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Studienrichtung Humanmedizin

Humanmediziner und Ärztinnen bemühen sich darum, Menschen gesund zu erhalten, Krankheiten und Verletzungen zu lindern oder zu heilen. Diese Aufgaben sind anspruchsvoll und erfordern Kenntnisse aus Naturwissenschaften, Technologie, Psychologie, Soziologie und Ökonomie.

Fachgebiet

Humanmedizin
Humanmedizin, © Pixelio Michael Bährke

Humanmedizin befasst sich mit der Wechselwirkung von Krankheit und Gesundheit beim Menschen. Das tut sie mit naturwissenschaftlichen Methoden, indem sie Krankheitsbilder erforscht, ihre Gemeinsamkeiten erkennt, nach Ursachen sucht und rationale Wege zur Prävention, Linderung oder Heilung findet. Sie bezieht aber auch geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein und betrachtet jeden Patienten als einzigartig in seinem psychosozialen Umfeld und seine Krankheit als ein nur ihm eigenes Erlebnis. Medizin findet stets in bestimmten sozialen Strukturen statt und ist jeweils in ein Gesundheitswesen eingebunden, von dem sie beeinflusst wird und das sie ihrerseits mitprägt. Damit Mediziner/innen ihre Aufgaben wahrnehmen können, sind sie auf die Partnerschaft mit anderen Bereichen angewiesen, denn die Medizin ist auch Teil der Wirtschaft und Politik.

Humanmedizin

Humanmedizin, © Pixelio Michael Bährke

Studium

Im dreijährigen Bachelorstudium werden humanbiologische, natur- und humanwissenschaftliche Grundlagen (insbesondere Chemie, Physik und Molekularbiologie), aber auch erste klinische Fertigkeiten wie Anamnese (Krankengeschichte) und Status (körperliche Untersuchung) vermittelt. Gelehrt wird in Themenblöcken zu jedem Organ oder im problemorientierten Unterricht. Je nach Universität nehmen Frontalunterricht, Gruppenarbeiten (Tutorien), praktische Kurse und Selbststudium unterschiedlich viel Raum ein. Im dreijährigen Masterstudium erfolgt dann die eigentliche klinische Ausbildung mit zunehmender Hinführung zum ärztlichen Handeln. Vorlesungen wechseln ab mit Gruppenunterricht am Krankenbett und Kursen auf den verschiedenen Spitalabteilungen. Die praktische Arbeit an Patienten wird letztlich als Unterassistent/in im Spital oder in Privatpraxen im so genannten Wahlstudienjahr intensiv geübt (5. und/oder 6. Studienjahr).

T., Humanmedizin im 4. Semester an der Universität Zürich UZH.

«Die Faszination für die zahlreichen Facetten des menschlichen Körpers lässt mich nicht mehr los.»

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Anforderungen

Das Studienprogramm der Humanmedizin ist sehr dicht und somit zeitintensiv. Es erfordert Disziplin, Lernbereitschaft und Durchhaltevermögen; ein Teilzeitstudium ist kaum möglich. Es werden solide Vorkenntnisse in Chemie, Biologie und Physik erwartet sowie gute Englischkenntnisse. Im klinischen Teil der Ausbildung und meist auch später im Beruf sind soziale Fähigkeiten, Freude am Umgang mit Menschen sowie ein hohes Mass an Einfühlungsvermögen, Kommunikations- und Teamfähigkeit von grosser Bedeutung.
Weiter erfordern die zum Teil unregelmässigen und langen Arbeitszeiten, die körperliche Nähe zu den Patientinnen und Patienten sowie die tägliche Konfrontation mit Themen wie Krankheit, Leid und Tod eine starke physische und psychische Belastbarkeit.

Wer seine Eignung und Neigung für ein Medizinstudium und den Ärzteberuf weiter prüfen möchte, findet dazu im Self-Assessment Medizin (SAMED) hilfreiche Methoden und Informationen.

Eignungstest für das Medizinstudium EMS

Einige Universitäten verlangen aufgrund der jährlich hohen Anmeldequoten das Absolvieren eines Eignungstests für das Medizinstudium. Die Anmeldung zum Studium erfolgt zentral bei der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten jeweils bis zum 15. Februar des beginnenden Studienjahres unter swissuniversities.ch > Anmeldung zum Medizinstudium. Verspätete Anmeldungen werden nicht berücksichtigt. Details zum EMS finden sich unter Numerus Clausus, Zulassungsbeschränkungen > Universitäre Hochschulen UH: Medizin.

Krankenpflegepraktikum

Bis zum Ende des 1. oder 2. Bachelor-Studienjahres - mit Vorteil vor Beginn des Studiums - muss an den meisten Universitäten ein vierwöchiges Krankenpflegepraktikum absolviert werden. An der Universität Zürich ist es nicht mehr obligatorisch, wird aber auch da sehr empfohlen. Die Dekanate der medizinischen Fakultäten verfügen über ein Verzeichnis der anerkannten Spitäler.

