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Studienrichtung Umweltingenieurwissenschaften

Die Umweltingenieurwissenschaften suchen nach technischen Lösungen für die nachhaltige Nutzung lebenswichtiger Ressourcen, entwickeln neue Energiesysteme und tragen dadurch zum Schutz der Umwelt bei.

Diese Seite behandelt Umweltingenieurwissenschaften. Verwandte Seite: Umweltwissenschaften.

Fachgebiet

Umweltingenieurwissenschaften
Umweltingenieurwissenschaften, © Planeco GmbH

Die Umweltingenieurwissenschaften vermitteln zwischen der unumgänglichen Nutzung wichtiger Ressourcen wie Wasser, Boden, Luft, Baumaterialien usw. einerseits und der Erhaltung von wertvollen natürlichen Systemen andererseits. Sie sind zuständig für Bewirtschaftungs-strategien, Energie- und Nachhaltigkeitskonzepte sowie die nötigen Infrastrukturbauten. Dafür verbinden sie naturwissenschaftliche Erkenntnisse aus Biologie, Chemie oder Physik mit ingenieurwissenschaftlichen Arbeitsmethoden aus der Verfahrenstechnik, der Elektrotechnik, dem Bau- oder Maschineningenieurwesen und der Geomatik.

Umweltingenieurwissenschaften

Umweltingenieurwissenschaften, © Planeco GmbH

Studium

Mehrere Fachhochschulen (FH) und die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) bieten Studiengänge in Umweltingenieurwissenschaften bzw. Energie- und Umwelttechnik an.

Das Bachelorstudim der FH vermittelt eine breite, interdisziplinäre Fach- und Methoden-kompetenz für zentrale Umweltthemen wie erneuerbare Energien, Ressourceneffizienz oder Clean Tech. Gelehrt werden Fächer wie Fluid- und Thermodynamik, Bauphysik, Mess- und Sensortechnik, Stromnetze, Verfahrenstechnik etc., aber auch Fächer wie Umweltrecht oder Volkswirtschaft. Im dritten Jahr wird eine Vertiefungsrichtung gewählt. Die Schwerpunkte reichen hier von thermischen und elektrischen erneuerbaren Energiesystemen über Energie in Gebäuden bis zu Umwelt und Management oder Nachhaltige Entwicklung. Projektarbeiten ermöglichen den Bezug zur Praxis.

Das Bachelorstudium der ETH führt in die ingenieur-, natur- und sozialwissenschaftlichen Grundlagen ein, die für das Verständnis von Umweltsystemen und für deren nachhaltiges Management erforderlich sind. In Projektarbeiten und im Labor lernen die Studierenden analytische und experimentelle Methoden sowie erste praktische Fragestellungen kennen. Im Masterstudium stehen verschiedene Vertiefungen wie z.B. Siedlungswasserwirtschaft, Ressourcenmanagement, Fluss- und Wasserbau oder Umwelttechnologien zur Auswahl. Hier werden konkrete planungs- und verfahrenstechnische Lösungen für Umweltprobleme wie Wasserbewirtschaftung, Entsorgungstechnik, Luftreinhaltung oder Bodenschutz entwickelt. Ein externes Praktikum gibt einen ersten Einblick in die Berufswelt.

L. T., Erneuerbare Energien und Umwelttechnik, abgeschlossenes Bachelorstudium an der Hochschule für Technik Rapperswil HSR.

«Hier kann ich meine Interessen für Technik mit meiner Sorge um die Umwelt verbinden.»

Mehr dazu

Anforderungen

Ein ingenieurwissenschaftliches Umweltstudium setzt hohe Belastbarkeit und ein konsequentes Zeitmanagement voraus. Erwartet werden zudem eine analytische Denkweise und die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge rasch zu durchschauen. Neben einem grossen Interesse an mathematisch-naturwissenschaftlichen ist auch die Aufgeschlossenheit gegenüber Fragen der Umwelt, der Wirtschaft und der Gesellschaft wichtig.

Doktorat

Wer eine Laufbahn in der Forschung anstrebt, schliesst das Studium in der Regel mit einem Doktorat ab. Oft folgt darauf ein Post-doc-Studium im Ausland.

Forschungsthemen

Die Forschung beschäftigt sich mit vielfältigen Fragestellungen. Einige Beispiele:

  • Wie lässt sich eine nachhaltige Wasserversorgung sicherstellen?
  • Wie kann die Verschmutzung von Boden, Wasser und Luft reduziert werden?
  • Wie sind nachhaltige Stoffkreisläufe (Gewinnung, Nutzung, Recycling, Deponierung) aufzubauen?
  • Wie kann die Effizienz von erneuerbaren Energien gesteigert werden?

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge

Fachhochschulen

Berner Fachhochschule BFH

Departement Technik und Informatik TI

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

Fachhochschule Ostschweiz FHO

Hochschule für Technik Rapperswil HSR

Fachhochschule Westschweiz HES-SO

HES-SO Valais-Wallis > Haute école d'ingénierie HEI-VS

Fachhochschule Südschweiz SUPSI

Dipartimento tecnologie innovative DTI

Hochschule Luzern HSLU

Zürcher Fachhochschule ZFH


Universitäre Hochschulen

Tätigkeitsfelder

Fachleute der Umweltingenieurwissenschaften arbeiten in den Bereichen öffentliche Dienste, Bau, Umwelt, Wirtschaft und Wissenschaft.



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