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Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen

Das Wirtschaftsingenieurswesen verbindet technisches Knowhow mit Fachwissen aus der Betriebswirtschaft.

Fachgebiet

Wirtschaftsingenieurwesen
Wirtschaftsingenieurwesen, © Photocase

Das Wirtschaftsingenieurwesen beschäftigt sich mit der Entwicklung und Optimierung von Produkten, Geschäftsprozessen und Dienstleistungen an der Schnittstelle zwischen Betriebswirtschaft und Technik. Es zielt darauf ab, Geschäftsprozesse zu optimieren und gleichzeitig die Produktivität und Rentabilität unter Berücksichtigung von Umweltaspekten zu verbessern. Es sollen Methoden für die kontinuierliche Verbesserung technischer Anlagen sowie der Prozesse in den Bereichen Produktion, Informationsflüsse, Logistik oder Instandhaltung entwickelt werden. Dazu befasst es sich mit Wirtschaftlichkeitsanalysen, Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle, Lebenszyklus-Management von Produkten oder Investitionsbewertung.

Wirtschaftsingenieurwesen

Wirtschaftsingenieurwesen, © Photocase

Das Wirtschaftsingenieurwesen beschäftigt sich auch mit Fragen der Digitalisierung von Produktion und Dienstleistungen (Industrie 4.0). Der Einsatz digitaler Technologien wie das Internet der Dinge, additive Fertigungsmethoden oder die digitale Vernetzung von Lieferfirmen, Produktionsbetrieben und Konsumentinnen und Konsumenten erfordern neue Ansätze zur Optimierung von Betriebsabläufen.

Studium

Wirtschaftsingenieurwesen kann in der Schweiz als eigenständiges Studium ausschliesslich an den Fachhochschulen studiert werden. Eine Variante, um auf universitärem Weg zu einem ähnlichen Abschluss zu kommen, ist, ein Bachelorstudium in Maschineningenieurwissenschaften an einer ETH mit dem Master in Management, Technology and Economics der ETH Zürich bzw. dem Master in Management, Technology and Entrepreneurship der EPF Lausanne zu verbinden.

Das Studium an den Fachhochschulen umfasst in der Regel folgende Bereiche:

  • Technische Fächer, wie: Mathematik, Physik, Elektrotechnik, Konstruktionslehre, CAD, Simulationsmethoden
  • Betriebswirtschaftliche Fächer, wie: Organisation, Management, Rechnungswesen, Produktmanagement, Logistik und Supply Chain Management, Controlling
  • Informatik: zum Beispiel Programmierung, Datenbanken, Web-Technologien oder Statistik.
  • Interdisziplinäre Fächer, wie: Kommunikation, Forschungsmethoden, wissenschaftliches Schreiben, Projektmanagement

Je nach Hochschule können sich die Studierenden in verschiedenen Bereichen spezialisieren. Sie entwickeln zum Beispiel Fähigkeiten in den Bereichen Digital Engineering, Produktmanagement, industrielle Methoden und Prozesse oder Datenverarbeitung. Das Studium beinhaltet einen hohen Praxisanteil: Die Studierenden arbeiten an Projekten, oft in Zusammenarbeit mit Partnerindustrien.

R.M., Wirtschaftsingenieurwesen | Innovation im 6. Semester Bachelor an der Hochschule Luzern HSLU.

«Wir beschäftigen uns zum Beispiel damit, wie man neue Innovation systematisch in einer Firma implementieren kann.»

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Anforderungen

Wer Wirtschaftsingenieurwesen studieren will, muss Interesse an Mathematik und Naturwissenschaften haben. Gefordert sind analytisches und logisches Denken, Abstraktionsvermögen sowie gute Kommunikationsfähigkeiten und Teamfähigkeit.

Forschungsthemen

Beispiele für wirtschaftsingenieurwissenschaftliche Forschungsthemen sind:

  • digitale Analysemethoden und Machine-Learning-Algorithmen
  • intelligente, nachfrageorientierte Produktionssysteme
  • benefits from circular economy approaches
  • process optimization through value stream mapping

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge

Fachhochschulen

Berner Fachhochschule BFH

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

Fachhochschule Südschweiz SUPSI

Fachhochschule Westschweiz HES-SO

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW

Fernfachhochschule Schweiz FFHS


Universitäre Hochschulen

Tätigkeitsfelder

Wirtschaftsingenieurinnen und –ingenieure schlagen mit ihrem generalistischen Know-how Brücken zwischen Wirtschaft und Technik. Sie übernehmen Projektleitungsaufgaben in der Industrie oder im privaten Dienstleistungssektor.



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