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Allgemeine Sprachwissenschaft, Angewandte Linguistik, Computerlinguistik, Indogermanistik: Berufsmöglichkeiten

Absolventinnen und Absolventen der Studienrichtungen Allgemeine Sprachwissenschaft, Angewandte Linguistik, Computerlinguistik und Indogermanistik können ihr Fachwissen in der Forschung und Lehre, bei den Medien und für Informatikdienstleistungen verwerten.

Tätigkeitsfelder

Theoretisch ausgerichtete Linguist/innen (Allgemeine Sprachwissenschaft, Computerlinguistik, Indogermanistik) sind in den klassischen Arbeitsbereichen der Geisteswissenschaften wie Medien, Bibliotheken, Dokumentationsstellen, Kultur, Erwachsenenbildung oder Öffentlichkeitsarbeit zu finden. Anwendungsorientierte Linguist/innen (Angewandte Linguistik, Sprachtechnologie) kommen vermehrt auch in der Privatwirtschaft zum Einsatz. Im Gegensatz zu den anwendungsorientierten, werden in den theoretischen Studienrichtungen keine Fachkenntnisse vermittelt, die beruflich direkt verwertbar sind. Der Transfer der wissenschaftlichen Kenntnisse in die berufliche Praxis stellt eine besondere Herausforderung dar.

Sprachanalysen für den öffentlichen Dienst

Um vergleichende sprachwissenschaftliche Studien durchzuführen, müssen sich Studierende der Allgemeinen Linguistik mit ausgefallenen – auch nicht-indogermanischen – Sprachen befassen und sich teilweise entsprechende Sprachkenntnisse aneignen. Im Umgang mit Migrantinnen und Migranten zum Beispiel sind die Behörden zuweilen auf entsprechende Sprachspezialist/innen angewiesen. So ermittelt beispielsweise der sprachliche Dienst des Bundes mittels Sprachanalysen die Herkunft von Asylsuchenden.

Informatik-Dienstleistungen und Neue Medien

Bei der Entwicklung Neuer Medien, der Produktion von Lernsoftware und beim Umgang mit Computern beschäftigen sich Linguist/innen mit verschiedenen Aufgaben. Sie entwerfen, realisieren und vermitteln Hypertexte und Hypermedia oder entwickeln computergestützte Lehr- und Lernsysteme.
Das spezialisierte Wissen der Computerlinguist/innen kommt in erster Linie in der Softwarebranche zum Tragen. So entwickeln sie maschinelle Übersetzungssysteme und entwickeln Programme, die den Zugang zu technischen Systemen und Datenbanken mittels der natürlichen Sprache statt mit formalen Abfragesprachen ermöglichen. Sie befassen sich u.a. auch mit dem automatischen Generieren von allgemein verständlichen Texten wie z.B. Börsen- und Wetterberichten aus Rohdaten oder dem Erzeugen technischer Dokumentationen aus formalen Gerätebeschreibungen.

Übersetzen, Dolmetschen, Gebärdensprachdolmetschen

Übersetzer/innen sind für die schriftliche Übertragung von allgemeinen, Fach- (z.B. Wirtschaft, Recht, Technik) oder literarischen Texten zuständig. Sie arbeiten für spezialisierte Sprachdienstleister oder Übersetzungsagenturen, direkt oder über interne Sprachdienste für nationale und internationale Unternehmen, Organisationen, Behörden, Stiftungen, Verlage und dergleichen.
An Konferenzen übertragen Simultandolmetschende mündliche Äusserungen fortlaufend in eine andere Sprache. Dabei sitzen sie meist in einer schalldichten Kabine. Als Konsekutivdolmetschende halten sie gesprochene Texte (schriftlich) fest und geben die Übersetzung zeitlich versetzt wieder. Gelegentlich sitzen sie zwischen zwei Parteien und übersetzen mehr oder weniger Satz für Satz als Flüsterdolmetscherinnen.
Gebärdensprachdolmetscher werden in allen Kommunikationssituationen eingesetzt und leisten einen Beitrag zur Integration von Hörbehinderten.

Technische Dokumentation

Die technische Entwicklung führt zu einem zunehmenden Bedarf an verständlichen Bedienungsanleitungen. Viele technische Geräte, Maschinen und Software sind ohne Bedienungshinweise nutzlos. Technische Redaktoren und Redaktorinnen verfügen sowohl über präzise sprachlich-kommunikative Fähigkeiten als auch über einen ausgeprägten technischen Sachverstand. Neben Bedienungsanleitungen erstellen sie Produktkataloge, Aufbau- und Wartungsanleitungen sowie Schulungsunterlagen.

Lehre und Forschung in der Indogermanistik

Die Indogermanistik ist eine historische Sprachwissenschaft. Trotz umfassender Sprachkenntnisse (Latein, Griechisch, Sanskrit u.a.) verfügen Indogermanistinnen und -germanisten nach ihrem Studium über keine professionellen Kenntnisse moderner gesprochener Sprachen. Sie können dem breiten Publikum auch keine spektakulären Zeugen der Vergangenheit nahe bringen wie z.B. die Ägyptologen und Ägyptologinnen. Die Rekonstruktion unserer sprachlichen Wurzeln und geistigen Kultur, die den europäischen und verschiedenen asiatischen Sprachen zugrunde liegen, findet in der universitären Forschung und Lehre statt. Dies ist praktisch der einzige Ort, wo das indogermanistische Fachwissen auch direkt verwertet werden kann. Einzig an der Universität Zürich kann Indogermanistik als Fach für das Höhere Lehramt für den Latein- und Griechischunterricht studiert werden.



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