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Mathematik, Versicherungsmathematik und Rechnergestützte Wissenschaften: Berufsmöglichkeiten

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Architektur

Mathematik, Versicherungsmathematik und Rechnergestützte Wissenschaften

Absolvent in Rechnergestützten Wissenschaften als Aktuar bei Swiss Re

Symbolbild Mathematik
Symbolbild Mathematik, © Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Absolvent in Rechnergestützten Wissenschaften als Aktuar bei Swiss Re

«Dies erlaubt mir einen spannenden Einblick in die Gesetze des internationalen Marktes.»

JahrTätigkeit
Aktuar bei Swiss Re, 100%
Doktorat in Numerischer Mathematik
Studium in Rechnergestützten Wissenschaften
Jetzige Tätigkeit

Hurrikane, Erdbeben, aber auch grosse Haftpflichtfälle und andere Extremereignisse, können Versicherungsgesellschaften ausserordentlich stark treffen. Um den Schaden zu vermindern, sollten sich diese ihrerseits versichern: Ein Rückversicherer übernimmt dabei vertraglich einen Teil der Schäden und erhält dafür eine Prämie. Swiss Re ist weltweit der grösste Anbieter von solchen Rückversicherungslösungen.

Als Aktuar bin ich für die Bestimmung der risikogerechten Prämie zuständig. Die Berechnungen werden durch Computerprogramme unterstützt. Oft können Erfahrungsdaten statistisch ausgewertet werden. Für relativ seltene Ereignisse, wie zum Beispiel Windstürme, kommen ausgeklügelte, rechnergestützte Modelle zum Einsatz, um die Auswirkung aller möglichen Stürme vorherzusagen. Mithilfe von Wahrscheinlichkeitsrechnung kann schliesslich der erwartete Gesamtschaden geschätzt und die entsprechende Prämie berechnet werden.

Meine Hauptaufgabe ist die Entwicklung solcher Computerprogramme. Dazu gehört, in enger Zusammenarbeit mit Anwendern und Experten, die Analyse der Anforderungen. Als nächsten Schritt legen wir die Software-Architektur fest und setzen diese anschliessend um. Dabei bin ich auf die Programm-Module für die mathematischen Berechnungen spezialisiert. In unserem Team gibt es Informatiker, welche die grafische Benutzeroberfläche dann nach meinen Vorgaben realisieren.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text] Neben der Rolle als Entwickler habe ich die Gelegenheit, in einer unserer Niederlassungen die Anwender selber beim Abschluss der Rückversicherungsverträge zu unterstützen. Dies erlaubt mir einen spannenden Einblick in die Gesetze des internationalen Marktes.

Tipps

[nicht definitiver Text] Im Studium habe ich gelernt, komplexe Problemstellungen aus verschiedenen Disziplinen zu analysieren, mittels mathematischer Modelle zu beschreiben und geeignete Lösungsverfahren in Computerprogramme umzusetzen. Bei meiner Arbeit kann ich genau diese Fähigkeiten auf vielfältige Fragestellungen aus der Geschäftswelt anwenden.

Mathematikerin im Bereich Informatik einer Grossbank

Symbolbild Mathematik
Symbolbild Mathematik, © Bild von Markus Spiske auf Pixabay
Mathematikerin

«Hier zeigen sich die Vorteile des Mathematikstudiums, in welchem das Springen von einer Abstraktionsebene in eine andere alltäglich war.»

