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Studienrichtung Judaistik, Jüdische Studien

Gegenstand des Faches Judaistik / Jüdische Studien sind sowohl Geschichte als auch Gesellschaft, Religion, Kultur, Sprache und Literatur des Judentums mit deren Beitrag zur europäischen und aussereuropäischen Zivilisation.

Fachgebiet

Judaistik, Jüdische Studien
Judaistik, Jüdische Studien

Judaistik bearbeitet die kulturellen und religiösen Leistungen des Judentums von der Antike bis in die Gegenwart. Je nach Studienort geschieht dies mittels historischer, philologischer, philosophischer oder theologischer Methoden. Die Interdisziplinarität des Faches wird dadurch unterstrichen, dass judaistische Studieninhalte oft in das Theologiestudium integriert sind und das Fach je nach Ausrichtung der Philosophisch-historischen oder der Theologischen Fakultät angehört.

Judaistik, Jüdische Studien

Judaistik, Jüdische Studien

Studium

Die Schwerpunkte der Lehre sind vielfältig: Judaistinnen und Judaisten beschäftigen sich mit der Kultur, Geschichte, Religion, Ethik, Literatur und Philosophie des Judentums sowie mit seinen Sprachen. Die sachgemässe Benutzung und Deutung jüdischer oder das Judentum betreffender Quellen dient dem besseren Verständnis des Judentums und dessen Kulturleistungen.
Je nach Universität überwiegt die soziologische, historische, religionswissenschaftliche oder philologische Ausrichtung. Judaistik hat zu fast jedem universitären Fach einen Bezug. Sie lässt sich deshalb mit allen geisteswissenschaftlichen Fächern wie beispielsweise Geschichte, Religionswissenschaft, Philosophie, Soziologie oder Literatur- und Kulturwissenschaften sowie mit Theologie oder Jurisprudenz kombinieren.

M. D., Jüdische Studien im 6. Semester an der Universität Basel UNIBAS.

«Besonders faszinieren mich Themen, die das "Jüdische" im Bezug zu Anderem und dabei Selbst- und Fremddefinitionen genauer untersuchen.»

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Anforderungen

Faszination für die Erforschung einer Jahrtausende alten, weltweit anzutreffenden Kultur samt deren Sprachen, Literaturen und der Religion ist die grundlegende Anforderung für dieses Studium. Ganz allgemein sollte man Freude am Lesen, am Umgang mit Sprache und Text, und eine gute Portion Neugier mitbringen. Wichtig ist auch, dass man selber Ideen entwickeln und diese in strukturierter Form darlegen kann.

Sprachen

Latein- bzw. Griechischkenntnisse sind nicht erforderlich, je nach Studienschwerpunkt aber empfohlen. Ein Bestandteil des Studiums sind Kurse in modernem oder altem Hebräisch.

Forschungsthemen

Die Forschungsthemen an den Universitäten sowie die Titel von Veranstaltungen geben einen Eindruck von der Breite und Vielfalt der Judaistik/ der Jüdischen Studien. Eine Auswahl:

  • À la recherche des synagogues de Galilée
  • Die Emanzipation der Schweizer Juden im 19. Jahrhundert
  • Die Religionspraxis der jüdischen Frau im Spannungsfeld zwischen Halacha und sozialer Konvention
  • Die Welt des osteuropäischen Judentums. Zwischen Realität und Romantik
  • La représentation de Yhwh dans les Psaumes

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden Sie unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge

Universität Genf UNIGE

Universität Lausanne UNIL

Universität Luzern UNILU

Universitäten Bern und Zürich: Joint Degree

Tätigkeitsfelder

Judaisten und Judaistinnen kommt in der Arbeitswelt die Interdisziplinarität und Vielfalt ihres Faches zugute. Spezialkenntnisse erhöhen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Leute mit journalistischem Können und Interesse für Politik, sind als Experten und in der medialen Berichterstattung tätig. Museen und Bibliotheken bieten in beschränktem Umfang Tätigkeiten, die mit dem Studienfach in Zusammenhang stehen. Das gilt auch für Internationale Organisationen und den Tourismus.
Die meisten Judaistinnen und Judaisten bleiben nach dem Studium zunächst im Wissenschaftsbereich tätig, d.h. an einer Hochschule oder an einem spezialisierten Institut.
Arbeitsstellen, in denen die Judaistinnen und Judaisten ihr im Studium erworbenes Wissen vollumfänglich anwenden können, sind dagegen selten, am ehesten noch an Hochschulen, in kirchlichen Organisationen (v.a., wenn Judaistik in Kombination mit Theologie studiert wurde) oder für Editionen und Übersetzungen zu finden.



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