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Geschichte: Berufsmöglichkeiten

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Geschichte

Geschichte

Anonym: Selbstständige Historikerin

Symbolbild Buch
Symbolbild Buch, © Dariusz Sankowski auf Pixabay
Selbstständige Historikerin: Publizieren, recherchieren und beraten

«Da es mittlerweile viele freischaffende Historiker gibt, ist besonders bei öffentlichen Ausschreibungen die Konkurrenz gross.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Meine Haupttätigkeit besteht aus dem Sammeln, Analysieren und Interpretieren historischer Quellen, dem Aneignen von Fachliteratur sowie dem Verfassen von Texten. Ein weiterer wichtiger Teil meiner Arbeit ist das Lektorieren eigener oder fremder Texte. Dabei kann ich auf meine in der Redaktion des Historischen Lexikons der Schweiz gewonnenen Fähigkeiten zurückgreifen. In einigen Projekten bin ich als Projektleiterin engagiert, in dieser Funktion trage ich die Verantwortung für den Kontakt zum Kunden und die Führung des Projektteams. Auch die Akquisition neuer Aufträge gehört zu meinem Beruf. Da es mittlerweile viele freischaffende Historiker gibt, ist besonders bei öffentlichen Ausschreibungen die Konkurrenz gross. Wir schreiben viele Offerten, ohne dass wir den Auftrag bekommen. Ferner gibt es zahlreiche administrative Aufgaben zu erledigen.

Berufseinstieg

Um als selbstständige Historikerin zu arbeiten, habe ich 2011 zusammen mit drei Kollegen - zwei Historikern und einem Germanisten - meine Firma gegründet. Alle vier sind wir Teilhaber und Geschäftsführer, aber auch Angestellte. Wir führen historische Projekte durch. Oft geht es darum, für einen Kunden – eine Gemeinde, eine Firma oder eine Institution – ein Buch zu schreiben. In diesen Fällen durchsuchen wir verschiedene Archive nach Quellen, schreiben darauf basierende Texte und stellen die Bebilderung zusammen. Wir begleiten das Buch bis zum Druck. In anderen Projekten wünscht ein Kunde eine Beratung, eine Ausstellung, die Transkription in deutscher Kurrentschrift geschriebener Dokumente, ein Lektorat oder die Übersetzung eines fremdsprachigen Textes. Bei unserer Arbeit sind wir nicht an einen fixen Arbeitsplatz gebunden. Wir arbeiten in den Archiven, im Büro oder auch am Schreibtisch zu Hause.

Tipps

Was mir für den Übergang vom Studium zum Beruf am meisten geholfen hat, sind die ausseruniversitären Projekt- und Berufserfahrungen, die ich als Studentin gesammelt habe. So durfte ich an verschiedenen Buchprojekten mitarbeiten und stand als Angestellte in den Bereichen Marketing und Information Management auch immer mit einem Bein im Berufsleben.

Marianne Ingold: Historikerin und Anglistin

Symbolbild Bibliothek
Symbolbild Bibliothek, © Foundry Co auf Pixabay
Wissenschaftliche Bibliothekarin und Informationsspezialistin

«Stetige Weiterbildungsbereitschaft ist im sich rasch wandelnden Bibliotheksumfeld ein Muss.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Meine Tätigkeit als Leiterin einer Fachhochschulbibliothek ist sehr vielseitig und abwechslungsreich. Zu den regelmässigen Aufgaben gehören Personalführung, Bestandesaufbau und –pflege (die in einer Gebrauchsbibliothek ohne Archivierungsauftrag auch das Aussondern umfasst), Einführungen und Schulungen für Studierende und wissenschaftliches Personal sowie Ausleihe und Beratung am Bibliotheksschalter. Daneben organisiere ich zusammen mit meinem Team Veranstaltungen und Marketingaktionen, konzipiere neue oder erweitere bestehende Dienstleistungen und nehme verschiedene Zusatzaufgaben wahr. Unter anderem bin ich verantwortlich für die Planung einer neuen Campusbibliothek, in der mehrere Teilbibliotheken zusammengeführt werden sollen. In der Fachkommission "Hochschulbibliotheken" der KFH (Konferenz der Fachhochschulen Schweiz) vertrete ich alle Bibliotheken unserer Fachhochschule. Mit diesen arbeiten wir besonders im Bereich der elektronischen Medien regelmässig zusammen. Last but not least bin ich in einem kleinen Pensum Beauftragte für Gleichstellung und Diversity einer Teilhochschule an unserem Standort. Das ermöglicht vielfältige Kontakte und Einsitz in hochschulinternen Gremien, was wiederum der Bibliotheksarbeit zugutekommt.
Eigenschaften wie Flexibilität, Kontaktfreude, Kommunikationsfähigkeit, Offenheit für neue Entwicklungen und Kooperationsbereitschaft sind sehr hilfreich für dieses Aufgabenfeld. Auch stetige Weiterbildungsbereitschaft ist im sich rasch wandelnden Bibliotheksumfeld ein Muss. Ich selbst bilde mich zurzeit in Dienstleistungsmarketing und -management weiter.

