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Studienrichtung Aviatik

Aviatik ist eine Spezialdisziplin des allgemeinen Maschinenbaus. Sie fokussiert auf die Weiterentwicklung und den Unterhalt von Flugzeugen und auf alle Prozesse rundherum, von Flugsicherheit bis Luftverkehrsrecht.

Fachgebiet

Aviatik
Aviatik

Die Faszination Fliegen verbinden mit einer technischen Ausbildung. Etwa so ist das Studium der Aviatik zu verstehen. Es ist im Grundsatz einem Maschinenbaustudium ähnlich. Im Studium werden ingenieurstechnische Grundlagen wie Konstruktion und Mathematik vermittelt, diese sind beim Flugzeugbau aber auch bei der Analyse von Projekten in der Luftfahrt wichtig. Daneben dreht sich inhaltlich alles um Themen, welche die Luftfahrt betreffen, die Beispiele und Projekte reichen von Meteorologie über Qualitätssicherung bis zu Englisch für die Luftfahrt.

Aviatik

Aviatik

Studium

Das Studium ist in Module gegliedert:

  • Fachspezifische Grundlagen: Informatik, Flugrecht, Aviatik, Meteorologie, Risikomanagement
  • Mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagenfächer: Mathematik und Chemie für die Luftfahrt
  • Methoden und Prozesse – Entwicklungsprozesse, Qualitätssicherung
  • Projekte und praktische Arbeiten
  • Studium Generale: Englisch für die Aeronautische Kommunikation

Nach dem Grundstudium kann eine von zwei Vertiefungsrichtungen gewählt werden. Im Schwerpunkt Operational Engineering geht es um betriebswirtschaftliche Flughafenprozesse, Risikomanagement. Im Schwerpunkt Technical Engineering liegt der Fokus auf Flugzeugunterhalt und Flugsicherungstechnik.
Daneben gibt es einen Schwerpunkt Verkehrspilotin / Verkehrspilot. Dabei wird das Studium mit einer Lizenzausbildung zur Verkehrspilotin/ zum Verkehrspiloten kombiniert (siehe Spezielles).

I. M. studiert Aviatik im 3. Semester an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW.

«Nur die Fliegerei gut finden, das reicht schon nicht aus. Ich interessiere mich auch für die Zusammenhänge und dafür, wie etwas funktioniert.»

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Anforderungen

Grundvoraussetzung ist natürlich die Faszination der Luftfahrt. Nur reicht diese allein nicht aus für das Studium. Technisches Interesse und Verständnis sind ebenso gefragt wie räumliches Vorstellungsvermögen. Das Interesse, Dingen auf den Grund zu gehen und die Funktionsweise und Zusammenhänge zu verstehen, ist zudem eine gute Voraussetzung für ein technisches Studium. Weil Projekte oft in Teams durchgeführt werden ist auch eine gute Sozialkompetenz von Vorteil. Die Luftfahrt ist Englisch geprägt, ein gutes Niveau der Fremdsprache ist hilfreich.

Forschungsthemen

Die Forschung in der Aviatik dreht sich rund um die Luftfahrt. Je nach Ausrichtung sind die Forschungsarbeiten spezifischer technisch orientiert (z.B. Forschung über Aerodynamik bestimmter Bauteile, Simulationen von Flugturbulenzen oder Reparaturmöglichkeiten bei gewissen Bauteilen) oder eher betriebswirtschaftlicher Natur (z.B. Forschung über die beste Ausnützung von Flughafengelände in der Hauptreisesaison, Auswirkungen von Flottenentwicklungen auf Flughäfen, Analyse von Airline-Strategien).

Spezialisierung

Einen Studiengang der Aviatik gibt es in der Schweiz nur an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW. Eine alternative Ausbildungsmöglichkeit bietet das klassische Maschinenbaustudium mit Spezialisierung auf aviatische Fragestellungen und Forschungsprojekte oder eine anschliessende Weiterbildung in der Aviatik. Der Studiengang der Aviatik lässt sich bei bestandener Selektion auch mit einer Linienpilotenausbildung kombinieren. Dabei lassen sich das Studium und die Blöcke der Pilotenausbildung aufeinander abstimmen.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge

Zürcher Fachhochschule ZFH

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW
  • Aviatik, Bachelor
    Schwerpunkt Operational Engineering oder Technical Engineering oder in Verbindung mit der Ausbildung zur Verkehrspilotin / zum Verkehrspiloten

Tätigkeitsfelder

Aviatiker/innen arbeiten im Bereich der Luftfahrt. Sie können zum Beispiel bei Fluggesellschaften, Flugzeugherstellern oder an Flughäfen arbeiten.
Sie sind Expert/innen für Flugzeuge und deren Teile und arbeiten bei Herstellern und Zuliefererfirmen in meistens interdisziplinären Teams an der Weiterentwicklung von Komponenten, an Unterhalt von Flugzeugen oder flugsicherungstechnischen Anlagen. Es kann auch sein, dass sie eher in den betriebswirtschaftlichen Bereich von Luftfahrtunternehmen wechseln und dort als Projektleiter/innen neue Bestimmungen aus dem Luftrecht umsetzen, Systeme und Prozesse optimieren oder Flugpläne erarbeiten.

Weiterbildung

Das Studium der Aviatik ist berufsqualifizierend, man kann ohne zusätzliche Qualifizierung ins Berufsleben einsteigen. Trotzdem ist Weiterbildung eine Selbstverständlichkeit. Gerade in der Luftfahrt sind viele Prozesse und Entwicklungen genau reguliert, dies erfordert kontinuierliche Weiterbildung. Sinnvoll ist eine spezifische Weiterqualifizierung nach einiger Praxiserfahrung. Dies kann zum Beispiel eher betriebswirtschaftlich oder eher forschungsnah sein, je nach Berufserfahrung.
Innerhalb der Aviatik gibt es verschiedene Anbieter von Weiterbildungen. Daneben stehen natürlich auch Weiterbildungen im Bereich des Ingenieurwesens allgemein offen. Einige Beispiele für Aviatik spezifische Weiterbildungen:



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