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Germanistik, Anglistik, Romanistik: Berufsmöglichkeiten

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Germanistik, Anglistik, Romanistik.

Germanistik, Anglistik, Romanistik

Literaturwissenschaftlerin als Dozentin für Kommunikation an einer Fachhochschule

Symbolbild Literaturwissenschaft
Symbolbild Literaturwissenschaft, © Dariusz Sankowski auf Pixabay


Literaturwissenschaftlerin als Dozentin für Kommunikation an einer Fachhochschule

«Rund die Hälfte meiner Arbeitszeit nehmen Vorlesungen, Seminarien und die dazu gehörigen Vorbereitungen in Anspruch.»

Tätigkeit
Professorin und Dozentin an einer Fachhochschule
Weiterbildung zur Tutorin in Blended Learning
Dozentin für Unternehmenskommunikation an einer Fachhochschule
Stellvertretungen als Teilzeit-Lehrbeauftragte an Fachhochschulen
Arbeit in verschiedenen Projekten: Lehrerin, Literaturkritikerin, Archivarin, PR-Mitarbeiterin und Sekretärin
Studium der Germanistik, Linguistik und Musikwissenschaft
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite an einer Fachhochschule für Wirtschaft und unterrichte hauptsächlich Studierende im Bachelor der Betriebsökonomie sowie Personen, die aus Unternehmen und Organisationen zu uns kommen, um sich in einer Nachdiplomausbildung oder in Einzelseminaren beruflich weiterzubilden. Rund die Hälfte meiner Arbeitszeit nehmen Vorlesungen und Seminare in Anspruch. Natürlich gehört auch die Korrektur von Prüfungen, Semester- und Diplomarbeiten zu meinen Aufgaben als Dozentin.

Im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten redigiere ich zudem die wissenschaftlichen Publikationen der Kolleginnen und Kollegen. Neben der Unterrichtstätigkeit bin ich an einem Forschungsprojekt zum Thema Corporate Language beteiligt. Wir versuchen ein Instrumentarium zu finden, welches die Sprache eines bestimmten Unternehmens analysiert. Ziel ist es, dieses anschliessend zu beraten, in welcher Richtung Verbesserungen des sprachlichen Gesamtauftritts zu realisieren wären.

Berufseinstieg

Nach meinem Studium habe ich viele Projekte teilweise gleichzeitig verfolgt. Ich arbeitete als Lehrerin, Sekretärin, Literaturkritikerin, Archivarin und PR-Mitarbeiterin in einer Verwaltungsabteilung. Immer mehr zeichnete sich ab, dass mir das Unterrichten liegt. Zuerst war ich Teilzeit- Lehrbeauftragte an verschiedenen Fachhochschulen, danach wurde ich zur Dozentin für Kommunikation an eine Fachhochschule gewählt, wo ich bis heute als Dozentin und Professorin arbeite.

Tipps

Direkt nach dem Studium arbeitete ich in unterschiedlichsten Projekten. Dadurch konnte ich vieles ausprobieren und herausfinden, welche Tätigkeiten mir gefallen und welche beruflichen Möglichkeiten für mich in Frage kommen.

Anglistin, Bibliotheksleiterin

Symbolbild Bibliothek
Symbolbild Bibliothek, © Foundry Co auf Pixabay
Anglistin als Bibliotheksleiterin

«Wer den Umgang mit digitalen Medien scheut, ist genauso fehl am Platz wie jemand, der mit Büchern nur Staub assoziiert.»

Tätigkeit
Leiterin einer Kantonsbibliothek
Dokumentalistin für Wirtschaftsinformationen
Weiterbildung: Wissenschaftliche Bibliothekarin
Praktikum Stadt- und Universitätsbibliothek Bern
Studium in Anglistik und Neuere Deutsche Literatur
Jetzige Tätigkeit

An der Kantonsbibliothek sammeln wir Informationen aus und über unseren Kanton, bieten Studien- und Bildungsliteratur für die Mittelstufe wie auch fürs Grundstudium an einer Uni an und sind Dienstleisterin für andere Bibliotheken im Kanton. Erst jetzt, nach bald zwei Jahren im Amt, bin ich so weit, dass ich mich langsam inhaltlichen Fragen zuwenden kann. Von einer Kantonsbibliothekarin wird nämlich erwartet, dass sie kulturell interessiert ist und über «ihre» Sammlungen Bescheid weiss.

Berufseinstieg

Als bei der Stadt- und Universitätsbibliothek Bern StUB eine Praktikumsstelle für die Ausbildung zur wissenschaftlichen Bibliothekarin ausschrieben war, bewarb ich mich spontan, erhielt den Arbeitsplatz und wurde zwei Jahre lang in sämtliche Aufgabenbereiche eingeführt. Daneben besuchte ich in Zürich eine Weiterbildung für wissenschaftliche Bibliothekarinnen und Bibliothekare. In den folgenden Jahren erhielt ich Einblick in die Leitung einer grossen Bibliothek, die sowohl über wertvolle historische Sammlungen wie auch über moderne Informationsträger verfügt. In diesem Umfeld konnte ich verschiedenste Projekte begleiten wie die Integration einer neuen Filiale, die Organisation eines europäischen Kongresses, die Mitarbeit an einem Buchprojekt oder die Unterstützung der Direktion bei Vorträgen und Vorlesungen.

