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Agrarwissenschaft: Laufbahnbeispiele

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Agrarwissenschaft.

Agrarwissenschaft

Agrarwissenschaftlerin in der Verbandskommunikation: Mirjam Hofstetter

Mirjam Hofstetter
Mirjam Hofstetter
Co-Leiterin Kommunikation beim Schweizer Bauernverband

«Beim Schweizer Bauernverband bin ich nicht nur Co-Leiterin Kommunikation. Ich bin auch Creative Director, Motivator, Organizer, Content Manager, Brainstormer, Promoter, Financial expert und Calculator – eine spannende Kombi!»

Laufbahn
JahrTätigkeit
Seit 2002 bis heuteKommunikation Schweizer Bauernverband (SBV)
2002 bis 2020Diverse Weiterbildungen in Französisch, Italienisch, CAS Leadership, Content Management und Digital Management
2007/2008Ausbildung zur eidgenössischen diplomierten Marketingplanerin FA
1998 bis 2002Unterricht Landwirtschaftliches Bildungs- und Beratungszentrum (LBBZ) Schluechthof Cham
1996 bis 2001Studium Agrarwissenschaften mit Vertiefung Nutztierwissenschaft an der Eidgenössischen Technische Hochschule (ETH) Zürich
Jetzige Tätigkeit

Als Marketingleiterin des Schweizer Bauernverbands (SBV) bin ich von A bis Z verantwortlich für die Umsetzung und Finanzierung der Imagekampagne «Schweizer Bauern». Zusammen mit meinem Team kreiere und entwickle ich immer wieder neue spannende Projekte und Massnahmen. Darunter fallen beispielweise TV-Spots, Plakate, Hofevents wie der 1. August-Brunch oder das Hoftheater, Messeauftritte, Social-Media-Aktivitäten, Schule auf dem Bauernhof oder unser Online-Direktvermarktungsportal. Ziel ist es, damit das Vertrauen in die einheimische Landwirtschaft zu stärken und den Absatz von Schweizer Produkten zu fördern.
Neben Kreativität sind bei meiner Tätigkeit auch Kontaktfreudigkeit und Durchsetzungsvermögen gefragt: Bei der Umsetzung unserer Kampagnen benötigen wir oft auch die Rückendeckung kantonaler Organisationen, Sponsoren und Bauernfamilien. Und natürlich müssen wir unsere Anliegen in verschiedenen bäuerlichen Gremien vertreten.

Berufseinstieg

Mein Einstieg kam ganz klassisch zustande: Ich bewarb mich für die ausgeschriebene Stelle in der Kommunikationsabteilung des SBV.

Tipps

In meinem Job ist es sicherlich von Vorteil, landwirtschaftliches Fachwissen mitzubringen. Das muss nicht zwingend in Form eines Agronomiestudiums sein. Matchentscheidend sind letztendlich eine schnelle Auffassungsgabe, Erfahrungen, die du machst und eine stufengerechte Weiterbildung - in meinem Fall die Ausbildung zur Eidg. Dipl. Marketingplanerin FA. Ganz nach Konfuzius: «Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Und was du mich tun lässt, das verstehe ich».

Agrarwissenschaftler in der öffentlichen Verwaltung

Symbolbild Landwirtschaft
Symbolbild Landwirtschaft, © Bild von Andreas Göllner auf pixabay
Agrarwissenschaftler

«Mein Tätigkeitsgebiet als Mitarbeiter für den Boden- und Umweltschutz wird grösstenteils durch politische Zielvorgaben definiert.»

Laufbahn
Mitarbeiter für den Boden- und Umweltschutz beim kantonalen Amt, Abteilung Landwirtschaft
Studium der Agrarwissenschaften und Höheres Lehramt
Jetzige Tätigkeit

Die Haupttätigkeit besteht darin, die Bundesvorschriften bei Direktzahlungen für die Landwirtschaftsbetriebe im Kanton umzusetzen. Landwirtinnen und -wirte können so Preisverluste am Markt ausgleichen und ökologische Leistungen abgelten. Zu den administrativen Arbeiten zählen Anmeldewesen, Information, Kontrolle, Sanktionenverhängung, Abrechnung und Auszahlung.

Im Gespräch mit Landwirtinnen und -wirten versuche ich, die persönliche Sicht zu verstehen, um sie entsprechend würdigen zu können. Andererseits zeige ich auf, dass die Vorschriften einzuhalten sind und Verstösse geahndet werden. In diesem Spannungsfeld sind Vollzugsrichtlinien zu erarbeiten, Leitplanken zu setzen und auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen.

Berufseinstieg

Nach dem Studium der Agrarwissenschaft bewarb ich mich als Mitarbeiter für das Boden- und Umweltschutz beim kantonalen Amt, Abteilung Landwirtschaft, und arbeite seitdem dort.

Tipps

Ein Interesse an politischen Vorgängen ist wichtig. Immer wieder kläre ich in enger Zusammenarbeit mit Nachbarkantonen Detailfragen und bringe sie mit den eigenen politischen Vorgaben in Einklang.

Dass meine Arbeit deshalb oft kritisch begutachtet wird und ich meine Position mit einer ausgefeilten Argumentation durchsetzen muss, stellt für mich einen besonderen Reiz dar. Ich will den Landwirtinnen und -wirten als Leistungsvollbringer/in als auch den Steuerzahlerinnen und -zahlern sowie dem Gesetzgeber gerecht werden.

