Start myBerufswahl

Interessen und Stärken - Schritt 1: Ich lerne meine Interessen und Stärken kennen

Berufe und Ausbildungen - Schritt 2: Ich lerne die Berufs- und Ausbildungswelt kennen

Stärken und Anforderungen - Schritt 3: Ich vergleiche meine Stärken mit den Anforderungen der Berufe und Ausbildungen, die mich interessieren

Schnuppern - Schritt 4: Ich schaue mir die interessanten Berufe genauer an

Überprüfen und entscheiden - Schritt 5: Ich überprüfe die möglichen Berufe oder Schulen und entscheide mich

Lehrstelle finden – Schule anmelden - Schritt 6: Ich setze meine Entscheidung um, suche eine Lehrstelle oder melde mich bei einer Schule an

Vorbereiten auf die Zukunft - Schritt 7: Ich bereite mich auf die Lehre oder die Mittelschule vor oder ich kläre ein Brückenangebot ab

Arbeitsmappe - Deine Ergebnisse

Einen Moment bitte...

myBerufswahl wird geladen.

Abgemeldet

Ihre Login-Session ist abgelaufen. Sie werden auf die Startseite weitergeleitet. Bitte melden Sie sich erneut an, um Ihr Login fortzusetzen.

Berufsmöglichkeiten in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie

Die Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) ist die bedeutendste Exportbranche und grösste industrielle Arbeitgeberin der Schweiz.

Berufsmöglichkeiten

Von der Verpackungstechnik bis zur Luftfahrt, von der Giessereianlage bis zur Textilmaschine: Die Branche bietet vielfältige Tätigkeitsfelder für Ingenieurinnen.

Entwicklungslabor, Konstruktionsbüro, Verkaufs- oder Direktionsetage

Die Gleichung Arbeitsort = Maschinenfabrik gilt nur eingeschränkt. Nur selten arbeiten Ingenieure in der Werk- oder Montagehalle. Vielmehr sind sie im Entwicklungslabor, im Konstruktionsbüro, in der Verkaufs- und Direktionsetage oder auch unterwegs bei der Inbetriebsetzung und bei der Kundenberatung anzutreffen. Die MEM-Industrie ist eine Hightech-Industrie, die ganzheitlich denkende, teamfähige Menschen mit persönlichen und sozialen Schlüsselkompetenzen braucht. Ingenieurin ist ein kreativer Beruf: Technische Probleme müssen vereinfacht und in interdisziplinärer Teamarbeit müssen optimale Lösungen gefunden werden. Auch bietet die internationale Ausrichtung den Ingenieurinnen die Möglichkeit, durch die berufliche Tätigkeit andere Länder und Kontinente kennenzulernen. Fremdsprachenkenntnisse sowie soziale und kulturelle Kompetenzen sind dabei wichtig.

Ingenieurinnen und Ingenieure aller Fachrichtungen

Je nach Unternehmen beschäftigt die MEM-Industrie Absolventinnen folgender Fachrichtungen:

  • Maschineningenieurwissenschaften
  • Elektrotechnik und Informationstechnologie
  • Informatik
  • Materialwissenschaft
  • Management, Technologie und Ökonomie
  • Mikrotechnik
  • Systemtechnik.

Dabei bieten sich Absolventen von ETH und Fachhochschulen ähnlich gute Berufsaussichten. Ingenieure mit einem ETH-Studium werden in erster Linie in der Forschung, Entwicklung, Konstruktion und Projektleitung eingesetzt, FH-Absolventen arbeiten oft in der Produktion, Montage, Inbetriebsetzung, im Service und in der Kundenschulung. In Produktmanagement, Marketing und Verkauf sind Absolventinnen beider Ausbildungstypen zu finden.

Forschung, Entwicklung, Konstruktion

In den Bereichen Entwicklung und Konstruktion bzw. Forschung und Entwicklung setzen Ingenieurinnen neue wissenschaftliche Erkenntnisse in marktfähige Produkte um und führen die Vorstellungen der Kunden zur Umsetzungsreife. Daneben entwickeln sie bestehende Produkte weiter, etwa um die Bedienungsfreundlichkeit zu erhöhen, um sie robuster zu machen oder um den Stromverbrauch zu senken. Produziert werden Grossanlagen wie Kehrichtverbrennungsanlagen, Mikrosensoren, Haushaltsgeräte oder auch einmal ein intelligenter Roboter. Geräte sind heute technische „Tausendsassas“, die bei ihrer Konstruktion und Produktion den Einbezug von Informatik, Elektronik, Natur- und Materialwissenschaften bedingen. Arbeiten in diesem Bereich erfordern viel Fantasie und Kreativität, aber auch Präzision, Zielstrebigkeit und eine gute Kommunikation mit allen am Entwicklungsprozess Beteiligten.

Produktion

Produktionsingenieure entwickeln und betreiben Fertigungsprozesse, angefangen beim Bau von Prototypen über Nullserien bis zur Serienproduktion. Sie stellen die wirtschaftliche Herstellung und die verlangte Qualität der Produkte und Abläufe bis zur Inbetriebnahme beim Kunden sicher. Heutige Fertigungsprozesse sind stark automatisiert und entsprechend komplex. Sie stellen hohe Anforderungen an das Vorstellungsvermögen und an die konzeptionellen Fähigkeiten der Fachleute. Ingenieurinnen in der Produktion sind auch für die Beschaffung der Fertigungsmittel verantwortlich, planen die Produktionsprozesse und arbeiten eng mit Zulieferern zusammen. Insbesondere die Bildung enger Netzwerke mit Partnern und Lieferantinnen hat für eine effiziente Herstellung der Produkte eine hohe Bedeutung.