Tipps

Der Brückenschlag zwischen traditionellen und modernen Informationsträgern ist ein grosses Thema. Gute IT-Kenntnisse sind für die Tätigkeit als wissenschaftliche Bibliothekarin unerlässlich. Zudem sind in einer Kaderposition Kenntnisse in Betriebswirtschaft und Management wichtig. Oft greife ich bei meiner jetzigen Funktion als Leiterin einer Kantonsbibliothek auf die vielfältigen Erfahrungen und Kontakte meiner früheren Arbeitsstellen zurück.

Germanist, Lehrer für Maturitätsschulen, Mittelschullehrer Deutsch

Symbolbild Schule
Symbolbild Schule, © Steve Buissinne auf Pixabay
Germanist, Deutschlehrer an einer Kantonsschule

«Für den Berufseinstieg ist es wichtig, Praktika an Schulen zu absolvieren und die Schulleitung kennen zu lernen.»

Laufbahn
Tätigkeit
Deutschlehrer an einer Kantonsschule
Weiterbildung: Lehrdiplom für Maturitätsschulen
Studium in Deutscher Sprach- und Literaturwissenschaft und Geschichte
Jetzige Tätigkeit

Der Hauptteil meiner Arbeit findet ausserhalb der Schule statt. Aber gerade die Möglichkeit, auch zu Hause arbeiten zu können, schätze ich sehr. Einen typischen Arbeitstag kenne ich nicht. An einem Tag muss ich am Nachmittag unterrichten und mich am Vormittag für die Schule vorbereiten, an einem anderen Tag beginnt die Schule um halb acht Uhr und ist am Mittag fertig. Dann korrigiere ich vielleicht noch mehrere Stunden Aufsätze oder Prüfungen.

Als Deutschlehrer muss oder darf ich mich natürlich immer wieder in literarische Werke vertiefen. Aber auch die Evaluation der Unterrichtsmaterialien und die Nachbearbeitung der Lektionen gehört zu meinen Arbeitsinhalten. Was mir am Deutschunterricht besonders gefällt, ist die Vielfalt der Themen. Neben Literatur kann ich mit der Klasse beispielsweise die verschiedenen Textstile in Zeitungen untersuchen. Aber auch Grammatik und Orthographie gehören zum Deutschunterricht. Wichtig ist es, dass man als Lehrer Sachverhalte anschaulich erklären kann. In prüfungsintensiven Zeiten gehört es zu den Herausforderungen des Lehrerberufs, mit Belastungen umgehen zu können.

Berufseinstieg

Schon während der Ausbildung zum Gymnasiallehrer habe ich in diversen Praktika Berufserfahrung sammeln können. Danach bekam ich die Möglichkeit, an einer dieser Schulen mit einem kleineren Pensum in den Lehrerberuf einzusteigen und konnte unterdessen mein Unterrichtspensum auf 17 Lektionen ausbauen. Momentan bin ich nur befristet angestellt, aber mein Ziel ist es, bald eine Festanstellung als Deutschlehrer zu erhalten.

Tipps

Neben der Begeisterung für das eigene Fach braucht es für den Umgang mit den Jugendlichen viel Geduld. Ich wollte unbedingt mit Jugendlichen arbeiten, weil sie im Gegensatz zu vielen Erwachsenen aus dem Moment heraus leben. Für den Berufseinstieg ist es wichtig, Praktika an Schulen zu absolvieren und Bekanntschaft mit der Schulleitung zu machen.

Germanistin, Redaktorin bei einer Lokalzeitung

Zeitung, Bild von Andrys Stienstra auf Pixabay
© Bild von Andrys Stienstra auf Pixabay
Germanistin, Redaktorin bei einer Lokalzeitung

«Als Journalistin habe ich es mit interessanten Menschen und Themen zu tun.»

Laufbahn
Lokalredaktorin bei einer Tageszeitung
Weiterbildung: MAZ – die Schweizer Journalistenschule in Luzern
Studium in Germanistik und Anglistik
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als Redaktorin bei einer Lokalzeitung. Als Journalistin habe ich es mit interessanten Menschen und Themen zu tun. An der morgendlichen Redaktionssitzung werden die Themen ausgetauscht, besprochen, ergänzt und verteilt. Dann geht es ans Recherchieren, Telefonieren, Aufspüren von zusätzlichen Fakten und Argumenten, Schreiben, Fotografieren, Korrigieren, Gegenlesen. Irgendwann zwischen sieben und elf Uhr abends sind die Seiten fertig produziert und werden ins Druckzentrum übermittelt.

