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Tätigkeitsbereich Bau und Raumplanung

Im Tätigkeitsbereich Bau und Raumplanung arbeiten neben Berufsleuten mit anderem Bildungshintergrund auch Personen mit Hochschulabschluss: Dazu gehören Architektinnen, Bauingenieure, Geometikerinnen und Raumplaner.

Branchenüberblick

Die Baubranche umfasst sämtliche Tätigkeiten, mit denen die Menschen ihre räumliche Umgebung gestalten, um darin zu wohnen oder unterwegs zu sein. Sie beschäftigt in der Schweiz rund acht Prozent der Erwerbstätigen.

Arbeitgeber sind neben der privatwirtschaftlich organisierten Bauwirtschaft insbesondere im Planungsbereich auch die öffentliche Verwaltung und staatsnahe Betriebe wie die SBB im Bereich Verkehrswegbau. In der Branche gibt es viele, zum Teil auch international tätige Grossbetriebe.

Die Arbeitszeiten im Bau können aufgrund der Wetterabhängigkeit sehr unregelmässig sein, auch Nachtarbeit ist bisweilen unvermeidbar. Der sehr konjunkturabhängigen Branche fehlen aktuell viele Fachkräfte.

Tätigkeitsfelder

Im Mittelpunkt der Baubranche stehen Bauwerke aller Art. Die Fachkräfte begleiten die Entstehung eines Bauwerks von der Planung, über Entwurf, Berechnung, Konstruktion bis hin zur Ausführung. Realisiert werden Industrie- und Hallenbauten, Fussballstadien, Tunnel, Türme, Brücken, Autobahnen, Kanalisationen, Gleisanlagen, Staudämme, Wasserkraftwerke und andere Spezialbauten.

In der Raumentwicklung und Raumplanung geht es vor allem um städtische Umgebungen, insbesondere um Infrastruktur und Verkehrssysteme, Landschaftsplanung, Regionalökonomie und Geotelematik (raumbezogene Datenverarbeitung und -übertragung).

In der Baubranche besetzen Personen mit Hochschulabschluss tendenziell Planungs- und Führungsfunktionen. Daneben gibt es auch viele Beschäftigte mit Ausbildungen der Berufsbildung.

Planung und Konstruktion

Architektinnen und Architekten widmen sich der Planung, Konstruktion und Gestaltung von Gebäuden. Zudem sorgen sie dafür, dass Gebäude mit Landschaft und Umgebung harmonieren.

Bauingenieurinnen und Bauingenieure arbeiten in den Bereichen konstruktiver Ingenieurbau (Baustatik von Gebäuden und Brücken), Wasserbau (Wasserversorgung und -energie, Hochwasserschutz, Hafenbau usw.), Grundbau (Abstützung von Bauwerken) und Verkehrswesen (Strassen- und Schienenverkehrswegen).

Vermessung, Konzeption und Koordination

Geomatiker/innen sind für die Erschliessung des Baulandes zuständig und meist in der Siedlungsplanung beschäftigt. Sie befassen sich mit der Vermessung von Grundstücken, Gebäuden und Landstrichen.

Raumplaner/innen arbeiten vor allem im ländlichen und urbanen Raum. Sie befassen sich mit Fragen der Zonenordnung (Bau-, Industrie-, Landwirtschafts-, Landschaftszonen usw.) und Landschaftsgestaltung. Sie erstellen Verkehrskonzepte, regeln die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung und überprüfen Bauvorhaben.

Einstieg

Die Studienrichtungen für den Tätigkeitsbereich Bau und Raumplanung können sowohl an universitären Hochschulen wie an Fachhochschulen studiert werden. Während der FH-Bachelor bereits berufsqualifizierend ist, trifft dies bei Uni- und ETH-Ausbildungen erst auf den Masterabschluss zu. Ausbildungen mit grösserer theoretischer Basis eröffnen auch  den Einstieg in kulturhistorisch sensible Bereiche.

Da die Hochschulstudiengängen im Bereich Bau und Planung bereits während der Ausbildung Praktika beinhalten, ist nach dem Abschluss der direkte Berufseinstieg in eine Festanstellung üblich.



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