Montage und Inbetriebsetzung

Inbetriebsetzungsingenieurinnen sind als mobile Spezialistinnen für die Auslieferung und Installation von Maschinen und Anlagen beim Kunden verantwortlich. Ihr Einsatz führt sie häufig in die ganze Welt. Eine komplexe Maschine oder Anlage unter besonderen klimatischen Bedingungen und unter Zeitdruck zu montieren, zu justieren und in Betrieb zu setzen ist anspruchsvoll und erfordert grosses Organisationstalent und Durchsetzungsvermögen. Auch Interesse für fremde Kulturen und Sprachen ist unabdingbar.

Elektrotechnik

Die Elektrotechnik zählt seit über 100 Jahren zu den technischen Schlüsselgebieten, da in nahezu jedem technischen Produkt elektrotechnische Komponenten enthalten sind. Handy, Internet, Satellitenkommunikation, PC, Solarzellen oder Herzschrittmacher sind ohne elektrotechnische Bauelemente wie Mikroprozessoren, Speicher und Verstärker nicht vorstellbar. Elektrotechnik umfasst eine Fülle von Teilgebieten wie Mikroprozessor- und Nachrichtentechnik, Mikroelektronik, Regelungstechnik, Optoelektronik, Energietechnik, medizinische Elektronik etc. Die Grenzen zwischen den einzelnen Bereichen sind fliessend und die Aufgaben dementsprechend vielfältig. Typische Tätigkeiten sind z.B. die Entwicklung und Fertigung von elektronischen Bauelementen wie Kondensatoren oder Spulen. In der Mikroelektronik geht es um die Entwicklung und Herstellung integrierter Schaltkreise. Ein neues Spezialgebiet ist die Nanoelektronik, wo die Bauelemente im Bereich von Nanometern - 4000 mal dünner als ein menschliches Haar – abgemessen werden. In der Informations- und Kommunikationstechnik arbeiten die Ingenieure z.B. an den neuesten Entwicklungen von digitalen Vermittlungs- und Endgeräten oder an der Datenübertragung über Satelliten oder Glasfaserkabel. Mobilfunk gehört ebenso dazu wie Fernseh- und Rundfunktechnik, Navigation und Radartechnik.

Projektleitung

Ingenieurinnen forschen, bauen und konstruieren nicht nur, sie sind häufig auch in der Projektleitung tätig. Als Projektleitende brauchen sie nicht nur umfassendes technisches Know-how, sondern auch eine gute Kommunikationsfähigkeit, um zwischen den Ansichten und Anliegen von Auftraggeber und Auftragnehmer, von Management und Produktion zu vermitteln. Sie analysieren die Machbarkeit von Projekten, ermitteln die benötigten Mittel und definieren die organisatorische Umsetzung. Sie planen die wesentlichen Projektphasen und Aktivitäten, erstellen eine Detailplanung und ermitteln die Kosten. Erkennen sie Schwachstellen im Projektverlauf, ergreifen sie geeignete Massnahmen und gewährleisten die Qualitätssicherung. Zum Schluss erfolgt die Auswertung in einem Abschlussbericht.

Product Management, Marketing und Verkauf

Product Managerinnen oder Key Account Manager betreuen ein Produkt von der Entwicklung bis zum Verkauf. Sie vergleichen die Eigenschaften ihres Produktes mit den Bedürfnissen des Marktes, entwickeln bei Bedarf neue Funktionen oder Anwendungsgebiete und überwachen Zulassungsverfahren und Qualitätskontrolle. Gemeinsam mit dem Marketing bestimmen sie die Positionierung und Vermarktungskanäle und stellen den Vertrieb sicher, sie betreuen Kundinnen und Partner und knüpfen Kontakte zu möglichen neuen Absatzmärkten.

Im Bereich "Marketing und Verkauf" stehen Ingenieurinnen im direkten Kundenkontakt, organisieren Messen und repräsentieren das Unternehmen an Ausstellungen.

Service und Kundenschulung

In steigender Zahl sind Ingenieure zudem in erweiterten Dienstleistungsbereichen im Einsatz. Bedingt durch die Komplexität der Anlagen und Systeme erwarten Kundinnen eine intensive Information und Beratung über die angebotenen Produkte sowie Problemlösungen. Auch die Schulung des Bedienungspersonals zählt zum Aufgabenspektrum, genauso wie die Bereitstellung geeigneter Software zum Betreiben und Überwachen von Maschinen und Anlagen. Dieser umfassende Service schliesst auch die Wartung und Instandhaltung mit ein.

Die Zukunft gestalten

Die Entwicklungen in der Technik sind noch lange nicht abgeschlossen. Ingenieure sind die Initiatoren, Gestalterinnen und Manager des Fortschritts. Sie erfinden und produzieren technische Erzeugnisse, die direkt oder indirekt das tägliche Leben beeinflussen: von der Umwelt- bis zur Kommunikationstechnik, von der Medizinaltechnik bis zur Fabrikautomation, von der Energie- bis zur Verkehrstechnik.

Aufgrund der markanten Verkürzung der Innovationszyklen beträgt der Anteil an Universitäts- und Fachhochschulabsolventen in der Belegschaft der MEM-Industrie mittlerweile über 20 Prozent. Der Technologiehunger der Industrienationen sorgt dafür, dass die MEM-Industrie Ingenieurinnen auch in Zukunft gute Berufsaussichten bietet.



berufsberatung.ch