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Umweltwissenschaften: Berufsmöglichkeiten

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Umweltwissenschaften.

Umweltwissenschaften

Didier Lindegger: Umweltnaturwissenschaftler, Energieberater

Symbolbild Energie
Symbolbild Energie, © Bild von Jukka Niittymaa auf Pixabay
Umweltnaturwissenschaftler als Energiebeauftragter und Sachbearbeiter für Umwelt- und Naturschutzfragen

«Momentan leite ich beispielsweise Projekte zur Optimierung von Abfallsammelstellen, zur Bekämpfung von invasi­ven Problempflanzen, zur Ozonproblematik, der Lichtverschmutzung oder dem Fleder­mausschutz.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Seit Januar 2006 bin ich im Umwelt- und Sicherheitsdepartement der Gemeinde Kriens tätig. Mein Arbeitspensum beträgt 90 Prozent, wobei ich einerseits als Energiebeauftragter und andererseits als Sachbearbeiter für Umwelt- und Naturschutzfragen tätig bin.

Als Energiebeauftragter koordiniere ich verschiedene energiebezogene Aufgaben und Dienst­leistungen. Energetische Beratungen, Vollzugsaufgaben und die Betreuung des Labels Energiestadt für die Gemeinde Kriens bilden die wichtigsten Aufgabenbereiche. In meiner Beratungsfunktion stehe ich einerseits im Dienste der politischen Entscheidungsträger bei energetischen Sachfra­gen, andererseits berate ich auch private Hauseigentümer, etwa bei der Wahl des Heizsystems oder bei einer geplanten Sanierung der Gebäudehülle. Der Kontakt zu anderen Fachkräften ist sehr wichtig, um auch komplexere Problemstellungen oder Detailfragen kom­petent beantworten zu können.

Im Bereich des Vollzugs bin ich für die energierelevanten Aspekte bei Baubewilligungsverfah­ren sowie für die entsprechenden Kontrollen bei den Bauausführun­gen verantwortlich. Die stetige Kommunikation mit Haustechnikplanern, Architekten und Bau­herrschaften ist dabei zentral. Die Arbeit im Vollzug ist allerdings nicht immer sehr ange­nehm, weil ich mich ständig im Spannungsfeld zwischen bauherrschaftlichen Interessen und gesetzlichen Bestimmungen bewege.

Die dritte Tätigkeit ist die Betreuung der Energiestadt. Die Gemeinde Kriens trägt seit 1997 das Energiestadt-Label. Ich bin für die Planung und Umsetzung des entsprechenden Massnahmenkatalogs verantwortlich und organisiere ver­schiedene Aktivitäten im Bereich Energie, damit die Gemeinde Kriens den Anforderungen des Labels langfristig gerecht bleibt. Neben diesen drei Haupttätigkeiten bin ich Ansprechpart­ner für Bund und Kanton, denn grösstenteils finden die Umsetzungen national und kantonal geplanter Projekte in den Gemeinden statt.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text] In Ergänzung zur Abteilungsleiterin bin ich auch im Umwelt- und Naturschutz tätig. Hier unter­scheiden sich die verschiedenen Aufgaben deutlicher voneinander. Momentan leite ich beispielsweise Projekte zur Optimierung von Abfallsammelstellen, zur Bekämpfung von invasi­ven Problempflanzen, zur Ozonproblematik, der Lichtverschmutzung oder dem Fleder­mausschutz. Ausserdem betreue ich das kommunale Kulturgüter-Inventar und bin im Bereich Mobilität und als bfu-Delegierter der Gemeinde Kriens tätig. Diese Vielfalt an Aufgaben verlangt ein breites Fachwissen. Gleichzeitig habe ich dadurch aber auch die Möglichkeit, in einem breiten und abwechslungsreichen Tätigkeitsgebiet eigene Ideen umsetzen zu können.

Tipps

[nicht definitiver Text] Mit dem Berufseinstieg habe ich gemerkt, dass Erfahrung nicht lernbar, sondern eine Frage der Zeit ist. Ich habe in meinen ersten Berufsjahren bezüglich Fachwissen und Sozialkompe­tenz viel Neues gelernt. Der Umgang mit fremden Menschen, schriftlicher Geschäftsverkehr oder das Leiten von Sitzungen sind Kompetenzen, die man sich in keinem Studium aneignet. Ich bilde mich aber auch auf fachlicher Ebene weiter. 2007 habe ich das Nachdiplomstudium Energie an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Muttenz abgeschlossen und momentan besuche ich den Studiengang MAS BA (Business Administration) an der Hochschule Luzern.

