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Fachgebiet

Mathematik, © Alamy Stock Photo/Ingram Publishing
Ein wesentlicher Bereich der Mathematik ist die Reine Mathematik zu welcher beispielsweise Algebra, Analysis und Geometrie gehören. Erforscht werden komplexe Theorien und ungelöste mathematische Probleme, oft ohne unmittelbare Anwendung in der Praxis. Später entfalten sich daraus aber nicht selten bahnbrechende Entwicklungen in Wissenschaft und Technik. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist die Zahlentheorie, die ursprünglich aus theoretischem Interesse erforscht wurde, heute jedoch eine zentrale Rolle in der Kryptographie spielt und damit die Sicherheit moderner digitaler Kommunikation gewährleistet. Neben der Reinen Mathematik gibt es die Angewandte Mathematik, die sich mit der Entwicklung und Anwendung mathematischer Methoden zur Lösung konkreter Probleme aus verschiedenen Fachbereichen beschäftigt. So werden beispielsweise Modelle genutzt, um wirtschaftliche Prozesse zu analysieren, Algorithmen in Computersimulationen zu optimieren oder medizinische Daten statistisch auszuwerten.
Studium
Mathematik wird von fast allen Universitäten sowie von der ETHZ und EPFL angeboten. Vermittelt werden die Grundlagen in zentralen mathematischen Themengebieten, darunter Algebra, Lineare Algebra, Analysis, Geometrie/Topologie, Numerik, Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie. Die Ausbildung ist theoretisch-abstrakt ausgerichtet. Das Denken in Strukturen, Beweisen und logischen Zusammenhängen steht zumindest in den ersten Studienjahren im Mittelpunkt. Herangehensweisen wie Logik und Beweisführung sowie die Einführung in mathematische Modellierung gehören zum Studium dazu. Zentraler Bestandteil eines Mathematikstudiums sind – neben Vorlesungen - die zeitintensiven Übungsserien. Diese erfordern viel Selbststudium und ein echtes Verstehen der dahinterliegenden Konzepte. Im Verlauf des Studiums und insbesondere in den Masterstudiengängen sind anwendungsbezogene Veranstaltungen zunehmend. Es gibt auch Masterstudiengänge, welche ihren Fokus komplett auf einzelne Bereiche der Mathematik oder auch auf Anwendungsgebiete legen. Diese Studiengänge werden oft als Interdisziplinäre und Spezialisierte Studienprogramme angeboten, wobei deren Zuteilung nicht immer eindeutig ist.
«An der Universität lerne ich, mathematische Aussagen zu beweisen und logisch zu denken.»
Zu den TestimonialsAnforderungen
Vertiefte Kenntnisse im Schulfach Mathematik sind von Vorteil. Wichtiger als schulisches Vorwissen ist jedoch eine ausgeprägte Fähigkeit zum analytischen, abstrakten Denken. Persönliche Voraussetzungen wie Durchhaltevermögen und ein hohes Mass an Selbständigkeit und Disziplin sind unerlässlich, da viele Inhalte im Selbststudium erarbeitet werden.
Doktorat
Wer eine Laufbahn in der Forschung anstrebt, schliesst das Studium in der Regel mit einem Doktorat ab. Oft folgt darauf ein Post-doc-Studium im Ausland.
Studiengänge
Die Studiengänge in Mathematik sind direkt unter den Hochschulen verlinkt. Jeder Link öffnet eine Seite, die den Studiengang genauer vorstellt:
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Beschreibung: Aufbau und Inhalt
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Voraussetzungen
- Kosten
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Praktische Hinweise: Ort, Dauer, Unterrichtssprache
Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne EPFL
Eidgenössische Technische Hochschule Zürich ETHZ
Universität Basel UNIBAS
Universität Bern UNIBE
Universität Freiburg UNIFR
Universität Genf UNIGE
Universität Lausanne UNIL
Universität Neuenburg UNINE
Universität Zürich UZH
FernUni Schweiz
Interdisziplinäre Studiengänge
Studiengänge, die Mathematik mit weiteren Studienrichtungen verbinden:
Nach dem Studium
Weiterbildung
Die Hochschulen bieten verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten. Einige Beispiele:
- Lehrdiplom für Maturitätsschulen: siehe Unterricht Mittelschulen und Berufsfachschulen
- Aktuar/in, Schweizerische Aktuarvereinigung SAV
- Data Science, MAS, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW
- Financial Consulting, MAS, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW
- Hochschuldidaktik, CAS, Universität Zürich UZH
- Statistical Data Science, CAS, Universität Bern UNIBE