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Berufe und Ausbildungen - Schritt 2: Ich lerne die Berufs- und Ausbildungswelt kennen

Stärken und Anforderungen - Schritt 3: Ich vergleiche meine Stärken mit den Anforderungen der Berufe und Ausbildungen, die mich interessieren

Schnuppern - Schritt 4: Ich schaue mir die interessanten Berufe genauer an

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Wirtschaftswissenschaften (Betriebswirtschaftslehre, Betriebsökonomie, Volkswirtschaft): Berufsporträts

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Wirtschaftswissenschaften: Betriebswirtschaftslehre, Betriebsökonomie oder Volkswirtschaft.

Betriebswirtschaftslehre BWL, Betriebsökonomie

Carina Ferrante: Wirtschaftswissenschaftlerin im Marketing

Betriebswirtschaft, Betriebsökonomie
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Projektleiterin bei Coop

«Als Projektleiterin der Abteilung Werbung und Mitglied des Fachmanagements bin ich für den gesamten Internetauftritt von Coop Bau+Hobby sowie den regelmässigen Newsletter verantwortlich.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
Seit 2011 bis heuteProjektleiterin und Mitglied des Fachmanagements, Coop Bau+Hobby; Anstellungsgrad: 100%
2006 - 2011Projektleiterin Digitale Werbung/Direktmarketing, Coop
2005 - 2006Praktikantin Marketing- und Internetprojekte, Coop
2005Bachelor Betriebswirtschaftslehre
Jetzige Tätigkeit

Hauptsächlich konzipiere und entwickle ich in enger Zusammenarbeit mit den internen Fachstellen und spezialisierten Internetagenturen neue Internetanforderungen und -applikationen. Ein kürzlich erfolgreich abgeschlossenes Projekt in dieser Hinsicht ist die neue und einzigartige Holzzuschnitt-Bestellapplikation. Ganz zeitgemäss haben die Kunden bzw. User die Möglichkeit, ihre gewünschten Holzplatten von Zuhause aus mit wenigen Klicks online zu bestellen.

Berufseinstieg

Im Weiteren gehört die Pflege des Internetauftrittes von Coop Bau+Hobby zu meinen Haupttätigkeiten. Darunter ist das Beschaffen von geeigneten, aktuellen und gefragten Inhalten zur Erweiterung des bestehenden Internetangebotes zu verstehen. Auch hier ist eine enge Zusammenarbeit mit den Fachstellen zwingend. Konkret erstelle ich anhand der entsprechenden Inputs neue Landingpages und Teaser für die bestehenden Internetrubriken, z.B. Erweiterung der Serviceleistungen, termingerechte Aufschaltung des Kursangebotes, zusätzliche Do-it-yourself-Anleitungen für Heimwerker, neue Garten- und Basteltipps, Berücksichtigung neuer Sortimente und Artikelneuheiten, usw.

Tipps

Für die Erstellung des regelmässigen Newsletters ist die termingerechte interne Zusammenarbeit von grosser Wichtigkeit, damit die Prozesse zeitlich eingehalten werden können. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Qualität und somit dem Mehrwert der Newsletter-Beiträge, um eine möglichst hohe Öffnungs- und Leserate des Newsletters zu gewährleisten sowie eine Steigerung der Abonnentenzahl sicherzustellen.

Um Trends nicht zu verpassen und rechtzeitig Handlungsbedarf sowie adäquate Massnahmen definieren zu können, analysiere ich regelmässig die Internet- und Newsletter-Statistiken. Ich halte die Ergebnisse nicht nur schriftlich fest, sondern präsentiere sie in passenden Gremien und Organisationen. Natürlich darf auch die Budgetkontrolle in diesen gesamten Prozessen nie vernachlässigt werden.

