advanced Studies, Master of Advanced Studies

Bachelor UH

Beschreibung: Der Bachelor UH ist der erste Abschluss an einer Universitären Hochschule (UH). Ein Bachelor-Studium umfasst 180 ECTS-Kredite (European Credit Transfer System). Wissenschaftliche Grundlage und Vorbedingung für Spezialisierung auf Master-Stufe.

Dauer: 6 Semester Vollzeit; länger wenn Teilzeit.

Zulassung: In der Regel Gymnasiale Maturität. Andere Aufnahmebedingungen möglich.

Perspektiven: In der Regel Master UH; manchmal Arbeitsmarkt

Fachhochschulen FH

Beschreibung: Die Fachhochschulen FH haben umfassendes Kursangebot mit praxisorientierten Ausbildungen, die zu Bachelor FH, Master FH oder Weiterbildungstiteln führen. Bereitet auf Ausübung beruflicher Tätigkeiten mit hoher Verantwortung vor, welche Anwendung wissenschaftlicher Kenntnisse und Methoden und je nach Bereich künstlerischer und kreativer Fähigkeiten erfordern.

Pädagogische Hochschulen PH

Beschreibung: Pädagogischen Hochschulen PH und weiteren Ausbildungsstätten obliegt die Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte aller Schulstufen.

Die berufsqualifizierenden Abschlüsse Bachelor PH, Master PH und Lehrdiplom für Maturitätsschulen auf Stufe Master of Advanced Studies sind schweizweit anerkannt. Die PH und weitere Ausbildungsstätten für das Lehrpersonal bieten Studiengänge wie Sonderpädagogik, Logopädie sowie Kurse für Berufsschullehrkräfte an. Sie bieten auch Weiterbildungen an

Universitäre Hochschulen UH / ETH

Beschreibung: Universitäre Hochschulen UH umfassen 10 kantonale Universitäten und 2 Eidgenössische Technische Hochschulen. Umfangreiche Programmpalette akademischer Studien, die zu Bachelor UH, Master UH, Doktorat (PhD) und anderen Titeln führen. Vorbereitung auf Ausübung beruflicher Tätigkeiten mit hoher Verantwortung, welche Anwendung wissenschaftlicher Kenntnisse und Methoden erfordern.

Berufliche Grundbildung

Beschreibung: Die berufliche Grundbildung (Lehre) vermittelt Kenntnisse und Kompetenzen, die zur Ausübung eines Berufes erforderlich sind. Dabei wechseln sich Praxis und Theorie ab. Ausbildung an drei Orten: dem Lehrbetrieb, der Berufsfachschule und dem Zentrum für überbetriebliche Kurse. In einigen Kantonen kann für gewisse Berufe die Ausbildung auch an einer Vollzeitschule stattfinden (Lehre in Vollzeitschulen, Handelsmittelschule).Verschiedene Ausbildungswege sind möglich:

  • Berufliche Grundbildung mit Eidg. Berufsattest EBA
  • Berufliche Grundbildung mit Eidg. Fähigkeitszeugnis EFZ
  • Berufsmaturität (ins EFZ integriert oder nach dem EFZ)

Berufsmaturität

Beschreibung: Die Berufsmaturität ergänzt die Berufliche Grundbildung EFZ (Lehre) mit einer erweiterten Allgemeinbildung. Kann während oder nach der Lehre absolviert werden. Der vertiefte Unterricht besteht aus allgemeinbildenden (Sprachen, Mathematik usw.) und auf den Beruf ausgerichteten Fächern. Ermöglicht eine Ausbildung zu einem Bachelor FH im selben Bereich.

Dauer: Paralell zu einem EFZ Vollzeit 3 - 4 Jahre. Nach einem EFZ in der Regel Vollzeit 1 Jahr und Teilzeit 2 Jahre.

Zulassung: obligatorische Schulzeit mit guten Schulresultaten, die für jeden Kanton festgelegt werden. Andere Aufnahmebedingungen möglich, wenn die Berufsmaturität nach dem EFZ vorgesehen ist.

Perspektiven: Arbeitsmarkt, höhere Berufsbildung, Bachelor FH, mit Zusatzausbildung (Passerelle) Bachelor einer Universitären oder Pädagogischen Hochschule (UH, PH).

