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Studienrichtung Angewandte Linguistik/Übersetzen/Dolmetschen

Der Angewandten Linguistik werden Studiengebiete aus verschiedenen Praxisfeldern, an denen Sprache beteiligt ist, zugeordnet. Dazu gehören beispielsweise Übersetzen, Dolmetschen und Technikkommunikation.

Fachgebiet

Angewandte Linguistik
Angewandte Linguistik

Angewandte Sprachwissenschaft ist ein disziplinübergreifendes Gebiet von Forschung und Praxis. Die Angewandte Linguistik an den Schweizer Ausbildungsinstitutionen richtet ihr Augenmerk auf Sprache und Kommunikation in konkreten, alltäglichen Situationen: in der Gesellschaft, im Beruf, in Bildungskontexten, in den Medien. In allen Bereichen der Angewandten Sprachwissenschaft wird auf die Anwendung und Umsetzung sprachwissenschaftlich-linguistischer Erkenntnisse fokussiert. Gebiete der Angewandten Linguistik, wie sie an der Université de Genève und an der Zürcher Fachhochschule vermittelt werden, sind beispielsweise Multilinguale Kommunikation, Übersetzen, Konferenzdolmetschen und Technikkommunikation.

Angewandte Linguistik

Angewandte Linguistik

Dolmetschen

Dolmetschen bezieht sich ausschliesslich auf die mündliche Kommunikation: Eine Mitteilung wird fliessend und auf natürliche Weise, in der ersten Person und unter Wiedergabe von Vortragsart, Ton und emotionaler Färbung des Sprechers, von einer Sprache in eine andere übertragen. Dolmetscherinnen und Dolmetscher sind permanent mit neuen Sachverhalten und spezifischen Fachgebieten konfrontiert. Deshalb ist eine intensive Vorbereitung auf jeden Einsatz unerlässlich, um sich das nötige Fachwissen anzueignen und die dazu passenden Glossare (Wortlisten mit beigefügten Übersetzungen und Erklärungen) zu erstellen. Zudem haben Dolmetscher/innen nicht nur die Aufgabe, zwischen den Sprachen, sondern auch zwischen den unterschiedlichen Kulturen zu vermitteln.
Beim Gebärdensprachdolmetschen wird simultan zwischen gehörlosen/hörbehinderten Menschen und hörenden Menschen übersetzt.

Übersetzen

Übersetzerinnen und Übersetzer sind für den Transfer schriftlicher Botschaften zuständig. In der Regel wird in die Muttersprache (die sogenannte A-Sprache) übersetzt, bei sehr gefragten Zielsprachen wie Englisch oder weniger verbreiteten "exotischen" Sprachpaaren, für die keine ausgebildeten Muttersprachler/innen gefunden werden können, teilweise auch in die aktive Fremdsprache (die so genannte B-Sprache). Die meisten Übersetzer/innen beherrschen mindestens zwei Fremdsprachen auf hohem Niveau. Übersetzer/innen arbeiten mit den verschiedensten Textsorten und Medien wie beispielsweise Sachbücher, Geschäftsberichte, journalistische Artikel, Verträge, Gesetzestexte, aber auch Gebrauchsanweisungen und technische Dokumentationen. Die meisten Berufsübersetzer/innen sind vor allem Experten für Fachkommunikation, also Fachübersetzer/innen, sie spezialisieren sich auf ein oder mehrere Fachgebiete (Recht, Finanzwesen, Wirtschaft, Medizin, Maschinenbau etc.). Darum sind nebst einer perfekten Beherrschung der Muttersprache und ausgezeichneten Fremdsprachenkenntnissen eine hochentwickelte Fach-, Kultur-, Text- und Medienkompetenz unentbehrlich.

Studium

In den Bachelorstudiengängen Communication multilingue an der Université de Genève und Angewandte Sprachen an der ZHAW steht die mündliche und schriftliche Kommunikation über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg im Zentrum. Die Studierenden belegen zusätzlich zur Aktivsprache (Muttersprache) zwei Fremdsprachen (Passivsprachen).
An der ZHAW haben die Studierenden zudem die Möglichkeit, einen Schwerpunkt zu legen und eine der folgenden Vertiefungen zu wählen:

  • Mehrsprachige Kommunikation: Fokus auf mündlicher Kommunikation in verschiedenen Kontexten, interkultureller Kompetenz und Projekt-/Eventmanagement
  • Multimodale Kommunikation: Fokus auf schriftlicher Kommunikation, Übersetzen und Sprachtechnologie
  • Technikkommunikation: Fokus auf der Kommunikation an der Schnittstelle zwischen Mensch und Technik, verständliche und benutzerfreundliche Vermittlung technischer Inhalte

Beide Studiengänge, Angewandte Sprachen und Communication multilingue, sind eine gute Grundlage für ein Masterstudium im Bereich Dolmetschen/Übersetzen, der Bachelorabschluss allein aber reicht nicht aus, um als Dolmetscher/in oder Übersetzer/in tätig zu sein.