Agrarwissenschaftler als Marktkoordinator bei einem Verband

Symbolbild Agrarwissenschaft
Symbolbild Agrarwissenschaft, © Bild von Alex S. auf Pixabay
Symbolbild Agrarwissenschaft

Symbolbild Agrarwissenschaft, © Bild von Alex S. auf Pixabay

Dipl. Ingenieur-Agronom ETH

«Die Arbeit bei einem nationalen Verband empfinde ich nach vier Jahren Einsatz in der Gemüseproduktion als grosse persönliche Bereicherung.»

Laufbahn
Marktkoordinator und Kommissionssekretär beim Verband Schweizerischer Gemüseproduzenten, Berufsschullehrer (Marktlehre und Marketing)
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Weiterbildung: Höheres Lehramt
Studium Agrarwissenschaften an der ETH Zürich
Jetzige Tätigkeit

Der Verband Schweiz Gemüseproduzenten (VSGP) vertritt die Interessen von rund 2500 Gemüsebaubetrieben gegenüber Handel, Branche, Behörden, Politik und Öffentlichkeit. In der Geschäftsstelle arbeiten elf Mitarbeitende. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Marktkoordinator und Kommissionssekretär bin ich Mitglied der Geschäftsleitung. Der Betrieb ist übersichtlich und familiär, was ich sehr schätze.

Neben der Arbeit in Kommissionen obliegen mir die Umsetzung von Beschlüssen, Marktabklärungen und Vermittlung zwischen Produktion und Handel in schwierigen Marktsituationen sowie die Verwaltung der Qualitätsrichtlinien für Gemüse. Ich gebe auch Auskunft gegenüber der Öffentlichkeit und erarbeite Grundlagen zur Diskussion in politischen Vernehmlassungen mit Einfluss auf den Markt (z.B. WTO, Bilaterale Verträge).

Berufseinstieg

Zunächst absolvierte ich ein Praktikum beim VPSG. Dort konnte ich den Export von Schweizer Gemüse nach Europa in Büro- und Feldarbeit 1:1 testen.

Der Kontakt zu Gemüseproduzentinnen und -produzenten sowie Händlerinnen und Händlern, die Marktanalyse, die Organisation von Transport und Verzollung und überhaupt die ganze Dynamik des Gemüsemarktes faszinierten mich so sehr, dass ich mich gleich nach dem Studium mit Erfolg um eine freie Stelle beim VSGP bewarb.

Tipps

Bei meiner Tätigkeit sind Kommunikations- und Organisationstalent gefragt. Meine Sprachkenntnisse kommen voll zum Einsatz und Diplomatie und Verhandlungsgeschick werden immer wieder auf die Probe gestellt. Ein breites Kontakt-Netzwerk zu Behörden, Detailhandel und Partnerverbänden hat sich gebildet, von dem ich auch in Zukunft profitieren kann.

Agronomin im international tätigen Hilfswerk

Symbolbild Nicaragua
Symbolbild Nicaragua, © Bild von Sheryl Maiorano auf pixabay
Programmverantwortliche für Entwicklungsprojekte

«Als Programmverantwortliche für die Entwicklungsprojekte in Nicaragua betreue ich rund zwanzig Projekte der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe mit einem Umsatz von rund zwei Millionen Franken.»

Laufbahn
Programmverantwortliche für Entwicklungsprojekte bei einem Hilfswerk
Landwirtschaftliche Beratung in Madagaskar
Beratung und Ausbildung bei einer Nichtregierungsorganisation in Bolivien
Nachdiplomstudium für Entwicklungsländer (NADEL)
Berufseinstiegspraktikum an einer landwirtschaftlichen Forschungsanstalt
Studium der Agrarwissenschaften
Jetzige Tätigkeit

Als Programmverantwortliche für Entwicklungsprojekte in Nicaragua entwickle ich gemeinsam mit dem dortigen Koordinationsbüro die Schwerpunkte, beispielsweise: Wo werden unsere Mittel und unser Fachwissen eingesetzt? Welche Kapazitäten, Partnerorganisationen und welches Know-how sind vorhanden? Ist bei der Bedürfnisabklärung die Zielbevölkerung beteiligt?

Die Abklärungen sind nicht immer einfach. Es gibt viele Akteure, und die Bedürfnisse sind enorm. Der Einfluss der Entwicklungszusammenarbeit darf auch nicht überschätzt werden.

In der Schweiz behandle ich Projektanträge von Partnerorganisationen. Dazu betreue ich ein Monitoringsystem. Einmal pro Jahr besuche ich mit der Koordinatorin die Projekte, um sie dann auszuwerten. Ich arbeite viel am Computer, schreibe E-Mails und telefoniere.

Berufseinstieg

Im Anschluss an mein Studium der Agrarwissenschaften arbeitete ich als Praktikantin für eine landwirtschaftliche Forschungsanstalt. Nach Stationen in Bolivien und Madagaskar war ich als Programmverantwortliche für Entwicklungsprojekte in Nicaragua für ein Hilfswerk tätig.

Tipps

In den Hilfswerken gibt es viele Teilzeitstellen. Der eigene Anspruch an die Arbeit in Verbindung mit einer hohen Identifikation führt jedoch dazu, dass sich viele Mitarbeiter/innen selbst ausbeuten und mehr arbeiten als sie entschädigt werden.



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