Start myBerufswahl

Interessen und Stärken - Schritt 1: Ich lerne meine Interessen und Stärken kennen

Berufe und Ausbildungen - Schritt 2: Ich lerne die Berufs- und Ausbildungswelt kennen

Stärken und Anforderungen - Schritt 3: Ich vergleiche meine Stärken mit den Anforderungen der Berufe und Ausbildungen, die mich interessieren

Schnuppern - Schritt 4: Ich schaue mir die interessanten Berufe genauer an

Überprüfen und entscheiden - Schritt 5: Ich überprüfe die möglichen Berufe oder Schulen und entscheide mich

Lehrstelle finden – Schule anmelden - Schritt 6: Ich setze meine Entscheidung um, suche eine Lehrstelle oder melde mich bei einer Schule an

Vorbereiten auf die Zukunft - Schritt 7: Ich bereite mich auf die Lehre oder die Mittelschule vor oder ich kläre ein Brückenangebot ab

Arbeitsmappe - Deine Ergebnisse

Einen Moment bitte...

myBerufswahl wird geladen.

Abgemeldet

Ihre Login-Session ist abgelaufen. Sie werden auf die Startseite weitergeleitet. Bitte melden Sie sich erneut an, um Ihr Login fortzusetzen.

Wartungsarbeiten: Aufgrund von Wartungsarbeiten auf den Servern von berufsberatung.ch kann es am Dienstag, 25. September zwischen 18:00 Uhr und 00:00 Uhr zu einzelnen Ausfällen kommen.

Berufsmöglichkeiten im Bereich Verlag

Im Bereich Verlag werden ganz verschiedene Tätigkeiten ausgeübt, je nachdem ob sie unternehmerische oder gestalterische Aufgaben, das Lektorat oder PR- und Marketing  umfassen.

Berufsmöglichkeiten

Verlagsangestellte sind – vor allem in kleineren Unternehmungen – Allrounder, die sich um fast alle Aspekte der Medienproduktion und des Medienvertriebs kümmern.

Unterschiedliche Aufgaben verlangen spezifische Qualifikationen

Verlage veröffentlichen, vertreiben und verkaufen nicht nur Belletristik („Schöngeistige Literatur“). Je nach Ausrichtung führen sie in ihrem Programm Schwerpunkte wie Wissenschaft (Recht, Medizin, Geschichte usw.), Kinder und Jugend, Freizeit, Hobby und Sport, Wirtschaft, Software  und viele mehr. Verlage geben nicht nur Bücher heraus. Die Palette der Produkte ist sehr breit und führt von Bildbänden über Karten und Kalender hin zu Zeitschriften, Computerspielen und Computerprogrammen. Die Inhalte werden häufig crossmedial, als Hörbuch und/oder in digitalisierter Form als E-Book, CD und/oder DVD angeboten. Je nach inhaltlicher Ausrichtung und je nach Medium, aber auch je nach Grösse der Unternehmen sind Fachkräfte mit verschiedenen Vorbildungen und Studienabschlüssen und mit verschiedenen Zusatzkenntnissen gefragt: Pädagogen mit Spezialisierungen in Spielpädagogik, Germanistinnen mit journalistischen Fähigkeiten, Naturwissenschaftlerinnen mit betriebswirtschaftlichen Zusatzqualifikationen, Informatiker mit pädagogischen Fähigkeiten.

Die Liebe zum Buch reicht nicht

Neben dem Buch vertreiben Verlage ganz unterschiedliche Produkte. Das Medium ist nicht nur ein geistiges Produkt, es ist für Verlage und Vertrieb vor allem eine Ware, die produziert und verkauft werden will und den Gesetzen des Marktes unterliegt: Verleger und Buchhändlerinnen vor allem in leitenden Funktionen müssen sich also in betriebswirtschaftlichen und administrativen Aspekten der Unternehmung sowie detailliert im Produktionsablauf, bei Gestaltung, PR und Marketing bis hin zur Lagerbewirtschaftung und Vertrieb auskennen.
Für die administrativen, verkaufsorientierten und produktionstechnischen Aufgaben bestehen spezifische Ausbildungen ausserhalb der Hochschulen, etwa die Berufslehren Buchhändler/in, Kaufmann/Kauffrau Kommunikation sowie Medienfachmann/-frau (Berufsprüfung) oder die Höhere Fachprüfung Medienmanager/in (Produzent, Verlagsfachfrau). Daneben arbeiten in grösseren Verlagen auch Korrektoren, Grafikerinnen, Informatiker und Betriebswirtschaftlerinnen. Absolventen und Absolventinnen einschlägiger Berufslehren (z.B. Verlagsbuchhändler/in usw.) mit Weiterbildungen in Betriebswirtschaft, Personalwesen, Marketing/PR/Verkauf und Buchproduktion finden sich oft in führenden Positionen von Verlagen. Vor allem bei Buchverlagen gibt es verlagsspezifische Funktionen, für die je nach Verlagsprogramm Absolventen unterschiedlicher Hochschulstudien, in vielen Fällen Geisteswissenschaftler und Sozialwissenschaftlerinnen, gefragt sind. Spezielle Ausbildungsmöglichkeiten gibt es nicht. Der Einstieg erfolgt über persönliche Kontakte und Praktika. Doch ist die Zahl möglicher Praktika und Volontariate in der Deutschschweiz sehr beschränkt und die Konkurrenz gross.

