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Angewandte Linguistik: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag.

Übersetzen als Beruf

N. S. Fachübersetzen im 4. Semester Master an der Universität Genf UNIGE.

An der Faculté de Traduction et d'Interprétation (FTI) hat N. S. Deutsch als Aktivsprache und Englisch und Französisch als Passivsprachen gewählt. Zudem hat sie ihre Kenntnisse in Indonesisch, die Sprache ihrer Mutter, im Austauschjahr merklich verbessern können. Ihr Ausbildungsschwerpunkt liegt auf dem Fachübersetzen. Konkret belegt sie Rechts- und Wirtschaftskurse sowie Übersetzungskurse in diesen beiden Fachgebieten. Die vielen Übersetzungskurse, auch von allgemeinsprachlichen Texten, wertet sie als grossen Pluspunkt ihrer Ausbildung. Sie ist von ihrem Studium überzeugt und auch zuversichtlich, dass ihr FTI-Diplom in der Arbeitswelt geschätzt wird. Sie hat viel gelernt, in akademischer sowie auch in persönlicher Hinsicht.

Was gefällt Ihnen besonders am Studium, an Ihrem Fach, was nicht?

Es gefällt mir besonders, dass ich meine Begeisterung für Sprachen in einem praxisnahen Studium ausleben kann. Die Kurse sind sehr praxisorientiert und die Dozierenden kommen alle aus der Praxis und wissen deswegen, welche Inhalte sie uns vermitteln müssen. Ich habe mich für das Übersetzungsstudium entschieden, weil ich gerne ein konkretes Ziel habe und mir das vollkommen Ungewisse nicht liegt. Ausserdem gefällt mir sehr, dass man sich immer wieder mit unterschiedlichen Themenbereichen beschäftigt. Ich merke oft, dass Themen, die ich vorher langweilig gefunden habe, eigentlich sehr interessant sind, wenn man sich genauer damit beschäftigt. Auch das familiäre Umfeld an der Fakultät entspricht mir sehr. Die Dozierenden haben Zeit für uns, wenn wir Fragen haben oder Unterstützung brauchen. Und in der deutschen Abteilung im Master verstehen wir Studierende uns alle sehr gut und unterstützen uns gegenseitig. Wir unternehmen oft auch in der Freizeit etwas zusammen. Weniger gut gefallen mir die Theoriekurse, ich verstehe aber deren Nutzen. Und irgendwelche Theoriekurse hat man ja in allen Studienrichtungen.

Welche Voraussetzung muss man für das Masterstudium in Traduction mitbringen?

Für ein Masterstudium in Übersetzen muss das Sprachniveau für die Passivsprachen auf einem C1 gemäss Europäischem Referenzrahmen sein. Wenn man einen Bachelor in mehrsprachiger Kommunikation oder einen vergleichbaren Bachelor absolviert hat, kann man sich von den Aufnahmeprüfungen dispensieren lassen, sofern man die gleiche Sprachkombination beibehält. Wenn man einen Bachelor in einem anderen Gebiet hat, muss man in allen gewählten Sprachen eine Aufnahmeprüfung absolvieren.
Abgesehen von diesen offiziellen Voraussetzungen sollte man auch Wissensdurst und Neugier mitbringen. Man beschäftigt sich als Übersetzerin mit den verschiedensten Themenbereichen. Auch Weltoffenheit ist sehr wichtig. In unserer Fakultät haben wir Studierende aus der ganzen Welt und als Übersetzerin muss man nicht nur zwischen Sprachen, sondern auch zwischen Kulturen vermitteln können.

Sie haben ein ganzes Jahr im Ausland studiert. Welche Erfahrungen haben Sie dort gemacht?

Ich habe im zweiten Jahr meines Bachelors zwei Auslandsemester gemacht. Im ersten Semester war ich in Melbourne an der University of Melbourne und im zweiten Semester in Singapur an der National University of Singapore. An der Universität Melbourne belegte ich Kurse, die sich mit Sprache oder mit Indonesien befassen. Ich konnte auch einen Sprachkurs in Indonesisch besuchen - dies war mein absoluter Lieblingskurs! Die Universität war wirklich super, ein Campus, wie man ihn aus Filmen kennt, interessante Kurse, motivierte Dozierende und supernette Studienkolleginnen und -kollegen. Die Stadt ist sehr multikulturell und die Australierinnen und Australier sind genau so nett und entspannt, wie wir sie uns vorstellen.
In Singapur fühlte ich mich von der ersten Minute an zu Hause. So schnell wie dort habe ich sonst nie Freundschaften geschlossen. Meine Erfahrungen an der Universität waren genau so positiv wie in Melbourne. Ich konnte mein Indonesisch weiter verbessern, es wurde langsam aber sicher richtig gut. An der Universität von Singapur wurde mir bewusst, dass die Qualität der Universitäten in der Schweiz sehr gut ist. Die National University of Singapore gehört zu den besten Universitäten der Welt und die Studierenden arbeiten auch hart, ein Klischée von Asiatinnen und Asiaten, welches in diesem Fall wirklich stimmt. Trotzdem konnte ich gut mithalten und sogar ziemlich gute Noten schreiben. Bei den Kursen konzentrierte ich mich vor allem auf solche, die sich mit Asien und Kommunikation beschäftigten. Die Dozierenden waren alle hoch motiviert und extrem kompetent, ich konnte mich immer an sie wenden, wenn ich Fragen hatte. Dieses Auslandsjahr war mein absolutes Highlight - nicht nur in Bezug auf das Studium, sondern ganz allgemein.

Welche beruflichen Ziele haben Sie?

Ich würde gerne als festangestellte Übersetzerin in einem Unternehmen arbeiten. Freelancing schreckt mich momentan noch ein bisschen ab. Ich interessiere mich besonders für Lokalisierung, welche die Übersetzung und kulturelle Anpassung von Software, Computerspielen, Websites und anderen digitalen Produkten beinhaltet. Aber ich werde noch schauen müssen, worauf ich mich spezialisieren will. Grundsätzlich kann ich mich fast für alles begeistern. In ein paar Monaten möchte ich mich bei verschiedenen Übersetzungsagenturen in Singapur für ein Praktikum bewerben. Mein langfristiges Ziel ist es, in der Übersetzungsbranche einen Job zu finden.



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