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Berufsmöglichkeiten in Land- und Forstwirtschaft

In der Land- und Forstwirtschaft arbeiten vorwiegend Absolventinnen und Absolventen der Agrarwissenschaften und der Forstwissenschaft bzw. Umweltwissenschaften.

Berufsmöglichkeiten

Absolventinnen und Absolventen der Agrarwissenschaften und der Forstwissenschaft bzw. Umweltwissenschaften engagieren sich in landwirtschaftlichen Verbänden, sind in der Verwaltung und bei internationalen Organisationen, im Gartenbau oder in der Wald- und Landschaftspflege tätig oder führen Landwirtschaftsbetriebe.

Bedeutung für Ernährung, Kulturlandpflege und Tourismus

Heute arbeiten nur noch drei Prozent der Schweizer Bevölkerung in der Landwirtschaft und erwirtschaften weniger als zwei Prozent des Bruttoinlandproduktes. Die Anzahl der Landwirtschaftsbetriebe sinkt jährlich. Die wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft wird dadurch aber nur ungenügend zum Ausdruck gebracht. Die Landwirtschaftsbranche produziert nicht nur Nahrungsmittel für den Direktverbrauch und festigt als Rohstofflieferantin für die Nahrungsmittelindustrie den Produktionsstandort Schweiz. Als Pflegerin der Kulturlandschaft beeinflusst sie massgebend unseren Wohn- und Erholungsraum und ist vor allem im Berggebiet auch für die Tourismusbranche von grosser Wichtigkeit.

Arbeitsgebiet vor allem für Agrarwissenschaftler/innen

In der Landwirtschaft finden vor allem Agronomen und Agronominnen ihren Arbeitsplatz. Nur wenige arbeiten direkt auf einem Hof, meistens auf einem grösseren Betrieb, in dem sie leitende Funktionen übernehmen. Viele finden ihr Auskommen in der öffentlichen Verwaltung von Bund, Kantonen und Gemeinden oder in einem landwirtschaftlichen Verband. Die Tätigkeiten sind vielfältig und reichen von Auskunfts- und Beratungsdiensten in landwirtschaftlichen Fragen über das Erarbeiten von Marketingstrategien für bestimmte Produkte bis zur Übernahme von leitenden Funktionen in landwirtschaftlichen Organisationen. Einige machen sich auch im Bereich der landwirtschaftlichen Beratung selbstständig, stellen ihr Fachwissen den Bauern zur Verfügung, übernehmen landwirtschaftliche Projekte, bieten Steuerberatungen für landwirtschaftliche Betriebe an oder führen Schätzungen durch und erstellen Gutachten.
Agrarwissenschaftler/innen arbeiten aber auch in der landwirtschaftlichen Forschung und Lehre, zum Beispiel in einer der Schweizer Forschungsanstalten im Agrarbereich. Je nach Vertiefungsrichtung finden sie auch Anstellungen in der industriellen Produktion von Lebensmitteln, vor allem in der Milchwirtschaft und der Tierproduktion.
Önologinnen und Önologen befassen sich mit Weinbau und Weinproduktion und arbeiten somit in einem eng umgrenzten Bereich der Landwirtschaft.

Forstwirtschaft

Der Wald ist Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen, Erholungsraum für die Menschen, er filtert den Staub aus der Luft und sorgt für ein kühles Klima. In den Bergregionen sind seine Schutzfunktionen überlebenswichtig gegen Unwetter, Schnee, Lawinen und Steinschlag. Und nicht zuletzt liefert er Holz als Rohstoff für Industrie und Gewerbe. Auch die Anzahl der Beschäftigten, die direkt in der Forstwirtschaft tätig sind, nimmt, vor allem durch die Technologisierung der Arbeitsabläufe, ständig ab. Zwar bringt die Nutzung des Waldes als Rohstofflieferant nur für Wälder in gut erschlossenen Regionen Gewinne, und die Finanzierung der Waldpflege bereitet mancher Gemeinde Sorgen, jedoch wird die Forstwirtschaft wegen der ökologischen und der Schutzfunktionen des Waldes immer ihre Berechtigung haben. Zudem führt die Sensibilisierung auf ökologische Themen wieder dazu, dass Holz in zunehmendem Masse ein gefragter Rohstoff wird.

Arbeit im Wald- und Landschaftsmanagement

Im Bereich der Forstwirtschaft arbeiten vor allem Absolventen und Absolventinnen der Umweltnaturwissenschaften, die sich in Wald- und Landschaftsmanagement spezialisiert haben (ein Forstingenieurstudium wird von der Berner Fachhochschule angeboten). Sie leiten zum Beispiel einen kantonalen Forstdienst, einen Forstkreis oder einen grossen privaten Forstbetrieb. Wie die Agronomen sind sie in der öffentlichen Verwaltung bei Bund, Kantonen und Gemeinden angestellt, wo sie vorwiegend beratende Tätigkeiten wahrnehmen. Sie arbeiten auch bei privaten Organisationen, die sich mit Waldbau, Siedlungsplanung oder Umweltschutz befassen, oder führen ein eigenes Forstingenieurbüro.

Gartenbau: Grossbetriebe oder Nischenprodukte

Wie in der Landwirtschaft sind auch im Gartenbau nur noch Grossbetriebe in der Lage, Waren zu einem Preis zu produzieren, mit dem sie sich gegen die Konkurrenz aus dem Ausland, zum Beispiel aus Holland, behaupten können. Die Handarbeit ist zu einem grossen Teil von Maschinen übernommen worden, und Computer überwachen die klimatischen Bedingungen innerhalb der Gewächshäuser. Die Produktionsformen müssen fortlaufend entwickelt werden, um mit den sich ändernden Kundenwünschen Schritt zu halten und sich an neue Gesetzesvorschriften, zum Beispiel im Bereich Umweltschutz, anzupassen. Kleine Betriebe haben dadurch eine Überlebenschance, dass sie Nischenprodukte anbieten.

Hortikultur-Arbeitsmöglichkeiten

Im Gartenbau arbeiten FH-Umweltingenieurinnen mit Vertiefung Biologische Landwirtschaft und Hortikultur, teilweise auch Agronomen mit Vertiefungsrichtung Pflanzenwissenschaft. Arbeitsgebiete finden sich in der Pflanzenproduktion (Gemüse und Zierpflanzen, Obstbäume), dem Marketing und Verkauf, in der Forschung und Entwicklung, bei Gartenbauämtern und botanischen Gärten. Sie arbeiten zudem in der Gestaltung von Lebensräumen mit, wobei dies in erster Linie das Berufsfeld der Landschaftsarchitekten und -architektinnen ist.



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