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Geflügelfachmann/-frau EFZ

Geflügelfachleute arbeiten in Geflügel- oder Landwirtschaftsbetrieben. Sie kümmern sich um Küken, Jung- und Legehennen sowie Poulets. Sie betreuen und füttern die Tiere und organisieren die Eier- und Geflügelfleischproduktion.

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Kategorien
Bildungstypen

Grundbildung (Lehre)

Berufsfelder

Natur

Branchen

Tierzucht und Tierpflege - Landwirtschaft

Swissdoc

0.140.9.0

Aktualisiert 03.06.2015

Filme (2)

Arbeiten mit Tieren - Reportfilm
Arbeiten mit Tieren - Reportfilm

Arbeiten mit Tieren - Reportfilm

Arbeiten mit Tieren
Der vorliegende Film zeigt in konzentrierter Form den Arbeitsalltag und die Aufgaben in Berufe, in deren Zentrum das Arbeiten mit Tieren steht. Vorgestellt werden in konzentrierter Form und thematisch geordnet die wichtigsten Tätigkeiten der folgenden Berufe:
Tierpfleger/in EFZ
Geflügelfachmann/-frau EFZ
Pferdefachmann/-frau EFZ
Pferdewart/in EBA
Tiermedizinische/r Praxisassistent/in EFZ
Detailhandelsfachmann/-frau Zoofachhandel EFZ
Detailhandelsassistent/in Zoofachhandel EBA.

Die informativen Bildsequenzen geben Auskunft über den Arbeitsalltag, über Sonnen- und Schattenseiten der Berufe und über Anforderungen an die Berufsangehörigen.

Arbeiten mit Tieren - Reportfilm
Geflügelfachmann/-frau EFZ

Geflügelfachmann/-frau EFZ

Geflügelfachleute betreuen Küken, Jung- oder Legehennen sowie Poulets. Dazu gehören die Gestaltung einer optimalen Haltung und Fütterung der Tiere sowie die Überwachung ihres Wohlbefindens. Täglich werden Eier eingesammelt, geprüft, sortiert und verpackt. Bei der Erzeugung von Lebensmitteln wird sehr sauber gearbeitet, deshalb gehört auch das Waschen und Desinfizieren von Ställen und Einrichtungen zu den wichtigen Aufgaben der Geflügelfachleute. In spezialisierten Brütereien, Geflügelmast-, Junghennenaufzucht- oder Eierproduktionsbetrieben erleichtern viele Einrichtungen und Steuerungen die Arbeiten. Trotzdem sind die Freude an der Natur, eine gute Beobachtungsgabe sowie viel Sorgfalt im Umgang mit den Tieren in diesem Beruf sehr wichtig.

© Film: AgriAliForm

Geflügelfachmann/-frau EFZ

Tätigkeiten

Geflügelfachleute sind Spezialistinnen und Spezialisten für die Aufzucht, Haltung und Fütterung von Geflügel. Sie kümmern sich um Brut, Jungtiere, Legehennen und Masttiere. Sie arbeiten in landwirtschafltichen Betrieben, in Brütereien oder Geflügelfarmen. Dort sind sie für die artgerechte Tierhaltung und für die nachhaltige Produktion von Eiern oder Geflügelfleisch verantwortlich.

Geflügelfachleute schaffen optimale Bedingungen für die Geflügelzucht. Die Brut erfolgt in grossen Brutapparaten, deren Temperatur konstant gehalten werden muss. Die Geflügelfachleute legen die Eier in Fächer, die maschinell gedreht werden, und überprüfen nach einigen Tagen mit speziellen Leuchten, ob sie befruchtet ­sind. Nach dem Schlüpfen sortieren sie die männlichen und weiblichen Küken, bringen sie in einen vorgeheizten Stall und versorgen sie mit Futter und Wasser. Die jungen Hühner stallen sie nach einiger Zeit vom Aufzucht- in den Legehennenstall um.

Die Tiere werden je nach Betrieb in klimatisierten Ställen oder in besonders tiergerechter Freilandhaltung gemäss Bio-Verordnung gehalten. Die Fütterung geschieht oft mit automatischen Anlagen, die eingestellt und kontrolliert werden müssen. Über Stallklima, Beleuchtung und Futter steuern Geflügelfachleute Legepausen und Mauser.

Zu den Aufgaben der Geflügelfachleute gehört auch, dass sie Gebäude und Geräte warten und kleinere Schäden reparieren. Viel Zeit braucht das Ausmisten, Säubern und Desinfizieren der Ställe und der Einrichtung. Dadurch verhindern die Berufsleute Krankheiten und Seuchen. Ausserdem beobachten sie die Tiere sehr genau, damit sie Probleme früh erkennen und beheben können. 

Im Alltag beachten Geflügelfachleute die Regeln zum Umweltschutz und zur Arbeitssicherheit und schützen, z. B. durch korrekte Arbeitskleidung, auch ihre eigene Gesundheit. Sie lagern und verarbeiten die Produkte fachgerecht und sichern so die Qualität ihrer Produktion. Sie sammeln die Eier ein, sortieren sie nach Grösse und Qualität, stempeln sie und verpacken sie für den Verkauf.

