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Studienrichtung Indologie

Indologie ist eine geisteswissenschaftlich-philologische Disziplin, die sich mit der Beschreibung und Erklärung der Sprachen, Kulturen und der Geschichte des indischen Kulturraumes befasst.

Fachgebiet

Indologie
Indologie

Die Indologie ist eine kulturwissenschaftliche Disziplin, welche Sprachen, Kulturen und Geschichte des indischen Subkontinents von den ältesten Textzeugen bis in die Gegenwart erforscht. Die indologische Forschung erschliesst Originalquellen in den verschiedenen indischen Sprachen und wertet sie unter religions-, philosophie-, literatur- und gesellschaftsgeschichtlichen Fragestellungen aus. Der sprachliche Schwerpunkt liegt auf Sanskrit, Pali und Hindi. Sanskrit erlaubt das Studium und die Erforschung der Quellen des indischen Altertums und Mittelalters und damit der Literatur, Geschichte, Religion und Philosophie aus dieser Zeit. Die Kenntnis einer mittelindischen Sprache wie des Pali erweitert das Spektrum durch Einbeziehung der Literatur des älteren Buddhismus oder auch inschriftlicher Quellen. Hindi ist nicht nur eine der wichtigsten Landessprachen der Gegenwart, sondern eröffnet auch  die Möglichkeit, sich mit der modernen Hindi-Literatur sowie mit den geschichtlichen, gesellschaftlichen und intellektuellen Entwicklungen des modernen Indien zu beschäftigen.

Indologie

Indologie

Interesse am zentralasiatischen Kulturraum (Tibet(/Mongolei)

Die Studienrichtung Central Asian Studies (Zentralasiatische Kulturwissenschaft) erforscht die Sprachen und die Sozial-, Kultur-, Politik- und Religionsgeschichte des zentralasiatischen Raumes. Zentralasien umfasst sowohl die islamischen wie die buddhistischen Regionen Innerasiens. Im Bachelor kann das Fach nur als Minor (Nebenfach) gewählt werden.

Studium

Sprachkenntnisse in einer oder mehreren indischen Sprachen (Sanskrit, Hindi, Pali) sowie fundierte Kenntnisse über die Geschichte, Gesellschaft, Literatur, Philosophie und die Religion Indiens bilden den Studieninhalt der Indologie. Studierende erwerben die Fähigkeit, ein Forschungsthema unter Heranziehung von Originalquellen methodisch selbständig zu bearbeiten. Das Sprachangebot und die thematischen Schwerpunkte sind  je nach Universität unterschiedlich.

Im Studium Central Asian Studies wird Grundlagenwissen der Sozial-, Kultur- und Religionsgeschichte Tibets und der Mongolei bis zur Gegenwart erworben sowie klassisches Tibetisch oder die uiguro-mongolische Schriftsprache erlernt: Im Masterstudium kommt eine zweite für diesen Raum relevante Sprache (Tibetisch, Mongolisch, Chinesisch, Persisch, Uigurisch, Usbekisch etc.) dazu.

R. V., Indologie im 8. Semester an der Universität Zürich UZH.

«Für das Studium der Indologie sollte man auf jeden Fall ein grosses Interesse am Land, Begeisterungsfähigkeit und Ausdauer mitbringen.»

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Anforderungen

Wer Indologie studieren will, sollte ein grosses Interesse an aussereuropäischen Sprachen mitbringen. Der Spracherwerb der indischen Sprachen (Hindi, Sanskrit,Pali) nimmt einen grossen Teil der Studienzeit in Anspruch und erfordert Disziplin und Ausdauer.

Da es sich um eine kulturwissenschaftliche Disziplin handelt, setzt das Studium ein breites Interesse voraus für Religion, Philosophie, Geschichte, Politik, Ethnologie usw. – eingebettet in das Interesse und die Faszination für den indischen Subkontinent.

Forschungsthemen

Die Forschung widmet sich einer Vielzahl von Themen. Einige Beispiele:

  • Politische Reden in Hindi: Narendra Modis politische Rhetorik
  • Indische Philosophie
  • Indische medizinische Literatur
  • L’histoire de l‘orientalisme
  • Entre Inde et Europe : L’histoire des échanges et contacts

Sprachkenntnisse

Für das Studium der Indologie besteht kein Lateinobligatorium.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Tätigkeitsfelder

Die meisten Berufsfelder verlangen keinen Abschluss in Indologie und stehen auch anderen Hochschulabsolventinnen und -absolventen offen. Die Kenntnisse der kulturellen, religiösen, politischen Zusammenhänge Indiens können für mehrere Tätigkeiten relevant sein. Ebenso die erworbene interkulturelle Kompetenz. Beispiele für solche Berufsfelder sind: Medien/Journalismus, internationale Organisationen, Erwachsenenbildung, Kulturvermittlung, Museen, aber auch in staatlichen und kirchlichen Organisationen und Unternehmungen der Wirtschaft  sowie in den Bereichen Migration, Interkulturelle Zusammenarbeit, Interkulturelles Training/Cross Culture Communication etc.



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