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Tätigkeitsbereich Finanzwirtschaft (Banken und Versicherungen)

Banken und Versicherungen sind Teile des Finanzsektors, einem bedeutenden Teil der schweizerischen Wirtschaft. Sie sind wichtige Arbeitgeber für Angehörige akademischer Berufe, und zwar insbesondere für Wirtschaftswissenschaftlerinnen, Informatiker und Juristinnen.

Branchenüberblick

Trotz einem sich verändernden, herausfordernden Umfeld bleibt der Finanzsektor eine wichtige Stütze der schweizerischen Volkswirtschaft. Mit über 210 000 Beschäftigten (umgerechnet auf Vollzeitäquivalente) arbeiten rund 5.6 Prozent aller Erwerbsarbeitenden in der Schweiz im Finanzsektor. Davon sind rund zwei Drittel in der Bankbranche angestellt. Die Branche umfasst Organisationen unterschiedlicher Grössen, von der kleinen Genossenschaftsbank bis zum internationalen Versicherungskonzern.

Zum Finanzwesen werden neben Geschäftsbanken und Privatversicherungen auch die Nationalbank, unabhängige Vermögensberatungs- und -verwaltungsfirmen, Kranken- und Pensionskassen, die staatliche Invalidenversicherung IV und die Unfallversicherungsanstalt SUVA gezählt. Ziele und Aufgaben mögen verschieden sein, alle aber haben mit der Verwaltung von Finanzen zu tun, mit Prämien und Zinsen, mit Krediten und Renten, mit Risiken und Gewinnen.

Die meisten Stellenausschreibungen in dieser Brnache richten sich an hoch qualifizierte Personen, Stellen mit einfachen Routinearbeiten sind aufgrund der zunehmenden Digitalisierung immer weniger zu finden.

Tätigkeitsfelder

Die Tätigkeiten im Bank- und Versicherungswesen können grob in solche mit direktem Kundenkontakt (Front Office) und solche unterteilt werden, die eher im Hintergrund ablaufen (Back Office, Services oder Support genannt).

Front Office: Kundenberatung

Bei der Front-Office-Arbeit geht es darum, private Kunden und Firmen zu beraten in Bezug auf Anlagemöglichkeiten bzw. in Bezug auf Kredite, die diese aufnehmen möchten (Geschäftskredite, Hypothekarkredite). In der Kundenberatung sind insbesondere Ökonominnen und Ökonomen tätig.

Back Office: Service und Support

Die Service- oder Supportabteilungen schaffen die Grundlagen für die an der Front getätigten Geschäfte bzw. verarbeiten diese: Hier wird der Zahlungsverkehr erledigt, werden Analysen vorgenommen, betriebliche Strukturen und Abläufe definiert.

Digitalisierte Abläufe

IT-Fachpersonen kümmern sich um Fragen der Softwareentwicklung, Systembetreuung oder Datenbankadministration und sorgen so z.B. für Sicherheit im Zahlungsverkehr.

Research

Betriebs- und Volkswirtschaftler/innen liefern mit ihren Analysen u.a. Grundlagen für strategische Entscheide ihrer Organisation. Natur- und Ingenieurwissenschaften kommen zum Einsatz, wenn es um die Beurteilung von Risiken bei Natur- und anderen Katastrophen geht. Exklusiv für die Versicherungsbranche sind auch Versicherungsmathematiker/innen (Aktuaren/-innen) gefragt.

Compliance

Juristinnen und Juristen, befassen sich bei Banken und Versicherungen hauptsächlich mit Vertrags-, Banken-, Aktien- und Steuerrecht und überwachen die Einhaltung von Richtlinien und Gesetzen (Compliance).

Management

Die Organisationsebene beinhaltet Aufgabenbereiche wie (Strategisches) Management, Marketing, Personalwesen, Kommunikation usw. Hier kommen neben Ökonominnen und Ökonomen vereinzelt auch Absolventinnen und Absolventen der Sozial- und Geisteswissenschaften zum Einsatz.

Einstieg

Neben dem Direkteinstieg, bei welchem meist die Arbeit innerhalb einer Abteilung im Fokus steht, bieten vor allem grosse Unternehmen Traineeprogramme für Hochschulabsolventen/-innen an. Diese dauern meist 18 Monate, wobei die Trainees Einblick in mehrere Unternehmensbereiche erhalten und interne Ausbildungen besuchen.

Als Folge wirtschaftlicher, politischer und technologischer Entwicklungen ist die Finanzbranche unter Druck geraten, was sich auch auf die Stellensituation auswirkt. Deshalb empfiehlt es sich, bereits während des Studiums Arbeitsmarktwissen zu erlangen (z.B. durch den Besuch von Absolventenmessen), Berufserfahrung zu sammeln und damit ein Netzwerk aufzubauen (z.B. mittels Praktika) oder das eigene Kompetenzprofil zu schärfen (z.B. durch eine gezielte Wahl der Studienvertiefungen oder Nebenfächer). Mobilitätssemester, Sprachaufenthalte oder IT-Kenntnisse können die Arbeitsmarktchancen ebenfalls erhöhen.



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