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Studienrichtung Architektur

Architektur beschäftigt sich mit dem Entwerfen, Gestalten und Konstruieren von Bauwerken. Dabei wird ästhetische Kreativität mit handfestem Ingenieurwissen verbunden.

Fachgebiet

Architektur
Architektur

Die Architektur befasst sich mit sehr unterschiedlichen Bauten. Das können Industriekomplexe ebenso sein wie einfache Wohnhäuser, Schul- und Sportanlagen, Konzerthäuser oder Spitäler. Der Blick richtet sich stets auf das "Gesamte". Dementsprechend vielfältig sind die Themenbereiche. Denn Architektinnen müssen von vielem etwas verstehen und arbeiten eng mit unterschiedlichen Fachspezialisten zusammen, vom Bauingenieur zur Elektroplanerin, über die Klimaexpertin bis hin zum Soziologen.

Architektur

Architektur

Aufgrund jüngerer gesellschaftlicher Herausforderungen, wie etwa das rasante Wachstum der Städte und Agglomerationen, der Klimawandel oder energiewirtschaftliche Fragen, ist es wichtig geworden, die gebaute Umwelt bewusst zu gestalten. Ansätze wie Bauen am Bestand, Nachverdichtung oder ressourcen- und energiebewusstes Bauen sind in den Vordergrund gerückt.

Studium

Es besteht ein vielfältiges Studienangebot in Architektur. Inhaltlich ähneln sich die meisten Ausbildungsgänge, mit unterschiedlicher Gewichtung der einzelnen Fachgebiete, zum Beispiel in Entwurf und Ausführung. Teilweise werden ortsabhängig andere Schwerpunkte gesetzt. Das Wissen wird in Form von Vorlesungen, Übungen und Praxisprojekten vermittelt. Im Laufe des Studiums kommen häufig auch Exkursionen oder spezifische Themenwochen dazu. Von Anfang an gestaltet sich das Studium praxisnah, da sich die Inhalte an konkreten und realistischen Bauprojekten orientieren. Die Arbeit im Atelier bzw. Entwurfsstudio nimmt viel Zeit und Raum ein.

Entwerfen, Gestalten und Konstruieren machen einen grossen Teil des Bachelorstudiums aus: Architektonische Methoden, z.B. Zeichnen im Bereich Axonometrie und Perspektive, und Theorien werden sowohl praktisch wie auch theoretisch vermittelt. Da die Umsetzbarkeit der Ideen genauso wichtig ist wie die Kreativität des Entwurfes, bilden Module zu den technischen Grundlagen wie Bauphysik, Baustatik, Materialkunde, Tragwerkslehre und Gebäudetechnik ebenfalls einen grossen Bestandteil des Studiums. Ausserdem beinhaltet es Seminare in Baumanagement, Bauleitung, Bauplanung sowie Baurecht.
Der Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften verbindet die Architektur mit geschichtlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Beispiele sind Architektur des 20. Jahrhunderts, Formen der Urbanisierung oder Wohn- und Immobilienmarkt.

Während im Bachelorstudium die Inhalte weitgehend vorgegeben sind, gibt es im Masterstudium mehr Wahlmöglichkeiten. An Fachhochschulen gilt bereits der Bachelorabschluss als berufsbefähigend.

M. A., Architektur im 4. Semester Bachelor an der Università della Svizzera italiana USI.

«Man lernt mit der Zeit, dass Kritiken keine abschliessenden Bewertungen sind, sondern konstruktive Inputs.»

Mehr dazu

Anforderungen

Grundvoraussetzung für ein Studium der Architektur ist die Neugierde für städtebauliche, landschaftsplanerische, ökonomische und politische Fragestellungen bezüglich der baulichen Gestaltung menschlichen Lebensraums. Ein hohes Interesse für gestalterische wie auch technische Aspekte und geometrische Zusammenhänge sind ebenfalls wichtig.
Zu den besonderen Fähigkeiten zählen zudem:

  • räumliche Vorstellungskraft,
  • gestalterische Ausdrucksfähigkeit und
  • handwerkliches Geschick (beim Modellbau).

Um im Studium und später im Beruf zu bestehen, helfen zudem Eigenschaften wie Eigeninitiative und Engagement, Durchhaltevermögen, Kritikfähigkeit, Hartnäckigkeit und ein gutes Zeitmanagement.

Unterschiede Universitäre Hochschulen und Fachhochschulen

Traditionellerweise sind Architektinnen und Architekten FH eher in der Ausführung tätig, jene der universitären Hochschulen (UH) eher im Entwurf. Der Unterschied zwischen besonders praxiserfahrenen FH-Absolvierenden und vertieft fachwissenschaftlich gebildeten Abgängerinnen und -abgängern universitärer Hochschulen verwischt sich jedoch allmählich, da sich die Ausbildungen der beiden Hochschultypen zunehmend angleichen. Heute richten sich Stellenausschreibungen selten ausschliesslich an Architektinnen und Architekten eines Hochschultyps. Beim Einkommen ergeben sich keine nennenswerten Unterschiede.

Mehr zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen Fachhochschulen FH und Universitären Hochschulen UH: Vergleich der Hochschultypen - Hochschultypen im Überblick.

Forschungsthemen

Einige Beispiele für Forschungsthemen im Bereich Architektur sind:

  • Strukturen im Gebäude als System
  • Verdichtung von Einfamilienhaus-Siedlungen
  • Sommerliches Komfortklima in Wohngebäuden
  • Laboratoire de culture numérique du projet architectural CNPA
  • Lo spazio pubblico nella “città Ticino” di domani

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge

Fachhochschulen

Berner Fachhochschule BFH

Departement Architektur, Holz und Bau AHB

Fachhochschule Graubünden FHGR

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik

Fachhochschule Ostschweiz FHO / OST – Ostschweizer Fachhochschule

Campus St.Gallen

Fachhochschule Südschweiz SUPSI

Dipartimento ambiente costruzioni e design DACD

Fachhochschule Westschweiz HES-SO

HES-SO Freiburg > Hochschule für Technik und Architektur Freiburg HTA-FR

Hochschule Luzern HSLU

Zürcher Fachhochschule ZFH

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW


Universitäre Hochschulen

Eidgenössisch Technische Hochschule Lausanne EPFL

Universität der italienischen Schweiz USI


Interdisziplinäre Studiengänge

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

Eidgenössische Technische Hochschule Zürich ETHZ

Universität Basel UNIBAS

Tätigkeitsfelder

Architekten und Architektinnen sind in den Bereichen Bau, Raumplanung, öffentliche Verwaltung, Kultur, Medien sowie Wissenschaft und Forschung tätig.



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