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Porträt: Gestaltung von Grünflächen

Ein Landschaftsarchitekt FH und Hochschuldozent stellt seine Arbeit und seine Aufgaben vor.

Kompetenzen zwischen Technik und Life Sciences

Samuel Enjolras, Landschaftsarchitekt FH und Inhaber eines Büros für Landschaftsarchitektur

Ein Mann sitzt in seinem Büro und zeichnet Pläne.
Das Zeichnen von Plänen gehört zu den Aufgaben des Landschaftsarchitekten. SDBB I CSFO, Foto Thierry Porchet
Ein Mann sitzt in seinem Büro und zeichnet Pläne.

Das Zeichnen von Plänen gehört zu den Aufgaben des Landschaftsarchitekten. SDBB I CSFO, Foto Thierry Porchet

Berufslaufbahn

Jahr/AlterTätigkeit/Ausbildung
18Französische Maturität. Reisen und Arbeit in der Unterhaltungsbranche als Beleuchter
23Berufsabschluss im Landschaftsbau, dann französische Berufsmaturität: Frankreich
25Höherer Berufsabschluss als Techniker im Landschaftsbau: Frankreich
28Bachelor FH in Landschaftsarchitektur und Assistent: hepia Genf
29Assistent: hepia Genf und Projektleiter in einem Büro, Frankreich
31Gründung und Co-Führung eines Büros für Landschaftsarchitektur, Lausanne
34Dozent: hepia Genf
37Gründung und Führung eines Büros für Landschaftsarchitektur: Atelier Plum, Genf

Was gefällt Ihnen an Ihrer Tätigkeit?

Ich liebe den Projektentwurf, einen Raum zu denken und ihn zu zeichnen. Danach zu sehen, wie diese Orte, die man entworfen hat, gebaut werden, ist ebenfalls eine grosse Bereicherung. Selbstverständlich interessiere ich mich sehr für Pflanzen und Lebewesen, denn sie sind eine unerschöpfliche Wissensquelle. Die Pflanzenwelt funktioniert wie eine Sprache und ist für mich als Landschaftsarchitekt eines der wichtigsten Werkzeuge. In meinem Beruf geht es darum, kreative Ideen zu entwickeln und sie in realisierbare Projekte umzusetzen. Die Balance zwischen Einfallsreichtum und Machbarkeit gefällt mir.

«Es ist die Balance zwischen Einfallsreichtum und Machbarkeit, die mir gefällt.»

Welches sind Ihre Aufgaben?

Meine Aufgaben reichen von der Gestaltung kleiner Flächen bis hin zur Planung und Realisierung von grösseren Geländen. Zu Beginn geht es darum, die finanziellen Mittel und die rechtlichen Vorgaben zu klären. Darauf folgt ein Vorprojekt mit ersten Skizzen und groben Vorstellungen. Erst dann beginnt das eigentliche Projekt: Man arbeitet die Details aus und berechnet das Vorhaben genauer. Sobald die Baubewilligung erteilt ist, werden die technischen Beschreibungen der Bauarbeiten verfasst. Anschliessend holt man Offerten von Unternehmen ein, bevor man die Ausführungen auf der Baustelle überwacht. Neben dieser Tätigkeit bin ich Dozent im Studiengang für Landschaftsarchitektur an der Fachhochschule Genf.

Welche Fähigkeiten sind erforderlich?

In meinem Beruf muss man Neugierde, Geduld und ein gutes Augenmass haben. Man muss lernbereit sein, gerne zeichnen und Pflanzen mögen. Eigenständiges Denken und ein von Reisen oder anderen Kulturen inspirierter Blick ist ebenfalls von Vorteil. Ausserdem sollte man sich gerne für zukünftige Generationen einsetzen.

Weitere Informationen



berufsberatung.ch