Eidg. Berufsattest EBA

Beschreibung: Das Eidg. Berufsattest EBA wird nach einer erfolgreichen zweijährigen Lehre erlangt. Damit die zur Berufsausübung erforderlichen Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt werden können, wechseln in der Lehre Praxis und Theorie ab. Sie findet in einem Lehrbetrieb und an der Berufsfachschule statt, manchmal auch in Vollzeit an einer Vollzeitschule. Das EBA ist für Personen mit praktischen Fähigkeiten, die wegen Schul- oder Sprachproblemen kein 3-4-jähriges Eidg. Fähigkeitszeugnis EFZ erlangen können. Der Unterricht ist vereinfacht und dem Zielpublikum angepasst. Gewisse Schulen bieten Ausbildungen speziell für Erwachsene an.

Dauer: 2 Jahre Vollzeit. Für Erwachsene mit Berufserfahrung variable Dauer.

Zulassung: abgeschlossene obligatorische Schulzeit. Die Lehrbetriebe und die Vollzeit- und Handelsmittelschulen legen ihre Selektions- oder Aufnahmekriterien fest.

Perspektiven: Arbeitsmarkt; Eidg. Fähigkeitszeugnis EFZ

Eidg. Fähigkeitszeugnis EFZ

Beschreibung: Das Eidg. Fähigkeitszeugnis EFZ wird nach einer 3-4-jährigen erfolgreichen beruflichen Grundbildung (Lehre) erlangt. Damit die zur Berufsausübung erforderlichen Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt werden können, wechseln in der Lehre Praxis und Theorie ab. Sie findet in einem Lehrbetrieb und an der Berufsfachschule statt, manchmal auch in Vollzeit an einer Vollzeit- oder Handelsmittelschule. Gewisse Schulen bieten Ausbildungen speziell für Erwachsene an.

Dauer: 3 oder 4 Jahre Vollzeit. Für Erwachsene mit Berufserfahrung variable Dauer.

Zulassung: abgeschlossene obligatorische Schulzeit. Die Lehrbetriebe und die Vollzeit- und Handelsmittelschulen legen ihre Selektions- oder Aufnahmekriterien fest. Zum Teil Eignungstests oder Aufnahmeprüfungen.

Perspektiven: Arbeitsmarkt, Berufsmaturität, höhere Berufsbildung

Lehrbetriebe / Lehrwerkstätten, Lehre in Vollzeitschulen, Handelsmittelschule

Beschreibung: Die Berufliche Grundbildung (Lehre) führt zum Eidg. Fähigkeitszeugnis EFZ oder zum Eidg. Berufsattest EBA. Die EFZ-Ausbildung kann gleichzeitig mit der Berufsmaturität absolviert werden. Damit die zur Berufsausübung erforderlichen Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt werden können, wechseln in der Lehre Praxis und Theorie ab. Zwei Arten der Ausbildung:

a) Ausbildung in der Berufspraxis in einem Lehrbetrieb und an 1 oder 2 Tagen/Woche theoretischer und allgemeinbildender Unterricht an der Berufsfachschule: duale Ausbildung.

b) Praktische Ausbildung sowie theoretischer und allgemeinbildender Vollzeitunterricht, manchmal Betriebspraktika an Lehrwerkstätten, Vollzeit- oder Handelsmittelschulen (diese Form besteht nur in einigen Kantonen für gewisse Berufe).

Allgemeinbildende Schulen

Beschreibung: Die Fachmittelschulen und die Gymnasialen Maturitätsschulen sind Schulen der Sekundarstufe II. Vermitteln allgemeine und vertiefte Ausbildung nach der obligatorischen Schule.

Fachmaturität

Beschreibung: Die Fachmaturität ist eine Ausbildungsergänzung, die nach dem Fachmittelschulausweis in der Regel im gleichen Berufsbereich erlangt wird. Besteht meistens aus Unterricht, 12 – 40 Wochen dauernden Praktika sowie einer Fachmaturitätsarbeit. Gewisse Schulen bieten auch Ausbildungen speziell für Erwachsene an.

Dauer: 1 Jahr Vollzeit

Zulassung: In der Regel Fachmittelschulausweis im gleichen Bereich. Andere Aufnahmebedingungen sind möglich.