Forschungsthemen

In der Schweiz ist die medizinische Forschung breit abgestützt und profitiert von der Zusammenarbeit zwischen Lehre und Forschung der Grundlagenfächer mit den Kliniken sowie dem Wissen und der Technologie aus verschiedenen weiteren Fachrichtungen. Immer häufiger wird in interdisziplinären und internationalen Teams geforscht. Die einzelnen medizinischen Fakultäten verfolgen dabei verschiedene Schwerpunkte von Tumor- und Krebsforschung, Transplantationsmedizin über Neurowissenschaften bis hin zur Genetik oder Personalisierten Medizin. In Zürich forschen Herzchirurginnen, Kardiologen, Ingenieurinnen und Naturwissenschaftler beispielsweise gemeinsam an einem voll implantierbaren Kunstherzen, dem „Zurich Heart“. Gleichzeitig versuchen Forschende in Bern und weltweit, virtuelle Herzen am Computer nachzubauen, an denen u.a. Medikamente und Operationstechniken ausprobiert werden könnten.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge

Eidgenössische Technische Hochschule Zürich ETHZ

Universität Basel UNIBAS

Universität Freiburg UNIFR

Universität der italienischen Schweiz USI

Universität Lausanne UNIL

Universität Luzern UNILU

Universität Neuenburg UNINE

Universität St. Gallen HSG

Tätigkeitsfelder

Bis zu 90 Prozent der Studienabgänger/innen der Humanmedizin arbeiten nach dem Studium an Spitälern als Assistenzärztinnen und Assistenzärzte und absolvieren eine Weiterbildung zum Facharzt bzw. zur Fachärztin. Häufig gewählte Spezialisierungen sind beispielsweise Allgemeine und Innere Medizin, Chirurgie, Kinder- und Jugendmedizin, Gynäkologie und Geburtshilfe oder Psychiatrie und Psychotherapie.
Später wechselt etwa die Hälfte in eine private Praxis, ein Gesundheitszentrum oder eröffnet selbst eine eigene Praxis (einzeln oder in Gemeinschaft).
Weiter ist nach dem Erwerb des Facharzttitels eine Anstellung als Spitalarzt möglich. Gefragt sind Ärzte und Ärztinnen zudem im praktischen Einsatz von internationalen Organisationen und humanitären Hilfswerken wie beispielsweise beim IKRK.
Alternativen zu diesen Tätigkeiten sind zahlreich und vielfältig, werden aber eher selten gewählt (z.B. Lehre und Forschung, Marketing und Vertrieb von Medizinalprodukten, Fachjournalismus, Gesundheitsmanagement, Versicherungen etc.).

  • Humanmedizin: Berufsmöglichkeiten
    Informationen zu den Arbeitsmöglichkeiten, den verschiedenen Laufbahnen, zum Arbeitsmarkt und zu den einzelnen Berufstätigkeiten mit Porträts

Weiterbildung

Doktorat PhD

Wer die Promotion und den Titel "Dr. med." erlangen will, muss nach dem Masterabschluss eine mindestens einjährige wissenschaftliche Tätigkeit ausweisen und eine schriftliche Arbeit (Dissertation) vorlegen. Das Doktorat ist jedoch keine Voraussetzung, um den Ärzteberuf ausüben zu können. Ein Doktorat ist aber für diejenigen unumgänglich, die später im akademischen Bereich in Lehre und Forschung arbeiten wollen.
Weiter existieren spezifische Doktoratsprogramme, nach deren Abschluss der Titel "Dr. sc. med." oder "Dr. sc. nat." verliehen wird. Diese Programme dauern i.d.R. länger und stellen höhere Anforderungen an die Doktoranden/-innen. Sie legen dafür den Grundstein für eine wissenschaftliche Laufbahn.

Fachärztin/Facharzt

Wer eine selbständige Tätigkeit als Arzt oder Ärztin anstrebt, ist zu einer Facharzt-Weiterbildung (z.B. für Allgemeine Innere Medizin, Chirurgie, Dermatologie etc.) verpflichtet. Die Weiterbildung wird im Rahmen einer entlohnten Anstellung als Assistent/in absolviert, dauert mindestens 5 bis 6 Jahre und wird mit einer Facharztprüfung abgeschlossen. Zuständig für die Weiter- und die darauf folgende berufliche Fortbildung sind der Bund und das Schweizerische Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung SIWF der Vereinigung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH. Weitere Informationen (auch über Weiterbildung im Rahmen der Komplementärmedizin) finden sich unter fmh.ch.

Alternativen

Nebst der Facharzt-Weiterbildung sind auch andere Weiterbildungen möglich. Einige Beispiele:



berufsberatung.ch