Cornelia Graf: Wissenschaftliche Beraterin im Bereich Umwelt und Verkehr

Symbolbild Strassenverkehr
Symbolbild Strassenverkehr, © pasja1000 auf Pixabay
Umwelt- und Verkehrsplanerin:

«Ich habe mich im Studium meist von meinen Interessen leiten lassen.»

Laufbahn
Seit 2015 bis heuteWissenschaftliche Beraterin beim Forschungs- und Beratungsunternehmen INFRAS
2013 – 2015Projektleiterin Verkehrsinfrastrukturen beim Tiefbauamt der Stadt Zürich
2012– 2013Trainee beim Tiefbauamt der Stadt Zürich
2012Praktikantin bei einem Bauingenieurbüro (5 Monate)
2010 - 2011Praktikantin bei einer NGO in Nepal, Schwerpunkt Wasserversorgung und Trinkwasserqualität
2006 – 2011Studium Umweltnaturwissenschaften (mit Vertiefung in Biogeochemie und Schadstoffdynamik) an der ETH Zürich, inkl. Auslandsemester an der School of Earth and Environment in Leeds UK
Jetzige Tätigkeit

Seit gut vier Jahren bin ich beim Büro INFRAS in der Forschung und Beratung tätig. INFRAS ist ein unabhängiges Unternehmen, das im Bereich nachhaltige Entwicklung forscht und berät. Zur Kundschaft gehören Verwaltungen, Unternehmen und private Organisationen. Meine Schwerpunkte liegen in den Themenbereichen Verkehr und Umwelt. Dazu gehören Luftschadstoff-Emissionen des Strassenverkehrs, Verkehrsplanung und -modellierung sowie diverse quantitative Analysen (Datenmodell Luftschadstoffe Strassenverkehr, GIS-Modelle, Kosten-Nutzen-Analysen), die als Grundlage für die Entwicklung von weiteren Massnahmen dienen. Meine momentanen Lieblingsprojekte umfassen Klimabilanzen von Unternehmen und aktuelle Studien zu Elektromobilität von öV-Bussen. Dabei halten sich das eigenständige Analysieren und Berechnen (Forschung) sowie das Beraten der Kundschaft gut die Waage.

Berufseinstieg

Direkt nach dem Studium hätte ich mir beides vorstellen können: entweder in der Wissenschaft bleiben und einen PhD machen – oder in die Praxis gehen. Um die Entscheidungsfindung voranzutreiben, habe ich als erstes ein Praktikum in einem Bauingenieurbüro absolviert. Daraufhin hatte ich Lust auf mehr Praxis und konnte als Trainee beim Tiefbauamt der Stadt Zürich erste Berufserfahrung sammeln. Nach kurzem bekam ich dort eine Festanstellung in der Verkehrsplanung angeboten, die ich gerne annahm. Nach ein paar Jahren in der Verwaltung hielt ich Ausschau nach einer Stelle, an der ich meine fachliche Kompetenz weiter vertiefen konnte und wurde bei INFRAS im Bereich Verkehr und Umwelt fündig – und bewegte mich so wieder ein Stück näher zu Umweltthematiken hin.

Tipps

Ich habe mich im Studium meist von meinen Interessen leiten lassen. Den Arbeitsmarkt einzuschätzen und zu überlegen, mit welcher Fächerkombination die besten Voraussetzungen erzielt werden können, schien mir zu unsicher und zudem nicht sehr motivierend. Da ich breit interessiert bin und mich für manches Thema begeistern kann, hat sich diese Strategie für mich bis heute bewährt. Hilfreich fand ich auch immer, mit Leuten zu sprechen, die ein paar Jahre weiter waren als ich. So eröffnete sich manche spannende Perspektive und Zukunftsidee. Und zu guter Letzt: offen und neugierig sein und den Mut haben, einmal etwas auszuprobieren. Viel Erfolg!



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