Perspektiven: Die Fachmaturität ermöglicht den Zugang zu gewissen höhere Fachschulen HF oder einem Bachelor einer Fachhochschule FH oder Pädagogischen Hochschule PH je nach gewählter Richtung.

Gymnasiale Maturität

Beschreibung: Die Gymnasiale Maturität wird an einer Maturitätsschule erlangt, je nach Kanton auch Kantonsschule oder Gymnasium genannt. Bereitet auf eine kantonale Prüfung vor. Umfasst zwölf Fächer sowie eine Maturitätsarbeit. Vertiefung der allgemeinbildenden Kenntnisse (Sprachen, Mathematik, Natur- und Geisteswissenschaften, Kunst usw.) und Vermittlung von Arbeitsmethoden, welche für die Fortsetzung der Studien an einer Universitären oder Pädagogischen Hochschule wichtig sind. Gewisse Schulen bieten Ausbildungen speziell für Erwachsene an.

Dauer: 3 - 5 Jahre in Vollzeit je nach Kanton. Für Erwachsene: Dauer variabel

Zulassung: obligatorische Schulzeit mit guten Schulresultaten, die für jeden Kanton festgelegt werden. Gymnasiale Maturitätsschulen für Erwachsene verlangen manchmal einen Abschluss auf Sekundarstufe II (Eidg. Fähigkeitszeugnis, Fachmittelschulausweis usw.)

Perspektiven: Universitäre Hochschulen. Die übrigen Ausbildungen der Tertiärstufe (Fachhochschulen FH, Pädagogische Hochschulen, höhere Fachschulen usw.) sind ebenfalls zugänglich. Bei einigen sind weitere Aufnahmebedingungen zu erfüllen (vorbereitende Ausbildung, Berufserfahrung).

Fachmittelschulausweis

Beschreibung: Die Ausbildung, die zu einem Fachmittelschulausweis führt, findet an einer Fachmittelschule statt. Umfasst allgemeinbildenden Unterricht sowie spezifischere Fächer, bei denen Grundkenntnisse in einem bestimmten Berufsbereich vermittelt werden. Gewisse Schulen bieten Ausbildungen speziell für Erwachsene an.

Dauer: 3 Jahre in Vollzeit. Für Erwachsene: variable Dauer

Zulassung: obligatorische Schulzeit mit guten Schulresultaten, die für jeden Kanton festgelegt werden. Andere Aufnahmebedingungen möglich.

Perspektiven: Ermöglicht direkten Zugang zu gewissen Studiengängen an höheren Fachschulen. Zusammen mit einer Fachmaturität oder einem EFZ führt er auch zu einem Bachelor an einer Fachhochschule oder Pädagogischen Hochschule des gleichen Berufsbereiches.

Fachmittelschulen

Beschreibung: Fachmittelschulen sind kantonale Schulen der Sekundarstufe II. Ausbildungen führen in einem ersten Schritt zu einem Fachmittelschulausweis und anschliessend zu einer Fachmaturität. Die Ausbildung umfasst allgemeinbildenden Unterricht sowie spezifischere Fächer, in denen Grundkenntnisse in einem bestimmten Berufsbereich vermittelt werden. Vorbereitung auf eine Ausbildung in der nicht-universitären Tertiärstufe.

Gymnasiale Maturitätsschulen

Beschreibung: Gymnasiale Maturitätsschulen sind Schulen der Sekundarstufe II, die eine Gymnasiale Maturität erteilen. Werden je nach Kanton Gymnasien oder Kantonsschulen genannt. In der Regel für Schülerinnen und Schüler nach der obligatorischen Schulzeit, die eine Gymnasiale Maturität erlangen und ihre Studien anschliessend an einer Universitären oder Pädagogischen Hochschule forsetzen möchten.

Obligatorische Schulzeit

Beschreibung: Die obligatorische Schulzeit besteht aus der Primar- und der Sekundarstufe I. In einigen Kantonen können Erwachsene ohne Abschluss der Sekundarstufe I diese nachholen und die in den Lehrplänen vorgesehenen Fächer belegen (z.B. Sprachen, Mathematik usw.). Damit erhalten sie einen Ausweis der Sekundarstufe I.