JahrTätigkeit
Projektleiterin mit Aufgaben im In- und Ausland bei Credit Suisse
Weiterbildung: firmeninterne Projekt-Management-Ausbildungen Bankanalystin
Studium: Mathematik Universtiät Zürich, Nebenfach: Informatik, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als Senior Project Manager in einer Grossbank. Zurzeit leite ich ein IT-Projekt, in dem wir eine Applikation gebaut haben und nun erweitern, welche zum Ziel hat, den Kundenbetreuern im Ausland in einheitlicher Weise Daten und Kennzahlen zur Verfügung zu stellen. Diese Zahlen geben Aufschluss über ihre Arbeit und ihre Verdienste mit den Bankkunden. Um dies zu erreichen, werden von den Verarbeitungssystemen im Ausland Daten an unsere Applikation geliefert. Mit diesem Input werden Kennzahlen berechnet. Über das Intranet stellt die Applikation diese Zahlen dann in verschiedenen Reports den Mitarbeitenden im Ausland zur Verfügung.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text] Hinter dem einfachen Projektbeschrieb versteckt ist ein Dschungel von Daten, die irgendwie in irgendwelche Berechnungen hineinlaufen, sind Beteiligte, die gerne ihre Ideen und Wünsche erfüllt haben möchten, sind technische Hürden wie die Performance oder einzuhaltende Sicherheitsaspekte und ist ein Termin, welcher aus diversen Gründen nicht verhandelbar ist.
Und da setzt nun genau mein Job als Projektleiterin ein: alles, was zum Teil explizit, zum Teil diffus herumschwirrt, ist zu strukturieren und kontrolliert in geordnete Bahnen zu lenken. Hier zeigen sich die Vorteile des Mathematikstudiums, in welchem das Springen von einer Abstraktionsebene in eine andere alltäglich war.

Das Abstraktionsvermögen brauche ich ebenfalls, wenn ich jeweils einen geistigen Schritt von meiner Arbeit zurücktrete und schaue, wo das Projekt als gesamtes steht. Ein weiterer Vorteil meiner Ausbildung ist das strukturierte Denken. Ich brauche dieses beim Herunterbrechen der Arbeiten in kleinere Teile. Ebenfalls brauche ich es, um zu erkennen, wenn Anforderungen oder Probleme auf bereits Bekanntes zurückgeführt werden können.

Tipps

[nicht definitiver Text] In der täglichen Arbeit bin ich die meiste Zeit am Kommunizieren, entweder bespreche ich etwas mit jemandem, oder ich schreibe/beantworte E-Mails. Neben den geplanten Arbeiten tauchen viele unvorhergesehene Ereignisse auf. Dies können Anfragen sein, auf die sofort - unter grossem Zeitdruck - eingegangen werden muss. Oder es können bankweite Initiativen mit engem Zeitrahmen sein, über die bisher zuwenig Konkretes bekannt war. Hier heisst es, flexibel zu sein und sich schnell auf neue Situationen einstellen. Es ist ein Jonglieren mit all dem, was an mich herangetragen wird, und verlangt ein stetiges Priorisieren, Abwägen und Entscheidungen treffen. Diese Herausforderung ist für mich das Spannende am Projekt-Management.

Mathematikprofessorin an einer Hochschule

Symbolbild Mathematik
Symbolbild Mathematik, © Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Symbolbild Mathematik

Symbolbild Mathematik, © Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Mathematikerin

«Für den Erfahrungsgewinn kann es sehr nützlich sein, während einiger Zeit an einer andern Institution in einem anderen Land zu forschen und neue Gebiete kennenzulernen.»

JahrTätigkeit
JahrPostdoc an der University of Leicester, UK
JahrPostdoc an der University of California at San Diego, USA
JahrPostdoc an der ETH Zürich
JahrDoktorat in Mathematik
JahrStudium in Mathematik, Philosophie, französische Literatur
Jetzige Tätigkeit

Ich bin Mathematikprofessorin an einer Hochschule. An meinem Beruf fasziniert mich sehr, dass ich an komplexen Fragestellungen arbeiten und forschen kann. Des Weiteren unterrichte und betreue ich Studierende, vor allem während der Semester. Ein dritter Aspekt ist die Zusammenarbeit mit anderen Forschenden, die oft zu internationalen Kontakten führt. Zu den Hauptaufgaben meines Berufs gehören die Forschung und der Unterricht auf verschiedenen Stufen des Studiums (Bachelor, Master, Doktorat).

