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Studienrichtung Soziologie

Wir sind Teil eines grösseren Ganzen, das uns prägt und das wir prägen: unserer Familie, unseres Freundeskreises, einer Nation und schliesslich der Weltgesellschaft. Die Soziologie hat ihren Fokus auf dieses grössere Ganze gerichtet.

Fachgebiet

Soziologie
Soziologie, © Walter Reich / pixelio.de

Welche Rolle spielt Smalltalk für Coiffeusen? In welchem Ausmass öffnet sich die Schere zwischen arm und reich? Und was können wir aus der Kategorie "Ausländer" in Kriminalstatistiken wirklich ableiten? So unterschiedlich die Fragen sind, so vielfältig ist auch die Soziologie. Denn als Wissenschaft sozialer Beziehungen umfasst Soziologie fast alles, was zwischen Menschen passiert.

Soziologie

Soziologie, © Walter Reich / pixelio.de

Studium

Ein wichtiger Teil des Soziologiestudiums sind die wissenschaftlichen Methoden. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen theoretischen Ansätzen, die sich im Laufe der Zeit herausgebildet haben. So werden Theorien und Hypothesen bzw. modellhafte Vorstellungen der Wirklichkeit gebildet, die bestimmte Zusammenhänge ausdrücken. Zum Beispiel: "Menschen sind umso kränker, je weniger Einkommen sie haben." Andererseits besteht die Studienrichtung zu einem grossen Teil aus empirischer, also auf Erfahrung beruhender Forschung, anhand der die Hypothesen an der Realität überprüft - und im Anschluss korrigiert werden können.

H. W. studiert Soziologie im 3. Mastersemester an der Universität Zürich UZH.

«Ich finde ich es toll, dass ich mich in meinem Studium mit Dingen beschäftige, die alle etwas angehen.»

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Anforderungen

Wer Soziologie studieren will, sollte ein ausgeprägtes Interesse für gesellschaftliche Fragen und Themen sowie für Menschen ganz allgemein mitbringen. Aufgrund der sozialwissenschaftlichen Methoden der empirischen Forschung sollten zukünftig Studierende vor Zahlen und Statistik nicht zurückschrecken. Die gründliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Theorien wiederum bringt intensives Lesen mit sich. Das Interpretieren und Präsentieren der Ergebnisse wie auch das Abfassen schriftlicher Arbeiten braucht Sprachgefühl und Freude am Formulieren.

Forschungsthemen

So vielfältig die Fragestellungen der Soziologie, so breit gestreut sind deren Forschungsschwerpunkte. Dabei werden immer auch aktuelle Themen aufgegriffen, beispielsweise: Wie verlaufen Karrieren und Biographien von Menschen, die in mehr als zwei verschiedenen Ländern gelebt haben. Welches sind die Herausforderungen von Big Data an die Soziologie. Was sind die Ideale und Widersprüchlichkeiten von neuartigen Wohnformen in den Städten. Wie hat sich die Ungleichheit der Einkommen und Vermögen in der Schweiz entwickelt?

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Tätigkeitsfelder

Stellen, die sich ausschliesslich an Soziologinnen oder Soziologen richten, sind eher selten, und sie sind auf Lehre und Forschung an den Hochschulen oder auf die wenigen privaten Sozialforschungsinstitute beschränkt.
Die Erfahrung in selbstständigem Arbeiten und die Kenntnis sozialwissenschaftlicher Methoden eröffnen jedoch ein breites Spektrum von Berufsmöglichkeiten: Soziologen und Soziologinnen arbeiten als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen an Hochschulen, als Projektleiter beim Bundesamt für Statistik oder bei privaten Instituten in der praktischen Sozialforschung. Auch in der Marktforschung kommen Methoden wie statistische Analyseverfahren oder Interviewtechniken zur Anwendung.

Die weniger spezifischen Tätigkeitfelder und Berufsfunktionen sind noch weiter gestreut: Soziologinnen und Soziologen sind u.a. tätig als Kommunikationsbeauftragte, als Journalistinnen, in der Öffentlichkeitsarbeit, in PR- und Werbeagenturen, als Lehrer an Berufsfachschulen, als Dozentinnen an Fachhochschulen, in der Entwicklungszusammenarbeit und im diplomatischen Dienst. Auch als Geschäftsleitungsassistenz oder in den verschiedensten Bereichen der Banken und Versicherungen sind Sozialwissenschaftler/innen anzutreffen.



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