Als Tageszeitung möchten wir schnell und aktuell sein. Aber natürlich geht nicht immer alles reibungslos. Manchmal fehlen Auskünfte oder sie werden verweigert, Gesprächspartner sind nicht erreichbar, die Fotos sind verschwommen oder der Text ist zu lang. Da muss man improvisieren. An den Nachmittagssitzungen muss das eine oder andere Thema ersetzt und auf einen anderen Tag verschoben werden.

Berufseinstieg

Aufgrund meiner Freude an Texten, an der Literatur habe ich mich für das Germanistikstudium entschieden. Schon während des Studiums habe ich angefangen, Artikel für eine Wochenzeitung zu schreiben. Unterdessen bin ich Lokalredaktorin bei einer Tageszeitung. Wir Lokaljournalistinnen und -journalisten schreiben über unsere Region und damit über unser eigenes Umfeld. Da ist es wichtig, in der Nähe des Arbeitsorts zu wohnen.

Tipps

Täglich lese ich mehrere Zeitungen und stosse so immer wieder auf thematische und sprachliche Anregungen. Ich habe bereits während der Studienzeit für eine kleine lokale Wochenzeitung gearbeitet. Das hat sich als berufliches Sprungbrett erwiesen.

Claudia Kovalik: Anglistin, Informationsspezialistin bei einer Stiftung für Leseförderung

Claudia Kovalik
Claudia Kovalik
Anglistin, Informationsspezialistin bei einer Stiftung für Leseförderung

«Die Vielfalt der Aufgaben ist herausfordernd und macht meine Arbeit jeden Tag aufs Neue spannend und abwechslungsreich.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
2018 bis heuteDirektorin der Stiftung Bibliomedia am Standort Solothurn
2018Führungskurs „Leadership“, Schweizerische Vereinigung für Führungsausbildung SVF
2009-2018Verantwortliche für den Bereich Ausleihe Deutsch, Bibliomedia Solothurn
2008-2010Berufsbegleitendes Studium der Informationswissenschaften HTW Chur und studienbegleitendes Praktikum als Bibliothekarin in der Bibliothek Zug
2001 - 2007Lehrperson für Sport, Englisch und Latein an diversen Oberstufenschulen
2001-2008Studium der englischen Sprach- und Literaturwissenschaften und der Lateinischen Literaturwissenschaft, Universität Zürich
2002-2003Auslandsjahr in Schottland, Assistenzlehrerin für Deutsch an Oberstufenschulen
1997-2001Sportstudium, ETH Zürich 
1997Matura Typ B (Latein), Kantonsschule Zug
Jetzige Tätigkeit

Nach neun Jahren als Leiterin der Ausleihe für die gesamte Deutschschweiz bei Bibliomedia, der Stiftung für das Lesen und die Bibliotheken, habe ich Ende 2018 die Leitung des Standortes Solothurn übernommen. Nebst Personalführung, strategischen Aufgaben und Prozessmanagement bin ich jeweils einen Tag pro Woche in der Ausleihe tätig. So behalte ich den persönlichen Draht zu unseren Kunden, bin ein Teil des Teams und verliere den Bezug zur Basis nicht.
An den Ausleihtagen habe ich intensiven Kundenkontakt, berate Lehrpersonen, Studenten, Bibliothekare und Privatpersonen, stelle individuelle Bücherkollektionen für eine bestimmte Zielgruppe zusammen und bin für die Beschaffung von Hörbüchern zuständig.
In meiner Funktion als Direktorin von Bibliomedia Solothurn gehören die Personalführung und die strategische Planung zu meinen Haupttätigkeiten. Nebst internen Aufgaben wie Teamsitzungen leiten, Vorstellungsgespräche führen, neue Angebote entwickeln und der vorausschauenden Ferien- und Projektplanung gehören auch verschiedene Sitzungen mit externen Partnern, die Leitung von Weiterbildungskursen sowie der Besuch von Weiterbildungen zu meinem Aufgabenbereich.

Berufseinstieg

Nach insgesamt sechs Jahren Unterrichtstätigkeit an verschiedenen Oberstufenschulen beschloss ich, den Beruf zu wechseln und ein Nachdiplomstudium (MAS) in Informationswissenschaften an der HTW Chur, heute FH Graubünden, zu absolvieren. Dieses berufsbegleitende Studium ermöglicht den Einsatz als Informationsspezialist/in in diversen Tätigkeitsfeldern, zum Beispiel in einer Bibliothek, einem Archiv oder einem Museum. Informationswissenschaft behandelt Themen wie Datenbankrecherchen, Erschliessung und Archivierung, Informationsmanagement und die heutzutage immer wichtiger werdende Informationskompetenz.
Parallel zum Teilzeitstudium an der HTW Chur arbeitete ich als Praktikantin in einer Bibliothek, um die gelernte Theorie in der Praxis anzuwenden.

Tipps

Studierende sollten sich überlegen, in welchem Bereich sie sich am wohlsten fühlen und welche Arbeit Ihnen am meisten zusagt: in einem Archiv oder in einem Museum? In einer öffentlichen oder wissenschaftlichen Bibliothek? Ein Praktikum hilft, Präferenzen herauszuspüren.

