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Tätigkeitsfelder in Wissenschaft und Forschung

Wer Forschung betreibt, setzt das Studium nahtlos in eine Berufstätigkeit um. Grundsätzlich kann in jedem Studienfach eine wissenschaftliche Laufbahn eingeschlagen bzw. Forschung betrieben werden.

Branchenüberblick

In der Schweiz werden jährlich um die 22 Milliarden Franken in den Bereich Forschung und Entwicklung investiert. Die Schweiz zählt zu denjenigen Ländern, deren prozentualer Anteil der Forschungs-und Entwicklungs-Aufwendungen am Bruttoinlandprodukt (BIP) am höchsten ist. Hauptakteure sind die Privatwirtschaft (v.a. die Pharma-, Chemie- und Technologiebranche) sowie der Hochschulsektor.

Wichtige Akteure auf dem Forschungsplatz Schweiz sind auch die vier von Bund und Kantonen betriebenen ausseruniversitären Forschungsanstalten:

  • das Paul Scherrer Institut (PSI)
  • die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL)
  • die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA)
  • das Wasserforschungsinstitut Eawag

Weiter unterstützt der Bund gegen 30 Forschungsstätten ausserhalb der Hochschulen, oft mit Bezug zu international relevanten Forschungsgebieten: So arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungsstation Jungfraujoch an einem globalen Programm der World Meteorological Organisation WMO mit. Weitere potenzielle Arbeitgeber für Forschende sind auch in der Schweiz ansässige internationale Forschungsstätten wie das "ESA Integral Science Data Centre" der European Space Agency, das Internationale Weltrauminstitut (International Space Science Institute ISSI) oder die Europäische Organisation für Kernforschung CERN.

Tätigkeitsfelder

Tätigkeitsfelder im Forschungsbereich sind in erster Linie Grundlagenforschung und Lehre sowie angewandte Forschung und Entwicklung. Grundlagenforschung findet vor allem an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen ETH und an den Universitäten statt. Demgegenüber ist die angewandte Forschung und Entwicklung und die Umsetzung von Wissen in marktfähige Innovationen primär eine Domäne der Privatwirtschaft und der Fachhochschulen.

Grundlagenforschung und Lehre

Grundlagenforschung befasst sich mit der Überprüfung und Erweiterung allgemeiner Erkenntnisgrundlagen und Theorien einer Wissenschaft und zielt nicht auf direkte Anwendung ab. Durch wissenschaftliche Forschungsergebnisse und Erfahrungen gelangen die Forscher und Entwicklerinnen zu neuen Verfahren, Methoden, Materialien, Geräten, Systemen usw. oder verbessern diese. Grundlagenforschung wird in der Schweiz besonders von den universitären Hochschulen betrieben. Meist bilden Forschung und Lehre an den Universitäten eine Einheit: Forschende sind in der Regel auch mit Lehrtätigkeiten betraut.

Angewandte Forschung und Entwicklung

Die Fachhochschulen und die Forschungsabteilungen der Privatwirtschaft konzentrieren sich auf angewandte Forschung und Entwicklung. Diese Forschung soll zur Lösung von konkreten, auch wirtschaftlich und gesellschaftlich relevanten Problemen beitragen. Die wichtigsten angewandten Forschungsbereiche der Schweizer Firmen sind die Chemie, die Pharmaindustrie und die Elektro- und Metallindustrie. Die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen und der Privatwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt.

Des Weiteren wird auch beim Bund und bei den Kantonen angewandte Forschung betrieben. Absolventinnen und Absolventen fast aller Studienrichtungen können in verschiedensten Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Umwelt, Migration und Sicherheit als wissenschaftliche Mitarbeitende angewandt forschen. Diese im öffentlichen Interesse erbrachte, so genannte Ressortforschung stellt für die entsprechenden Ämter evidenzbasiertes Wissen für die Politikgestaltung bereit. Beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) beispielsweise geht es um einne solide Wissensbasis für eine optimale Gesundheitsversorgung der Bevölkerung.

Wer forscht wo?

In der privatwirtschaftlich organisierten Forschung und den ausseruniversitären Forschungsanstalten finden vor allem Studienabgänger/innen naturwissenschaftlich-technisch geprägter Richtungen Stellen. Im Universitäts- und Hochschulbereich, wo neben der Forschung auch die Lehre zum Zuge kommt, sind Forscherinnen und Forscher aller Studienrichtungen anzutreffen.

Wer nach einem Studium der Geisteswissenschaften, der Theologie oder der Rechtswissenschaft in die Forschung einsteigen möchte, ist mit wenigen Ausnahmen auf Universitäten als Arbeitgeberinnen angewiesen. Sozialwissenschaftler und Wirtschaftswissenschaftlerinnen verfügen über fundierte Statistikkenntnisse. Dies ermöglicht es ihnen, teilweise ausserhalb der Hochschulen Aufträge für Feldforschungen oder Fallstudien auszuführen. Wichtige Arbeitgeber für Forschende aus den Sozialwissenschaften sind beispielsweise die kantonalen Statistikämter und insbesondere das Bundesamt für Statistik.

Einstieg

Der Konkurrenzdruck in dieser Branche ist generell hoch, die Forschungsstellen an den Hochschulen beschränkt. Formal verläuft die Karriere in Wissenschaft und Forschung in allen Wissenschaftsgebieten gleich. Für eine wissenschaftliche Laufbahn ist ein Doktorat (auch PhD genannt) Voraussetzung. Der Einstieg erfolgt über eine Doktorandenstelle an einer – meist universitären – Hochschule. Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen sind nicht berechtigt, eine Doktoratsstufe anzubieten, weshalb einige hierfür mit in- und ausländischen Universitäten kooperieren.

Doktorierende sind meist befristet angestellt, ihre Stellen an terminierte Forschungsprojekte gebunden. Für Personen, welche eine Universitätskarriere anstreben, sind nach dem Doktorat zusätzliche Forschungsleistungen als Postdoc unabdingbar. Ein Postdoc ist eine befristete, unabhängige Forschungsstelle ohne Lehrverpflichtung und ohne eigene Mitarbeiter.

Kreativität, Präzision, Zielstrebigkeit und Ausdauer sind für die Forschungstätigkeit zentrale Fähigkeiten, zudem sind sehr gute Englischkenntnisse unerlässlich. Wissenschaftliche Laufbahn und Mobilität sind praktisch gleichbedeutend. Bei den universitären Forschungskarrieren wird mindestens ein Teil der Weiterbildung im Ausland absolviert. Als Arbeitsmarkt muss ebenfalls das nähere oder fernere Ausland ins Auge gefasst werden.



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