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Studienrichtung Hebamme

Die Studienrichtung "Hebamme" bereitet Gesundheitsfachpersonen spezifisch auf die Betreuung von Frauen und Paaren während der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett vor.

Fachgebiet

Hebamme
Hebamme

Das Wissen im Fachgebiet der Hebamme beruht auf den Naturwissenschaften, der Medizin, der Sozialwissenschaften und auf weiteren Gebieten. Dabei steht die bestmögliche Betreuung von Frauen, Kindern und Familien während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit im Fokus. Wichtige Themen sind die Abstützung der geburtshilflichen Praxis auf wissenschaftliche Erkenntnisse (evidence based practice) sowie Methoden der Qualitätssicherung in der Hebammenarbeit und Geburtshilfe.

Hebamme

Hebamme

Studium

Das Bachelorstudium vermittelt Grundlagen in Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie, Soziologie, Recht, Ethik, Englisch, evidenzbasierender Intervention, Forschungsverständnis, beschreibender Statistik, Prävention und Gesundheitsförderung, Mikrobiologie und Hygiene.
Dazu kommen hebammenspezifische Inhalte in Genetik, Gynäkologie, Neonatologie, Pädiatrie, Pharmakologie sowie Beratung. So vermittelt das Hebammenstudium praktisches, theoretisches und wissenschaftliches Fachwissen rund um die Themen Familienplanung, Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit. Des Weiteren geht es im Studium um Frauengesundheit, Regelkonformität und Regelabweichung in der Schwangerschaft, während der Geburt und im Wochenbett. Das Studium dauert je nach Vorbildung 2 - 4 Jahre Vollzeit. Praktika in verschiedenen Institutionen sind ein integraler Bestandteil des Studiums.

Das berufsbegleitende Masterstudium Hebamme vertieft und erweitert die fachlichen und wissenschaftlichen Kompetenzen und bereitet auf die Rolle einer Advanced Practice Midwife (APM) vor. Die Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für neue Rollen in der integrierten Versorgung, in Forschung und Lehre sowie für Führungspositionen. Sie entwickeln Lösungen und Konzepte für die interdisziplinäre geburtshilfliche Gesundheitsversorgung, arbeiten in Forschungsprojekten und unterrichten in der Aus- und Weiterbildung. Sie leiten und unterstützen Mitarbeitende in interprofessionellen Teams.

Der Joint Master in Sciences de la santé der Fachhochschule Westschweiz und der Universität Lausanne will den Weiterbildungsbedarf im Gesundheitsbereich für Bachelor-Absolvent/innen in Ergotherapie, Physiotherapie, Ernährung und Diätetik, Hebamme und medizinische Radiologie-Technik decken. Der Schwerpunkt liegt auf angewandten Forschungs- und Entwicklungs-kompetenzen und Führungsqualitäten, insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis. Das Programm zielt auf die Förderung der disziplinen- und berufsübergreifenden Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich.

G.S., Studium Hebamme im 6. Semester an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW.

«Es ist unglaublich, von Anfang an dabei zu sein, wenn neues Leben beginnt.»

Mehr dazu

Anforderungen

Angehende Studierende sollten ein grosses Interesse für Frauen- und Familienthemen sowie für medizinische Themen mitbringen. Ein gutes Vorwissen in naturwissenschaftlichen Fächern (Anatomie, Physiologie, Biologie, Chemie und Physik) und gute Englischkenntnisse werden vorausgesetzt. Für den praktischen Teil der Ausbildung sowie auch später für den Beruf sind Kontaktfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Kommunikations- und Teamfähigkeit unabdingbar. Weitere wichtige Eigenschaften sind Verantwortungsbereitschaft, Belastbarkeit, Zuverlässigkeit sowie Offenheit für andere Ansichten und Lebensentwürfe. Zudem sollten sie in komplexen Situationen Ruhe bewahren und effizient und effektiv handeln können.

Zusätzliche Anforderungen

Kandidatinnen und Kandidaten ohne Vorbildung im Gesundheitsbereich absolvieren vor Studienbeginn ein zweimonatiges Praktikum, in der Romandie dauert das Praktikum ein Jahr. An den beiden Fachhochschulen in der Deutschschweiz  absolvieren die Kandidatinnen und Kandidaten eine kostenpflichtige Eignungsabklärung. Über die definitive Zulassung zum Studium entscheiden die dabei erzielten Resultate.

Forschungsthemen

Forschungsthemen im Bereich Geburtshilfe sind z.B.:

  • Diabète gestationnel: et après?
  • Le bien-être des femmes et de leurs partenaires pendant la période périnatale
  • Perinatal mental health care in Switzerland: Unraveling the perspectives of affected women and health professionals
  • Sexuelle Lebensqualität in der postpartalen Phase
  • Transition to home after preterm birth

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge

Fachhochschulen

Berner Fachhochschule BFH

Departement Gesundheit

Fachhochschule Westschweiz HES-SO

Haute école de santé Genève HEdS-GE
Haute Ecole de Santé Vaud HESAV
HES-SO Master

Zürcher Fachhochschule ZFH

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW


Universitäre Hochschulen

Universität Lausanne

Tätigkeitsfelder

Hebammen FH begleiten werdende Mütter, Gebärende, Neugeborene und ihre Familien. Sie tragen die Verantwortung für die Phase der normal verlaufenden Schwangerschaft, Geburt sowie Wochenbett- und Stillzeit.

Weiterbildung

Die Hochschulen bieten verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten. Einige Beispiele:

Der Schweizerische Hebammenverband, www.hebamme.ch, organisiert ebenfalls Fort- und Weiterbildungen.



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