Sara Hildebrand: Germanistin, Historikerin, Moderatorin bei Radio/Fernsehen,

Mikrofon, Bild von Jorge Guillen auf Pixabay
© Bild von Jorge Guillen auf Pixabay
Germanistin als Radio- und Fernsehmoderatorin

«Die Zeit im Studio beträgt nur einen Bruchteil des Arbeitstages.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Meine Tätigkeit beim Fernsehen ist vielseitig. Auch hier entdecke ich täglich neue Menschen mit unterschiedlichen Interessen und Besonderheiten. Den grössten Teil des Arbeitstages verbringe ich aber vor dem Computer. Ich schaue in den Entstehungsprozess der tagesaktuellen Beiträge, bin zusammen mit dem Produzenten der Sendung im Schnitt dabei, wenn der Beitrag abgenommen wird - also durch allfällige letzte Verbesserungen als sendefertig deklariert wird. Ich recherchiere nach relevanten Informationen, die mir zum Schreiben einer ansprechenden Moderation dienlich sein könnten. Ziel ist es, einen Faden durch die Sendung zu spannen, Übergänge zu schaffen, eine packende Begrüssung zu schreiben, um die Zuschauer an das Sendegefäss zu binden. Die Zeit im Studio beträgt nur einen Bruchteil des Arbeitstages. Vielmehr Zeit beansprucht die Vorbereitung bis die Ausstrahlung oder Aufnahme getätigt werden kann. Etwas weniger häufig, durchschnittlich ein bis zweimal im Monat stehen Spezialprojekte an. Dann darf ich Interviews mit Menschen aus unterschiedlichen Bereichen wie Showbusiness, Kultur, Politik und Wirtschaft führen oder von einem speziellen Anlass berichten. Berichterstattungen von internationalen Anlässen sind selten und deshalb besonders eindrücklich aber auch anspruchsvoll und intensiv. Das scheinbar freie Sprechen vor der Kamera muss mit viel Vorbereitung geplant und geübt werden.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text]Nach der Matura fiel es mir schwer, mich für eine Studienrichtung zu entscheiden. Ich interessierte mich für zu viele Bereiche. Das zweijährige Volontariat beim Radio Sender „Radio Ri“ kam deshalb wie gerufen. Täglich musste ich mich mit neuen Themen beschäftigen und relevante Informationen dazu recherchieren, Menschen treffen, die mir dazu Auskunft gaben; das alles um einen informativen Beitrag von zwei bis drei Minuten zu schneiden. Dies geschah meist unter grossem Zeitdruck, da ich pro Tag zwei Beiträge realisieren musste. Von Medienkonferenzen im Fürstentum Liechtenstein über neue Gesetzeserlasse bis zum öffentlichen Kerzenziehen bei der Kinderkrippe „Sternschnüppli“ war das ein schier endloses Übungsfeld für meine ersten Schritte im journalistischen Alltag. Zwei bis dreimal pro Jahr durfte ich am Medien Ausbildungszentrum (MAZ) in Luzern Kurse für Radiojournalisten besuchen.

Nach gut einem Jahr als Reporterin konnte ich im Studio meine ersten Moderationen fahren. Da alles live gesendet wurde, war das Arbeiten im Studio immer mit einem gewissen Druck und Nervenkitzel verbunden. Da sich „Radio Ri“ mit „Radio aktuell“ zusammenschloss und zu „Radio FM1“ wurde, wurde ich zu einer der Moderatorinnen der Tagesschichten erkoren. Von da an arbeitete ich nur noch als Moderatorin.

Tipps

[nicht definitiver Text] Nach abgeschlossenem Volontariat musste ich mich entscheiden, ob ich den Diplomstudiengang am MAZ besuchen oder eine universitäre Karriere einschlagen wollte. Da ich mir immer vorgenommen hatte zu studieren, begann ich mein Studium (Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften) an der Universität Zürich und arbeitete manchmal unter der Woche und vor allem am Wochenende beim Radio weiter.

Nach zwei Jahren Studium und insgesamt vier Jahren Radiotätigkeit bewarb ich mich beim Schweizer Fernsehen um eine Moderationsstelle. Ich musste zu vier Vorstellungsgesprächen (sogenannten Castings) erscheinen, bei denen ich auf Herz und Nieren geprüft wurde.

Momentan lasse ich mich zur Fernsehjournalistin ausbilden, was bedeutet, dass ich lerne, selber Beiträge für die Sendung zu gestalten.