Berufseinstieg

Bereits während meines Phil. I.-Studiums unterrichtete ich an verschiedenen Gymnasien, Berufsschulen und in der Erwachsenenbildung. Diese Tätigkeit führte ich nach dem Studium weiter. Daneben betreute ich nebenamtlich die Bibliothek eines Berufsbildungszentrums. Nach dem Umzug in eine andere Ecke der Schweiz erhielt ich eine der wenigen Ausbildungsstellen zur wissenschaftlichen Bibliothekarin. Vom Magazin bis zur Direktion konnte ich zwei Jahre lang wertvolle praktische Erfahrungen in allen Arbeitsbereichen einer grossen Universitätsbibliothek sammeln. Die dazugehörige Theorie vermittelte ein damals noch vom Berufsverband organisierter berufsbegleitender Kurs. Heute stehen dafür verschiedene MAS-Studiengänge zur Auswahl. Einen guten Überblick über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für wissenschaftliche Bibliothekarinnen und Bibliothekare bietet die Website der IG WBS, deren Präsidentin ich bin: www.igwbs.ch

Tipps

Bücher, wissenschaftliche Fachdatenbanken, elektronische Zeitschriften, E-Books – alle diese Informationsquellen spielen in einer Hochschulbibliothek eine wichtige Rolle. Studierende und Mitarbeitende benutzen unsere Bibliothek als Hilfsmittel für Studium, Lehre, Forschung und Dienstleistungen. Auch externe Kundinnen und Kunden, darunter mehrere Architekturbüros, schätzen das kostenlose Angebot. Die Bibliothek stellt aber nicht nur die Informationsversorgung innerhalb der Hochschule sicher, sondern dient auch als Wissensdrehscheibe innerhalb der Institution, sei es durch Informationsveranstaltungen über neue Technologien oder die Herstellung von persönlichen Kontakten über Institutsgrenzen hinweg.

Kaba Rössler: Museumsleiterin

Aarau Schlössli
Schlössli Aarau, © Chris.urs-o auf Wikipedia
Leiterin des Stadtmuseums Aarau Schlössli

«Bereits während des Studiums absolvierte ich verschiedene Praktika und habe ein eigenes Geschäft mit aufgebaut.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Ich leite das historische Stadtmuseum Aarau Schlössli. Nachdem das Volk einer Sanierung und Erweiterung zugestimmt hat, freue ich mich auf die Umsetzung dieses anspruchvollen Projekts der Architekten Diener+Diener Basel.

