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Hebamme: Laufbahnbeispiele

Porträts von Absolvent/innen mit Abschluss in Hebamme.

Hebamme

Hebamme im Gebärsaal und freiberuflich: Fabienne Lutz

«Der Moment, wenn eine Familie geboren wird, ist immer wieder einzigartig.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
März – Mai 2021Weiterbildung zur Kursleiterin Hypnobirthing
Januar 2021Gründung einer eigenen Hebammenpraxis (Hebammenherz GmbH)
Januar 2020 - heuteAnstellung Spital Thurgau AG, Münsterlingen als Hebamme im Gebärsaal
November 2019Start mit halbjähriger Weiterbildung: Akupunktur in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett
Januar 2019Weiterbildung HebiTaping
2018 – 2019(1.5 Jahre) Anstellung Spital Wil im Gebärsaal als Hebamme
Sommer 2018Abschluss 4-jähriges Hebammenstudium (Bachelor of Science) an der ZHAW, Winterthur
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als angestellte Hebamme zu 80% im Gebärsaal des Spitals Münsterlingen (Spital Thurgau AG) und nebenbei freiberuflich in der eigenen Hebammenpraxis. Da ich im Schichtdienst arbeite, sehen meine Arbeitswochen immer wieder anders aus. Mein Arbeitstag im Gebärsaal beginnt immer mit einem Rapport, wo wir uns die Betreuung der Frau mündlich übergeben. Es kann gut sein, dass ich dann eine oder mehrere Frauen unter Geburt übernehme.
Häufig im Frühdienst kommen zusätzlich zu den Gebärenden noch Frauen zu geplanten Kaiserschnitten. Wir führen im Gebärsaal auch regelmässig Schwangerschaftskontrollen durch, bei Terminüberschreitung oder auch notfallmässig bei Schmerzen, abnehmenden Kindsbewegungen, vaginaler Blutung etc.

Im Gebärsaal bin ich hauptsächlich mit der empathischen Betreuung und Begleitung der werdenden Eltern unter Geburt beschäftigt. Dazu gehört die Beratung und Erklärung rund um Geburt. Wir schreiben regelmässig Herztonkurven, untersuchen vaginal den Muttermund, versuchen zum Teil die Wehen mit natürlichen Mitteln wie Einläufen anzuregen.
Dabei arbeiten wir eng mit den Gynäkologen und den Anästhesistinnen sowie der Pflege zusammen. Auch die Betreuung der Frauen nach der Geburt gehört zu meinen Aufgaben: Bindung unterstützen, erstes Stillen, Kontrollen beim Neugeborenen (ggf. Blutentnahmen). Der Moment, wenn eine Familie geboren wird, ist immer wieder einzigartig.

In meiner Hebammenpraxis betreue ich Familien zu Hause nach der Geburt. Dabei dreht sich vieles ums Stillen. Aber auch die Rückbildung der Frau wird kontrolliert: Gebärmutter, Blutungen, Beckenboden. Häufig mache ich bei den Frauen eine Bauchmassage, um die Rückbildung der Gebärmutter und die Verdauung zu fördern. Beim Kind kontrolliere ich regelmässig das Gewicht, unterstütze die Babypflege, erkläre das Babybad und bespreche die Bedürfnisse des Neugeborenen mit den Eltern.
In der Hebammenpraxis gebe ich zudem Geburtsvorbereitungskurse oder führe Schwangerschaftskontrollen durch: Dann schreibe ich u.a. CTG, ertaste die Lage des Kindes mit den Leopoldsch’en Handgriffen, messe Vitalparameter, kontrolliere Urin und frage nach vaginalen Abgängen, Kindsbewegungen etc. Zudem biete ich Akupunktur an und behandle mittels Taping.

Berufseinstieg

Als ich meine Fachmatura hatte, absolvierte ich ein Praktikum in einem Gebärsaal um sicher zu gehen, dass Hebamme der Beruf ist, den ich erlernen möchte. Dieses Praktikum war sehr nützlich. Die vier Jahre Studium vergingen zügig, da Theorie und Praxis ständig wechseln. Ich bekam eine Stelle in Wil, wo ich meine Ausbildung abschloss. Der Einstieg nach dem Studium im Gebärsaal war intensiv, ich hatte auch immer wieder Zweifel. Schlussendlich hat es sich aber gelohnt durchzuhalten.

