Zum Titel springen

Studienrichtung Umweltwissenschaften

Die Umweltwissenschaften beschäftigen sich mit den Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen sowie ihrer wechselseitigen Abhängigkeit.

Diese Seite behandelt Umweltwissenschaften. Verwandte Seite: Umweltingenieurwissenschaften

Fachgebiet

Umweltwissenschaften
Umweltwissenschaften, © Alamy Stock Photo/Jochen Tack

Die belebte und die unbelebte Natur werden durch lokale, regionale und globale Entwicklungen sowie durch kulturelle und zivilisatorische Einflüsse geprägt und verändert. Die Umweltwissenschaften analysieren und dokumentieren den Ist-Zustand, fragen nach Veränderungspotential und entwickeln langfristige Lösungen. Dabei nehmen die Umweltnaturwissenschaften, die Ökologie und die Umweltwissenschaften (Sustainable Development) unterschiedliche Blickwinkel ein.

Umweltwissenschaften

Umweltwissenschaften, © Alamy Stock Photo/Jochen Tack

Umweltnaturwissenschaften

Die Umweltnaturwissenschaften untersuchen die biologischen, chemischen und physikalischen Strukturen und Funktionen der natürlichen Umwelt sowie deren Wechselwirkungen mit dem Menschen. Sie erforschen z.B. die Auswirkungen der Klimaerwärmung, durchleuchten die Möglichkeiten, die Ökosysteme zu schützen, und prüfen Methoden, um die Ausbreitung von Schadstoffen zu verhindern.

Ökologie und Biodiversität

Die Ökologie als Teildisziplin der Biologie interessiert sich für die Vielfalt von Organismen und Ökosystemen, von der Mikrobe bis zum Walfisch, von alpinen Wiesen bis zum Regenwald. Im Fokus stehen die Entstehung und Erhaltung von Arten, ihre Koexistenz und ihre Abgrenzung gegenüber anderen. Stichworte sind z.B. Biodiversität, Pflanzen- und Tierökologie, Evolution oder Klimawandel.

Sustainable Development

Umweltwissenschaften mit diesem Fokus beziehen verstärkt Mensch, Gesellschaft und Wirtschaft in ihre Analysen mit ein. Hier geht es etwa auch darum, wie Visionen für eine zukunftsfähige, nachhaltige Gesellschaft entwickelt, wie bestimmte Aspekte der Umwelt wahrgenommen oder wie Informationen über die Umwelt verbreitet werden.

Studium

Umweltwissenschaftliche Studiengänge werden sowohl von Fachhochschulen als auch von universitären Hochschulen angeboten. Jeder Studiengang kombiniert naturwissenschaftliche Fächer mit ingenieur-, sozial- oder wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen. Ihre Gewichtung variiert von Hochschule zu Hochschule und lässt sich durch die Wahl entsprechender Vertiefungsrichtungen und Zusatzmodule betonen. In der Regel ergänzen Exkursionen, praktische Labor- und Projektarbeiten, vergleichende Freilandstudien u.ä. den theoretischen Unterricht.

Die Umweltthematik ist stark fächerübergreifend. Es bestehen auch in anderen Studienrichtungen Gelegenheiten, sich mit ihr zu befassen, z.B. in Agrarwissenschaften, Erdwissenschaften, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft oder Wirtschaftswissenschaften.

T. W., Umweltnaturwissenschaften im letzten Mastersemester an der ETH Zürich.

«Ich wollte lernen, wie wir unsere Umweltprobleme lösen können. Als Erstes lernte ich dann, dass das alles nicht so einfach ist.»

Mehr dazu

Anforderungen

Ein umweltwissenschaftliches Studium setzt breite Interessen voraus und die Fähigkeit, interdisziplinär, vernetzt und kreativ zu denken. Teamgeist und Teamarbeit gehören ebenso dazu wie kommunikative und organisatorische Fähigkeiten. Umweltthemen haben zudem eine ausgeprägt gesellschaftspolitische Dimension. Wer sich hier engagieren will, muss bereit sein, sich damit auseinanderzusetzen und Position zu beziehen Umweltwissenschaftler/innen dürfen den Kontakt mit Menschen und Institutionen nicht scheuen und müssen mit guten Argumenten und sicherem Auftreten überzeugen können.

Unterschiede Universitäre Hochschulen und Fachhochschulen

Mehr zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen Fachhochschulen FH und Universitären Hochschulen UH: Mehr zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen Fachhochschulen FH und Universitären Hochschulen UH: Vergleich der Hochschultypen - Hochschultypen im Überblick.

Doktorat

Wer eine Laufbahn in der Forschung anstrebt, schliesst das Studium in der Regel mit einem Doktorat ab. Oft folgt darauf ein Post-doc-Studium im Ausland.

Forschungsthemen

Die Forschung beschäftigt sich mit vielfältigen Fragestellungen. Einige Beispiele:

  • Lassen sich Städte durch Begrünung kühlen?
  • Welche Auswirkungen haben erhöhte Wassertemperaturen und Pestizide auf aquatische Organismen?
  • Wie sind Ökosysteme und menschliche Gesundheit miteinander verknüpft?
  • Woher kommt der Mikroplastik in der Antarktis?
  • Was schulden die Verursacher der globalen Erwärmung den unschuldig Betroffenen?

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge

Fachhochschulen

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW


Universitäre Hochschulen


Interdisziplinäre Studiengänge

Tätigkeitsfelder

Umweltwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler arbeiten in den Bereichen Information, öffentliche Dienste, Wirtschaft sowie Wissenschaft und Bildung.



berufsberatung.ch