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Studienrichtung Biologie

Biologie hat mit allen Phänomenen des Lebens zu tun – mit Molekülen, Genen, Zellen, Individuen, Populationen und Ökosystemen; typisch für das Fach sind Spezialisierungen und Vernetzung mit Nachbardisziplinen.

Fachgebiet

Biologie
Biologie

Die Biologie beobachtet und beschreibt die Erscheinungsformen von Lebewesen und ihre Zusammenhänge. Ziel ist es, die biologischen Prozesse zu verstehen, die dem Leben von der einfachsten Bakterienzelle bis hin zum Menschen zugrunde liegen. Gegenstand der Biologie ist somit die naturwissenschaftliche Erforschung des Lebendigen sowie der Gesetzmässigkeiten lebender Systeme, des Ursprungs, der Entwicklung, der Eigenschaften und der Vielfalt der Lebensformen.

Biologie

Biologie

Die wissenschaftlichen Fortschritte im Bereich der Biologie sind enorm. Der entsprechende Wissenszuwachs der letzten Jahrzehnte führte notwendigerweise zu Spezialisierungen. Molekularbiologie, Genetik, Neurobiologie aber auch Verhaltensbiologie oder Ökologie sind Teilgebiete der Biologie. Komplexe Fragestellungen und neue Anwendungsmöglichkeiten führen ausserdem dazu, dass sich die Biologie zunehmend mit anderen Wissenschaftsgebieten vernetzt: Chemie, Biochemie, Physik, Life Sciences, Umweltwissenschaften, Mathematik und Informatik.

Studium

Im Bachelorstudium werden die theoretischen Grundlagen vermittelt. Dabei stehen vor allem die naturwissenschaftlichen Grundlagen in den Pflichtfächern Physik, Chemie, Mathematik und Informatik im Vordergrund. In Praktika und Projektarbeiten können Studierende ihr theoretisch erworbenes Wissen frühzeitig umsetzen. Thematisch umfassen die Pflichtvorlesungen ein breites Spektrum von Zoologie, Botanik und Ökologie bis hin zur Entwicklungs-, Zell-, Mikro- und Strukturbiologie. Dementsprechend ist es nicht möglich, tief in die Materie einzudringen. Es geht vielmehr darum, anhand von Beispielen die Grundkonzepte der jeweiligen Gebiete zu erfassen.

Im Masterstudium steht dann die eigene Forschungstätigkeit im Zentrum: Abgesehen von relativ wenigen Pflichtvorlesungen geht es darum, an einem eigenen Projekt zu forschen und die Ergebnisse in eine druckreife Form zu bringen. Zahlreiche Masterstudien stehen für eine Vertiefung zur Wahl.

M. M., im Masterstudium Molekularbiologie an der Universität Basel UNIBAS

«Ich bin immer noch fasziniert von den Mechanismen des Lebens.»

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Anforderungen

Grundvoraussetzungen für ein Biologiestudium sind neben Interesse am breiten Fachgebiet auch Interesse für die Grundlagenfächer Mathematik, Physik und Chemie. Erforderlich sind wissenschaftliche Neugier, logisches Denken, Freude am sorgfältigen Beobachten, Analysieren, Strukturieren und Berechnen, Fleiss, Durchhaltewille aber auch manuelle Geschicklichkeit, Kommunikations- und Teamfähigkeit.

Für das Studium nötig sind auch Informatikkenntnisse bzw. die Bereitschaft, diese zu erlernen und anzuwenden. Nicht zu unterschätzen ist die praktische Arbeit im Studium: Freude an Arbeiten im Labor sollte vorhanden sein. Englisch ist die internationale Arbeitssprache der Biologie. Entsprechende Kenntnisse sind deshalb Voraussetzung für das Lesen von Publikationen, zum Teil aber auch für die eigene Forschungstätigkeit.

Forschungsthemen

Jede Hochschule hat eigene universitäre und fakultäre Forschungsschwerpunkte, wobei auch universitätsübergreifend und national geforscht wird, teilweise mit Beteiligung externer Partnerinstituten. Parallel zur grossen Anzahl derzeit existierender Vertiefungsrichtungen und Spezialisierungen im Masterstudium bestehen sehr viele Forschungsgruppen. Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind zum Beispiel biomedizinische Forschung oder funktionale Genomik.

Studienangebote vergleichen

Studieninhalte und Gewichtungen unterscheiden sich von Universität zu Universität. Teilgebiete können an einzelnen Universitäten aus besonderen Gründen vertreten sein, etwa Paläontologie im Zusammenhang mit einem universitären Museum oder gewisse Forschungsrichtungen wegen der Nähe zur Pharmaindustrie. Es empfiehlt sich deshalb, Studienangebote sorgfältig zu vergleichen und den Übergang vom Bachelor- ins gewünschte Masterstudium frühzeitig zu planen.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge

Eidgenössische Technische Hochschule Zürich ETHZ

Universität Bern UNIBE

Universität Genf UNIGE

Universität Zürich UZH

Tätigkeitsfelder

Biologinnen und Biologen übernehmen sehr vielfältige Aufgaben, nicht nur in der Forschung zu aktuellen Themen wie Biomedizin oder Ökologie sondern auch in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Viele von ihnen machen vor dem Berufseinstieg ein Doktorat, sei es für eine Forschungslaufbahn, sei es als Pluspunkt bei Stellenausschreibungen, für die sich oft auch viele Absolventinnen und Absolventen verwandter Studienfächer (Biochemie, Umweltwissenschaften etc.) bewerben.

Arbeitsplätze bieten Hochschulen, private und staatliche Forschungsinstitute, Bundesämter, Umwelt- und Planungsbüros, Verbände (Natur-, Tier- und Landschaftsschutz) sowie die chemisch-pharmazeutische, biomedizinische, Agro- und Lebensmittelindustrie.

Weiterbildung

Neben der Promotion ist das Lehrdiplom für Maturitätsschulen die häufigste Weiterbildung von Biologinnen und Biologen mit einem Masterabschluss. Je nach Berufsperspektive bestehen zahlreiche weitere Weiterbildungsangebote, zum Beispiel:



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