Mich zog es aber immer in die Freiberuflichkeit, da ich die Frauen vor und nach der Geburt betreuen wollte. Im Spital Wil lernte ich zwei Kolleginnen kennen, die ebenfalls den Traum einer eigenen Hebammenpraxis hatte. So kam es, dass wir unseren Traum in Tat umsetzen.

Tipps

Als Tipp würde ich künftigen Hebammen empfehlen, während der Ausbildung ein Praktikum in dem Spital zu machen, in dem man nachher arbeiten möchte. Auch sollte man sich immer vor Augen führen, dass alle Hebammen einmal an dem gleichen Punkt waren. Hier möchte ich noch erwähnen, dass sich jemand, der sich für den Beruf Hebamme entscheidet, bewusst sein sollte, dass im Schichtbetrieb gearbeitet wird. Feiertage und Wochenende sowie Nachtdienste müssen abgedeckt werden. Das erfordert Flexibilität und man muss sich vorher gut überlegen, ob man das möchte.

Hebamme in einem Geburtshaus und freiberuflich: Stephanie Kellerhals

Symbolbild Baby, © Bild von ThorstenF auf Pixabay
Symbolbild Baby, © Bild von ThorstenF auf Pixabay
Hebamme im Geburtshaus

«Der Berufseinstieg gestaltete sich für mich einfach.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
Seit 2020 bis heuteHebamme auf der Wochenbettabteilung im Geburtshaus Matthea in Basel
Seit 2019 – heuteFreiberufliche Hebamme in der Wochenbettbetreuung
2018 – 2019Praxisleitung und Hebamme in einer Frauenklinik in Guatemala
2012 – 2018Verschiedene Stellen als Hebamme in mittelgrossen Spitälern
2010 – 2012Bachelor in Hebamme, Berner Fachhochschule (verkürztes Studium wegen Erstausbildung zur Pflegefachfrau HF)
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite mit einem 50%-Pensum als Hebamme auf der Wochenbettabteilung eines Geburtshauses und weitere 50% als freiberufliche Hebamme in der Wochenbettbetreuung. Wenn ich im Geburtshaus arbeite, arbeite ich entweder 13 Stunden im Tag- oder Nachdienst. Zu meinen Aufgaben gehört die Pflege und Überwachung der Neugeborenen wie baden, Hautverhältnis beobachten und entsprechend pflegen und auch die Beratung der Eltern bezüglich Massnahmen, die sie selber treffen können.

Pflegemassnahmen bei der Mutter gehören ebenfalls dazu, beispielsweise durch Wickel oder Bauchmassagen verabreichen, Dammnähte oder Kaiserschnittnarben begutachten und Pflegemassnahmen einleiten. Weiter berate und unterstütze ich die Mütter in Bezug auf das Stillen, richte Mahlzeiten an und erledige administrative Arbeiten im Büro.

Im Rahmen meiner Freiberuflichkeit gehe ich zu den Familien nach Hause, wiege die Neugeborenen und instruiere die Mütter beim ersten Bad des Babys. Zusammen schauen wir, welche Körperpflege für das Baby am besten ist. Ich unterstütze die Mütter beim Stillen und vor allem beantworte ich ganz viele Fragen der frischgebackenen Eltern. Nach der Arbeit dokumentiere ich zu Hause am Computer die Hausbesuche und erledige weitere administrative Arbeiten, etwa Materialbestellungen.

Berufseinstieg

Der Berufseinstieg gestaltete sich für mich einfach: ich wurde von einem früheren Praktikumsplatz angefragt, ob ich Interesse habe und habe im Gebärsaal in einem mittelgrossen Spital angefangen. Anfangs hatte ich Respekt vor der Verantwortung und brauchte etwa ein Jahr Zeit, bis ich mich im Gebärsaal sicher fühlte.

Tipps

Der Arbeitsmarkt ist sehr stabil, daher sollte man in der Regel keine grossen Probleme haben, eine Stelle zu finden. Ein Tipp könnte sein, nach dem Studium in einem mittelgrossen Spital zu arbeiten. Dadurch bekommt man in verschiedene Bereiche Einblick, kann genügend Erfahrungen sammeln und ist dadurch besser gewappnet für den Umgang mit Komplikationen. Ich selber habe es so gemacht; für mich hat es gut funktioniert. Das ist aber auch eine Typfrage. Generell kann man auch an einem Ort einsteigen, wo es einen hinzieht. Entspricht es einem nicht, kann man immer noch wechseln.

