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Studienrichtung Gender Studies / Geschlechterforschung

Gender Studies / Geschlechterforschung ist eine der jüngsten wissenschaftlichen Disziplinen. Sie befasst sich mit dem Verhältnis der Geschlechter in der Gesellschaft sowie mit der Bedeutung von Geschlecht in Gesellschaft, Politik, Kultur, Wirtschaft und den Wissenschaften.

Fachgebiet

Studienrichtung Gender Studies / Geschlechterforschung
Studienrichtung Gender Studies / Geschlechterforschung © Fotolia/alphaspirit

Die Leitfrage der Gender Studies / Geschlechterforschung ist, wie die Gesellschaft durch Geschlecht geprägt wird, und wie umgekehrt die Wahrnehmung und das Verständnis der Geschlechter die Kultur formen. Auf Deutsch heisst das Fach Geschlechterforschung, gleichzeitig ist der englische Begriff Gender Studies sehr geläufig im deutschen Sprachraum. Dieser bezeichnet das soziale Geschlecht im Gegensatz zum englischen Wort Sex für das biologische Geschlecht. Die Geschlechterforschung zeigt, dass Unterschiede und Ungleichheiten von Frauen und Männern in der Gesellschaft nicht rein auf das biologische Geschlecht zurückzuführen sind, sondern dass Frauen oder Männern unterschiedliche Rollen, Positionen und Verhaltensweisen zugewiesen werden. Der methodische Ansatz der Gender Studies ist interdisziplinär und vieldimensional. Das bedeutet, dass neben Geschlecht auch andere gesellschaftlich wirksame Kategorien wie zum Beispiel sexuelle Orientierung, Behinderung oder Rasse in die Untersuchungen miteinbezogen werden.

Studienrichtung Gender Studies / Geschlechterforschung

Studienrichtung Gender Studies / Geschlechterforschung © Fotolia/alphaspirit

Studium

Das Angebot in der Geschlechterforschung ist überschaubar, da lediglich die Universität Basel einen Studiengang auf Bachelor- und Masterstufe anbietet. Das Studium der Geschlechterforschung in Basel vermittelt grundlegende Kenntnisse, Theorien und Methoden für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit aktuellen Geschlechterfragen. Inhaltliche Schwerpunkte liegen auf historischen und aktuellen Analysen der Geschlechterverhältnisse, den Queer Studies, der kritischen Rassismus- und Sexismusforschung sowie der Weiterentwicklung der Geschlechtertheorien.

Die Universitäten Zürich und Genf bieten den Studiengang als Hauptfach auf der Masterstufe an. Das Ausbildungsziel besteht an der Universität Zürich in der Befähigung der Studierenden, die Geschlechterperspektive auf Themen ihres zweiten Hauptfaches anzuwenden. In Genf wird das Fach ebenfalls interdisziplinär vermittelt und beinhaltet Aspekte der Biologie/Medizin aber auch der Geografie, Geschichte, Wirtschaft und Soziologie.

T. U. , Geschlechterforschung im 1. Mastersemester an der Universität Basel UNIBAS

«Es braucht Geschlechterforschende, um Phänomene wie Sexismus, Rassismus und Homophobie zu erklären und zu bekämpfen.»

Mehr dazu

Anforderungen

Wer Gender Studies / Geschlechterforschung studieren will, sollte ein ausgeprägtes Interesse für das aktuelle politische Geschehen, für mediale Debatten, für gesellschaftliche Fragen und Themen sowie für Menschen und die Gesellschaft ganz allgemein mitbringen. Es braucht die Bereitschaft und das Bedürfnis, simple Erklärungen und Vorurteile zu hinterfragen sowie Ursachen und Wirkungen auf den Grund zu gehen. Die gründliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Theorien wiederum bringt intensives Lesen mit sich. Das Interpretieren und Präsentieren der Ergebnisse wie auch das Abfassen schriftlicher Arbeiten braucht ein gutes Sprachgefühl und Freude am Formulieren.

Fächerkombinationen

An der Universität Zürich kann Gender Studies aktuell nur zusammen mit einem zweiten Hauptfach aus den Sprach- und Literaturwissenschaften studiert werden. Das Ausbildungsziel besteht in der Befähigung der Studierenden, die Geschlechterperspektive auf Themen ihres zweiten Hauptfaches anzuwenden.

Forschungsthemen

Gender Studies / Geschlechterforschung ist ein weites wissenschaftliches Feld. Das interdisziplinäre Wissen, das hier geschaffen wird, wirkt auch auf andere Fächer wie z.B. Soziologie oder Politikwissenschaften zurück. Eine Besonderheit der Universität Zürich ist der Themenschwerpunkt "Geschlechterverhältnisse in aussereuropäischen Kulturen und Gesellschaften". Der Lehrstuhl für Genderstudies ist an die Islamwissenschaften gekoppelt. Das Forschungsprofil der Basler Gender Studies verbindet sozial-, kultur- und naturwissenschaftliche Traditionen; untersucht werden die vielschichtigen Verhältnisse von Geschlecht, Klasse, "Rasse"/Ethnizität und Sexualität.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge

Tätigkeitsfelder

Wer Geschlechterforschung studiert, hat keine vorgezeichnete Karriere vor sich. Für viele Tätigkeiten sind zusätzliche Erfahrungen und Qualifikationen nötig. Es ist deshalb ratsam, sich schon während des Studiums mit den beruflichen Perspektiven und dem Berufseinstieg zu beschäftigen.
Der Masterabschluss in Geschlechterforschung qualifiziert insbesondere für die wissenschaftliche Forschung. Spezifische Gender-Kompetenzen erfordern zudem Tätigkeiten für Gleichstellungsbüros oder Diversity-Abteilungen von Unternehmen.

Überall dort, wo Sensibilität für gesellschaftliche und zwischenmenschliche Fragen gefragt sind, bestehen weitere mögliche Tätigkeitsfelder: z.B. im redaktionellen Bereich, in der Öffentlichkeitsarbeit, in der Markt- bzw. Meinungsforschung, im Personalwesen, in der öffentlichen Verwaltung, als Dozent/in an einer Fachhochschule, bei Verlagen, Verbänden, Parteien und Gewerkschaften.

Weiterbildung

Das Studium der Gender Studies bereitet nicht auf eine bestimmte berufliche Tätigkeit vor. Absolventinnen und Absolventen können deshalb mit einer zusätzlichen berufsqualifizierenden Weiterbildung ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Besonders sinnvoll ist dies, wenn der Einstieg ins Berufsleben bereits geglückt und die nähere berufliche Zukunft absehbar ist. Mögliche Weiterbildungen sind beispielsweise:



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