Stefan Mathys: Wirtschaftswissenschaftler in der Öffentlichkeitsarbeit

Betriebswirtschaft, Betriebsökonomie
© Photo by Lukas from Pexels
Vermittlung zwischen Unternehmen und Medien

«Ich arbeite als PR-Manager bei einer grossen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
2015 - heutePR-Betreuer bei einem Anbieter von Dienstleistungen in der Unternehmenskommunikation
2011 - 2015Media Relations-Verantwortlicher bei einer Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft
2006 - 2011Freelancer bei verschiedenen Zeitungen
2005 - 2006Redaktor, Magazin «Schweizer Bank»
2005Studium der Betriebswirtschaft und der Publizistik
Jetzige Tätigkeit

Meine Abteilung vermittelt zwischen dem Unternehmen und den Medienschaffenden. Die Pflege des Netzwerks von Journalistinnen und Journalisten ist eine meiner Hauptaufgaben. Ich kenne die verantwortlichen Redaktoren in den Zeitungen, Nachrichtenagenturen und Zeitschriften. Ich nehme deren Anfragen und Wünsche entgegen, koordiniere die Kontakte zu unserer Geschäftsleitung, vermittle Autorinnen für Fachartikel, plane die Entstehung von Artikeln, zum Teil unter Mithilfe von Ghostwritern. Ich organisiere Pressekonferenzen, Fachseminare für Journalisten und helfe, die gegenseitigen Vorurteile und Hemmschwellen auf beiden Seiten abzubauen: Journalistinnen und Journalisten sind keine Feindbilder, die einen nur in die Pfanne hauen möchten, und Top-Manager sind keine gewissenlosen Abzocker, die eiskalt ihre persönlichen und unternehmerischen Ziele verfolgen. Das sind mitunter sensible psychologische Erkennungsprozesse, die wir mit verschiedenen Aktionen und mit viel Aufwand durchführen.

Berufseinstieg

Die Arbeit in der Unternehmenskommunikation ist sehr vielfältig. Sie reicht vom klassischen «Networking» über viele organisatorische Arbeiten bis zum Schreiben und Entwerfen von Texten und Statements. Auch wenn einiges aus der Arbeit zu einem sichtbaren Resultat führt, das Bestätigung und Genugtuung gibt, arbeite ich auch viel für die Schublade oder gar für den Papierkorb. Gerade in der Krisenkommunikation hofft man, das Vorbereitete nie gebrauchen zu müssen. Auch muss ich damit leben können, selbst im Hintergrund zu bleiben, während meine Texte und Reden unter einem anderen Namen erscheinen.

Tipps

Als Pressestelle muss die Erreichbarkeit rund um die Uhr gewährleistet sein. Mein Handy ist auch am Wochenende für sämtliche Anfragen eingeschaltet. Absolute Loyalität zum Unternehmen ist ein Muss in diesem Beruf. Wer selbst Zweifel und Vorbehalte bei gewissen Themen hat, macht das als Stimme gegen aussen auch spürbar. Um das Unternehmen und seine wichtigen Entscheidungsprozesse so gut zu kennen, dass man die Kommunikation darüber aufbauen kann, braucht es eine Anlaufzeit von rund einem Jahr. Die in der Branche zwar eher unübliche Langfristigkeit des Arbeitsverhältnisses ist hier für beide Seiten von Vorteil.

Isabel Frey Kuttler: Wirtschaftswissenschaftlerin im Personalwesen

Betriebswirtschaft, Betriebsökonomie
© Pixabay
Bereichspersonalleiterin bei «Human Resources Schweiz»

«Durch die Reorganisation des Personalwesens bei einer grossen Versicherung bot sich für mich vier Jahre nach Studienabschluss eine grosse Chance.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
2011 - heutePersonalleiterin, Versicherungsgesellschaft, 50%
2006 - 2011Personalcontrolling und Projektleiterin, Versicherungsgesellschaft
2005 - 2006Trainee-Programm, Versicherungsgesellschaft
2005Studium Wirtschaftswissenschaften
Jetzige Tätigkeit

Ich konnte intern in den Bereich «Human Resources Konzern» wechseln. Als Stabsmitarbeiterin unterstützte ich in Zusammenarbeit mit einem Kollegen den Konzernpersonalchef in diversen Bereichen. Heute bin ich Bereichspersonalleiterin bei «Human Resources Schweiz», das heisst, ich bin bei Personalangelegenheiten die Ansprechperson für die Bereiche Aktuariat (Mathematiker/innen) und Zentrale Dienste (z.B. Empfang, Lager). Mir direkt unterstellt ist eine Assistentin. Zu meinen Haupttätigkeiten gehören die Rekrutierung und Betreuung von Mitarbeitenden sowie die Beratung von Vorgesetzten in Personalbelangen. Ich führe Gespräche mit Vorgesetzten, Bewerbern und Bewerberinnen, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Ich helfe, nach Lösungen zu suchen, wenn intern etwas nicht läuft, häufig sind das Vermittlungsaufgaben. Dazu kommen Projektarbeiten.

