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Studienrichtung Interdisziplinäre Naturwissenschaften

Die Interdisziplinären Naturwissenschaften sind auf eine fachübergreifende Ausbildung in allen Grundlagenfächern der Naturwissenschaften ausgerichtet. Das Studium erfordert breite Interessen, hohe Eigenmotivation und Disziplin.

Fachgebiet

Interdisziplinäre Naturwissenschaften
Interdisziplinäre Naturwissenschaften, © Can Stock Photo

Die Interdisziplinären Naturwissenschaften (Studiengang "N") sind kein klar definiertes und begrenztes Fachgebiet, sondern ein weites Wissensfeld für Studierende, die sich für Quantenelektronik ebenso begeistern können wie für Evolutionsbiologie und Genetik, für informatikgestützte Chemie ebenso wie für Kristallographie. Erklärtes Ziel des Studiengangs ist eine breite, tief greifende Ausbildung in mehreren naturwissenschaftlichen Fächern. Der Hauptfokus liegt dabei auf Physik, Chemie und Biologie sowie Mathematik und Informatik. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, eine Vertiefung in praktisch jedem Zweig der Naturwissenschaften zu wählen. Je nach gewählter Kombination beschäftigen sich die interdisziplinären Naturwissenschaftler/innen also mit ganz unterschiedlichen Themen.

Interdisziplinäre Naturwissenschaften

Interdisziplinäre Naturwissenschaften, © Can Stock Photo

Studium

Am Anfang des Studiums wählen die Studierenden zwischen einer physikalisch-chemischen und einer biochemisch-physikalischen Richtung. Im ersten Studienjahr, dem Basisjahr, wird Grundwissen in Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Informatik vermittelt. Ab dem zweiten Studienjahr kommen zu den obligatorischen Fächern der beiden Richtungen noch Wahlfächer aus Physik, Chemie, Biologie, Materialwissenschaft, Informatik, Erdwissenschaften und Umweltnaturwissenschaften dazu. Damit ist es möglich, dem Studium eine individuelle Ausrichtung zu geben. Bachelorveranstaltungen umfassen u.a. Vorlesungen wie Allgemeine Mechanik, Einführung in die Festkörperphysik, Quantenelektronik, Messtechnik, Proteine und Lipide, Analytische Chemie, Umweltchemie und Ökotoxikologie, Erneuerbare Energien, Zellbiologie, Lebensmittel-Mikrobiologie, Polymere und Verbundwerkstoffe, Atmosphärenphysik, Beurteilung der Umweltverträglichkeit oder die Chemie aquatischer Systeme.
Im Masterstudium werden die Fächer so gewählt, dass sie die Schwerpunkte aus dem zweiten und dritten Bachelorjahr sinnvoll ergänzen. Laborpraktika vertiefen den Wissensstoff aus den Vorlesungen.

M. F., Interdisziplinäre Naturwissenschaften im 6. Semester an der ETH Zürich.

«Ich bin immer wieder erstaunt, dass es die Welt und das Leben, so wie es jetzt ist, überhaupt gibt.»

Mehr dazu

Anforderungen

Die interdisziplinäre Ausrichtung des Studiengangs verlangt ein breites Interesse an Naturwissenschaften. Freude am Experimentieren und am exakten, verantwortungsvollen Arbeiten ist ebenso gefragt wie die Fähigkeit zu vernetztem Denken, Neugierde und ein offener Blick auf die Welt. Die Studierenden besuchen die Veranstaltungen verschiedener Fachrichtungen nach einem individuellen Studienplan. Das erfordert ein hohes Mass an Organisationstalent, Einsatzbereitschaft, Selbstständigkeit und Disziplin. Wie heisst es in der Wegleitung zum Studiengang: "Wer genau weiss, was er oder sie will, ist hier richtig. Wer sich seinen Weg suchen will und manches ausprobieren möchte ebenfalls. Für Leute mit wenig Eigenmotivation und dem Wunsch nach klaren Strukturen gibt es sicher bessere Alternativen."

Einzigartiger Studiengang

Naturwissenschaften lassen sich auf diese breit gefächerte, individuell wählbare Weise nur an der ETH Zürich studieren. Auch im Ausland scheint es nichts Vergleichbares zu geben. Das macht die Sache einerseits attraktiv, andererseits kann es schwierig sein, den relativ unbekannten interdisziplinären Abschluss auf dem Arbeitsmarkt zu erklären und sich gegen Mitbewerber/innen durchzusetzen, die ein klassisches Fach wie Chemie oder Physik studiert haben.

Grosse Wahlfreiheit

Spezialität des Studiengangs "N" ist die grosse Wahlfreiheit beim Zusammenstellen der Teilfächer. Die Studierendenzahlen sind mit etwa zwanzig bis vierzig Studierenden pro Jahrgang und Teilrichtung (physikalisch-chemisch oder biochemisch-physikalisch) sehr gering. Besucht werden die Vorlesungen gemeinsam mit den Studierenden der jeweiligen Teilfächer, also chemische mit den Chemiestudierenden, physikalische mit den Physikstudierenden. Der Stundenplan ist vor allem zu Beginn des Studiums mit 20 bis 30 Pflichtveranstaltungen pro Woche voller als der in anderen Studiengängen. Das Betreuungsverhältnis ist sehr gut.

Forschungsthemen

Weil der Studiengang "N" in so vielen individuellen Fächerkombinationen studiert wird, ist es kaum möglich, Forschungsschwerpunkte der Fachrichtung zu definieren. Je nach Spezialisierung im Master werden sich Absolventinnen und Absolventen der Interdisziplinären Naturwissenschaften deshalb einer der (meist ebenfalls interdisziplinär zusammengesetzten) Forschungsgruppen aus Chemie, Physik, Biologie oder einer anderen Naturwissenschaft anschliessen. Die grossen thematischen Schwerpunkte der ETH- und der Nationalen Forschung sind in den nächsten Jahren z.B. Ultraschnelle Prozesse in molekularen Bausteinen, Quantenwissenschaften und –technologie, Plastizität und Reparatur des Nervensystems, Welternährungssystem, Klimawandel, Energie, Gesundheit, Informationsverarbeitung oder neue Materialien.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge

Tätigkeitsfelder

Viele sich rasch weiterentwickelnde Forschungsgebiete wie zum Beispiel physikalische Chemie, Biophysik, Biochemie, Nanotechnologie liegen an den Schnittstellen zwischen den klassischen Fachgebieten Chemie, Physik und Biologie. Deshalb werden heute immer mehr Fachleute gesucht, die eine breite, gut fundierte Ausbildung in mehreren Naturwissenschaften besitzen.
Die Ausbildung in diesem Studiengang ist sehr anspruchsvoll, öffnet aber den Weg zu vielseitigen Tätigkeiten in Forschung, Industrie, Wirtschaft und Behörden.

Insbesondere in den Forschungsabteilungen der pharmazeutischen und chemischen Industrie, in Instrumentenfirmen, in der verarbeitenden Industrie und in Beratungsunternehmen finden Absolventinnen und Absolventen spannende Aufgaben. Weitere Arbeitsmöglichkeiten bestehen im Patentwesen, im Consulting, in Gesundheitspolitik und -verwaltung oder im Wissenschaftsjournalismus. Viele Absolventinnen und Absolventen wählen später auch eine Tätigkeit als Lehrperson an Hochschulen oder (nach einer didaktischen Zusatzausbildung) im Bereich der Sekundarstufe II.



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