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Humanmedizin: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Viel Zeit in der Bibliothek

T. studiert Humanmedizin im 4. Semester an der Universität Zürich UZH.

Das Medizinstudium in Zürich ist im Vergleich zu anderen Studiengängen wahrscheinlich etwas stärker "verschult". D.h. wir haben meistens an allen fünf Tagen der Woche den ganzen Morgen Vorlesungen und an zwei bis drei Tagen nachmittags noch Praktika in Fächern wie Physik, Biochemie oder Physiologie.

Die zeitliche Belastung im Studium variiert. Fünf bis sechs Wochen ab Semesterstart nimmt die Belastung langsam zu. Da gehe ich nach den Praktika häufig noch für mehrere Stunden in die Bibliothek, um zu lernen. Denn ein grosser Teil des Medizinstudiums besteht im Auswendiglernen. Die richtige Lernphase beginnt ca. einen Monat vor den Prüfungen. Vorlesungen finden dann keine mehr statt. Da bin ich fast den ganzen Tag in der Bibliothek. Ich bin in dieser Zeit aber kein einsamer Höhlenmensch, sondern befinde mich ein wenig wie in einer Blase mit anderen Studierenden. Diese sehe ich dann nämlich sehr häufig – sei es in der Bibliothek, in der Cafeteria oder beim gemeinsamen Mittagessen.
Dieser Kontakt ist mir sehr wichtig und mit ein Grund, weshalb ich ausschliesslich in der Bibliothek lerne und nicht zu Hause. Neben dem Studium findet trotzdem noch einiges Platz. Ich arbeite an mehreren Wochenenden im Monat und gebe noch Nachhilfe. Auch für Ausgang und Hobbies bleibt genügend Zeit.

Das erste Semester war etwas ernüchternd. Es wurden v.a. naturwissenschaftliche Grundlagen wie Chemie und Physik gelehrt. Ich hatte zwar keine Schwierigkeiten damit, aber es war noch nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Mittlerweile nimmt die Freude am Studium und den Inhalten laufend zu und die Faszination für die zahlreichen Facetten des menschlichen Körpers lässt mich nicht mehr los.

Mit eigenen Händen Leben retten können

M. studiert Humanmedizin im 3. Semester an der Universität Bern UNIBE.

Irgendwann hab ich einen Roman gelesen, in dem jemand in einer Notfallsituation eine Frau mit einem Luftröhrenschnitt rettet. Die Vorstellung, mit eigenen Händen Leben retten zu können, fand ich recht cool, und ich bin sicher, dass viele Mitstudierende diese oder eine ähnliche Fantasie mit mir teilen.

Fürs Studium unabdingbar scheint mir der starke Wille, Arzt oder Ärztin zu werden. Wer nicht voll dahinter steht, wird wohl rausfallen. Wichtig ist auch, auf andere Menschen zugehen und sich in ihre Lage hineinversetzen zu können. Gleichzeitig ist es wichtig, dass man über eigene Gefühle sprechen kann, wenn man hier studiert. Es gibt niemanden, der vom Tod eines fünfjährigen Kindes nicht mitgenommen würde. Wer mit solchen Gefühlen nicht klarkommt, macht sich mit so einem Studium nur das Leben schwer.

Überrascht bin ich vom kollegialen Umgang hier in Bern, obwohl wir ja letztendlich Konkurrenten sind: Zusammenfassungen werden ausgetauscht und die Leute geben einander in einer Selbstverständlichkeit Nachhilfestunden, was ich nie erwartet hätte. Ich hatte jedenfalls noch nie das Gefühl, alleine da zu stehen.



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