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Oberflächenveredler/in Uhren und Schmuck EFZ

Oberflächenveredler/innen Uhren und Schmuck sind verantwortlich für die Fertigstellung von Uhrenteilen und Schmuck. Mit verschiedenen Techniken bearbeiten sie die Oberflächen der Werkstücke, verzieren sie und stellen Werkzeuge her.

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Kategorien
Bildungstypen

Grundbildung (Lehre)

Berufsfelder

Metall, Maschinen

Branchen

Uhren und Mikrotechnik - Kunst & Kunsthandwerk

Swissdoc

0.556.7.0

Aktualisiert 06.11.2014

Tätigkeiten

Oberflächenveredler/innen Uhren und Schmuck geben Uhrgehäusen, Uhrbändern, Schmuckstücken und ähnlichen Produkten ihr endgültiges Aussehen. Durch Schleifen und Polieren der Werkstücke aus Gold, Platin, Silber und weiteren Metallen beseitigen sie Unebenheiten sowie raue Stellen. Sie bringen die Teile auf Hochglanz oder verleihen ihnen eine matte Satinierung.

Ihre Aufträge planen und bearbeiten Oberflächenveredler/innen Uhren und Schmuck auf der Grundlage technischer Zeichnungen. Sie erhalten von den Auftraggebenden meist eine Vorlage mit allen nötigen Angaben. Bevor sie mit der Arbeit an der Werkbank beginnen, wählen sie die Maschinen aus, richten sie ein und fixieren die Werkstücke. Da sie oft mit sehr kleinen Materialien arbeiten, nehmen sie nötigenfalls eine Lupe oder ein Mikroskop zur Hilfe. Mit computergesteuerten Fräs- und Drehmaschinen versehen sie die Werkstücke dann mit Profilen.

Danach erfolgt das Schleifen, Polieren und Bürsten. Je nach Material und gewünschter Oberflächenstruktur wählen die Oberflächenveredler/innen das passende Verfahren aus und setzen diverse Schleifscheiben, Polierpasten, Schmirgel- und Schleiftechniken ein. Sie verzieren die Uhren- und Schmuckteile auch mit Diamanten und anderen Edelsteinen. Nach jedem Arbeitsschritt kontrollieren sie die Teile mit Mess- und Prüfgeräten bezüglich Massen und Ästhetik. Zum Abschluss reinigen sie die Teile sorgfältig mit Lösungsmitteln, Alkohol oder Seifenwasser. Zudem reinigen und warten sie alle verwendeten Geräte und Maschinen.

Zuständig sind Oberflächenveredler/innen auch für die Herstellung der für ihre Arbeit benötigten Werkzeuge, zum Beispiel Zangen und einfacher Aufsetzvorrichtungen. Benötigen sie komplexere Vorrichtungen, entwerfen sie Skizzen und geben diese zur Ausführung an Mikromechaniker/innen weiter.

Bei allen Arbeitsschritten achten Oberflächenveredler/innen Uhren und Schmuck darauf, dass Edelsteine, organische Stoffe und Verzierungen keinen Schaden nehmen. Da die zu bearbeitenden Teile oft winzig klein sind und auf den tausendstel Millimeter genau passen müssen, benötigen sie eine ruhige Hand und müssen präzise und geduldig arbeiten.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Verordnung vom 15.12.2010

Dauer

3 Jahre

Bildung in beruflicher Praxis

In einem Polieratelier oder Betrieb der Uhren- und Schmuckindustrie

Schulische Bildung

1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule

Berufsbezogene Fächer

  • Organisation, Arbeitsvorbereitung, Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
  • Vorbereitung der Oberflächen und manuelle Bearbeitungstechniken
  • Durchführung der abschliessenden Oberflächenbearbeitung und Verzierung
  • Herstellung von Werkzeugen und Aufsetzvorrichtungen

Überbetriebliche Kurse

Zu verschiedenen Themen

Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis "Oberflächenveredler/in Uhren und Schmuck EFZ"

Voraussetzungen

Vorbildung
  • abgeschlossene Volksschule
Anforderungen
  • geschickte und ruhige Hände für genaues Arbeiten
  • handwerkliches Geschick
  • Geduld und Ausdauer
  • Konzentrationsfähigkeit
  • logisches Denken
  • technisches Verständnis
  • gute Augen (auch korrigierte Sehschärfe)
  • keine Allergien im Umgang mit Metallen
  • Sauberkeitssinn
  • Sinn für Schönheit

Weiterbildung

Kurse

Angebote des Arbeitgeberverbandes der schweiz. Uhrenindustrie, des Verbands Schweiz. Goldschmiede und Uhrenfachgeschäfte VSGU, von Berufsfachschulen und gestalterischen Fachschulen

Berufsprüfung (BP)

z. B. Prozessfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis

Höhere Fachprüfung (HFP)

Uhrmachermeister/in

Höhere Fachschule

z. B. dipl. Techniker/in HF Maschinenbau (Vertiefung Produktionstechnik)

Fachhochschule

z. B. Bachelor of Science (FH) in Mikrotechnik, Bachelor of Arts (FH) in Produkt- und Industriedesign

Berufsverhältnisse

Oberflächenveredler/innen Uhren und Schmuck arbeiten in Unternehmen der Uhren- und Schmuckindustrie. Arbeitsstellen gibt es insbesondere in Betrieben, die sich auf die Fertigung von Uhrgehäusen spezialisiert haben. Diese sind hauptsächlich in der Uhrenindustrie-Region im Jurabogen, zwischen Genf und Schaffhausen, angesiedelt.

Weitere Informationen

Adressen

Arbeitgeberverband der schweiz. Uhrenindustrie
Avenue Léopold-Robert 65
Postfach
2301 La Chaux-de-Fonds
Tel.: 032 910 03 83
Fax: 032 910 03 84
URL: http://www.cpih.ch
E-Mail: