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Studienrichtung Agrarwissenschaften

Die Agrarwissenschaften beschäftigen sich mit ökologischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen in der Landwirtschaft sowie mit Fragen rund um die Primärproduktion von Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen.

Fachgebiet

Agrarwissenschaften
Agrarwissenschaften

Agrarwissenschaften sind anwendungsorientiert. Im Vordergrund der Lehr- und Forschungsaktivitäten stehen die Erarbeitung und Anwendung konkreter Problemlösungen für die Herstellung, Verteilung und Verwendung von Nahrungsgütern in international ausgerichteten Netzwerken.
Wichtige Teilgebiete sind Pflanzen- und Tierproduktion, Agrarökonomie, Agrargeografie, Agrartechnik und ökologischer Landbau.

Agrarwissenschaften

Agrarwissenschaften

Themen der Agrarwissenschaften:

  • Wie kann die wachsende Weltbevölkerung auch in Zukunft ernährt werden?
  • Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf die Nahrungsmittelproduktion?
  • Inwiefern beeinflusst das Kauf- und Konsumverhalten von Agrargütern die Umwelt?

Studium

An der Fachhochschule stehen im ersten Jahr die Basiskompetenzen in Mathematik, Naturwissenschaften, Sprachen und Wirtschaft im Zentrum, ergänzt durch agronomische Grundlagen. Im zweiten und dritten Jahr erfolgt die Schwerpunktbildung mit Themen wie: Agrarwirtschaft, Pflanzenwissenschaft und Ökologie, Nutztierwissenschaft oder Internationale Landwirtschaft.

Die weiterführenden FH-Masterstudiengänge sind Master in Life Sciences mit Vertiefungen in:

  • Food, Nutrition and Health
  • Agrar- und Waldwissenschaften
  • Viticulture et oenologie

An der ETH umfasst das Bachelor-Studium natur-, ingenieur- sozial- und agrarwissenschaftliche Fächer. Mathematik, Chemie und Biologie nehmen grossen Raum ein. Exkursionen und ein Agrar-Praktikum gehören zum Lehrangebot. Im dritten Bachelorjahr bestehen gewisse Wahlmöglichkeiten innerhalb der Fachbereiche:

  • Agrarökonomie
  • Pflanzenwissenschaften
  • Tierwissenschaften

Der Master dient der Vertiefung in einem dieser Fachbereiche. Ein Berufspraktikum von mindestens 16 Wochen ist obligatorisch. Den Abschluss des Masterstudiums bildet die Master-Arbeit.

A. R. studiert Agrarwissenschaften im 5. Semester an der ETH Zürich.

«Es geht immer darum ein bestehendes System zu verbessern.»

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Anforderungen

Wer Agrarwissenschaften studiert, sollte sich für Themen wie die weltweite Ernährungssicherung oder die Entwicklung und Mitgestaltung von Lebensräumen und Kulturlandschaften interessieren. Wichtig ist auch ein Flair für Naturwissenschaften, Mathematik und teilweise Physik (besonders an der ETH). Das Studium baut auf Erfahrungen in der Landwirtschaft auf. Das Departement Umweltsystemwissenschaften der ETH (zu welchem die Agrarwissenschaften gehört) hat auf seiner Internetseite eine Checkliste aufgeschaltet, mit der Sie Ihre Interessen am Studiengang überprüfen können.

Sprachkenntnisse und Praktika

Die Unterrichtssprachen an der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften sind deutsch und französisch. An der HES-SO Wallis kann deutsch, französisch oder zweisprachig studiert werden. An der ETHZ wird im Bachelor hauptsächlich deutsch, im Master hauptsächlich englisch studiert.

Wer mit einer gymnasialen Maturität Agrarwissenschaften an der Fachhochschule studieren will, muss sich während eines Jahres in einem begleiteten Vorstudienpraktikum Erfahrung in einem Landwirtschaftsbetrieb aneignen. An der ETH ist ein agrarwissenschaftliches Praktikum von sieben Wochen ins Bachelorstudium integriert.

Forschungsthemen

Das Departement Umweltsystemwissenschaften der ETH Zürich, zu dem die Agrarwissenschaften gehören, pflegt einen stark interdisziplinären Ansatz. Forschungsschwerpunkte sind  Biologische Vielfalt und Anpassung, Ernährungssicherheit, Klimawandel, Nachhaltige Ressourcennutzung sowie Ökosystemprozesse und -leistungen.

Die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL der Berner Fachhochschule forscht u.a. zu den Themen internationale Landwirtschaft oder Nutztiersysteme und Pferdehaltung. An der Haute école spécialisée de Suisse occidentale HES-SO wird Forschung betrieben in Bereichen wie "Ökologie und Management von natürlichen und bewirtschafteten Umgebungen (Ecologie et gestion des milieux naturels et aménagés) oder Umweltfunktionen unter anthropogenem Druck in Agrarökosystemen (Fonctions environnementales sous pressions anthropiques dans les agroécosystèmes).

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge

Fachhochschulen

Berner Fachhochschule BFH

Haute école spécialisée de Suisse occidentale HES-SO

HES-SO Genève > Haute école du paysage, d’ingénierie et d’architecture HEPIA
Changins – Haute école de viticulture et œnologie

Zürcher Fachhochschule ZFH

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW

Universitäre Hochschulen

Eidgenössische Technische Hochschule Zürich ETHZ

Tätigkeitsfelder

Die Landwirtschaft ist zentral für die Ernährung der Welt. Für rund 2,6 Milliarden Menschen stellt sie ausserdem die Erwerbs- und Existenzgrundlage dar. Im global vernetzten Welternährungssystem braucht es Fachleute, die biologische, ökologische, wirtschaftliche und globale Zusammenhänge verstehen. Sie arbeiten zum Beispiel als landwirtschaftliche Beraterin, Forscher an der Hochschule oder Leiterin einer Produktionsfirma. Der Arbeitsplatz kann auf dem Feld, an einem Schreibtisch oder in einem Labor sein.

Weiterbildung

Das Studium der Agrarwissenschaft, speziell an der Fachhochschule, vermittelt nicht nur eine wissenschaftliche Ausbildung, sondern auch die Fähigkeit, das Gelernte in der Praxis umzusetzen. Der Studienabschluss stellt also, wie bei den Ingenieurwissenschaften üblich, eine relativ gute Berufsgrundlage dar. Ist der Berufseinstieg geschafft, erfordert oft die Berufslaufbahn eine Weiterbildung. Wer zum Beispiel nach ein paar Jahren Berufserfahrung eine Führungsaufgabe übernimmt, wird sich vielleicht in einer Management-Ausbildung darauf vorbereiten.
Die Hochschulen bieten viele verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten an. Zwei Beispiele:



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