Berufseinstieg

Nach dem ersten Mutterschaftsurlaub konnte ich mein Pensum auf 50% reduzieren, um mich neben dem Beruf noch um meine Familie zu kümmern. Trotzdem wurde es mir ermöglicht, weiterhin Mitglied des Kaders zu bleiben.

Tipps

Meine berufliche Zukunft sehe ich weiterhin im Human-Resources-Gebiet. Demnächst werde ich voraussichtlich intern die Stelle wechseln. Ich werde dann vor allem Konzepte im Bereich Personalmarketing bearbeiten. Dadurch bin ich zeitlich etwas flexibler und auch weniger abhängig von Kontakten mit Bewerbern, Mitarbeitenden und Vorgesetzten. Im Moment muss ich meine berufliche Tätigkeit um meine Familie herum bauen; für die nächste Zeit ist das so gut für mich.

Wirtschaftswissenschaftler in der Wirtschaftsprüfung (Revision)

Betriebswirtschaft, Betriebsökonomie
© Pixabay
Weltweit Geschäftsabläufe überprüfen

«Nach dem Trainee-Programm bei einem Maschinenkonzern stieg ich als Business Controller ein, wo ich sowohl im strategischen als auch im operativen Controlling tätig war.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
2016 - heuteBusiness Controller, Maschinenkonzern, 100%
2015 - 2016Trainee-Programm, Maschinenkonzern
2010 - 2015Studium Wirtschaftswissenschaften
Jetzige Tätigkeit

Nun arbeite ich seit fast drei Jahren in der internen Revision der Konzernzentrale. Wir sind eine Abteilung mit über 50 Mitarbeitenden weltweit. Als Audit Manager leite ich auf einer zwei- bis dreiwöchigen Projektbasis ein Team von ein bis zwei Personen, welches sich mit operativen Revisionen im südlichen Europa, Mittleren Osten, Afrika und Asien-Pazifik befasst. Meine Aufgabe besteht darin, die zu Grunde liegenden Geschäftsprozesse der revidierten Tochter-Gesellschaften auf ihre Effizienz und Effektivität zu überprüfen und sicherzustellen, dass intern vorgegebene Konzernregeln eingehalten werden. Ein weiterer Punkt der Analysen befasst sich mit dem Aspekt der internen Kontrollen. Dabei prüfe ich beispielsweise, ob die bestehenden Prozesse und Arbeitsabläufe innerhalb der Firma die maximale Kontrolle der möglichen Risiken gewährleisten.

Berufseinstieg

Bei meiner Tätigkeit konnte ich mir detaillierte Prozesskenntnisse in den verschiedenen Bereichen aneignen und die Beurteilung und Analyse von internen Kontrollmechanismen in Bezug auf das Finanzwesen vertiefen.

Tipps

Viele Arbeitsschritte in meinem Alltag geschehen im Team, die Erstellung der Revisionsberichte ist jedoch zu einem gewissen Grad Einzelarbeit. Die Arbeitsgestaltung ist generell sehr flexibel, es gibt keine festgelegten Arbeitsabläufe, jedoch stehe ich ständig unter Zeit- und Leistungsdruck. Ein normaler Arbeitstag dauert bei mir oft neun bis zehn Stunden. Etwa 60 Prozent meiner Anstellung verbringe ich auf Reisen bei den operativen Einheiten im Ausland. In meinem Job ist es daher nicht möglich, Teilzeit zu arbeiten. Frauen sind – vielleicht auch wegen diesen Arbeitsbedingungen – in meinem Arbeitsumfeld eher untervertreten.