Geflügelfachleute kümmern sich zudem oft um die Vermarktung und den Vertrieb der Eier und des Fleisches. Gelegentlich beraten sie auch Landwirte und Landwirtinnen zu Fragen der Geflügelhaltung und -fütterung oder arbeiten in Fachgremien mit.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Verordnung vom 8.5.2008

Dauer

3 Jahre

Bildung in beruflicher Praxis

In mind. 2 Geflügelbetrieben

Schulische Bildung

  • 1. + 2. Jahr: 1-2 Tage pro Woche an einer Berufsfachschule
  • 3. Jahr: 16-20 Blockwochen am Aviforum und an der landwirtschaftlichen Schule

Berufsbezogene Fächer

Pflanzenbau, Tierhaltung, Mechanisierung und technische Anlagen, Arbeitsumfeld, Wahlbereich

Die Grundbildung kann auch mit dem Schwerpunkt Biolandbau absolviert werden.

Überbetriebliche Kurse

Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Einstellen und Warten von Maschinen, Hygiene, Qualitätssicherung, Einsatz von Hebefahrzeugen, sicheres Transportieren von Tieren, Eingriffe am Geflügel 

Berufsmaturität

Weil die schulische Bildung in Blockkursen stattfindet, wird die Berufsmaturitätsschule meist erst im Anschluss an die Grundbildung besucht.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis als "Geflügelfachmann/-frau EFZ"

Voraussetzungen

Vorbildung
  • eine ein- bis zweiwöchige Schnupperlehre wird empfohlen
  • mit einem landwirtschaftlichen Berufsattest (EBA), mit einem eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) eines anderen Berufs oder mit einem Maturitätsabschluss verkürzt sich die Ausbildung zum/r Geflügelfachmann/-frau EFZ in der Regel auf 2 Jahre
  • mit einem eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) eines anderen landwirtschaftlichen Berufs kann sich die Ausbildung zum/r Geflügelfachmann/-frau EFZ auf 1 Jahr reduzieren
abgeschlossene Volksschule Anforderungen
  • Freude an der Arbeit mit Tieren
  • gute Beobachtungsgabe, Aufmerksamkeit im Umgang mit Tieren
  • Sinn für praktische Arbeit und Körpereinsatz
  • Zuverlässigkeit und Ausdauer
  • technisches Verständnis
  • robuste Gesundheit, keine Allergien (Staub)
  • Bereitschaft, Schmutzarbeiten zu erledigen
  • Bereitschaft, auch am Wochenende zu arbeiten

Weiterbildung

Kurse und Fachtagungen

Angebote des Aviforums und von landwirtschaftlichen Bildungszentren

Zusatzausbildung

Nach Abschluss der Grundbildung kann eine verkürzte, 1-jährige Grundbildung in einem anderen landwirtschaftlichen Beruf absolviert werden.

Berufsprüfung (BP)

Betriebsleiter/in Geflügelwirtschaft mit eidg. Fachausweis oder eine andere Berufsprüfung im Berufsfeld Landwirtschaft

Höhere Fachprüfung (HFP)

Geflügelwirtschaftsmeister/in oder eine andere Höhere Fachprüfung im Berufsfeld Landwirtschaft

Höhere Fachschule

Dipl. Agro-Techniker/in HF, dipl. Agro-Kaufmann/-frau HF

Fachhochschule

Bachelor of Science (FH) in Agronomie (z. B. mit Vertiefung in Nutztierwissenschaften)

Berufsverhältnisse

Geflügelfachleute arbeiten als Fachkräfte oder Betriebsleiter/innen auf Geflügelfarmen und in Brütereien. Bei entsprechender Erfahrung sind sie auch tätig als Berater/innen in der Futtermittelherstellung, in Stallbaufirmen, in Eierhandels- oder Mastbetrieben. Alternativen bieten die Lebensmittelbranche, Labors sowie die Tierpflege in Zoos und Tierhandlungen.

Die Arbeitszeiten sind meist regelmässig, jedoch mit Ablösungsdienst an Sonn- und Feiertagen. Interessierte haben gute Chancen, eine Lehrstelle zu finden. Nur ca. 6 Lernende pro Jahr machen diese Ausbildung. Die Stellenaussichten für Geflügelfachleute sind gut. Die Branche steht vor vielfältigen Herausforderungen: Geflügelprodukte müssen hohe Qualitätsansprüche erfüllen und die internationale Konkurrenz ist gross.

Weitere Informationen

Adressen

Aviforum
Burgerweg 22
3052 Zollikofen
Tel.: 031 915 35 35
Fax: 031 915 35 30
URL: http://www.aviforum.ch
E-Mail:

OdA AgriAliForm
Laurstr.10
5201 Brugg AG
Tel.: 056 462 54 40
Fax: 056 441 53 48
URL: http://www.agri-job.ch
E-Mail: