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Physik, Astronomie: Berufsmöglichkeiten

Das wichtigste Tätigkeitsfeld von Physikern und Astronominnen ist die Forschung. Das Wissen aus diesen Fächern eröffnet zudem viele weitere hochqualifizierte Tätigkeiten, insbesondere im privaten Dienstleistungssektor.

Tätigkeitsfelder

Eine überwiegende Mehrheit von Absolventinnen und Absolventen bleibt nach einem Masterabschluss in Physik oder Astronomie zunächst ein paar Jahre an der Hochschule, um eine Dissertation zu schreiben. Das Doktorat gilt in diesem Fach als Regelabschluss und verbessert die Berufsaussichten.

Wer eine Forschungslaufbahn anstrebt, sollte mit längeren Auslandaufenthalten rechnen. Zudem kann die mit Forschungsstellen einhergehende fachliche Spezialisierung später die Auswahl für weiteren Stellen einschränken. Da die im Physikstudium erlernten Denk- und Arbeitsmethoden aber in vielen weiteren Gebieten anwendbar sind, ist die Arbeitsmarktsituation insgesamt sehr stabil.

Hochschulen und Forschungsinstitute

Nach dem Doktorat steigen Astronomen und Physikerinnen häufig mit weiteren (befristeten) Anstellungen ins Berufsleben ein. Dies ist an Hochschulen oder anderen Forschungsinstitutionen möglich, Beispiele dafür sind das CERN, das Paul Scherrer Institut, die Eidgenössische Materialprüfungsanstalt Empa oder das European Southern Observatory ESO.

Private Dienstleistungen

In privaten Dienstleistungsbetrieben werden Physiker/innen an vielen Orten analog zu Mathematikerinnen und Informatikern eingesetzt. Sie arbeiten in Planungs- und Ingenieurbüros, in der IT-Branche, für Unternehmens- und Personalberatungen, Versicherungen, Banken oder Treuhandbüros. Einen besonders wichtigen Einsatzbereich bildet hier das Risikomanagement: von Berechnungen zu Feuchtigkeitseinflüssen in Museen über Investitionsanalysen im Finanzwesen bis hin zu Einschätzungen von Naturrisiken für Rückversicherungen.

Astronomie

Die meisten Astronomen/innen sind an Universitäts- und Forschungsinstituten oder bei Raumfahrtforschungsorganisationen weltweit tätig. Wenige Stellen gibt es in der Schweiz zudem in Rechenzentren und Planetarien, eventuell in Verbindung mit Astronomiekursen im Rahmen der Erwachsenenbildung. Internationale Berufsbezeichnungen für Astronominnen und Astronomen sind zum Beispiel Cosmologist, Galactic and Extra-Galactic Astronomer, Planetary Astronomer, Radio Astronomer oder Solar and Stellar Astronomer.

Weitere Tätigkeitsfelder

Mit einer entsprechenden Weiterbildung und geeigneter Fächerkombination können Physikerinnen und Astronomen an Gymnasien, Fachmittelschulen, Berufsfach- oder Fachhochschulen unterrichten oder ihr Wissen im Fachjournalismus vermitteln. Ihre rechnerischen Kompetenzen sind zudem bei der öffentlichen Verwaltung gefragt, etwa bei staatlichen Sozialversicherungen oder bei der Finanzmarktaufsicht (FINMA).



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