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Architektur: Berufsmöglichkeiten

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Architektur

Architektur

Selbstständige Architektin

Symbolbild Baukran
Symbolbild Baukran, © Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay
Architektin

«An meinem Beruf schätze ich, einen Entwurf auf Papier in einem Bauwerk umgesetzt zu sehen, das für mehrere Jahrzehnte erlebbar sein wird.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Mit meinem ersten Auftrag als selbstständige Architektin lernte ich auch gleich die ganze Bandbreite der Architekturaufgaben kennen: Kostenschätzungen, Ausschreibungen für die verschiedenen Arbeitsgattungen, Werkverträge, Bauleitung und Koordination aller am Bau Beteiligten. Ich empfand den Kontakt zum Bauherrn, zu Ingenieurinnen und Unternehmern als Bereicherung zu meinem eher theoretischen Büroalltag. Die schönste Bestätigung erfuhr ich aber auf der Baustelle, wo ich als Bauleiterin ohne Probleme akzeptiert wurde. Der Umgang mit den Unternehmern war fair und rücksichtsvoll. So konnte sich auch mein erstes Endprodukt sehen lassen.

Als selbstständige Architektin bin ich vor allem mit der Abwicklung von Projekten und der Betreuung des Büros beschäftigt, das heisst Buchhaltung führen, Mehrwertsteuer abrechnen und sonstige administrative Arbeiten erledigen. Wichtig ist es auch, ständig neue Aufträge an Land zu holen.

Zwischen dem ersten Kontakt mit dem Bauherrn bis zur Realisation eines Projekts liegen meist mehrere Jahre. Das Vor- und Bauprojekt wird von der Entwurfsarchitektin betreut, das Ausführungsprojekt nicht selten vom technisch orientierten Fachhochschularchitekten und die Bauleitung liegt in den Händen eines ausgebildeten Bauleiters oder einer Bauleiterin.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text] Der Computer ist heute das wichtigere Arbeitsmittel als Bleistift und Papier. Der erste Entwurf wird allerdings die Domäne des Bleistifts bleiben. Die Anwendung des CAD (Computer Aided Design) bringt viele neue Möglichkeiten der Projektbearbeitungen mit sich. Baugesetze, Normen, Kostenüberlegungen und politische Zwänge setzen den gestalterischen Freiheiten allerdings einen engen Rahmen.

Tipps

[nicht definitiver Text] An meinem Beruf schätze ich, einen Entwurf auf Papier in einem Bauwerk umgesetzt zu sehen, das für mehrere Jahrzehnte erlebbar sein wird. Ich mag die Herausforderung, neue Ideen in ein Umbauprojekt einzubringen, individuelle Bedürfnisse abzudecken und innovative Baumaterialien und Techniken anzuwenden. Dass mein Mann zurzeit in unserem Architekturbüro vollen Einsatz gibt, ermöglicht es mir, mich um meinen Sohn zu kümmern und gleichwohl mit einem fünfzigprozentigen Einsatz kleinere Projekte oder Teilaufgaben an grösseren Projekten zu betreuen.

Wiebke Rösler: Architektin als Direktorin beim Amt für Hochbauten der Stadt Zürich

Symbolbild Gebäude
Symbolbild Gebäude, © Bild Free-Photos auf Pixabay
Architektin