Andreas Hunziker: Mittelschullehrer für Spanisch und Deutsch

Andreas Hunziker
Andreas Hunziker
Spanisch- und Deutschlehrer an einer Kantonsschule

«Die Vielseitigkeit meiner Arbeit erlebe ich als grosse Bereicherung. Neben dem Unterricht habe ich noch mehrere andere Ämter und Nebenaufgaben.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
ab 2020Rektor der Alten Kanti Aarau
2000-2020Deutsch- und Spanischlehrer an der Alten Kanti Aarau
2000-2006Doktorat in spanischer Literaturwissenschaft
2001halbjährige Reise durch Lateinamerika
1998-2001Kleinpensum Spanisch und Deutsch an zwei Gymnasien in Bern
1999-2000Höheres Lehramt
1997Semester an der LMU in München
1994-1999Studium an der Uni Bern (Deutsch und Spanisch)
1994halbjähriger Sprachaufenthalt in Mexiko
1989-1994Gymnasium Neufeld (Typus B)
Jetzige Tätigkeit

Seit dem Jahr 2000 arbeite ich als Spanisch- und Deutschlehrer an der Alten Kantonsschule Aarau.
Die Kernaufgabe meiner Arbeit ist das Unterrichten. Im Spanisch steht das Erlernen der Fremdsprache im Vordergrund, im Schwerpunktfach zudem die spanischsprachige Literatur. Daneben lege ich grossen Wert auf kulturelle und landeskundliche Themen sowie auf die Arbeit mit Filmen aus Spanien und Lateinamerika. Im Deutsch liegt der Fokus einerseits auf der Festigung und Erweiterung der schriftlichen und mündlichen Sprachkompetenzen, andererseits auf der Literatur. Auch die Vorbereitung auf das wissenschaftliche Schreiben und linguistische Themen sind wichtige Elemente meines Unterrichts.
Als grosse Bereicherung empfinde ich, dass das eigentliche Unterrichten nur ungefähr 70% meiner Arbeit ausmacht. Daneben habe ich noch mehrere andere Ämter und Nebenaufgaben wie beispielsweise die Organisation von Projektwochen im In- und Ausland, Verantwortlicher für die Austauschgäste, Ko-Autor des neuen kantonalen Lehrplans Spanisch, Vorsteher und Begründer des DELE-Zentrums Aarau, Examinator Deutsch bei der Ergänzungsprüfung Passerelle. Im August 2020 beginnt ein neuer beruflicher Abschnitt: Ich werde Rektor der Alten Kanti Aarau.

Berufseinstieg

Bereits während des Studiums unterrichtete ich mit Kleinstpensen an verschiedenen Schulen. Diese Erfahrung erleichterte mir den Berufseinstieg sicherlich enorm.

Tipps

Für den Einstieg ins Berufsleben empfehle ich, bezüglich Wunschpensum, Arbeitsort, Art der Bildungsinstitution und Fächerkombination möglichst flexibel zu sein. Wichtig ist auch ein grosser Einsatz bei den Praktika und die Annahme von Stellvertretungen.

Komparatistin, Projektleiterin in einem Übersetzungshaus

Symbolbild Bücher
Symbolbild Bücher, © Bild von Luisella Planeta Leoni auf Pixabay
Komparatistin als Projektleiterin in einem Übersetzerhaus

«Zu meinen besonders schönen Aufgaben gehört die Moderationen literarischer Podiumsdiskussionen. Zu deren Vorbereitung nutze ich literarisches Fachwissen, wissenschaftliche Recherche und natürlich Gespräche mit den auftretenden Autoren und Übersetzerinnen.»

Tätigkeit
Projektmanagerin in einem Übersetzerhaus
Lehrbeauftragte für Englische Literatur an einer Universität
Englischlehrerin an einer Berufsmittelschule
Doktorat in Vergleichender Literaturwissenschaft in den USA
Studium der Anglistik und Kunstgeschichte
Jetzige Tätigkeit

Das Übersetzerhaus, für das ich arbeite, bietet auf Nonprofit-Basis mehrwöchige Arbeits- und Studienaufenthalte für professionelle Literatur-Übersetzerinnen und Übersetzer aller Länder. Zusammen mit vier Kolleginnen und Kollegen bin ich verantwortlich für den Betrieb des Hauses: Ich betreue unsere bis zu zehn Übersetzergäste, bin für die Bibliothek zuständig und organisiere vielfältige Weiterbildungsangebote und Veranstaltungen.

Zu meinen Kernaufgaben gehören die inhaltliche und administrative Organisation regionaler und internationaler öffentlicher Weiterbildungen und Veranstaltungen. In deren Mittelpunkt steht das literarische Übersetzen und die Förderung seiner Akteurinnen und Akteure. Daneben betreue ich Übersetzungsworkshops für Jugendliche, die in Zusammenarbeit mit Lehrkräften der Sekundar- und Kantonsschulen konzipiert werden.

Berufseinstieg

Nach meinem Doktorat in den USA habe ich zuerst Englisch an einer Berufsmittelschule unterrichtet, danach war ich vor allem als Lehrbeauftragte für Englische Literatur tätig. Sowohl der Auslandaufenthalt wie die Lehrtätigkeit waren eine gute Vorbereitung auf meine heutige Stelle als Projektleiterin. Denn für meine Veranstaltungen brauche ich Moderationsfähigkeiten und pflege Kontakte zu Übersetzern und Autorinnen in aller Welt.

Tipps

In meiner Funktion begegne ich Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen. Dafür sind nebst fliessenden Sprachkenntnissen und Fachwissen auch Spontaneität und Offenheit gefragt.

