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Berufe und Ausbildungen - Schritt 2: Ich lerne die Berufs- und Ausbildungswelt kennen

Stärken und Anforderungen - Schritt 3: Ich vergleiche meine Stärken mit den Anforderungen der Berufe und Ausbildungen, die mich interessieren

Schnuppern - Schritt 4: Ich schaue mir die interessanten Berufe genauer an

Überprüfen und entscheiden - Schritt 5: Ich überprüfe die möglichen Berufe oder Schulen und entscheide mich

Lehrstelle finden – Schule anmelden - Schritt 6: Ich setze meine Entscheidung um, suche eine Lehrstelle oder melde mich bei einer Schule an

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Ethnologie, Kulturanthropologie: Berufsmöglichkeiten

Ethnologen und Kulturanthropologinnen arbeiten häufig in den Bereichen Wissenschaft und Bildung, Kultur, Kommunikation sowie spezialisierten NGO.

Tätigkeitsfelder

Ethnologen und Kulturanthropologinnen sind spezialisiert auf verschiedene Formen des Zusammenlebens in Gesellschaften. Während sich Berufsleute der Ethnologie / Sozialanthropologie auf aussereuropäische Völker und Kulturen ausrichten, fokussieren sich Fachleute aus der Richtung Kulturanthropologie / Populäre Kulturen auf europäische Gesellschaften. Wie andere Geistes- und Sozialwissenschaftler/innen entwickeln sich auch diese Absolvent/innen beruflich oft ausserhalb ihres angestammten Fachgebietes weiter. Ihre Laufbahn hängt in starkem Masse von Eigeninitiative ab sowie von den Studienschwerpunkten, der Fächerkombination und von individuellen Praxiserfahrungen.

Lehre und Forschung

An den Hochschulen sind Kulturanthropologen und Ethnologinnen in der Regel befristet als Assistenten und Assistentinnen angestellt, führen Einführungsveranstaltungen und Tutorate durch, sind in der Studienfachberatung tätig und beteiligen sich an administrativen und bibliothekarischen Aufgaben des Seminars bzw. des Instituts. Assistierende betreiben in der Regel eigene Forschung in Form einer Doktorarbeit und spezialisieren sich dabei weiter. Ein Forschungsprojekt kann oft eine Brücke in ein Arbeitsfeld ausserhalb der Universität bilden.

Museen, Erwachsenenbildung

Wie für die meisten Geistes- und Sozialwissenschaftler/innen bestehen ausserhalb von Lehre und Forschung einige berufliche Arbeitsfelder, die in direktem Zusammenhang zu den Themen und Fragen des Studiums stehen. Kulturanthropologinnen und Ethnologen arbeiten z.B. in regionalen und themenzentrierten Museen, in ethnographischen oder Völkerkundemuseen, in der Erwachsenenbildung sowie im Tourismus, zum Beispiel über die Mitarbeit bei Forschungsprojekten der Regionalplanung.

Entwicklungszusammenarbeit und Flüchtlingsorganisationen

Zusammen mit anderen Fachleuten arbeiten Ethnologen und Kulturanthropologinnen in sozialen Institutionen oder bei Hilfswerken, die Unterstützungsangebote für verschiedene soziale Gruppen entwickeln (etwa für Migranten und Migrantinnen). Sie finden zusätzlich Einsätze in der Entwicklungszusammenarbeit oder bei internationalen Organisationen wie zum Beispiel als Delegierte oder Projektmitarbeiter/innen des Internationalen Roten Kreuzes. Da die Einsätze meistens befristet sind, muss der Frage der Wiedereingliederung und der späteren beruflichen Laufbahn bereits frühzeitig Beachtung geschenkt werden.

Medien und Kommunikation

Daneben finden Ethnologinnen und Kulturanthropologen Beschäftigung in Bereichen, wo allgemeine Fähigkeiten und Fertigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens wie Recherchieren, Redigieren, Informieren und Kommunizieren gefragt sind. Möglichkeiten bestehen insbesondere bei Radio und Fernsehen und in den Print- und Onlinemedien oder in der Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation sowie im Bereich Fundraising bei sozialen Institutionen und Hilfsorganisationen.

Eine auffallend grosse Anzahl Ethnologen und Kulturanthropologinnen gehen bereits während des Studiums einer Erwerbstätigkeit nach, die in einem inhaltlichen Zusammenhang zum Fachstudium steht. Sie schaffen sich dadurch wichtige Kontakte und erwerben sich erste konkrete Berufserfahrungen. Für viele mögliche Berufsfelder (Entwicklungszusammenarbeit, Museologie, internationale Organisationen, Regionalplanung, Management in sozialen Institutionen, Journalismus usw.) bestehen zudem spezifische Weiterbildungen.



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