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Biologie: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Grosse Vielfalt Ende Bachelorstudium

M.E. studiert Biologie im 6. Semester Bachelor an der ETH Zürich.

Spannende Blockkurse im 3. Bachelorstudienjahr

Das dritte Bachelorjahr gefällt mir bis jetzt am besten: Wir haben eine grosse Wahlfreiheit und können verschiedene Blockkurse wählen. So erhalten wir einen Einblick in mögliche Masterrichtungen. Das ist spannend und hilfreich bei so einem weitläufigen Studienfeld.

Im Moment besuche ich gerade einen Blockkurs zur verhaltensbiologischen Forschung. Davor habe ich zum Beispiel einen Blockkurs zum Thema Bioentrepreneurship besucht. Da lernten wir, wie wir mit unserem Wissen eine Startup-Firma gründen könnten oder wie eine Berufslaufbahn in der Wirtschaft gestaltet werden kann. Dann habe ich unter anderem noch einen Kurs zur experimentellen Lebensmittelmikrobiologie, wo es um Forschung an Lebensmitteln und den gängigsten Erregern ging, und einen mit dem Titel «Tissue repair and cancer», der einen Einblick in die Krebsforschung und die möglichen Zusammenhänge mit Gewebeheilung bot, besucht.

Rückblick auf den Studienbeginn

Im ersten Semester hatten wir Vorlesungen zusammen mit Studierendenden der Pharmazie und Gesundheitswissenschaften. Deshalb sassen 500 Studierende – davon etwa 100 Biostudierende – zusammen in einer Vorlesung. Die Basisprüfung am Ende des ersten Studienjahres war anstrengend, aber machbar. Hilfreich ist es, wenn man nicht allein lernt und sich schon zu Studienbeginn mit anderen Studierenden anfreundet. Zum Glück finden die obligatorischen Praktika der ersten beiden Studienjahre und später die Blockkurse in kleineren Gruppen statt und helfen, Leute kennen zu lernen.

Die Faszination für die Mechanismen des Lebens

M. M. studiert Molekularbiologie an der Universität Basel UNIBAS.

Viel Laborarbeit im Masterstudium

Am Masterstudium gefällt mir, dass es sich praktisch nur um Laborarbeit am eigenen Projekt handelt. Besser auf einen späteren Beruf kann man vermutlich kaum vorbereitet werden. Auch bin ich immer noch fasziniert von den Mechanismen des Lebens. Dieses Wunder weiter zu erforschen, motiviert mich sehr. Leider muss man sich durch die grosse Masterarbeit schon ziemlich auf ein Gebiet fokussieren, das ist ein bisschen schade.

Spannende Grundlagenforschung

Ich war schon immer interessiert, wie das Leben funktioniert. Ich war mir aber nie sicher, wie mein Alltag als Biologe nach dem Studium aussehen würde. In meinem vorletzten Jahr am Gymnasium hatte ich dann die Möglichkeit, durch "Schweizer Jugend forscht", eine Woche in die Gruppe von Professor Affolter am Biozentrum schnuppern zu können. Dies hat mich dann überzeugt, Molekularbiologie zu studieren, und dies in Basel zu tun. Lustigerweise mache ich jetzt das Masterprojekt im selben Labor, das mich damals für diese Wahl überzeugt hat. Nach dem Masterabschluss werde ich sehr wahrscheinlich doktorieren und möchte danach eigentlich in der Grundlagenforschung bleiben.

Die Dialekte von Feldmauspopulationen

Y. Z. studiert Biologie mit dem Schwerpunkt "Ecology and Evolution" an der Universität Bern UNIBE.

Zu Beginn viel vorgeschrieben

Im Studium ist in den ersten zwei Jahren alles vorgeschrieben. Fürs dritte Jahr wählt man einen Schwerpunkt wie Ökologie und Evolution, Pflanzenphysiologie oder Zellbiologie. Zu diesem Zeitpunkt ist nur noch ungefähr die Hälfte der Kurse festgelegt und der Rest frei wählbar. Die wählbaren Veranstaltungen sind auch diejenigen, welche im Masterstudium noch besucht werden können.
Die ersten zwei Jahre waren gerade zur Prüfungszeit sehr arbeitsintensiv. Vor allem gibt es viel Theoriewissen dabei zu lernen und man ist oft an der Uni. Aber es macht Spass.

Mit der Masterarbeit beschäftigt

Derzeit besuche ich nur noch drei Seminare pro Woche. Die übrige Zeit widme ich meiner Masterarbeit: Ich versuche herauszufinden, ob unterschiedliche Feldmaus-Populationen einen unterschiedlichen Dialekt "sprechen". Dafür werden die Feldmäuse im Labor gezüchtet und in einer speziellen, schalldichten Box in unterschiedlichen Situationen getestet. Im Moment schaue ich gerade, wie sich Männchen und Weibchen derselben Linie "unterhalten".



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