In der Forschung arbeite ich an verschiedenen Projekten parallel, manchmal alleine, manchmal mit anderen Forschenden. Oft nehme ich an Konferenzen teil, wo ein reger Austausch über Fortschritte in den jeweiligen Gebieten stattfindet. Ab und zu lade ich Forschende auf Besuche ein oder ich werde als Gast eingeladen, mit dem Ziel, gemeinsam an einem Problem zu arbeiten. Manchmal treffe ich auch Kollegen oder Kolleginnen an einem Forschungsinstitut, wo wir für einige Zeit in Ruhe an einem neuen Resultat arbeiten können.

Beim Unterrichten geht es einerseits darum, die Vorlesungen zu planen, durchzuführen und den Lernerfolg beispielsweise mittels Semesterprüfungen nachzuprüfen. Andererseits betreue ich die Studierenden bei schriftlichen Arbeiten und diskutiere regelmässig ihre Fortschritte und Fragen im persönlichen Gespräch. Ich führe eine eigene Gruppe mit Doktorierenden und Forschenden (Post-docs).

Ein weiterer Aspekt meiner Berufstätigkeit ist das Erstellen von Gutachten, sei es über Artikel für mathematische Zeitschriften, über Forschungsanträge, über ein Doktorat oder für Empfehlungsschreiben. Diese Aufgaben können sehr interessant sein, da ich einen Einblick in andere Gebiete erhalte. Sie sind jedoch oft auch umfangreich und verlangen viel Engagement.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text] Auf dem Weg zu einer Professur in der Mathematik ist es üblich, dass man sich nach dem Studium immer wieder an andern Orten in andern Ländern aufhält. Nach der Dissertation betreibt man typischerweise Forschung als Post-Doc in einer Gruppe/an einem Institut - dabei hängt der Ort von der genauen Fachrichtung und sicher auch von der Stellenlage ab. Das hat unter anderem damit zu tun, dass die Schweiz als Land klein ist und die Stellen an Hochschulen begrenzt sind, anders etwa als die USA, wo ein vielfältiges Hochschulsystem verschiedene Berufsmöglichkeiten bietet. Für den Erfahrungsgewinn kann es sehr nützlich sein, während einiger Zeit an einer andern Institution in einem anderen Land zu forschen und neue Gebiete kennenzulernen.

Tipps

[nicht definitiver Text] Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich und präsentiert immer wieder neue Aufgaben. Ich bin sehr selbständig und kann meine Zeit sehr frei einteilen. Oft arbeite ich jedoch in der freien Zeit weiter, z.B. weil mich gerade etwas sehr interessiert. Zeitweise kann der Beruf also sehr intensiv sein. Und es kann vorkommen, dass man monate-, ja sogar jahrelang an einer Fragestellung arbeitet, ohne merkbare Fortschritte zu machen. Daher verlangt einem dieser Beruf auch viel Geduld ab. Dadurch, dass man in der Mathematik immer wieder an neuen, ungelösten Problemkreisen arbeitet, kann man selber immer mehr dazu lernen. Dieses ständige Lernen ist für mich ein weiterer Pluspunkt meines Berufs.

Nils Rüfenacht: Risikomodellierer bei einer Versicherung

Nils Rüfenacht
Nils Rüfenacht
Mathematiker, Aktuar

«Auch nach über 10 Jahren Berufserfahrung als Aktuar treffe ich immer noch auf Probleme, deren Lösung nicht auf Anhieb ersichtlich ist – genau das macht diesen Beruf so spannend!»