Betriebswirtschaftler im Controlling


Betriebsergebnisse einer Bank auswerten

«Ich erstelle die monatlichen Betriebsergebnisse, d.h. Zinserlöse, Zinsaufwände, Betriebserlöse, Risikokosten usw.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
Controller bei Kantonalbank, 100%
Mitarbeit bei Headhunting-Unternehmen
Mitarbeit bei Finanzdienstleistungsgesellschaft
Studium Wirtschaftswissenschaften
Jetzige Tätigkeit

Ist meine Tätigkeit abgeschlossen, können sämtliche Betriebsergebnisse ausgewertet werden. Der Prozess der Erstellung ist komplex, dauert zehn Tage und läuft mit Hilfe von Computersystemen ab. Dabei starte ich verschiedene Programme und prüfe, ob beim Ausführen der Programme Fehler auftreten, was häufig der Fall ist. Ich ermittle anschliessend die Fehlerursachen und korrigiere die Fehler. Für die Korrektur brauche ich sowohl technisches als auch bankfachliches Know-how. Während der restlichen Zeit ermittle ich systematische Fehler in den Betriebsergebnissen, behebe sie und verbessere so deren Qualität und Glaubwürdigkeit.

Berufseinstieg

Controlling bedingt Teamarbeit, da die Computersysteme so komplex sind, dass eine Person alleine nie das gesamte nötige Know-how besitzt. Mein momentaner Job entspricht nicht dem, was ein Controller im Normalfall macht. Dieser interpretiert und beschreibt nämlich die Betriebsergebnisse, welche ich in meiner jetzigen Funktion erstelle. Seinen Bericht liefert er der Geschäftsleitung ab, welche ihn als Informationsgrundlage für Entscheide benutzt. Als Neueinsteiger muss ich mit der oben beschriebenen Tätigkeit Vorlieb nehmen. Erst nach zwei bis drei Jahren besteht die Möglichkeit, ein eigentlicher Controller zu werden. Nach einem bis zwei Jahren werde ich auch in Projekte integriert, welche zusätzlich Abwechslung zum heute manchmal monotonen Alltag bieten.

Tipps

Ich stehe mit verschiedenen ehemaligen Kommilitonen in Kontakt. Diese stecken in ähnlichen Situationen. Aller Anfang ist schwer! Es gilt, sich zuerst in einem Unternehmen zu etablieren, einfachere Arbeiten in Kauf zu nehmen und nach drei bis vier Jahren eine spannendere Aufgabe anzustreben. Natürlich ist das Vorweisen des universitären Abschlusses in vielen Unternehmen Voraussetzung, um Karriere machen zu können. Aber damit direkt anspruchsvolle Aufgaben übernehmen zu können, ist eine Illusion. Die Praxis ist zu verschieden von der Theorie. Man fängt nochmals ganz unten an und lernt zuerst die Abläufe und die Unternehmenskultur am Arbeitsort kennen.

Volkswirtschaftslehre

Andrea Martel: Vokswissenschaftlerin im Wirtschaftsjournalismus

Volkswirtschaftslehre
© Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Wirtschaftsredaktor einer Tageszeitung

«Im Ressort Wirtschaft bin ich verantwortlich für verschiedene thematische „Dossiers“, darunter Konjunktur, Immobilien, Uhren und Textilien.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
Wirtschaftsredaktorin, Tageszeitung, Anstellung: 50%
Assistentin des CEO, Strategieberatungsfirma
Doktorat Staatswissenschaften (Volkswirtschaft), Universität St. Gallen
Lizentiat Staatswissenschaften (Volkswirtschaft), Universität St. Gallen
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite auf der Redaktion einer Tageszeitung. Im Ressort Wirtschaft bin ich verantwortlich für verschiedene thematische „Dossiers“, darunter Konjunktur, Immobilien, Uhren und Textilien. Meine Verantwortlichkeit umfasst einerseits die tagesaktuelle Berichterstattung, wie z.B. die Analyse neu veröffentlichter Konjunkturdaten, anderseits aber auch Hintergrundberichte, die nicht an den Tag gebunden sind. Das kann ein Bericht über den Geschäftsgang der Uhrenindustrie sein oder ein Portrait einer Wirtschaftspersönlichkeit aus einer „meiner“ Branchen.