Romanistin, Lehrerin für Italienisch und Spanisch an einer Mittelschule

Symbolbild Granada
Symbolbild Granada, © Frank Nürnberger auf Pixabay
Romanistin als Lehrerin für Italienisch und Spanisch an einer Mittelschule

«In einem Romanistikstudium erhält man einen Überblick über die Literatur der betreffenden Sprache. Die Literaturanalysen an der Uni sind spannend, können aber nicht direkt im Lehrberuf am Gymnasium angewendet werden.»

Laufbahn
Lehrerin für Maturitätsschulen für Spanisch und Italienisch
Mitarbeiterin Bundesamt für Migration
Weiterbildung: Höheres Lehramt
Studium in Romanistik (Italienisch und Spanisch)
Jetzige Tätigkeit

Ich unterrichte insgesamt neun Stunden pro Woche an einem Kurzzeitgymnasium das Schwerpunktfach Spanisch. An meiner Arbeit gefällt mir einerseits die Arbeit mit jungen Menschen, andererseits die Auseinandersetzung mit einer Fremdsprache und der mit ihr verbundenen Kultur und Literatur. Die Herausforderung sehe ich in meinem Beruf darin, den Schülern einen spannenden Unterricht bieten zu können, in welchem sie einen breiten sprachlichen, kulturellen und literarischen Rucksack mitnehmen können. Die Schwierigkeit besteht darin, aus dem vielen guten Material, das für die Schüler nützliche zusammenzustellen. Ich fühle mich im Lehrberuf sehr wohl.  Da ich drei Kinder habe, ist für mich die Kombination von Familie und Schule ideal.

Berufseinstieg

Nach dem Studium bin ich während sechs Monaten quer durch Südamerika gereist, denn eigentlich wollte ich in einer Entwicklungsorganisation mitarbeiten. Doch diese Stellen sind äusserst rar. Schon während des Studiums engagierte ich mich in Flüchtlingsgruppierungen. Als das damalige Bundesamt für Flüchtlinge BFF (heute Bundesamt für Migration) für die Behandlung von Asylgesuchen Hochschulabsolventen suchte, sah ich dies als Chance, um mich für die Gesuchsteller einzusetzen.

Meine Aufgabe war es, anhand der durch die von der Fremdenpolizei durchgeführten Interviews, Befragungen, Dokumentenanalysen usw. die Asylgesuche zu prüfen. Um die Hintergründe für die Asylgesuche von diesen Menschen zu verstehen, musste ich mich in viele verschiedene Kulturen einarbeiten. Es war eine sehr abwechslungsreiche, aber leider auch eine menschlich sehr belastende Arbeit, so dass ich nach fünfjähriger Tätigkeit ausgebrannt war. Ich nahm unbezahlten Urlaub und machte eine sechsmonatige Stellvertretung als Italienischlehrerin an einer grossen Kantonsschule. Diese Stellvertretung hat mir sehr gut gefallen und mich zu einem Berufswechsel bewogen.

Tipps

Durch mein Engagement für Flüchtlinge schon während meines Studiums, war es naheliegend, mich für die Stelle zur Behandlung von Asylgesuchen beim Bundesamt für Migration zu bewerben. Wie meine Berufslaufbahn zeigt, braucht es Offenheit und Flexibilität, andere Wege zu gehen, wenn der eingeschlagene Weg nicht mehr passt.

Martin Bollhalder: Leiter Berufs- und Bildungsinformation/Wissensmanagement der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kantons St.Gallen

Symbolbild Beratung
Symbolbild Beratung, © Free-Photos auf Pixabay
Informationsmanager mit Russischkenntnissen

«Obwohl mein Hauptberuf fachlich nichts mit meinen Studienfächern zu tun hat, kann ich all die Fähigkeiten, die ich mir im sprach- und literaturwissenschaftlichen Studium angeeignet habe, in meiner jetzigen Tätigkeit bestens einsetzen.»

JahrTätigkeit
Seit 2020Leiter Berufs- und Bildungsinformation / Wissensmanagement der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kantons St.Gallen
2012CAS Social Media and Network Management, IKF Luzern
2011Berufsbildnerkurs
2010-2019Leiter Fachbereich Berufs- und Bildungsinformation (100%) Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung St.Gallen
2010Führungsweiterbildung
2008CAS Knowledge Management; IKF Luzern
seit 2006selbständiger Übersetzer RusTran Übersetzungen Teufen
2003-2009Berufs- und Bildungsinformator Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung St.Gallen
1996-2003Bibliothek- und Dokumentationsmitarbeiter, Studien- und Berufsberatung des Kantons St.Gallen
2003Studienabschluss Romanistik und Russistik an der Universität Bern
Jetzige Tätigkeit

Die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kantons St. Gallen bietet an sieben Standorten ein umfassendes Informations- und Beratungsangebot für Jugendliche und Erwachsene an. Für den Fachbereich Berufs- und Bildungsinformation arbeiten insgesamt sieben Mitarbeitende am Standort St.Gallen und weitere 6 Mitarbeitende an den anderen 6 Standorten.

