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Porträt: Instruktion

Eine Feuerwehrfrau und Feuerwehrinstruktorin stellt ihre Tätigkeit und ihre Aufgaben vor.

Nützliche Kenntnisse für die Gesellschaft

Renata Strauss-Gerardi, schweizerische Feuerwehrinstruktorin bei einem Brandschutz- und Rettungsdienst

Renata Strauss-Gerardi.
Renata Strauss-Gerardi. © Renata Strauss-Gerardi
Renata Strauss-Gerardi.

Renata Strauss-Gerardi. © Renata Strauss-Gerardi

Berufslaufbahn

Jahr/AlterTätigkeit/Ausbildung
19Eidg. Fähigkeitszeugnis als Kauffrau. Verschiedene Teilzeitstellen in der Administration.
31Kaufmännische Mitarbeiterin: Feuerwehr Rennens VD. Ausbildung zur freiwilligen Feuerwehrfrau: KGV des Kantons Waadt.
39Diverse Beförderungen: Dienstgrad Leutnant, dann Oberleutnant, Offizier und Einsatzleiterin
40Diverse Beförderungen: Mitglied des Generalstabs und Quartiermeister im Brandschutz- und Rettungsdienst Malley VD. Ausbildung zur schweizerischen Feuerwehrinstruktorin in Couvet NE.
41Diverse Ausbildungen: Atemschutzinstruktorin, Kaderausbildung Einsatzleitung, kantonale Instruktorin für thermische Phänomene
50Schweizerische Feuerwehrinstruktorin: International Fire Academy IFA, Balsthal SO
51Quartiermeister, schweizerische Feuerwehrinstruktorin, ständige Feuerwehrfrau: Brandschutz- und Rettungsdienst Riviera VD

Wie sind Sie zur Feuerwehr gekommen?

Ich habe als kaufmännische Mitarbeiterin in einer Feuerwache angefangen, mich aber bald von meinen Feuerwehrkollegen ausgeschlossen gefühlt. Wenn sie von Einsätzen zurückkamen, wünschte ich mir, dort auch mitarbeiten zu können. Einige meiner männlichen Kollegen haben mich sehr dazu ermuntert. Das spielte bei meiner Entscheidung, die Ausbildung anzupacken, eine wichtige Rolle. Ich nahm in der Feuerwache an den verschiedenen Schulungen für Freiwillige teil. Die technischen Aspekte der Einsätze, ein Atemschutzgeräts zu tragen, in Notfällen am Steuer zu sitzen oder als Einsatzleiterin Entscheidungen zu treffen, haben mich nie abgeschreckt. Im Gegenteil!

«Ich habe meinen Beruf zur Leidenschaft und meine Leidenschaft zum Beruf gemacht.»

Welches sind Ihre Aufgaben?

Ich trage drei verschiedene Hüte. In meiner Funktion als permanenter Quartiermeister bin ich für alle administrativen und finanziellen Belange in der Wache zuständig. Ich führe die Freiwilligen, verwalte die Personaldossiers und zahle den Sold aus. Nach jedem Einsatz überprüfe ich den von der Einsatzleiterin oder dem Einsatzleiter verfassten Bericht und erledige die administrative Nachbereitung. Vor Ort bin ich auch weiterhin als Feuerwehrfrau oder Einsatzleiterin tätig. Neben diesem 100-prozentigen Engagement bin ich in meiner Freizeit als schweizerische Feuerwehrinstruktorin tätig. Ich gebe Kurse für die Ausbildung von freiwilligen Feuerwehrleuten auf kantonaler Ebene und bilde an der International Fire Academy in Spezialgebieten aus, wie z.B. Einsätze in Strassen- und Eisenbahntunnels.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf?

Ich habe die Feuerwehr während meiner kaufmännischen Tätigkeit in der Feuerwache kennengelernt. Heute bin ich selber Feuerwehrfrau. Ich habe meinen Beruf zur Leidenschaft und meine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Ich liebe es, mein Wissen an andere weiterzugeben. Es ist egal, welches Fach ich unterrichte, das Ergebnis zählt. Wenn ich den Kursteilnehmenden die Ausbildungsbestätigung überreiche, bin ich stolz: Ich trage dazu bei, das Wissen der Feuerwehrleute in ihrer Rolle als Personenschützerinnen und -schützer zu stärken. Es macht mir auch Spass, zwischen einer administrativen Aufgabe und einem Einsatz zu wechseln. So wird meine Tätigkeit sehr dynamisch!



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