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Tätigkeitsbereich Land- und Forstwirtschaft

In der Land- und Forstwirtschaft kümmern sich Fachleute um die Pflege von Nutzland und Wald. Hier arbeiten Hochschulabsolventinnen und -absolventen aus den Agrar- und Forstwissenschaften und der Veterinärmedizin.

Branchenüberblick

Land- und Forstwirtschaft gehören zum so genannten Primärsektor, in dem es um die Rohstoffgewinnung geht. Dabei sind für die Bewirtschaftung von Nutzland und Wald zur Produktion pflanzlicher und tierischer Lebensmittel oder des Rohstoffs Holz zunehmend auch Anliegen aus Tourismus, Landschaftspflege und Umweltschutz wichtig.

Der Sektor beschäftigt in der Schweiz rund 167'000 Personen. Arbeitgeber sind neben Bauernbetrieben auch Landwirtschafts- und Waldgenossenschaften oder spezialisierte Industriebetriebe und Verbände. Auch Selbstständige bzw. Angestellte aus Umwelt- und Planungsbüros werden in der Branche eingesetzt.

Der Beschäftigungstrend ist in der Landwirtschaft rückläufig, wo derzeit gerade noch drei Prozent der Schweizer Bevölkerung arbeiten. Die Anzahl der Landwirtschaftsbetriebe sinkt jährlich und maschinelle und elektronische Hilfsmittel ersetzten und ersetzen viele Arbeitskräfte.

Tätigkeitsfelder

Neben der Bewirtschaftung und Pflege der Landwirtschafts-und Waldflächen im engeren Sinn kümmern sich in der Branche auch Fachleute mit einem Hochschulabschluss um die damit zusammenhängende Forschung und Entwicklung, Qualitätskontrolle, Ausbildungsfragen oder die Umsetzung der Gesetzgebung.

Produktion und Bewirtschaftung

In grösseren landwirtschaftlichen Betrieben oder in der Forstwirtschaft nehmen Absolventinnen und Absolventen der Wald- oder Agrarwissenschaften leitende Funktionen ein. Produktions- und Maschineningenieure und -ingenieurinnen sorgen für effiziente Produktionsprozesse. Auch das Fachwissen von Veterinärmediziner/innen und Umweltbiologen ist hier gefragt.

Forschung und Entwicklung

Bei land- und forstwirtschaftlichen Organisationen und Betrieben sind Fachleute aus den einschlägigen naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen für die Erforschung, Entwicklung und Qualitätskontrolle von Produkten und Produktionsprozessen zuständig.

Im Rahmen der Qualitätskontrolle und Produktentwicklung können auch spezialisierte Juristinnen und Juristen zum Zug kommen, wenn es um die brancheninterne Umsetzung von Gesetzgebungen in Bereichen wie etwa Umwelt- und Landschafts- oder Gesundheitsschutz geht.

Bildung, Politik, Kommunikation

Mit der Branche verknüpft sind auch spezialisierte Bildungs- und Forschungsinstitutionen oder Berufsverbände, in denen neben dem engeren agrar- und forstwirtschaftlichen Know-how auch Fachwissen aus den Wirtschaftswissenschaften, der Pädagogik, der Entwicklungszusammenarbeit oder der Politkommunikation gefragt sein kann.

Einstieg

Je nach Tätigkeitsfeld und Bildungsstufe gestaltet sich der Einstieg in die Agrar- und Forstwirtschaft anders. Hochschulabsolventinnen und -absolventen finden den Einstieg über die Mitarbeit an einem Forschungsprojekt oder ein Praktikum. Die Branche beschäftigt zudem viele Angestellte aus der  beruflichen Grund- und Weiterbildung.



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