In Genf kann nach dem Bachelor Communication multilingue ein Masterabschluss in Traduction oder in Interprétation de conférence gewählt werden, an der ZHAW ist nach dem Bachelor Angewandte Sprachen ein Masterstudium in Konferenzdolmetschen, Fachübersetzen oder Organisationskommunikation möglich.
Konferenzdolmetscherinnen und Konferenzdolmetscher übersetzen mündlich von einer Sprache in die andere. In der Regel übersetzen sie aus einer Fremdsprache in ihre Muttersprache, gelegentlich auch umgekehrt. Eine besondere Herausforderung stellen dabei die vielfältigen Themen der zu dolmetschenden Reden und Gespräche dar. Übersetzerinnen oder Übersetzer übertragen schriftliche Texte in eine andere Sprache. Sie beherrschen in der Regel mindestens zwei Fremdsprachen und übersetzen unterschiedlichste Textsorten. Im Verlauf ihrer beruflichen Entwicklung spezialisieren sie sich oft auf eines oder mehrere Fachgebiete.

Gebärdensprachdolmetschen

Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher vermitteln zwischen hörenden und gehörlosen Menschen durch sinngetreues und einfühlsames Dolmetschen. Sie übersetzen von der Lautsprache in die Gebärdensprache und umgekehrt. Sie arbeiten meistens auf Abruf, die Einsätze können auch abends oder am Wochenende stattfinden. Gebärdensprachdolmetschen ist ein Bachelorstudium, es wird an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik in Zürich angeboten.

N. S., Fachübersetzen im 4. Semester Master an der Universität Genf UNIGE.

«Mir gefällt besonders, dass ich meine Begeisterung für Sprachen in einem praxisnahen Studium ausleben kann.»

Mehr dazu

Anforderungen

Voraussetzung für die Zulassung zum Bachelorstudium Angewandte Sprachen/ Communication multilingue ist eine Eignungsprüfung in der Muttersprache und in zwei weiteren Fremdsprachen.
Wer ein Studium der Angewandten Linguistik ins Auge fasst, sollte ein vertieftes Interesse an der genauen Analyse des Aufbaus, der Herkunft und des Gebrauchs verschiedener Sprachen haben. Zudem braucht es Freude an der permanenten Konfrontation mit Sachverhalten, die man noch nicht kennt. Es geht darum, sich immer wieder flexibel auf neue Situationen einzulassen und im Hintergrund zu sein, ohne seine eigene Meinung kund zu tun.

Auslandaufenthalt und IT-Kenntnisse

Ein Auslandaufenthalt ist im Hinblick auf die spätere Berufstätigkeit sehr zu empfehlen. PC-Kennntisse und die Beherrschung der Textverarbeitung sowie Kenntnisse besonderer DTP (Translation Memory Systems)-Programme und Terminologieverwaltungsprogramme sind erforderlich.

Forschungsthemen

Forschungsarbeiten in der mehrsprachigen Kommunikation befassen sich ausser mit rein sprachlichen oder übersetzungswissenschaftlichen Fragen auch mit Themen wie Suchmaschinenoptimierung oder Softwarequalität für computergestützte Übersetzungen, Gedächtnisleistung beim Dolmetschen und wie diese gesteigert werden kann, oder auch mit Fragen im Bereich der internationalen  Mediation.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge

Fachhochschulen

Zürcher Fachhochschule ZFH

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW

Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich HfH

Universitäre Hochschulen

Tätigkeitsfelder

Übersetzer und Übersetzerinnen sind in der öffentlichen Verwaltung, in grossen Unternehmen, internationalen Organisationen oder in spezialisierten Übersetzungsbüros tätig, oder sie machen sich selbstständig. Dolmetscherinnen und Dolmetscher kommen bei internationalen Organisationen oder Verbänden zum Einsatz, oder sie arbeiten auf Auftragsbasis auch selbstständig. In Fachübersetzen oder Dolmetschen gilt ein Masterabschluss als europaweite Norm für den erfolgreichen Berufseinstieg.

Laufbahn und Stellensuche



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