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Studienrichtung Medizintechnik

Die Medizintechnik verbindet das Ingenieurwesen mit der Humanbiologie. Medizintechnikingenieur/innen sind durch ihre Entwicklungen wesentlich daran beteiligt, dass die medizinischen Behandlungen immer besser werden.

Fachgebiet

Medizintechnik
Medizintechnik, © Synthes

Mehr denn je ist der medizinische Fortschritt eng mit den Ingenieurwissenschaften verknüpft. Dort, wo Fachleute aus Medizin und Ingenieurwissenschaften miteinander arbeiten, werden neue Möglichkeiten in der medizinischen Behandlung eröffnet. Das Fachgebiet der Medizintechnik umfasst aktuelle Technologien und deren Anwendung für die Entwicklung von Medizinprodukten: Vom OP-Tisch bis zur roboterassistierten Chirurgie. Durch die interdisziplinäre Ausbildung ist es ihnen möglich, die Kommunikation zwischen den beiden Welten der Technik und der Medizin zu übernehmen und die Bedürfnisse und Anforderungen beider Seiten zu verstehen und umzusetzen. Dabei berücksichtigen sie sowohl die Interessen der Patientinnen und Patienten wie auch der Personen, welche die Produkte anwenden.

Medizintechnik

Medizintechnik, © Synthes

Studium

Das interdisziplinäre Studium befähigt die Studierenden, ihre zukünftigen Entscheidungen im Zusammenhang mit Medizinprodukten auf einer soliden Basis zu fällen, die nicht nur auf technologischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten, sondern auch auf ethischen Grundsätzen beruht. Es ist in drei Lehrbereiche gegliedert:

  • Ingenieurwissenschaften – Mathematik, Physik, Konstruktion
  • Naturwissenschaften und Medizin – Chemie, Humanbiologie, Anatomie
  • Methoden und Prozesse – Entwicklungsprozesse, Qualitätssicherung

In vielen Modulen findet die Verbindung der einzelnen Bereiche statt. Biomechanik zum Beispiel behandelt die Biomechanik und die passenden Medizinprodukte. In Bioverträglichkeit und Sterilisationsmethoden werden biologische und technische Kenntnisse verwoben.
In Projektmodulen werden Aufgaben in Zusammenarbeit mit Studierenden anderer Fachrichtungen und mit Unternehmen der Medizintechnik erarbeitet.

Anforderungen

Nebst dem Interesse an Technik und Medizin bzw. Humanbiologie braucht es für dieses Studium neben Erfindergeist auch solide mathematische und naturwissenschaftliche Kenntnisse. Wer Medizintechnik studieren will, sollte zudem daran interessiert sein, künftig in interdisziplinären Teams mit Leuten aus verschiedenen Bereichen zusammenzuarbeiten.

Forschungsthemen

Die Medizintechnik ist ein Spezialgebiet der Ingenieurswissenschaften. Dort, wo Mediziner/innen und Ingenieure/-innen miteinander arbeiten, forscht die Medizintechnik. Die Forschung ist also immer interdisziplinär angelegt und zielt darauf ab, nicht nur technologischen Fortschritt zu ermöglichen sondern auch wirtschaftliche und ethische Grundsätze miteinzubeziehen.

Unterschiede zwischen den Fachhochschulen

Das Studium der Medizintechnik ist nicht an allen Fachhochschulen gleich benannt. Entsprechend dazu sind die Studiengänge auch nicht absolut vergleichbar, sondern haben andere Schwerpunkte. Es lohnt sich, die verschiedenen Modul- und Stundenpläne der einzelnen Angebote zu vergleichen um ein klares Bild zu bekommen.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge

Berner Fachhochschule BFH

Departement Technik und Informatik TI

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

Fachhochschule Ostschweiz FHO

Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs NTB

Hochschule Luzern HSLU

Departement Technik & Architektur

Zürcher Fachhochschule ZFH

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW

Tätigkeitsfelder

Das Studium der Medizintechnik ist eine Berufsausbildung, man kann ohne zusätzliche Qualifizierung ins Berufsleben einsteigen. Ingenieur/innen der Medizintechnik übernehmen Aufgaben in der technischen Produktentwicklung oder im Produktmanagement in der Medizintechnik-Branche. Sie arbeiten zum Beispiel als Entwickler für medizinische Geräte im Bereich des Qualitätsmanagements oder als Produktionsingenieurin.

Weiterbildung

Die schnelle Entwicklung auf den Gebieten der Technik und der Medizin erfordern kontinuierliche Weiterbildung. Sinnvoll ist eine spezifische Weiterqualifizierung nach einiger Praxiserfahrung. Dies kann zum Beispiel eher betriebswirtschaftlich oder eher forschungsnah sein. Einige Beispiele:



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