«Es lohnt sich, für eine gute Architektur, für nachhaltiges Bauen und für die 2000-Watt-Gesellschaft einzustehen, diese zu fördern und die Stadt dadurch mitzugestalten.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Das Amt für Hochbauten der Stadt Zürich (www.stadt-zuerich.ch/ahb)  ist einerseits dafür zuständig, die städtischen Liegenschaften baulich instand zu setzen und andererseits neue Gebäude für die Stadt zu entwickeln und zu bauen. Die Stadt Zürich besitzt viele verschiedene Immobilien wie Wohnungen, Verwaltungsgebäude, Schulhäuser, Krankenhäuser, Altersheime, Sportstätten, etc. aus allen Epochen. Die Stadt hat Vorbildcharakter, nicht nur in städtebaulicher und architektonischer Hinsicht, sondern auch betreffend nachhaltiges Bauen und der angestrebten 2000-Watt-Gesellschaft. Bei jeder Sanierung wird geprüft, ob ein Gebäude auf den Minergie-Standard gebracht werden kann. Bei Neubauprojekten wird in der Regel zur Qualitätssicherung ein Architekturwettbewerb durchgeführt.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text] Unsere Kunden sind in erster Linie die anderen Dienstabteilungen der Stadt, d.h. die Immo (Immobilienbewirtschaftung) und die Liegenschaftenverwaltung. In die enge Zusammenarbeit wird auch das Amt für Städtebau mit der Denkmalpflege einbezogen. Als Direktorin leite ich das Amt für Hochbauten personell und fachlich. Ich habe mit vielen verschiedenen Menschen zu tun, einerseits mit unseren internen Projektleitenden, die mit den ausgewählten Architektinnen und Architekten die Projekte umsetzen, andererseits mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Ämter. Als Direktorin bin ich hauptsächlich in die grossen Vorhaben involviert, zurzeit sind das der Erweiterungsbau des Kunsthauses, die Sanierung des Kongresshauses und die Planung des neuen Fussballstadions. Mein Arbeitsalltag besteht aus Kommunikation in allen Formen, Mails, Sitzungen, Jurytage, Präsentationen, Telefongespräche. Abends kommen oft noch verschiedene Veranstaltungen dazu.

Tipps

[nicht definitiver Text] Ich arbeite an der Schnittstelle zur Politik. Damit wir bauen können, müssen die nötigen Kredite beim Stadtrat, beim Gemeinderat oder sogar beim Stimmvolk eingeholt werden. Dies kann manchmal einige Zeit in Anspruch nehmen, ist aber Teil unserer demokratischen Spielregeln, die ich sehr spannend finde. Die Arbeit für die Stadt, letztlich für die Bürgerinnen und Bürger, empfinde ich als eine sehr sinnvolle Aufgabe. Es lohnt sich, für eine gute Architektur, für nachhaltiges Bauen und für die 2000-Watt-Gesellschaft einzustehen, diese zu fördern und die Stadt dadurch mitzugestalten.

Annick Lalive d'Epinay: Architektin bei der Fachstelle für nachhaltiges Bauen im Amt für Hochbauten der Stadt Zürich

Symbolbild Architektur
Symbolbild Architektur, © Bild von Michael Gaida auf Pixabay
Symbolbild Architektur

Symbolbild Architektur, © Bild von Michael Gaida auf Pixabay

Architektin

«Es gibt mir ein gutes Gefühl, aktiv an interessanten und zukunftsweisenden Themen mitzuarbeiten.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Schon bevor sich die Stadt Zürich zum Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft bekannt hatte, gehörte das Amt für Hochbauten in den Bereichen erneuerbare Energie und nachhaltiges Bauen zu den themenführenden Stellen in der Schweiz. In der Fachstelle für nachhaltiges Bauen betreue ich Neubauprojekte in Sachen Energieeffizienz und Bauökologie. Dabei geht es sowohl um das Definieren von sinnvollen Zielen und Anforderungen als auch um das Begleiten und Einfordern der Nachweise in den Projekten. Zu meinem Arbeitsfeld zählen Machbarkeitsstudien, in welchen in enger Zusammenarbeit mit diversen anderen Dienststellen der Stadt die unterschiedlichen Ansprüche an die Gebäude geltend gemacht und gewichtet werden. Es bereitet mir grosse Freude, an Projekten wie dem Stadtspital Triemli oder der Kunsthaus Erweiterung mitzuwirken. Bei Wettbewerbsausschreibungen stehe ich der Jury als Expertin beratend zur Seite. Wettbewerbe organisieren wir auch für externe, gemeinnützige Bauherren.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text] Ein weiteres Themenfeld, das mir sehr am Herzen liegt, ist die "angewandte Forschung", d.h. die Entwicklung und Weiterentwicklung von Methoden und Messweisen zur Beurteilung der ökologischen Nachhaltigkeit von Gebäuden. Schlagworte wie "graue Energie" oder "CO2-Ausstoss" werden hier mit Inhalten gefüllt. Es gibt mir ein gutes Gefühl, aktiv an solch interessanten und zukunftsweisenden Themen mitzuarbeiten. Da wir in diesen Themen führend sind, werde ich öfters auch für Vorträge eingeladen oder andere Bauämter kommen zu uns, um sich zu informieren.

