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Altorientalistik (Vorderasiatische Archäologie), Ägyptologie: Berufsmöglichkeiten

Arbeitsstellen für Altorientalistinnen und Ägyptologen sind äusserst dünn gesät. Reguläre Unterrichtsmöglichkeiten an Mittelschulen gibt es nicht. Stellen im Wissenschaftsbereich sind ebenfalls rar.

Tätigkeitsfelder

Im Studium der Altorientalistik und Ägyptologie werden jedoch Fähigkeiten und Kompetenzen erworben, die für eine Vielzahl von beruflichen Tätigkeiten eine gute Grundlage sind.

Forschung und Lehre

Der Einstieg in den wissenschaftlichen Berufsbereich erfolgt über eine Stelle als Hilfs-Assistent an der Universität oder als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Bei diesen wenigen Stellen handelt es sich meistens um Teilzeitstellen und befristete Anstellungen. Altorientalisten und Ägyptologinnen, die sich nach dem Studium weiterhin (wissenschaftlich) mit ihrem Fach beschäftigen wollen, benötigen ein hohes Mass an Ausdauer und Flexibilität. Die Möglichkeiten für eine Universitätslaufbahn sind beschränkt. Altorientalistik und Ägyptologie sind Studienfächer mit wenigen Studierenden. Gegenwärtig wird in der Schweiz diskutiert, solche Lehrstühle nicht mehr an mehreren Universitäten zu führen. Eine entsprechende Rationalisierung im wissenschaftlichen Bereich würde die wenigen Stellen zusätzlich verknappen.

Arbeitsmöglichkeiten ausserhalb der Universität

Feste Anstellungen als Altorientalist oder Ägyptologin sind in der Schweiz auch ausserhalb der Hochschulen äusserst selten. Wer die genannten Fächer studiert hat, findet manchmal in Museen, im Tourismus, im Wissenschaftsjournalismus, in Bibliotheken oder in der Kulturverwaltung ein Auskommen. Um in spezialisierten Museen, Verlagen und Bibliotheken, die auf das Studienfach spezialisiert sind, ausserhalb der Hochschule arbeiten zu können, müssen sich die Studienabgänger/innen im Ausland um Stellen bemühen, wo der Arbeitsmarkt für diese Bereiche ebenfalls hart umkämpft ist.
Ägyptologen und Altorientalistinnen sind deshalb oft gezwungen, einen Beruf ausserhalb ihres Studienfachs zu ergreifen. Die Absolventen können z.B. in Bereichen wie Erwachsenenbildung (Volkshochschule, Klubschulen usw.), Reisebegleitung, Mitarbeit bei Ausstellungen oder im Bereich des Übersetzungswesens nach einer Beschäftigung Ausschau halten und verschiedene berufliche Teilzeitaktivitäten miteinander kombinieren. Bei der beruflichen Verwertung der Sprach- und Landeskenntnisse ist jedoch besonders bei Altorientalisten Initiative gefragt, weil der alte Orient (Afghanistan und Pakistan im Osten bis nach Kleinasien im Westen; Südrussland im Norden bis zur Arabischen Halbinsel im Süden) zurzeit weder ein ausgesprochenes Reiseziel noch ein gefragter Gegenstand für Kursangebote ist. Weitere Berufsfelder, in denen Sprach- und Länderkenntnisse z.T. angewendet werden können, sind beispielsweise die Medien, Dokumentationen, der Diplomatische Dienst oder internationale Organisationen.

Berufserfahrung während des Studiums

Aufgrund der meist schwierigen Arbeitsmarktsituation ist es besonders wichtig, bereits während des Studiums berufspraktische Erfahrungen und Kontakte zu sammeln. Auch der Erweb von Zusatzqualifikationen (Fremdsprachenkenntnisse, Informatik, Bibliothekswesen usw.) und die Wahl der Nebenfächer sind im Hinblick auf die späteren Berufsmöglichkeiten von Bedeutung. Durch geschickte Fächerkombination (Provinzialrömische Archäologie, Ur- und Frühgeschichte, Kommunikations- und Medienwissenschaften, Sprachwissenschaft) und Flexibilität sowie Bereitschaft zur Mobilität können sich die Berufschancen erhöhen. Wer keine Laufbahn im Rahmen des Studienfachs anstrebt, wählt mit Vorteil Nebenfächer, die ein anderes Wissensgebiet und andere Methoden beinhalten (z.B. Recht, Wirtschaft, Politologie, Informatik) oder entscheidet sich für Altorientalistik bzw. Ägyptologie als "Faszinosum" neben einem anwendungsorientierteren Fach.



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