Mein Arbeitsalltag ist oft von aussen bestimmt. Es gibt Zeiten im Jahr, an denen ich jeden zweiten Morgen an einer Pressekonferenz bin. Dies ist vor allem im Frühling der Fall, wenn die Unternehmen ihre Jahreszahlen vorstellen. Viele Nachrichten werden auch per Communiqué über Mail verbreitet. Ich habe dann die Mitteilungen zu analysieren und für die Zeitung einen Artikel dazu zu verfassen, bei wichtigen Ereignissen auch noch einen Kommentar.

Die Aufstiegsmöglichkeiten in meinem Beruf sind beschränkt. Üblich wäre es im Wirtschaftsressort meiner Zeitung, nach einigen Jahren auf der Redaktion einen oder mehrere Korrespondentenposten (jeweils 4 bis 5 Jahre) zu übernehmen und mit dieser Erfahrung irgendwann ins „Haupthaus“ zurückzukehren. Da bei mir aus familiären Gründen jedoch kein Auslandaufenthalt mehr in Frage kommt, dürfte sich an meiner Tätigkeit auf absehbare Zeit wenig ändern. Neu dazu kommen allenfalls Zusatzaufgaben, wie in meinem Fall die Betreuung einer wöchentlichen Beilage zum Thema Immobilien.

Weiterbildungen habe ich seit meinem Eintritt in die Redaktion, der nun schon 10 Jahre zurückliegt, keine absolviert. Einerseits wird dieser Aspekt vom Arbeitgeber nicht besonders gefördert, anderseits hatte ich selber andere Prioritäten: Meine Familie. Ich schätze es sehr, dass ich mit der Geburt meiner Kinder mein Pensum bei der Zeitung reduzieren konnte, zuerst auf 80% (1. Kind) dann auf 60% (2. Kind). Mittlerweile arbeite ich 50% in einem Job-Sharing mit einer Kollegin, die in der gleiche Situation ist wie ich. Ich arbeite die erste Wochenhälfte, meine Kollegin die zweite. Um in seinen Dossiers ständig „à jour“ zu sein, braucht es allerdings einen Aufwand, der in der Regel die 50% deutlich übersteigt.

Berufseinstieg

Im Herbst 1995 habe ich an der Universität St. Gallen mein Lizenziat in Staatswissenschaften gemacht, im Frühling 2000 mit einer Dissertation über die berufsethischen Vorschriften der US-Parlamentarier den Doktor. Nach dem Studium habe ich ein Jahr lang bei einer kleinen Firma gearbeitet, die Strategieberatung anbietet. Ein Stelleninserat hat mich dann zu meinem jetzigen Beruf geführt.

Ein Grund, dass ich den Job bei meiner Zeitung bekommen habe, war wohl das Gütesiegel HSG. So konnte ich glaubhaft machen, über genügend ökonomisches Wissen für die Aufgabe zu verfügen, obschon ich nicht VWL oder BWL (wie praktisch alle Kolleginnen und Kollegen im Ressort) studiert habe, sondern Staatswissenschaften – eine Kombination aus VWL, Politikwissenschaft und öffentlichem Recht. Relevant war auch die Tatsache, dass ich während meiner Dissertationszeit zwei Jahre in den USA geforscht und gearbeitet hatte, denn man brauchte auf der Redaktion zu jenem Zeitpunkt jemanden mit Amerika-Erfahrung.

Tipps

Besonders spannend sind unerwartete Ereignisse wie beispielsweise Firmenübernahmen. Hier ist es wichtig, die Geschehnisse rasch einordnen zu können. Dies ist nur möglich, wenn man mit den Firmen im eigenen Dossier in regem Kontakt steht und gut informiert darüber ist, was in den betreuten Branchen läuft. Wie wohl die meisten Journalisten habe ich mir ein Netzwerk aus Kontakten aufgebaut, auf das ich im Bedarfsfall zurückgreifen kann. Anders als beispielsweise bei Korrespondenten  oder freien Journalisten fallen bei uns Redaktionsmitgliedern neben dem Verfassen von Artikeln diverse „Hintergrundaufgaben“ an. Dazu gehört das Akquirieren von externen Beiträgen ebenso wie das Redigieren.



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