Hebamme im Kantonsspital Aarau: Hendrik Rogner

Symbolbild Geburt
Symbolbild Geburt, © Bild von pexels auf Pixabay
Symbolbild Geburt

Symbolbild Geburt, © Bild von pexels auf Pixabay

Hebamme auf der Geburtenabteilung:

«Nur in wenigen Einzelfällen äussern Klientinnen, dass sie nicht von einem Mann betreut werden möchten und das betrifft dann meistens auch männliche Vertreter anderer Gesundheitsberufe.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
Seit 2019 bis heuteDiplomierte Hebamme auf der Geburtenabteilung des Kantonsspitals Aarau
2015 – 2019Bachelor in Hebamme, Berner Fachhochschule BFH
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als Hebamme auf der Geburtenabteilung im Kantonsspital Aarau. Da Geburten nicht planbar sind, verläuft jeder Tag komplett anders und ist bis zum Ende des Dienstes kaum absehbar. Zu Beginn des Dienstes erhalten wir einen Rapport vom Team des vorherigen Dienstes und teilen uns ein. Zu den Aufgaben während eines Dienstes gehören zum Beispiel die Betreuung einer gebärenden Frau und Entbindung des Kindes sowie die Nachbetreuung nach der Geburt.

Wir führen zudem geplante und notfallmässige Schwangerschaftskontrollen durch oder nehmen Frauen auf die Pränatalstation auf, beispielsweise wegen vorzeitigen Wehen. Weitere Aufgaben können sein: Überwachung von Hochrisikopatientinnen in instabilen Situationen, Begleitung einer Frau mit Kaiserschnitt im Operationssaal und Entgegennahme des Kindes oder Begleitung von Frauen in Verlustsituationen wie Fehlgeburt, Totgeburt oder Schwangerschaftsabbruch.

Es kann auch vorkommen, dass wir mit den Rettungssanitätern zusammen ausfahren müssen, z.B. zu einer ungeplanten Hausgeburt. Auch die Geburtsdokumentation und weitere administrative Arbeiten gehören zu meinen Aufgaben. Inzwischen wurde ich auch auf der Wöchnerinnenstation eingeführt. Es ist geplant, dass ich von nun an zwischen beiden Stationen regelmässig rotieren kann. Dass ich ein Mann bin, ist bei den Klientinnen bzw. deren Partnern nur selten ein Thema. Nur in wenigen Einzelfällen äussern Klientinnen, dass sie nicht von einem Mann betreut werden möchten und das betrifft dann meistens auch männliche Vertreter anderer Gesundheitsberufe.

Berufseinstieg

Da ich gleich beim selben Arbeitgeber bleiben konnte, bei dem ich mein Abschlusspraktikum absolviert hatte, fiel mir der Berufseinstieg sehr leicht. Da Hebammen im Moment sehr gefragte Fachkräfte sind, habe ich auch von meinen ehemaligen Studienkolleginnen bis jetzt von niemandem gehört, Mühe beim Übergang ins Berufsleben gehabt zu haben.

Tipps

Fürs Studium: Das Selbststudium ist sehr wichtig und sollte nicht aufgeschoben werden. Wenn man aber jeden Tag nach der Schule gleich zu Hause ein bisschen aufarbeitet, kommt man gut damit durch. Und für die Praktika ist es hilfreich, eine gewisse Offenheit mitzubringen: Vieles läuft in der Praxis anders ab als in der Theorie und unterscheidet sich generell von Betrieb zu Betrieb. Dies ist eine Chance, um viele verschiedene Gesichtspunkte und Vorgehensweisen kennen zu lernen, um dann mit der Zeit seine eigenen Ansichten und Arbeitsweisen zu entwickeln.

Für den Berufseinstieg: Ich empfehle, sich frühzeitig (d.h. im letzten Studienjahr) Gedanken zu machen wo man hinmöchte und sich rechtzeitig zu bewerben. Das Annehmen einer Stelle als Dipl. Hebamme ist auch in den letzten Monaten der Ausbildung meist schon möglich.



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