Berufseinstieg

Bereits während des Studiums absolvierte ich verschiedene Praktika und habe ein eigenes Geschäft mit aufgebaut. Dadurch dauerte zwar das Studium mit Fremdsemester und Auslandaufenthalt gut zehn Jahre, dafür konnte ich Berufspraxis sammeln und Kontakte knüpfen. Nach dem Studium machte ich ein Volontariat bei einem Verlag und erhielt anschliessend ein Teilzeitpensum bei ZOOM Zeitschrift für Film. Für die Zeitschrift erstellte ich Ende der 90er Jahre ein Onlinekonzept und setzte dieses gleich selber um.
Daneben arbeitete ich für die eigene Firma imachine projekt ag, die unterschiedlichste Projekte im Bereich von Kultur, Kunst, Bildung und Soziales, mit Schwerpunkt auf Datenbanken und Multimedia realisierte. Wir hatten zum Beispiel den Nachlass der Glarner Fotografenfamilie Schönwetter gesichtet, daraus eine Ausstellung, ein Fotobuch und ein Wanderkino erarbeitet. Vor einigen Jahren gab ich die Geschäftsleitung ab. Beim Bundesamt für Kultur (BAK) machte ich überdies neue Erfahrungen als Kuratorin des Forums der Schweizer Geschichte in Schwyz (gehört zum Schweizerischen Nationalmuseum). Ich war für die umfangreichen Kulturprogramme dieses Museums mit verantwortlich. Das bedeutete konzipieren, planen, recherchieren, budgetieren, koordinieren, szenografieren und produzieren von kulturhistorischen Ausstellungen mit Rahmenveranstaltungen sowie das Schreiben von Artikeln für Medien und Presse. Des Weiteren realisierte ich zusammen mit einem kleinen Team in Schwyz die Ausstellung «Tierisch nützlich – Züchten und Zähmen von Mensch, Tier und Natur» zum Thema der Domestikation mit rund 200 Fundstücken aus der Archäologie, römischen, mittelalterlichen und neuzeitlichen Objekten, künstlerischen Interventionen, Videoprojektionen und Hörstationen.

Tipps

Früher habe ich meine Vielseitigkeit oft als Mangel empfunden, mich nicht auf eine Sache konzentrieren zu können. Heute schätze ich sie als Qualität, weil sie den Horizont öffnet und dadurch spannende Vernetzungen entstehen.

Stefan Kessler: Historiker als Verwaltungsrats-Delegierter

Symbolbild Gespräch
Symbolbild Gespräch, © Gerd Altmann auf Pixabay
Verwaltungsrats-Delegierter

«Meine „Spezialität“ ist die Begleitung von Personen, die vor Auftreten eines gesundheitlichen Problems ein eigenes Geschäft hatten oder aber gerade dabei waren, ein solches aufzubauen.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als Verwaltungsrats-Delegierter für die beiden auf Reintegration spezialisierten Unternehmen Rehafirst und RehaWork. Gleichzeitig bin ich Mitinhaber der Unternehmen – zu gleichen Teilen wie mein Geschäftspartner, Rechtsanwalt Hans Schmidt. Wir haben die Firma im Jahr 2004 gegründet, um die Methodik des Case Managements in der Schweiz stärker zu verankern. Unsere Schwerpunkte sind Reintegrations-Unterstützung für Menschen nach Krankheit oder Unfall sowie Invaliditätsvermeidung für Unternehmen. Seit Oktober 2008 ist zudem RehaClinic mit Sitz in Bad Zurzach als strategische Partnerin an RehaWork und Rehafirst beteiligt – ein Meilenstein in unserer Firmenentwicklung wie auch in der Entwicklung der sozialberuflichen Reintegration. Der Schritt eines anerkannten und innovativen, aus dem Bereich der medizinischen Rehabilitation stammenden Akteurs in „unser“ Thema ist ein sehr wichtiges inhaltliches und fachliches Zeichen.

Berufseinstieg

In meiner Funktion erbringe ich Dienstleistungen auf zwei Ebenen: Einerseits unterstütze ich Menschen nach Krankheit oder Unfall dabei, sich wieder erfolgreich in die Berufswelt zu integrieren. Meine „Spezialität“ ist die Begleitung von Personen, die vor Auftreten eines gesundheitlichen Problems ein eigenes Geschäft hatten oder aber gerade dabei waren, ein solches aufzubauen. Solche Menschen erhalten in den Bereichen Gesundheit/Therapie oder Psychosoziales durch Ärzte, Therapeutinnen, Familie und Freundeskreis meist genügend Support. Andererseits kann ich die Klienten und Klientinnen beim betriebswirtschaftlichen Denken und Handeln sowie in der Gesamtkoordination der oft kompliziert liegenden Fälle (Versicherungen, Ärzte, Anwalt, Familie etc.) unterstützen.