Als Leiter dieses Fachbereichs bin ich verantwortlich für den reibungslosen Ablauf der ganzen physischen und elektronischen Dokumentation sowie für die Sicherstellung und Weiterentwicklung eines effizienten und zeitgemässen Informations- und Wissensmanagements. Mein Team kümmert sich um Beschaffung, Selektion, Aktualisierung und kundengerechte Aufbereitung von digitalen und physischen Informationen ebenso wie um die Ausleihe von Medien und die Beantwortung von Kundenfragen im BIZ.

Gleichzeitig übernehmen wir auch die Redaktion von Berufs- und Studienwahlmedien, die kantonal und national publiziert werden. Zu meinen Aufgaben zählt ebenfalls die Konzeption und die Betreuung von digitalen Projekten und die personelle Verantwortung für die Mitarbeitenden.

Nebenberuflich führe ich eine eigene Übersetzungsfirma, in welcher ich mich auf die Übersetzung von Bildungsdokumenten (vor allem vom Russischen ins Deutsche) spezialisiert habe.

Berufseinstieg

Der Berufseinstieg gestaltete sich bei mir sehr einfach, weil ich schon während des Studiums als studentische Hilfskraft bei der Akademischen Berufsberatung des Kantons St.Gallen einsteigen konnte. Es war zu Beginn ein Aushilfsjob, der sich immer mehr entwickelte, von befristeten Verträgen hin zu einer Festanstellung.

Tipps

Ich empfehle allen, unbedingt schon während des Studiums über Praktika und Nebenjobs in die Arbeitswelt einzusteigen. Einerseits lernt man so mögliche Arbeitsbereiche kennen, andererseits findet man auch einen praktischen Ausgleich zu dem doch eher theorielastigen Studium.

Tatjana Simeunovic, Slavistin, Dozentin Universität, Übersetzerin, Kuratorin

Symbolbild Moskau
Symbolbild Moskau, © Michael Siebert auf Pixabay
Slavistin als Sprachlehrerin, Dozentin, Übersetzerin und Filmkuratorin

«Die sprachlichen, kulturellen und landeskundlichen Kenntnisse an Schülerinnen und Schüler und Studierende weiterzugeben, bedeutet mir sehr viel.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Meine Tätigkeit umfasst: Sprach-, Literatur- und Filmunterricht, Mit-Kuration an Filmreihen aus dem osteuropäischen Kino, Übersetzen und Dolmetschen.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text] Die akademische Qualifikation als Südslavistin habe ich in einem „Ein-Fach-Studium“ an der Universität Zagreb im Fach Kroatistik und südslavische Philologien erworben und mit dem Diplom für das Höhere Lehramt abgeschlossen. Anschliessend nahm ich das Studium der Russistik und Germanistik an der Universität Basel auf und beendete es 2004 mit einer Lizentiatsarbeit zum Thema „Lolita. Buch und Film. Ein narratologischer Vergleich“.

[nicht definitiver Text] Seit meiner Studienzeit in Basel kann ich meine pädagogisch-didaktischen Fähigkeiten im Russischunterricht an den baselstädtischen Gymnasien anwenden. Als ich im Herbst 2003 das Lektorat für Kroatisch/Serbisch im Slavischen Seminar der Universität Basel übernommen habe, kamen mir umgekehrt meine Russischkenntnisse für die Vermittlung des Kroatisch-Serbischen zugute. Diese geben mir die Möglichkeit, unter Hinweis auf Unterschiede und Parallelen an die meist bereits weiter fortgeschrittenen Russischkenntnisse der Studierenden anzuknüpfen. Zu meinen Aufgaben gehören auch die Betreuung von Kroatisch/Serbisch-Tutoraten, Studienberatung, Organisation und Durchführung von Kultur- und Filmabenden, Studien- und Schulreisen sowie Vermittlung von Stipendien und Studienaufenthalten im jeweiligen Sprachgebiet. Unterrichten bereitet mir grosse Freude. Die sprachlichen, kulturellen und landeskundlichen Kenntnisse an SchülerInnen und Studierende weiterzugeben, bedeutet mir sehr viel.
Ich bin auch für die Beschaffung von Büchern und Filmen in den Fachbereichen Südslavische Sprach- und Literaturwissenschaft sowie Visuelle Medien zuständig und helfe dem Bibliotheksteam beim Signieren und Katalogisieren.
Meine Unterrichtstätigkeit entspricht einer 50%-Anstellung.

[nicht definitiver Text] Zusätzlich erteile ich reguläre sowie Intensivsprachkurse am Sprachenzentrum der Universität Basel. Neben dem Sprachlehrauftrag erhielt ich nach Abschluss des Studiums eine Assistenzstelle für russische und südslavische Literaturwissenschaft, die im Rahmen des schweizweit ersten BA-Studiengangs „Osteuropa-Studien“ zu einer filmwissenschaftlichen Assistenz umstrukturiert wurde (bis 2009). Mit grossem Engagement baute ich das neu geschaffene Modul „Visuelle Medien“ auf. Ich war verantwortlich für die Gestaltung des curriculären Lehrangebots sowie die Einrichtung einer gesamtslavischen Mediathek.
Mein wissenschaftliches Interesse am Film, besonders zum Kino aus dem ehemaligen Jugoslawien, bringe ich in Vorträgen und Publikationen weiterhin zum Ausdruck.

