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Vergleichende / Historische romanische Philologie: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Fasziniert von der Erforschung der Linguistik

O. W. studiert vergleichende romansiche Sprachwissenschaft im 14. Semester an der Universität Zürich UZH.

Das breitgefächerte Interesse an Sprachen, insbesondere an denjenigen der «Romania», führte O. W. (25) an die Universität Zürich. Dort wählte er mit der Vergleichenden Romanischen Sprachwissenschaft ein Fach, welches so an keiner anderen Universität angeboten wird.
Im Gymnasium war für O. W. zwar schon klar, dass er etwas mit Sprachen studieren wollte - das Fach Linguistik jedoch war ihm noch unbekannt. Als er sich am Besuchstag der Universität Zürich mit Studierenden des romanischen Seminars austauschte, war der Entschluss schnell klar und die Begeisterung für das Fach gross. So startete er auch gleich nach Maturaabschluss das Studium.

Sprachkenntnisse beim Studienbeginn

«Umfangreiche Sprachkenntnisse vor dem Studium sind nicht zwingend, da die Universität Zürich viele Sprachkurse anbietet und anders als beim Sprachenzentrum bleiben diese am Romanischen Seminar glücklicherweise auch weiterhin kostenlos», erzählt O. W. Jedoch sei es hilfreich, wenn man zu Beginn eine bis zwei romanische Sprachen einigermassen gut beherrsche. Ihm gelang dadurch der Einstieg ins Fach besser und es erleichterte das Erlernen der anderen romanischen Sprachen erheblich. «Es gibt Sprachkurse für Französisch, Italienisch, Rumantsch, Spanisch, Portugiesisch, Katalanisch, Rumänisch und ab und zu auch für Sardisch sowie Galizisch. Glücklicherweise musste ich das Latinum nicht zusätzlich nachholen, da ich es bereits im Gymnasium absolviert hatte.»
Während des Bachelorstudiums erhielt er Einblick in insgesamt neun romanische Sprachen. «In der Vergleichenden Romanischen Sprachwissenschaft gibt es eigentlich nur wenige übergreifende Vorlesungen, da sich die Studierenden rasch auf einige Sprachen spezialisieren können. Zentral sind jedoch sicherlich die Einführung in die wichtigsten Themen in der Linguistik sowie die Einführungen in die Phonetik und Phonologie. Dort wird die lautliche Entwicklung der romanischen Einzelsprachen betrachtet», so O. W.

Begeisterung für Linguistik

«Mein persönliches Highlight des Studiums war sicherlich meine Bachelorarbeit, bei der ich mich vertieft mit einer linguistischen Fragestellung beschäftigen konnte, sowie eine Einladung zu einer Konferenz, die eine Studienkollegin und ich erhalten haben, um dort über den Sprachkontakt zwischen Italienisch und Albanisch zu sprechen», resümiert O. W.
«Ich habe in der Linguistik viel über das Phänomen Sprache gelernt und bin fasziniert.  Deshalb sehe ich auch meinen eigenen Sprachgebrauch in einem anderen Licht – vor allem, weil wir als Sprecher vieles nur selten wirklich wahrnehmen. Wenn man sich einmal mit linguistischen Fragestellungen auseinandersetzt, dann will man unbedingt mehr wissen über Sprache und wie sie funktioniert. Und die Romania, die Sprachfamilie, die eine solche Ausprägung und Vielfalt bietet, wird niemals aufhören mich zu faszinieren und in ihren Bann zu ziehen», schwärmt er. «Ich bin heute mehr denn je von der Richtigkeit meiner Studienwahl überzeugt.»

Familiäre Atmosphäre und grosse Wahlfreiheit

Er suchte kein Studium «von der Stange», bei dem er sich den Vorlesungssaal mit zweihundert anderen Studierenden teilen muss. Der direkte und persönliche Kontakt mit den Professoren ermöglicht ihm das unmittelbare Klären von Fragen und spannende Diskussionen. «An meinem Studium gefallen mir zudem die Freiheiten in der Modul- und Sprachwahl», ergänzt er. Diese wenigen inhaltlichen und strukturellen Vorgaben des Fachs waren zu Beginn des Studiums zwar eine Herausforderung für ihn, innerhalb derer er sich erst zurechtfinden musste. Mittlerweile geniesst O. W. genau diese Wahlfreiheit.
Ausserhalb der Kurse an der Universität findet man ihn häufig in der Bibliothek des Romanischen Seminars. Dort bereitet er sich mit anderen Studierenden auf Kurse vor oder verfasst schriftliche Arbeiten.

Die Frage nach dem Danach

Nach all der Begeisterung für sein Studium benennt O. W. auch einen unangenehmen Nebeneffekt seines Studiums: Die aus dem Umfeld immer wieder gestellte Frage zur beruflichen Zukunft. Dennoch sieht er dem Studienabschluss gelassen entgegen. Neben einem Voluntariatseinsatz bei einer NGO in Brasilien absolvierte er bereits zu Beginn des Studiums ein Praktikum als Sportjournalist und arbeitet seither neben dem Studium in diesem Beruf sowie als Medienverantwortlicher für Grossevents. «Ich könnte deshalb eine Zukunft in der Kommunikationsbranche anstreben, jedoch kann ich mir immer mehr auch eine akademische Zukunft vorstellen. Denn ich bin begeistert von der Forschung in der Linguistik», schlussfolgert er. Dazu sammelte bereits Erfahrungen bei universitären Projekten. «In anderen Berufsfeldern müsste ich mir sicherlich noch weitere Fähigkeiten aneignen – was Studierende anderer Studienrichtungen oft auch müssen. Sicherlich ist meine Vielsprachigkeit ein grosser Vorteil, da kaum ein anderes Fach eine solche bietet.»



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