Tipps

Mit Unternehmenskunden arbeite ich an Projekten, mit denen die Reintegration von Mitarbeitenden nach Krankheit oder Unfall verbessert werden kann. So führen wir zum Beispiel ein Projekt, in dem eine Firma eigene Case Manager/innen einstellt, um den Mitarbeitenden eine Reha-Unterstützung bieten zu können – in solchen Situationen beteilige ich mich an der Erstellung der nötigen Management-Prozesse (Richtlinien, Schnittstellen, interne Kommunikation etc.) sowie an der Schulung. Daneben führe ich viele interne und organisatorische Tätigkeiten aus: Finanzplanung, Ressourcenplanung, Produktentwicklungen, etc. Natürlich lege ich auch Gewicht auf Marketing und Verkauf – hier kommt mir meine Erfahrung zugute, die ich während meiner Tätigkeit bei one marketing services gewonnen habe.

Marianne Hochuli: Historikerin beim Bundesamt für Migration

Symbolbild Bundeshaus
Symbolbild Bundeshaus, © marcelkessler auf Pixabay
Historikerin beim Bundesamt für Migration

«Da erlebe ich den spannenden Prozess, eine Bundesstrategie in der Integrationspolitik mitprägen zu können.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite in der Sektion Integration beim Bundesamt für Migration. Da erlebe ich den spannenden Prozess, eine Bundesstrategie in der Integrationspolitik mitprägen zu können.

Berufseinstieg

Während meines Geschichtsstudiums war ich über acht Jahre bei Pro Natura Zürich und bei einer feministischen Zeitung als Redaktorin tätig. Aufgrund dieser Erfahrungen erhielt ich anschliessend eine Stelle bei der Erklärung von Bern für den Bereich Handelspolitik, wo ich zehn Jahre lang tätig war.

Tipps

Der damalige Wechsel zur Erklärung von Bern bedeutete einen Abschied von der Geschichte, dafür eröffnete sich mir ein neuer vielfältiger Bereich: die Globalisierung, das Nord-Süd-Ungleichgewicht, die Handelspolitik der Schweiz, also insgesamt eine Hinwendung zu Wirtschafts- und sozialen Fragen. Ich musste diesen Bereich selbstständig aufbauen. Er beinhaltete das Aufarbeiten von handelspolitischen Fakten, das Verfassen von Positionspapieren, das Lobbyieren bei Parlament und Regierung sowie Kampagnen- und Vernetzungsarbeit mit anderen Nichtregierungsorganisationen. Weiter gehörte sämtliche Medienarbeit zu meinem Bereich, das heisst sowohl das Verfassen von Artikeln und Communiqués, als auch die Präsentation vor den Medien mit klaren Botschaften,
Öffentlichkeitsarbeit, die Suche nach finanziellen Mitteln und das Halten von Vorträgen. Acht Jahre lang koordinierte ich den selbstverwalteten Betrieb und absolvierte danebst eine zweijährige Weiterbildung zu "Management für non-profit-orientierte Unternehmen".

Stefan Ragaz: Historiker und Journalist

Symbolbild Presse
Symbolbild Presse, © Andrys Stienstra auf Pixabay
Stellvertrender Chefredaktor der Neuen Luzerner Zeitung

«Journalist wird man nicht, weil man Freude an der Sprache hat oder gerne Deutschaufsätze schreibt, sondern aus Liebe zu Quellen, Fakten und Zusammenhängen.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Hautsächlich arbeite ich als Blattmacher. Das ist eine Führungsaufgabe an der Schnittstelle zwischen Redaktion und Publikum, sozusagen zwischen Angebot und Nachfrage. Auf der einen Seite bin ich dafür zuständig, die Ressourcen der Redaktion auf das Wesentliche anzusetzen, gleichzeitig zwischen Bild und Text, zwischen Form und Inhalt zu koordinieren, und dafür zu sorgen, dass wir nicht nur die Nachrichten, sondern auch Einordnungen und Einschätzungen bringen. Auf der anderen Seite ist es meine Aufgabe, das Publikumsinteresse zu antizipieren und die Gewichtung auf der Titelseite vorzugeben. In meiner Funktion als stellvertretender Chefredaktor bin ich für die überregionalen Ressorts zuständig. Das heisst: Ich bin der direkte Vorgesetzte des Politik-, Nachrichten- und des Wirtschaftsressorts. Ebenso ist mir die redaktionelle Seitenproduktion unterstellt. In der Tagesproduktion arbeite ich einmal pro Woche auch als Leiter des Newsdesks, wo ich dann die Tagesthema-Seite redigiere.An der Schnittstelle zwischen Redaktion und Publikum bin ich eine wichtige Anlaufstelle für unsere Leserinnen und Leser. Nicht nur landen Kritik, Lob und Anregungen auf meinem Pult (und werden von mir beantwortet), auch werde ich immer wieder angefragt, Podiumsgespräche zu leiten oder Veranstaltungen zu moderieren. Journalisten hören eben nicht auf, Journalisten zu sein, wenn sie das Redaktionsgebäude verlassen. Sie sind selber Teil der Öffentlichkeit und führen den politischen Diskurs auch ausserhalb des eigenen Medienproduktes.