Tipps

[nicht definitiver Text] Dank meiner Sprachausbildung und den Kenntnissen auf Muttersprachniveau arbeite ich als Übersetzerin und Dolmetscherin für Kroatisch/Serbisch/Bosnisch und Makedonisch für verschiedene Behörden und Organisationen, u. a. das Bundesamt für Migration (BFM) und die Ausländerberatung der GGG Basel (Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige). Diese Qualifikationen sowie mein Migrationshintergrund befähigen mich als Expertin für die Überprüfung der Sprachkompetenzen von interkulturellen ÜbersetzerInnen. In letzter Zeit wurde ich mehrmals auch als Übersetzerin für Filmuntertitel engagiert. Zudem führte ich mehrere gemeinsame Projekte zum osteuropäischen Film mit dem Stadtkino Basel durch.

Christine Honegger, Slavistin, Diplomatie

Schlössli Aarau
Schlössli Aarau
Slavistin im diplomatischen Dienst

«Ich muss mich immer wieder in gänzlich neue Themen einarbeiten, was die Arbeit ja auch spannend macht.»

Jetzige Tätigkeit

Ich bin zusammen mit einem Chef und einer Kollegin zuständig für die bilateralen politischen Beziehungen zwischen der Schweiz und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion (mit Ausnahme des Baltikums). Das bedeutet, dass ich das Geschehen in diesen Ländern verfolge und einen engen Kontakt zu unseren Botschaften vor Ort und den Botschaften dieser Länder in der Schweiz pflege. Ausserdem muss ich im Auge haben, welche Kontakte die anderen Bundesstellen mit diesen Ländern haben und eingreifen, falls diese Kontakte nicht im Sinne des EDA sind. Daneben besteht der grösste Teil meiner Arbeit aus dem Vorbereiten von Besuchsdossiers für Bundesräte und Vertreter der Verwaltung, welche Personen aus „meinen“ Ländern treffen. Bei diesen Treffen bin ich in der Regel auch dabei. Ich schreibe aber auch Reden, beantworte Briefe von Schweizer Bürgern, die ein Anliegen im Zusammenhang mit dem geographischen Raum haben, den ich betreue, plane und organisiere Reisen und reise selber ziemlich viel.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text]Ich habe mich schon früh für Politik interessiert. An der diplomatischen Laufbahn hat mich neben der Thematik auch der ständige Wechsel (alle vier Jahre einen neuen Posten, neue Themen, ein neues Umfeld und vielleicht gar ein neues Land) bei grosser Kontinuität (der Beruf bleibt ja der gleiche) angezogen. Im Studium erworbenes Wissen konnte ich bis jetzt gut anwenden. Russisch spreche ich täglich, im Kosovo waren mir meine Südslawischkenntnisse nützlich, aber auch die klassischen Fähigkeiten, die man während eines Studium an der Philosophischen Fakultät erwirbt, wie grosse Mengen lesen und verwerten, kann ich gut brauchen. Sehr nützlich sind auch die Kenntnisse, die ich mir beim Verfassen der Liz-/Masterarbeit angeeignet habe. Dort habe ich die russische Presse intensiv unter die Lupe genommen und so einen guten Einblick in die politische Landschaft des Landes erhalten. Darauf kann ich jetzt aufbauen.
Noch aneignen musste und muss ich mir viel: Staatskunde, Recht, Wirtschaft. Generell das Funktionieren der Schweiz. Viel davon kommt mit der Arbeit. Ich muss mich immer wieder in gänzlich neue Themen einarbeiten, was die Arbeit ja auch spannend macht.

Immer wieder treffe ich an Anlässen, in denen es um Länder der ehemaligen Sowjetunion geht, Studienkollegen und -kolleginnen. Manche sind Lehrer, andere arbeiten im Bankensektor oder sind Mitarbeiter von Unternehmen oder Investoren aus dem Osten. Auch im Kulturaustausch, in der Wissenschaft und Forschung und im Bereich Bibliothek und Archiv sind Bekannte von mir tätig. Natürlich gibt es auch solche, die später einen Beruf ausüben, der mit Slavistik wenig zu tun hat. Ein Studienkollege von mir wurde beispielsweise nach Abschluss des Studiums Lokführer.

Tipps

[nicht definitiver Text]Ich fand mein ganzes Studium ausserordentlich spannend. So viele Veranstaltungen haben Türen zu gänzlich neuen Welten geöffnet.
Ich finde generell, man sollte nur studieren, was einen wirklich interessiert und weniger auf die Berufschancen schauen. Wenn man gern und intensiv studiert hat, dann eignet man sich fundiertes Wissen an und wird auch auf dem Arbeitsmarkt gebraucht.
Sprachliche Vorkenntnisse sind sicher von Vorteil.



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