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Berufsfachschullehrer/in für Berufskunde

Berufsfachschullehrer/innen für Berufskunde unterrichten an Berufsfachschulen. Sie vermitteln Lernenden berufsbezogene Kenntnisse und leiten sie zu selbstständigem Lernen an.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Bildung, Soziales

Branchen

Schule und Ausbildung - Chemie, Pharma, Biotechnologie - Hoch- und Tiefbau - Malerei / Gipserei / Plattenlegerei - Planung - Pflege und Betreuung - Auto - Textilien und Leder - Holzverarbeitung und Innenausbau - Innendekoration, Bodenlegerei, Glaserei - Uhren und Mikrotechnik - Metallgewerbe und Giesserei - Personalwesen und betriebliche Ausbildung - Management und Betriebswirtschaft - Finanz- und Rechnungswesen / Treuhand / Immobilien - Bekleidung - Spenglerei, Sanitär, Heizung, Lüftung, Klima - Gebäudetechnik - Betrieb und Unterhalt

Swissdoc

0.710.23.0

Aktualisiert 05.09.2016

Tätigkeiten

Berufsfachschullehrer/innen für Berufskunde erteilen an Berufsfachschulen den Fachunterricht ihrer Berufsgruppe. Sie unterrichten in der Regel mehrere Klassen. Ihre Aufgabe ist es, den Lernenden die für ihren Beruf benötigten Fachkenntnisse so zu vermitteln, dass sie die Theorie mit der Praxis vernetzen können. Dabei müssen sie den Unterricht der Vorbildung, den Interessen, dem Arbeitsgebiet und der Leistungsfähigkeit der jeweiligen Klasse anpassen. Aufgrund der Bildungsverordnungen und Schullehrpläne und unter Berücksichtigung der Entwicklungen im jeweiligen Berufsfeld wählen sie die Ausbildungsinhalte aus und planen ihre Lektionen.

Je nach Aufgabenstellung, Thema und Klasse wählen Berufsfachschullehrer/innen für Berufskunde passende Lehr- und Lernformen aus. Dabei sorgen sie für ein lernförderliches Klima und gestalten die Lektionen schülerorientiert.

Von zentraler Bedeutung ist das Anleiten zu selbstständigem Lernen. Berufsfachschullehrpersonen für Berufskunde vermitteln den Lernenden Verfahren zum Wissensaufbau und zur Informationsverarbeitung. Darüber hinaus begleiten sie die Lernenden auch in ihrer beruflichen Entwicklung. Sie beraten sie in Ausbildungsfragen und ziehen nötigenfalls Eltern, Verantwortliche der ausbildenden Betriebe und andere Fachleute bei.

Zum Unterrichtspensum kommen bei hauptberuflich tätigen Berufsfachschullehrpersonen für Berufskunde weitere Aufgaben hinzu. Dazu gehören zum Beispiel das Erstellen von Unterrichtsmaterialien, schulinterne Aufgaben in Bereichen wie Bildungsplanung oder Schulentwicklung sowie die eigene fachliche Weiterbildung.

Berufsfachschullehrpersonen setzen sich laufend mit den Veränderungen der Berufswelt sowie ihrer eigenen Rolle als Lehrperson auseinander. Sie müssen mit ganz unterschiedlich motivierten und fähigen Schülern und Schülerinnen zurechtkommen und Konflikte bewältigen.

Ausbildung

Grundlage

Berufsbildungsverordnung BBV vom 19.11.2003 (Stand 1.1.2016), RLP für Berufsbildungsverantwortliche vom 1.2.2011

Ausbildungsmöglichkeiten

  • EHB Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung, Olten, Zollikofen, Zürich
  • PHSG Pädagogische Hochschule St. Gallen
  • PH Luzern / aeB Schweiz
  • PH Zürich

Dauer

2 bis 4 Jahre, berufsbegleitend (je nach Anbieter und Studienvariante; Hauptamt: 1800 Lernstunden, Nebenamt: 300 Lern­stunden)

Module

In den Bereichen Berufspädagogik, Erziehungs- und Sozialwissenschaften, Allgemeine Didak­tik, Fachdidaktik (je nach Branche) sowie Praktika

Abschluss

Eidg. anerkanntes Diplom für den Unterricht an Berufsfachschulen im Bereich Berufskunde

Voraussetzungen

Vorbildung

In der Regel gilt:

  • Abschluss der höheren Berufsbildung (Berufsprüfung, Höhere Fachprüfung, Höhere Fachschule) oder einer Hochschule (Fachhochschule, Universität, ETH) im entsprechenden Lehrgebiet oder gleichwertige fachliche Qualifikation
  • mind. 6 Monate betriebliche Erfahrung

Die Bildungsinstitute stellen z. T. zusätzliche Anforderungen:

  • gymnasiale Maturität, Berufsmaturität oder Nachweis über entsprechende Allgemeinbildung
  • 1 Jahr Unterrichtserfahrung an einer Berufsfachschule (mind. 4 Lektionen pro Woche)
  • Empfehlungsschreiben der Berufsfachschule

Über Details informieren die Bildungsinstitutionen.

Anforderungen
  • Geduld
  • Durchsetzungsvermögen

Weiterbildung

Hochschule (Master)

  • Master of Science EHB in Berufsbildung

Das EHB Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung informiert über die Zulassungsbe­dingungen.

Universität (Master)

  • Master of Arts/Science in Erziehungswissenschaft

Über die Zulassungsbedingungen informiert die Universität. Diese kann Zusatzleistungen verlangen.

Nachdiplomstufe

Angebote von Fachhochschulen, pädagogischen Hochschulen und Universitäten in Bereichen wie Weiterbildungsmanagement, Hochschuldidaktik, Pädagogik, Sonderpädagogik, Bildungsinnovation, Schulleitung usw.

Kurse

Angebote der Ausbildungsstätten, von Berufsverbänden und Bildungsinstitutionen sowie von pädagogischen Hochschulen, Fachhochschulen und Universitäten

Berufsverhältnisse

Hauptberufliche Berufsfachschullehrer/innen für Berufskunde sind in der ganzen Schweiz an Berufsfachschulen wählbar. Möglich ist auch eine Tätigkeit im Weiterbildungsbereich. An vielen Schulen kann Teilzeit gearbeitet werden. Die Arbeitsbelastung mit Vor- und Nachbearbeitung des Unterrichts und weiteren schulinternen Aufgaben kann hoch sein.

Weitere Informationen

Adressen

Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB
Kirchlindachstr. 79
3052 Zollikofen
Tel.: 058 458 27 00
URL: http://www.ehb.swiss
E-Mail:

PHSG Pädagogische Hochschule St. Gallen
Notkerstrasse 27
9000 St. Gallen
Tel.: 071 243 94 00
URL: http://www.phsg.ch/sek2
E-Mail:

PH Luzern
Weiterbildung und Zusatzausbildungen WBZA
Frohburgstr. 3
6002 Luzern
Tel.: 041 228 54 93
Fax: 041 228 69 40
URL: http://www.wbza.phlu.ch
E-Mail:

PH Zürich, Abteilung Sekundarstufe II / Berufsbildung
Beckenhofstr. 35
8090 Zürich
Tel.: 043 305 65 55
URL: http://www.phzh.ch/sek2
E-Mail:

SBFI, Eidg. Kommission für Berufsbildungsverantwortliche
3003 Bern
URL: http://www.sbfi.admin.ch