Tipps

[nicht definitiver Text] Da die StimmbürgerInnen der Stadt Zürich im November 2008 der Verankerung der Nachhaltigkeit und der 2000-Watt-Gesellschaft in der Gemeindeordnung zugestimmt haben, geniessen wir grossen Rückhalt bei den Politikern. Dies ist für mich umso wichtiger, als ich an der Schnittstelle zwischen Forschung und Umsetzung, das heisst auch zwischen Politik und Praxis, arbeite. Dieses dynamische Umfeld ist sehr spannend und inspiriert mich immer wieder aufs Neue.

Severin Herrigel: Geschäftsführer und Mitinhaber eines Architekturbüros

Symbolbild Blaupause
Symbolbild Blaupause, © Lorenzo Cafaro auf Pixabay
Selbstständiger Architekt

«Wenn ich schliesslich vor einem fertigen Bauwerk stehe, erfüllt mich das immer wieder mit Freude und Stolz.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit

Meine erste Berührung mit der Architektur fand schon früh statt. Schon als kleiner Bub war ich oft im Architekturbüro meines Vaters anzutreffen. Ich mochte die Atmosphäre dort. Ich begann, die Pläne meines Vaters anzuschauen und nachzuzeichnen. Was die Leute an ihren Tischen machten, war mir damals noch nicht klar. Hingegen wusste ich genau, dass auch ich einmal Architekt werden wollte.  Ich machte eine Lehre als Hochbauzeichner – das erschien mir praxisbezogener als der Weg übers Gymnasium. Im ersten Lehrjahr zeichnete ich die Pläne noch mit Bleistift und Tusche; ab dem zweiten Lehrjahr wechselte ich auf den Computer. Heute gibt es wohl kein Architekturbüro mehr, das nicht den Computer als Zeichnungsinstrument verwendet. Dies bietet natürlich viele Vorteile und macht die Arbeit effizienter. Andererseits birgt der Computer die Gefahr, die Wichtigkeit jeder einzelnen Linie auf dem Plan zu negieren, da alles jederzeit und schnell wieder geändert oder angepasst werden kann.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text]Nach der vierjährigen Lehre und einer durchs Militär bedingten Zwangspause begann ich mit dem Archi-tektur-Studium an der Fachhochschule Winterthur. Auch wenn das dreijährige Studium sehr zeitaufwändig war, möchte ich diese Zeit nicht missen. In der ehemaligen Industriehalle in Winterthur, wo die Architekturstudenten untergebracht sind, herrschte eine tolle Atmosphäre. Wir gestalteten und planten viele interessante Projekte, teilweise im Team. Nach Abschluss des Studiums unterschrieb ich bei einem kleineren, sehr jungen Büro in Aarau. Dort habe ich gelernt, dass Architektur nicht nur aus Gestalten und Planbearbeitung besteht, sondern dass es wichtig ist, die Meinung von Fachplanern wie zum Beispiel Sanitär- und Lüftungsplanern, einzuholen. Auch die vielen Normen, die im Baubereich gelten, müssen eingehalten werden. Und nicht zuletzt gilt es, den Überblick über die Kosten zu behalten. Das war für mich anfangs eine neue Herausforderung.

Tipps

[nicht definitiver Text]Nach fünf Jahren als Angestellter wagte ich den Sprung in die Selbstständigkeit. Seit 2014 führe ich mit zusammen mit meinem Bruder und unserem Vater ein eigenes Architekturbüro. Wir sind spezialisiert auf Um- und Neubauten sowie die Realisierung von Geschäftsräumen. Ich bin für die Projektierung, die Realisierung sowie die Bauleitung zuständig. Ausserdem betreue ich unsere Lehrlinge, mache Akquise und pflege das Netzwerk. Mit der Selbstständigkeit ist viel Arbeit und Verantwortung verbunden. Die Wünsche der Bauherrschaft wollen richtig interpretiert und umgesetzt werden, und das Geschehen auf der Baustelle muss jederzeit unter Kontrolle sein. Das heisst, ich pendle ständig zwischen Büro und Baustelle hin und her. Dabei gilt es, den Zeitplan einzuhalten. Diese Verantwortung kann sehr anstrengend sein. Andererseits ist es sehr befriedigend, Projekte vom Entwurf bis zur Fertigstellung zu begleiten. Wenn ich schliesslich vor einem fertigen Bauwerk stehe, erfüllt mich das immer wieder mit Freude und Stolz.



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