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Religionswissenschaft: Berufsmöglichkeiten

Ein Studium der Religionswissenschaft führt nicht in ein spezifisches Tätigkeitsfeld, Die Absolventinnen und Absolventen arbeiten zum Beispiel in den Bereichen Bildung und Soziales sowie Medien und Kultur.

Tätigkeitsfelder

Da für Religionswissenschaftler/innen kein spezifisches Tätigkeitsfeld existiert, spielen für den Berufseinstieg weniger die studienspezifischen Fachkenntnisse eine Rolle als die generalistischen Fähigkeiten nach einem geisteswissenschaftlichen Studium. Um in der Arbeitswelt Fuss zu fassen, ist Eigeninitiative gefragt.

Lehre und Forschung

Die universitäre Laufbahn galt bisher als vorrangige berufliche Perspektive für Religionswissenschaftler/innen. Die Möglichkeit einer akademischen Karriere steht jedoch nur einer kleinen Minderheit offen. Das zunehmende Interesse am Fach und ein Ausbau des Studienangebots haben steigende Absolventenzahlen zur Folge. Die beruflichen Perspektiven für Religionswissenschaftler/innen sind daher eingeschränkter als früher.

Orte der Multikulturalität

Die Religiosität in der Schweiz – wie in Westeuropa überhaupt – hat sich grundlegend verändert. Dies verhilft dem Fach Religionswissenschaft zu zunehmender Bedeutung. Die konfessionelle Durchmischung der Bevölkerung und der Zunahme an Konfessionslosen führte zu einer Pluralisierung der Religionen in unserer Gesellschaft. Durch die Migrationsbewegungen ist der Anteil an nichtchristlichen Religionen, vor allem an Muslimen und Musliminnen, aber auch von Anhänger/innen indischer Religionen, stark gestiegen. Zudem sind die internationalen Verflechtungen so stark geworden, dass die Begegnung mit fremden kulturellen und religiösen Traditionen mittlerweile zum Alltag gehören. Fachleute, die fundierte Kenntnisse über kulturelle und religiöse Mentalitäten haben, können ihr Wissen in Berufsbereiche einbringen, in denen verschiedene Kulturen zusammentreffen. Hier einige Beispiele, wo Religionswissenschaftler/innen tätig sein können:

  • in humanitären und nichtgouvernementalen Organisationen (NGO), bei Hilfswerken wie dem Schweizerischen Rote Kreuz (SRK) oder bei den Vereinten Nationen (UNO)
  • in der Sozialarbeit, z.B. mit Geflüchteten und anderen Angehörigen fremder Kulturen
  • bei Beratungsstellen für religiöse Fragen, kulturell bedingte Konflikte und die Integration von Migrant/innen
  • im Tourismus (Reiseleitung, -beratung, Kulturanimation)
  • bei Medien mit religiösen oder multikulturelle Themen
  • in der Weiterbildung und in der Erwachsenenbildung für Personen, die in kulturell vielfältigen Bereichen tätig sind (z.B. Diplomaten und Diplomatinnen, Lehrpersonen, Pflegepersonal, internationale Handelsfirmen).

Die Auseinandersetzung und Begegnung mit fremden Weltbildern, Überzeugungen und Lebensentwürfen führt angehende Religionswissenschaftler/innen zu einer weltoffenen, unvoreingenommenen Haltung, die in den genannten Bereichen besonders zum Tragen kommt.

Weitere Tätigkeitsfelder

Attraktive Arbeitsfelder für Religionswissenschaftler/innen müssen nicht unbedingt mit dem studierten Fach zu tun haben. Oft geht es ganz allgemein darum, eine informationsvermittelnde oder kommunikative Funktion professionell auszuüben. Bei ausgeschriebenen Stellen in Bereichen wie Verlagen, Medien, Bibliotheken, Kultur, Verbände, Verwaltung u.a. konkurrieren Religionswissenschaftler/innen mit Bewerbenden, die ein Studium in Philosophie, Soziologie, Völkerkunde, Ethnologie oder in anderen gesellschafts- und kulturwissenschaftlichen Fächern absolviert haben. Sie alle haben an der Universität gelernt, wissenschaftlich zu arbeiten. Das bedeutet unter anderem, dass sie fähig sind, sich eigenständig in eine komplexe Materie einzuarbeiten und diese strukturieren und aus eigener Perspektive analysieren und interpretieren können. Beim wissenschaftlichen Arbeiten wird auch gelernt, sich kritisch mit den untersuchten Gegenständen auseinanderzusetzen. Wer ein religionswissenschaftliches Studium absolviert hat, hat idealerweise auch Teamfähigkeit und kommunikative Kompetenzen erworben und gelernt, eigenständige Positionen selbstbewusst zu vertreten. All dies sind wichtige Qualifikationen fürs Berufsleben.



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