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Porträt: Personenschutz

Ein Sicherheitsfachmann BP und Führungsfachmann BP stellt seine Tätigkeit und seine Aufgaben vor.

Vom Bodyguard zum Direktionsmitglied

Urs Siegenthaler, Bereichsleiter und Direktionsmitglied eines grossen privaten Sicherheitsunternehmens

Ein Mann geht hinter einer Frau her und beobachtet das Geschehen auf der Strasse.
Personenschutz setzt voraus, dass man den Alltag und das Umfeld der zu schützenden Person gut kennt. SDBB I SDBB, Foto Dominique Meienberg
Ein Mann geht hinter einer Frau her und beobachtet das Geschehen auf der Strasse.

Personenschutz setzt voraus, dass man den Alltag und das Umfeld der zu schützenden Person gut kennt. SDBB I SDBB, Foto Dominique Meienberg

Berufslaufbahn

Jahr/AlterTätigkeit/Ausbildung
19Eidg. Fähigkeitszeugnis als Gärtner EFZ
25Einstieg in die Sicherheitsbranche, verschiedene firmeninterne Ausbildungen: Securitas AG
29Firmeninterne Führungsausbildung. Chef Führungssektor Sicherheitsdienste: Securitas AG
30Eidg. Fachausweis als Fachmann für Sicherheit und Bewachung BP, heute: Sicherheitsfachmann BP, Fachrichtung Bewachung
32Eidg. Fachausweis als Fachmann für Personen- und Objektschutz BP, heute: Sicherheitsfachmann BP, Fachrichtung Personenschutz
36Eidg. Fachausweis als Führungsfachmann BP. Bereichsleiter Führung, Einsatz, Personalplanung & Gesamteinsatzleitungen: Securitas AG

Welches sind Ihre Aufgaben?

Als Bereichsleiter arbeite ich hauptsächlich im Büro. Das Team, das ich leite, besteht aus etwa 500 uniformierten Mitarbeitenden. Ich nehme organisatorische Aufgaben wahr und entwickle strategische und operative Ziele. Ich bin auch Mitglied der Geschäftsführung der Direktion und Gesamteinsatzleiter. Bei Grossveranstaltungen bin ich das Bindeglied zwischen dem Kunden und anderen Organisationen wie der Feuerwehr, der Polizei oder dem Sanitätsdienst. Weiter bin ich auch in der Ausbildung engagiert: Als Regionalinstruktor der Securitas bilde ich interne Führungskräfte aus. Mit dem eidg. Fachausweis als Führungsfachmann konnte ich mehr Verantwortung übernehmen. Ich wirke aktiv an Entscheidungen des Unternehmens mit.

«Mir gefällt die Vielfalt meiner Aufgaben und der Umgang mit Unvorhergesehenem.»

Was waren Ihre ersten Erfahrungen im Sicherheitsbereich?

Ich kam aus dem Gartenbau, wo die Arbeitszeiten regelmäßig waren. Ich musste mich an einen neuen Arbeitsrhythmus mit Tag- und Nachteinsätzen gewöhnen. Regelmässige Kontakte mit meinen Kollegen und die Unterstützung meines Vorgesetzten halfen mir, meinen Platz in dieser neuen Branche zu finden. Der Personenschutz wurde zu meinem Spezialgebiet. In meiner Anfangszeit habe ich gelernt, dass es essenziell ist, sich ein möglichst genaues Bild vom Umfeld der zu schützenden Person zu machen und die Gefahren und Risiken, die sie umgeben, einzuschätzen. Man muss über dessen Tagesablauf und Gewohnheiten Bescheid wissen, bis hin zur Kleidung und dem Verhalten.

Was ist besonders wichtig in Ihrer Tätigkeit?

Flexibilität, Anpassungsfähigkeit an die unterschiedlichsten Situationen, Verantwortungsbewusstsein sowie die Fähigkeit, Prioritäten zu setzen. Wichtig sind auch eine sehr gute physische und psychische Konstitution sowie ein gesundes Selbstvertrauen. Ich habe einige heikle Situationen erlebt, dennoch musste ich nie um mein Leben fürchten. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und
die Pflege des Freundeskreises sind vielfach eine Herausforderung. An meinem Beruf gefällt mir die Vielfalt meiner Aufgaben und der Umgang mit Unvorhergesehenem.

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