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Studienrichtung Vergleichende / Historische romanische Philologie

Vergleichende und Historische romanische Philologie bilden Teilgebiete der Romanistik. Sie widmen sich nicht nur einer einzelnen Sprache, sondern der Romanistik als Ganzes – entweder aus historischer oder vergleichender Perspektive.

Fachgebiet


Vergleichende / Historische romanische Philologie, © Kurt Mader / pixelio.de

Die Historische romanische Philologie interessiert sich für die Entwicklung der romanischen Sprachen aus dem Vulgärlatein, für die in diesen Sprachen verfasste Literatur des Mittelalters und für die Überlieferung dieser Texte.

Die Vergleichende romanische Philologie beschäftigt sich im Gegensatz zur französischen Sprach- und Literaturwissenschaft nicht mit einer Einzelphilologie, sondern mit mehreren Sprachen und Literaturen gleichzeitig. Sie verfolgt eine gesamtromanistische Perspektive und betrachtet mehrere Einzelphilologien vergleichend.

Vergleichende / Historische romanische Philologie, © Kurt Mader / pixelio.de

Studium

Die meisten Studiengänge der Schweiz setzen sich schwerpunktmässig mit den romanischen Sprachen der mittelalterlichen Galloromania auseinander. Essentieller Bestandteil des Studiums bilden das Erlernen und die Beschäftigung mit der altfranzösischen, okzitanischen und frankoprovenzalischen Sprache.

O. W., Vergleichende romanische Sprachwissenschaft im 14. Semester an der Universität Zürich UZH.

«An meinem Studium gefallen mir die Freiheiten in der Modul- und Sprachwahl.»

Mehr dazu

Anforderungen

Wer sehr gerne liest und Freude daran hat, Sprache und Text genau unter die Lupe zu nehmen für den könnte ein philologisches Studium das Richtige sein. Da auch die Beschäftigung mit alten Sprachen ein Teil des Studiums der Historischen romanischen Philologie ist, ist ein Interesse für alte Texte und ein gutes Gespür für sprachliche Strukturen von Vorteil.
Generell erfordert ein solches Studium eine selbstständige Arbeitsweise, Abstraktionsvermögen und eine verständliche und strukturierte Ausdrucksweise, um eigene oder fremde Theorien begründen oder widerlegen zu können.

Sprachen

An einigen Universitäten besteht ein Lateinobligatorium. Wer im Rahmen der gymnasialen Maturität nicht genügend Lateinkenntnisse erworben hat, kann dies parallel zum Studium nachholen.

Forschungsthemen

Themen im Rahmen Vergleichender romanischer Philologie sind z.B.: Inside the Subjunctive - comparative studies in Italian and Romanian; Stadt-Land-Gegensatz in den vier Literaturen der Schweiz usw.

Forschungsthemen aus historischer Perspektive romanischer Philologie sind z.B.: En quête de Perceval - Étude sur un mythe littéraire; Le vocabulaire de la traduction par Jean de Meun de la "Consolatio philosophiae" de Boèce usw..

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Tätigkeitsfelder

Absolventinnen und Absolventen der Sprach- und Literaturwissenschaften arbeiten in den Bereichen Kultur, Medien, Information, Öffentliche Dienste, Organisationen, Wirtschaft und Wissenschaft. Viele unterrichten das Schulfach Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch.



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