Lektorin, Lektor

Lektoren und Lektorinnen finden sich in Verlagen/Verlagsredaktionen von Printmedien, insbesondere von Büchern. Für diesen Beruf sind Geisteswissenschaftler, vor allem Philologinnen geeignet, die über ein ausgeprägtes Sprachgefühl, ein breites Allgemeinwissen und je nach Verlag und Verlagsprogramm Kenntnisse in einem Spezialgebiet verfügen.
Zu den Hauptaufgaben von Lektoren und Lektorinnen gehört die Prüfung eingesandter Manuskripte, über deren Veröffentlichung im Rahmen von Verlagsprogrammen in Lektoratssitzungen befunden wird. Im Weiteren betreuen sie Manuskripte vor allem in sprachlicher Hinsicht und begleiten sie bis hin zur Publikation und darüber hinaus: Klappen- und Werbetexte schreiben, Umschlagmotive suchen, Kontakte zu den Medien herstellen, Lesungen organisieren, Rezensionen archivieren usw. Der Lektor, die Lektorin kümmert sich auch um rechtliche Fragen (Druckrechte, Rechte von Illustrationen). Auch bei den Lektorinnen und Lektoren wird die ökonomische Seite immer wichtiger: Wer ist die mögliche Zielgruppe für ein Buch, welches Buch kann wie am besten vermarkten werden? usw. In grösseren Verlagen bedingt dies eine enge Zusammenarbeit mit der PR- und Marketingabteilung, in kleineren gehören deren Aufgaben zur Arbeit des Lektors. Weiterbildungskurse zum Thema Betriebswirtschaftslehre für Lektoren (Controlling, Marketing, Kalkulation) oder Überzeugen und Verhandeln sowie zum Herstellungsprozess (typografische Gestaltung, digitaler Satz) zeigen, wie sich der Beruf des Lektors, der Lektorin in Richtung eines Allrounders entwickelt hat.

Übersetzerin, Übersetzer

Unterschieden wird zwischen literarischem Übersetzen – beispielsweise das Übersetzen von Romanen - und technischem Übersetzen bzw. Übersetzen von Fachtexten – beispielsweise das Übersetzen von Bedienungsanleitungen von Fernsehern oder von juristischen Texten. Die Anforderungen sind ebenso unterschiedlich wie die Texte, die es zu übersetzen gilt. Ein philologisches Studium oder eine Ausbildung als Übersetzer/in reichen nicht aus. Während und nach dem Studium ist eine Spezialisierung oder Zusatzausbildung in Richtung Wirtschaft, Technik, Medizin oder Jura nötig. Übersetzer und Übersetzerinnen sind in der Regel freiberuflich für spezifische Buchprojekte für Verlage tätig.

Literaturagenten und -agentinnen

Lektoren sind oft auch freiberuflich und als Literaturagenten tätig. Literaturagentinnen prüfen, ob sich Manuskripte oder fremdsprachige Bücher zur Veröffentlichung und zur Empfehlung an Verlage eignen. Dabei geht es um Manuskripte und Buchideen zu ganz unterschiedlichen Themen und Formaten von Ratgebern über Reiseführer und Sachbücher bis hin zu Essays und Romanen. Literaturagenten sind ständig auf der Suche nach geeigneten Büchern, die veröffentlicht werden können ("Buch-Scouts"). Sie betreuen Autoren und Autorinnen, arbeiten mit Übersetzern, Verlegerinnen und Lektoren zusammen mit dem Ziel, den richtigen Verlag zu finden, bei dem Buch  und Verlagsprogramm weitgehend übereinstimmen und eine möglichst grosse Leserschaft angesprochen wird. Fremdsprachen und Kenntnisse in Urheberrechtsfragen sind dafür unentbehrlich.

Volontariate

Der klassische Einstieg für Hochschulabsolventinnen und –absolventen in die Lektorate und Redaktionen von Verlagen geschieht über Volontariate von mehreren Monaten Dauer. Vorgängige Praxiserfahrung bzw. Praktika bereits während des Studiums wird dringend empfohlen, da die Konkurrenz bei Volontariatsstellen gross ist. Ein Volontariat gewährt Einblick in alle Arbeitsabläufe, in längerfristige Projekte und in die grundlegenden Verlagsstrukturen und beinhaltet neben der Mitarbeit z.B. in einem Buchprojekt und dem Besuch von Messen auch interne und externe Schulungen. In der Regel wird das Volontariat in bescheidenem Mass entlöhnt.



berufsberatung.ch