JahrTätigkeit
Seit 2015 bis heuteLehrbeauftragter im Studiengang Actuarial Science, Universität Basel
Seit 2012 – heuteMarket & Credit Risk Modeller bei der AXA Group
2007 – 2012Life Valuation Actuary bei den Helvetia Versicherungen
2007 – 2011Doktorat in Wirtschaftswissenschaften, Universität Basel
2001 – 2006Diplom in Versicherungswissenschaften (heute: Master in Actuarial Science), Universität Basel

Wer nicht weiss, was eine Aktuarin oder ein Aktuar tut, ist bei weitem nicht alleine. Das Studium der Actuarial Sciences ist wenig bekannt und so auch das Berufsbild des Aktuars. Dies ist ebenso bedauerlich als auch erstaunlich, zumal die Materie an sich sehr vielseitig, herausfordernd und keineswegs trocken ist, andererseits die Berufsaussichten nach Studienabschluss nach wie vor hervorragend sind. Erste Adresse nach dem Studium sind oftmals Versicherungen, wo die jungen Aktuare in der Risikomodellierung, Tarifierung oder Reservierung ihre berufliche Laufbahn starten. Viele Absolventen beginnen ihre Karriere auch bei Beratungsunternehmen, Rückversicherungen, Banken oder Energieunternehmungen. Aktuare finden sich immer dort, wo Risiken zum Kerngeschäft und grosse Datenmengen zum Daily Business gehören.

Bei meiner aktuellen Tätigkeit beschäftige ich mich mit der Modellierung von Markt- und Kreditrisiken im Gruppenrisikomanagement der AXA. Dabei arbeiten wir mit eng mit unseren Ländereinheiten rund um den Globus zusammen. Treue Helfer dabei sind Zahlen und Modelle, mit denen wir die (Finanz-)Welt zu erklären versuchen. Diese Aufgabe erfordert analytisches Denken beim Herangehen und Kreativität bei der Umsetzung, aber auch Teamfähigkeit und - unverzichtbar - immer eine Portion Humor.

Auch nach mehr als zehn Jahren im Beruf treffe ich als Aktuar noch immer auf Probleme, deren Lösung nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist. Man beginnt im Dunkeln zu wühlen, irrt ein wenig umher, sucht weiter und findet letztlich doch irgendwie zum Ziel. Immer wieder ist man vor neue Herausforderungen gestellt, doch genau das ist es, was diesen Beruf so spannend macht.

Berufseinstieg

Nach dem Master entschied ich mich, meine Studien mit einem Doktorat fortzusetzen. Dadurch konnte ich mein theoretisches Wissen noch weiter vertiefen und durch die Forschungsarbeit wertvolle Erfahrungen sammeln. Während der Zeit als Doktorand habe ich gelernt, die Dinge kritischer zu hinterfragen und neue Wege zu gehen. Unterstützung erhielt ich dabei durch ein 50%-Pensum bei den Helvetia Versicherungen. Durch (obligatorische) Praktika während des Studiums fiel der Berufseinstieg vergleichsweise leicht. Das Tätigkeitsgebiet bei der Helvetia umfasste die Umsetzung eines internationalen Bewertungsmodells, das den Wert sämtlicher Lebensversicherungsverträge bemessen soll. Welchen Wert hat ein einzelner Lebensversicherungsvertrag? Welchen Wert haben alle zusammen? Wie verändern sich diese Werte, wenn sich die Welt in der Zukunft verändert? Konkret wird man dabei mit verschiedensten mathematischen Fragestellungen zur Abbildung, Quantifizierung und Absicherung von zukünftigen Risiken konfrontiert.

Tipps

Das Studium der Actuarial Sciences bietet eine breite Palette an möglichen Berufseinstiegen. Dies sollte man unbedingt nutzen, um die für sich passende Stelle zu finden. Neben dem eigentlichen Tätigkeitsbereich stellt sich auch die Frage, ob man in einem Grosskonzern mit allenfalls internationaler Ausrichtung oder doch lieber für ein kleineres, lokales Unternehmen arbeiten möchte. Beides hat seine Vor- und Nachteile.



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