Dauer: 11 Jahre Vollzeit in den meisten Kantonen.

Perspektiven: Berufliche Grundbildung oder eine allgemeinbildende Ausbildung an einer Fachmittelschule oder einer Gymnasialen Maturitätsschule. Durch die Aktualisierung oder das Nachholen schulischer Kenntnisse erhalten Erwachsene einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt und zu einer Berufsausbildung.

Praxis

Beschreibung: Der Erhalt eines Diploms der Tertiärstufe ermöglicht es, mit höheren Berufsqualifikationen auf den Arbeitsmarkt zu gelangen. Um eine Nachdiplomausbildung zu absolvieren, wird in der Regel Berufserfahrung verlangt.

Praxis / Vorbereitungskurse / Passerelle

Beschreibung: Ermöglicht ein Abschluss auf Sekundarstufe II keinen direkten Zugang zur gewünschten Ausbildung auf der Tertiärstufe, kann eine Zulassung mit einer ergänzenden Ausbildung oder praktischer Erfahrung ermöglicht werden.

Praxis: Um zu gewissen Ausbildungen auf Tertiärstufe zugelassen zu werden, braucht es eine Arbeitswelterfahrung (möglicherweise in Form von Praktika). Erlaubt den Erwerb praktischer und theoretischer Berufskenntnisse im gewählten Bereich.

Vorbereitungskurse: vorbereitende Ausbildungen, um an eine Hochschule aufgenommen zu werden oder die für eine Hochschul-Ausbildung erforderlichen Kenntnisse zu erwerben. Ermöglichen Vorbereitung auf eine spezielle Ausbildung oder Erlangen des geforderten Niveaus in der Unterrichtssprache usw.

Passerelle Berufsmaturität – Universitäre Hochschulen: ermöglicht mit Berufsmaturität Zulassung zu Universitären oder Pädagogischen Hochschulen (Bachelor). Zusatzprüfung in verschiedenen Fächern (Sprachen, Mathematik, Natur- oder Geisteswissenschaften). Selbständige Vorbereitung oder mittels Vorbereitungskurs, der in der Regel 6 Monate oder ein Jahr dauert.

Brückenangebote und Zwischenlösungen

Beschreibung: Brückenangebote und Zwischenlösungen sind am Ende der obligatorischen Schulzeit und vor Beginn einer Ausbildung auf Sekundarstufe II angesiedelt. Richten sich an Jugendliche, die noch keine Ausbildung gefunden haben. Diese Übergangslösungen, meistens von den Kantonen organisiert, variieren in Bezug auf ihre Benennung, Struktur und Inhalte stark. Damit werden aber meistens die gleichen Ziele verfolgt. Vorbereitung auf:

  • auf die Wahl einer Berufs- oder allgemeinen Ausbildung
  • Suche oder Absolvierung einer Beruflichen Grundbildung (Lehre) durch eine Zusatzausbildung
  • auf eine Berufsausbildung in einem besonderen Bereich, z.B. angewandte Kunst oder Gesundheit, beziehungsweise die Aufnahme an einer Vollzeitschule
  • Ausbildung an einer Fachmittelschule oder einem durch eine Zusatzausbildung

Sprachaustausche oder Praktika sind andere Möglichkeiten nach der obligatorischen Schulzeit und vor einer Ausbildung an der Sekundarstufe II. Können unabhängig von der Schul- oder Berufsphase der betreffenden Person jederzeit absolviert werden.

Weitere Alternativen nach der obligatorischen Schulzeit: Vorlehre, Motivationssemester, Studierendenjob.

Informationen

Informationen aus den Kantonen

Die folgenden Deutschweizer Kantone stellen zusätzliche Inhalte zur Verfügung.

Wählen Sie Ihren Kanton

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Bern

Bildungssystem im Kanton Bern: Bildungswege nach der Volksschule [PDF, 249 KB]

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Graubünden

Bildungssystem mit kantonalen Besonderheiten Merkblatt BSLB GR (PDF - 72KB)

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Zürich

Auf dem Merkblatt Bildungssystem der Schweiz (PDF - 63KB) werden die Ausbildungswege grafisch aufgezeigt und schriftlich erläutert.