Berufseinstieg

Vielleicht wurde mir der Journalismus in die Wiege gelegt. Ich weiss es nicht. Jedenfalls stellte ich schon früh fest, dass ich gerne Informationen sammle, verarbeite und weitergebe. Oder mit den Worten des Journalisten ausgedrückt: Dass es mir Freude macht, Menschen mit Neuem, Unbekanntem zu überraschen, Fakten zu recherchieren, einer Sache auf den Grund zu gehen, Widersprüche zu erkennen, Zusammenhänge zu analysieren und Erkenntnisse in einer verständlichen, einprägsamen Art und Weise zu präsentieren. Dies sind denn auch die Parallelen zwischen dem Journalisten und dem Historiker.

Tipps

Journalist wird man nicht, weil man Freude an der Sprache hat oder gerne Deutschaufsätze schreibt, sondern aus Liebe zu Quellen, Fakten und Zusammenhängen.

Andrea Huwyler-Bachmann: Selbständige Historikerin in den Bereichen Museum/Kultur/Vermittlung

Symbolbild Museum
Symbolbild Museum, © Public Co auf Pixabay
Selbstständige Historikerin

«Mein Fachwissen als Historikerin, meine Kreativität und meine pädagogische Erfahrung sind gleichermassen gefragt»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Während eines grossen Teils meiner Arbeit bin ich „Schreibtischtäterin“: An meinem Bürotisch entstehen Konzepte zu Ausstellungen, für Museen, Führungen und Events; manchmal auch beim Kaffee mit involvierten Personen. Dabei sind mein Fachwissen als Historikerin, meine Kreativität und pädagogische Erfahrung gleichermassen gefragt. In weiteren Schritten kommen dann auch organisatorische, gestalterische und administrative Aufgaben dazu. Während der Betriebsphase eines Projekts werde ich dann zur Allrounderin und Teamplayerin: Ich manage das berufsübergreifende Team, überblicke das Budget, schule die Guides, suche Sponsoren, bin verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit/Werbung, aktualisiere den Webauftritt, überwache die Wartung usw. Die Schwierigkeit meines selbständigen Tuns liegt in der Koordination verschiedener Projekte. Oft ist es schwer abzuschätzen, wie viel nebeneinander Platz hat. So variiert die Arbeitsbelastung zwischen 40% und 80%. Dabei ist es mir wichtig, dass Familie, Haushalt und Berufstätigkeit Hand in Hand gehen. Aus diesem Grund habe ich mein Büro auch zu Hause eingerichtet, wo ich zwischen Computer und Waschküche hin- und herswitchen kann.

Berufseinstieg

Was kurz nach dem Studium mit einem Sprung ins kalte Wasser begann, konnte ich in meiner 20-jährigen Berufserfahrung etablieren. Als ersten Job direkt ab Uni habe ich nämlich aus lauter Neugier die Projektleitung einer Aussenausstellung des Historischen Museums Luzern übernommen. Von den Kontakten und Erfahrungen, die ich damals und anschliessend als Museumspädagogin machte, zehre ich heute noch als selbständige Historikerin.

Tipps

Wahrscheinlich hat es mit meinem Interesse an Geschichte(n) und Kultur(en) zu tun, dass ich es liebe in verschiedene „Welten“ einzutauchen. Dabei macht es mir grosse Freude, andere Menschen auf solche erlebnisreichen Zeitreisen mitzunehmen. So kann ich gleichzeitig meine beiden erlernten Berufe als Lehrerin und Historikerin ausüben sowie meine Leidenschaften als Organisatorin und Gestalterin verquicken.



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