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Studienrichtung Interdisziplinäre Naturwissenschaften

Die Interdisziplinären Naturwissenschaften sind auf eine fachübergreifende Ausbildung in allen Grundlagenfächern der Naturwissenschaften ausgerichtet. Das Studium erfordert breite Interessen, hohe Eigenmotivation und Disziplin.

Fachgebiet

Interdisziplinäre Naturwissenschaften
Interdisziplinäre Naturwissenschaften, © www.shutterstock.com/angellodeco

Die Interdisziplinären Naturwissenschaften sind kein klar definiertes und begrenztes Fachgebiet, sondern ein weites Wissensfeld für Studierende, die sich für Quantenelektronik ebenso begeistern können wie für Evolutionsbiologie und Genetik, für informatikgestützte Chemie ebenso wie für Kristallographie. Erklärtes Ziel des Studiengangs ist eine breite, tiefgreifende Ausbildung in mehreren naturwissenschaftlichen Fächern. Der Hauptfokus liegt dabei auf Physik, Chemie und Biologie sowie Mathematik und Informatik. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, eine Vertiefung in praktisch jedem Zweig der Naturwissenschaften zu wählen. Je nach gewählter Kombination beschäftigen sich die interdisziplinären Naturwissenschaftler/innen also mit ganz unterschiedlichen Themen.

Interdisziplinäre Naturwissenschaften

Interdisziplinäre Naturwissenschaften, © www.shutterstock.com/angellodeco

Studium

Naturwissenschaften lassen sich auf diese breit gefächerte, individuell wählbare Weise nur an der ETH Zürich studieren.

Am Anfang des Studiums wählen die Studierenden zwischen einer physikalisch-chemischen und einer biochemisch-physikalischen Richtung. Im ersten Studienjahr wird Grundwissen in Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Informatik vermittelt. Ab dem zweiten Studienjahr kommen zu den obligatorischen Fächern der beiden Richtungen noch Wahlfächer aus Physik, Chemie, Biologie, Materialwissenschaft, Informatik, Erdwissenschaften und Umweltnaturwissenschaften dazu. Damit ist es möglich, dem Studium eine individuelle Ausrichtung zu geben. Prinzipiell kommen sämtliche von der ETH angebotenen naturwissenschaftlichen Vorlesungen als Wahlfach in Frage.

Im Bachelor werden Lehrveranstaltungen angeboten wie Grundlagen der Kristallstrukturanalyse, Proteine und Lipide, Numerische Methoden, Festkörperphysik, supermolekulare Chemie, Datenstrukturen und Algorithmen, Pflanzenbiologie, Chemie aquatischer Systeme, Hydrosphäre, Advanced Kinetics, Quantenelektronik oder Methoden der mathematischen Physik. Im Masterstudium werden die Fächer so gewählt, dass sie die Schwerpunkte aus dem zweiten und dritten Bachelorjahr sinnvoll ergänzen. Laborpraktika vertiefen den Wissensstoff aus den Vorlesungen.

Die Studierendenzahlen sind mit etwa zwanzig bis vierzig Studierenden pro Jahrgang und Teilrichtung (physikalisch-chemisch oder biochemisch-physikalisch) sehr gering. Besucht werden die Vorlesungen gemeinsam mit den Studierenden der jeweiligen Teilfächer, also chemische mit den Chemiestudierenden, physikalische mit den Physikstudierenden. Der Stundenplan ist vor allem zu Beginn des Studiums mit 20 bis 30 Pflichtveranstaltungen pro Woche voller als der in anderen Studiengängen. Das Betreuungsverhältnis ist sehr gut.

«Ich betrachte Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln, kombiniere die Erkenntnisse und bekomme so ein grösseres, genaueres Bild.»

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Anforderungen

Die interdisziplinäre Ausrichtung des Studiengangs verlangt ein breites Interesse an Naturwissenschaften. Freude am Experimentieren und am exakten, verantwortungsvollen Arbeiten ist ebenso gefragt wie die Fähigkeit zu vernetztem Denken, Neugierde und ein offener Blick auf die Welt. Die Studierenden besuchen die Veranstaltungen verschiedener Fachrichtungen nach einem individuellen Studienplan. Das erfordert ein hohes Mass an Organisationstalent, Einsatzbereitschaft, Selbstständigkeit und Disziplin.

Doktorat

Wer eine Laufbahn in der Forschung anstrebt, schliesst das Studium in der Regel mit einem Doktorat ab. Oft folgt darauf ein Post-doc-Studium im Ausland.

Forschungsthemen

Absolventinnen und Absolventen der Interdisziplinären Naturwissenschaften forschen in der Regel in einer der (meist ebenfalls interdisziplinär zusammengesetzten) Forschungsgruppen aus Chemie, Physik, Biologie oder einer anderen Naturwissenschaft. Thematische Schwerpunkte der ETH- und der Nationalen Forschung sind in den nächsten Jahren z.B.:

  • ultraschnelle Prozesse in molekularen Bausteinen
  • digitales Engineering
  • Quantenwissenschaften und -technologie
  • RNA und Krankheit
  • funktionelle Materialien

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.



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